Falter-Notdienst

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    Das mein Anblick (ich lebe allein), auch beim Frühstücken. Gärtnern einer meiner Arbeitsbereiche.

    Nicht im Bild ein voll erblühter Sommerflieder mit Falterbesuchern, ob ihrer Farbigkeit von mir am meisten beachtet die Distelfalter (Mehrzahl).

    Das Herausfahren in die Natur, stehts mit dem Rad, unterbleibt da schon, zumal dort nicht unbedingt Erfreuliches zu erleben gibt. Seien es Zecken, die beim Qurbeetstiefeln sich mitnehmen lassen, die sich dann durch Hautrötungen bemerkbar machen und zu entfernen sind, oder fehlendes Insekten-Vorkommen an gehabten Fundstellen.



    Ein Beispiel das mich besonders traf: Vor wenigen Jahren fand ich Feld-Sandlaufkäfer, sowie andere Käfer und auch Falter, auf einem Halbwaldweg. Vor einigen Tagen nun: jeglicher Pflanzenbewuchs wurde mit einer großen Maschine entfernt, kein Insekt war mehr zu entdecken. Anderswo sah ich bereits das Ungetüm in Tätigkeit.

    Erfreulich, dass ich dieses eine Foto noch irgendwo fand. Alle anderen Fotos von Sand- und Dünen-Laufkäfern sind unauffindbar, als wenn ich Taste 'ab in den Papierkorb' gedrückt hätte.

    Dünen-Laufkäfer lassen sich unweit davon im Sandbereich eines mit Wasser gefüllten Baggersees finden, nicht selten. Der ortsansässige Angelverein hat den Bereich für jedweden Zutritt durch Menschen gesperrt. (an einem Tag war teilweiser Zutritt erlaubt)

    Auch unweit, ein Golfplatz: in deren Werbung auch diese Käfer. Nur, ich fand dort noch nie einen, obwohl ich in den Sandkuhlen (Bunker) nach ihnen Auschau hielt.


    Jetzt zu meinen Falter- 'Hilfen'

    Als Einzelgänger habe ich Frühstücksgeschirr zu säubern. Bei der Arbeit, vor dem Spülbecken stehend, bemerke ich neben mir Bewegung, gesehen wird nichts. Dann Wiederholung. Jetzt erblicke ich den Verursacher: er verharrt auf dem Fensterrahmen. Eine 'Hausmutter', mein Gedanke, nicht die erste bei mir im Haus, dem will ich mal nach draußen helfen. Zu diesem Zweck wird der Falter eingefangen, so wie zwei Abende zuvor in Nebenzimmer zwei Hausmutter-Falter von mir an der Wand neben dem Fenster gesehen wurden, denen ich zur 'frischen Nachtluft' verhalf. Im Nachhinein zweifelte ich: Ist es wirklich eine Hausmutter? Die Flügeloberseiten sahen 'filzig' aus. Egal, hinaus in die Gartenluft mit ihm.

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    Vorgestern. Durch den Flur gehend bemerke ich einen huschenden Schatten. Nanu denkend, und nach dem Verursacher Ausschau halten, sehe ich ihn, den Falter, groß und dunkel. Er saust längs des Flurs, alle Türen stehen wegen der Wärme offen, und in den einen und anderen Raum. Bis ich die Türen eines Raumes schließen konnte in dem er gerade war. Einfangen war meine Absicht. Doch leichter gedacht als getan. Im Flug wurde er doch erwischt.

    Betrachtet: mal wieder ein Schwarzes Ordensband.

    Foto? ersparte ich ihm, nicht nur, weil ich bereits Fotos solcher Falter habe, sondern auch, weil ich vermute, dass ich diesen Falter vor zwei Wochen hier im Hause sah, ihn jedoch aus den Augen verlor, den ich jetzt eingefangen hatte, den ich endlich in seine Freiheit entlassen konnte. Ich schaute ihm nach. Nur kurz, dann war er in der Dunkelheit verschwunden.

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    Noch einer der einzufangen und in die Freiheit in der nächtlichen Gartenluft zu entlassen war.

    Kein Martinshorn kündigte ihn an, ihn dessen Name mir unbekannt ist.

    Vorm Zubettgehen erblickte ich Dunkles an der Schrankwand (selber gefertigt). Das Fenster hatte tagsüber offen gestanden. Hilfe war vonnöten um wieder zurück in seinen Lebensraum zu gelangen.

    Das Fote hellte ich auf, damit etwas seiner Flügelzeichnung sichtbarer wurde.


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    Als Zugabe ein Besucher von heute morgen während des Frühstücks. Erstmalige Sichtung von mir. Der helle Punkt: Spiegelung der Aufhelllampe-

    Soviel für heute

    Freundliche Grüße vom Hermann

  • Vielen Dank Hermann für Deinen langen Bericht. Da konntest Du einigen Faltern wieder den Weg nach draußen weisen.

    Betrachtet: mal wieder ein Schwarzes Ordensband.

    Du Glücklicher, dass Du das sagen kannst.

    Es tut mir leid, dass Du die Sandlaufkäfer nicht mehr siehst. Überall das gleiche... schwere Maschinen und dann rücksichtslos und undifferenziert alles weg. Es ist immer traurig zu sehen bzw. nicht zu sehen, was einmal war und nun nicht mehr ist.

    Das mein Anblick (ich lebe allein), auch beim Frühstücken.

    Da lässt sich die Mahlzeit wirklich genießen. Ich schaue direkt auf die Reihenhäuser gegenüber. Aber dafür habe ich mir meinen Balkon schön gemacht.
    Die kugelige Spinne sieht interessant aus mit den Flecken, aber beim Frühstück müsste sie mir trotzdem nicht unbedingt Gesellschaft leisten...

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hallo Addi, Deine Antworten, Deine Kommentare erfreuen mich immer wieder - und spornen mich an weiterhin Beiträge zu bringen, allerdings sparsamer als vor Zeiten.

    Den Ordner mit den Sandlaufkäfern habe ich endlich gefunden. Da werde ich, mal wieder, umordnen.

    In aller Freundlichkeit: der Hermann

  • Das freut mich Hermann.

    allerdings sparsamer als vor Zeiten.

    Verständlich. Das braucht doch immer eine Menge Zeit und Vorbereitung, von der Tipperei ganz zu schweigen.

    Den Ordner mit den Sandlaufkäfern habe ich endlich gefunden.

    Wie schön!
    Ich suche auch immer wieder mal nach Fotos, die ich scheinbar so klug eingeordnet habe und hinterher weiß ich nicht mehr, welche Überlegung dahinter steckte...

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Lieber Hermann,
    wie schön, dass du den Ordner mit den Sandkäferfotos wieder gefunden hast. Sowas ist echt ärgerlich, wenn ein Ordner abhanden kommt. Ich habe ja eine ausgefeilte Ordnung meiner Naturfotos, so dass ich nie suchen muss. Aber einmal ist es mir auch passiert, dass ein Order weg war, vermutlich durch eine unglückliche Mausbewegung verschoben. Den habe ich wenige Jahre später durch Zufall wiedergefunden.

    Deine eventuelle Hausmutter auf grünem Grund ist die Breitflügelige Bandeule Noctua comes, der schwarze Falter ein Dunkles Halmeulchen Oligia latruncula (Bestimmung am Foto nur mit Restunsicherheit).

    Dass ein Golfclub mit einem Naturinventar wirbt, das es nicht einmal auf dem Platz gibt, tja, das wundert mich überhaupt nicht.

    Schön, wenn man sagen kann, dass man ein Schwarzes Ordensband nicht mehr fotografieren muss, weil man es schon oft genug gesehen hat und ausreichend Fotos davon. Ich würde so gerne mal eines in echt sehen.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Liebe Sabine,

    vergangene Nacht war der nächste Notdienst-Einsatz fällig. Mein erster Gang heute morgen war zu der Stelle, wo ich den 'Patienten' gegen 01 Uhr gelagert hatte. Mit ausgebreiteten Flügeln sah ich ihn dort, vermutlich letztmalig. Fenster und Verandatür, normal bei der derzeitigen Wetterlage nachts geöffnet, hatte ich ihm, den nochmaligen Einfiug versperrend, zumindest für diese Nacht, verschlossen.

    Leer also die Stelle, eine Glasscheibe (Hilfsmittel beim Erstellen von Fotos). Der Fast-Krimi bis dorthin: Gestern beschäftigte ich mich von 15 bis fast 20 Uhr im Garten. (u.a. Kettensäge und Leiter Arbeitsgeräte). Dass mir abends die Augen zufielen, verständlich, denke ich. Gegen 11.30 Uhr erwache ich und schalte das Normallicht ein - und erblicke, 2/3 Sekunden lang, einen wellenartig fliegenden großen dunklen Falter. Was für einer ist das? meine Überlegung. Ein Schwarzes Ordensband kann's nicht sein, so einen habe ich doch gestern an die frische Luft befördert. Das zu klären wurde nach ihm gesucht, sicherlich 1/2 Stunde, Mitternachtsvergnügen. Schließlich 'landete' er doch in meinem Netz. Ein Blick: doch ein Ordensband. Sollte es das aus der vorigen Nacht sein? Nein, denn dem fehlte eine Stückchen Flügelspitze. Neu für mich war jedoch der zu sehende helle Streifen am Flügelende Unterseite.

    Ca. 1 Stunde währte es, bis das als Belegfoto auf dem Bildschirm zu sehen war. Dann auf der Glasscheibe an die Außenluft mit im, dem Schwarzen Ordensband, denkend: Das ist ja allerhand, dass ich zwei davon in meiner Wohnung fand - das gebe ich Sabine und Addi, als Interessierte, bekannt.

    Nicht zu versäumen, ob vieler Beschäftigung noch nicht dazu gekommen: Danke für Deinen Kommentar-Beitrag, Deine Antwort samt Falternamen-Nennung!

    "Liebe Grüße" schreibst Du.

    Auch ich: Liebe Grüße Hermann

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  • Fenster und Verandatür, normal bei der derzeitigen Wetterlage nachts geöffnet,

    Hast Du keine Angst, dass Du irgendwann ungebetenen Besuch bekommst...? Also, ich meine nicht die Sechs- oder Achtbeiner, sondern die mit weniger Beinen.

    (u.a. Kettensäge und Leiter Arbeitsgeräte)

    Bist Du mit der Kettensäge auf der Leiter gewesen...?!

    Deine Tage und Nächte sind wahrlich sehr ausgefüllt Hermann.

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hast Du keine Angst, dass Du irgendwann ungebetenen Besuch bekommst...?

    Hallo Addi, habe gerade Deine Anmerkungen aufgerufen. Doch mal postwendend einige Antworten von mir: Bei mir sind keine Wertsachen zu holen - lasse ich die Spitzbuben doch kommen. Schlimmstenfalls steht ein geklautes Fahrrad auf meiner Verlustliste, wäre nicht das erste. Die Garage ist nie abgeschlossen. Darin ist der Haustürschlüssel deponiert - falls ich den Notarzt anfordern muss, wenn ich dazu noch in der Lage bin, Restrisiko. In der Garage befindet eine Zwischentür, die ist abgeschlossen, falls ich das Abschließen nicht vergessen habe.

    Bist Du mit der Kettensäge auf der Leiter gewesen...?

    Hermann altert. Einiges im Garten ist halt zu verkleinern, damit ich es auch im kommenden Jahr von mir noch beschnitten werden kann. (ohne Säge) Von dem Abgesägten erfreute mich der Anblick der Jahresringe eines Stückes, halt Augen für Natur. Das Foto zeigt zwei Stücke. Als ich sie herunterholte war es noch ein Stück. Das ist an den Jahresringen zu erkennen.

    Verfrachtet habe ich die Stücke in einen Bereich, wo sich einiges ansammelte. U.a. Eichenknubben, inzwischen vom Efeu überwuchert, oder, links unten im Bild, ein Futtertrog der in 1930/40 Jahren eingesetzt wurde.

    Dass meine Tage angefüllt seien merkst Du an. Zusätzlich gibt es in diesen Tagen Papierkram, denn privatkrankenversichert, dann eine kleine Operation im Nackenbereich, Wundpflege weil ... Soll Monate dauern. Kein Grund zur Besorgnis!

    Ich schrieb von dem verringerten Käfer- Faltervorkommen ( Sandlaufkäfer). Buchsbaumzünler gehören in diesem Jahr dazu. Aber nicht zu früh freuen, von deren Raupen erblickte ich etliche.

    Addi, das soll für heute reichen.

    Und ein freundlicher Gruß soll auch heute nicht fehlen.

    Hermann

  • Vielen Dank Hermann für Deine lange Antwort. Okay, wenn sie nur Dein Fahrrad klauen würde, nicht schön, aber wenn sie Dich in Ruhe lassen, ist das zu verschmerzen.

    Hermann altert.

    Wie wir alle. Nichts desto trotz ist es mehr als bemerkens- und bewundernswert, was Du auf die Beine stellst und wie aktiv Du bist. Ich könnte bei einigem nicht mehr mithalten.

    von dem Abgesägten erfreute mich der Anblick der Jahresringe eines Stückes, halt Augen für Natur.

    Das geht mir genauso.

    Einiges im Garten ist halt zu verkleinern, damit ich es auch im kommenden Jahr von mir noch beschnitten werden kann.

    Ich glaube, auch wenn Du 20 Jahre jünger wärst, wäre es eine gute Idee. Bei den tollen Fotos aus Deinem Garten habe ich mich sowieso schon länger gefragt, wie so viel Arbeit (alleine!) überhaupt zu schaffen ist.

    Ich schrieb von dem verringerten Käfer- Faltervorkommen ( Sandlaufkäfer). Buchsbaumzünler gehören in diesem Jahr dazu. Aber nicht zu früh freuen, von deren Raupen erblickte ich etliche.

    Aber Deine Behaarlichkeit scheint sich langsam auszuzahlen. :thumbup:

    Zusätzlich gibt es in diesen Tagen Papierkram, denn privatkrankenversichert, dann eine kleine Operation im Nackenbereich, Wundpflege weil ... Soll Monate dauern. Kein Grund zur Besorgnis!

    Den Papierkram kenne ich von meinen Eltern, sie sind auch privatkrankenversichert.
    Für Deine OP-Nachversorgung wünsche ich Dir alles Gute und vor allem gute Besserung Hermann!
    Es grüßt Dich und wünscht Dir einen schönen Tag, Addi. :arm:

    Viele Grüße

    Addi

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    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

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