Heute sah ich beim Ernten einiger Birnen in meinem Garten (Rheinebene Nähe Heidelberg) ein schwarzes glänzendes Räupchen (?) auf einem Blatt. Nach dem Fotografieren drehte ich das Blatt um und fand etwas viel Interessanteres. Es war sehr klein (knapp 3 mm) und bewegte sich langsam. Für meine Kamera war es schon an der Grenze der Technik, aber mit dem Abreißen des Blattes und der geeigneten Beleuchtung war dann doch etwas zu identifizieren. Es war die Birnblattwanze (Stephanitis pyri), Familie Tingidae, Netzwanzen, die zu mehreren unter diesem und weiteren Blättern des Birnbaums saß. Angegebene Körperlänge 2,7 bis 3,3 mm. Die Oberseite der Blätter ist durch die Saugtätigkeit etwas verunstaltet, so dass diese schnell zu finden sind.
Die Wanze saugt an Rosengewächsen, so dass ich ähnlich verunstaltete Blätter am Zwergapfel und Mirabelle untersuchte und dort prompt weitere Exemplare fand. Interessante Eigenschaft: die Wanze ist superleicht, kann fliegen und wird auch vom Wind transportiert, was die Verbreitung extrem erleichtert. Sie lebt sozusagen auf leichtem Fuß, siehe auch das letzte Bild.
Die Wanze ist
, die Zahl der Arten in meinem Garten steigt auf 62
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