Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) war schon lange mein Wunschtier. Im benachbarten Mannheim und auch alle paar Jahre mal in unserer Gemeinde wurde sie schon gesichtet. Am 31. August habe ich sie auch in meinem Garten beobachtet. Sie saß an der Hauswand in der Ecke zwischen Haus und Garage etwa einen halben Meter über dem Boden:
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Sie ist wohl ein gemächliches Wesen, das nur von Zeit zu Zeit seinen Ort ein wenig verändert und anscheinend gerne kopfüber sitzt.
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An diesem Foto kann man ihre Körperlänge (ohne Fühler und Beine) abschätzen: gut 8 cm. Einige Zeit später war sie nicht mehr zu sehen, aber o Wunder, am nächsten Tag war sie wieder fast an der gleichen Stelle:
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Inzwischen hatte ich mich mit der Kamera näher dran gewagt, was sie dazu veranlasste, mich mit dem Zeigen ihres "schreckenerregenden" Augenflecks zu warnen:
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Den 3. Tag war sie immer noch da, lief immer an der Wand hin und her:
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Es war ein warmer Tag mit voller Vormittagssonne auf ihr kleines Stück Haus- und Garagenwand. Mit der Wärme war sie nicht ganz so langsam und träge wie die Tage zuvor und übte sich fleißig im Fassadenklettern:
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Vielleicht war es auch Hunger, was sie veranlasste, hin und her zu wandern. Nahrung war weit und breit nicht zu sehen, die ganz selten durchlaufenden kleinen schwarzen Spinnen kamen niemals auch nur in die Nähe ihrer Fangarme. Einmal schaffte sie es, die ganzen 3 Meter vom Boden bis fast aufs Garagendach zu überwinden, um dann nach wenigen Augenblicken am glatten Dachüberstand den Halt zu verlieren und wieder auf den Boden zu plumpsen.
Sie tat uns irgendwie leid, wir fingen sie ein und ließen sie ein paar Meter weiter im Grünen wieder frei. Nach wenigen Augenblicken war sie im (Un-)Kraut verschwunden und wurde nicht wieder gesehen.