Fledermäuse Fotografieren

  • Also folgendes: Jetzt fliegen hier in den Abendstunden wieder Fledermäuse über die Wiesen und ich würde gerne ein paar gute Aufnahmen davon machen, Wie Fotografiere ich denn am sinnvollsten Fledermäuse im Flug ? 🦇

  • Hier hat keiner wirklich Ahnung von der Fledermausfotografie.
    Mit Deiner Frage bist Du in einem Fotoforum besser aufgehoben. In diesem hier z. B. hat jemand eine lange Anleitung und seine Erfahrungen beschrieben.

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Mit Deiner Frage bist Du in einem Fotoforum besser aufgehoben. In diesem hier z. B. hat jemand eine lange Anleitung und seine Erfahrungen beschrieben.

    Die Beschreibung ist schon 17 Jahre alt. Inzwischen hat die Aufnahmetechnik riesige Schritte gemacht. Einige Dinge sind aber immer noch gültig.
    Für wirkliche brauchbare Bilder braucht es ertsmal die notwendigen Geräte. Handy kann man direkt vergessen wiel zu lichtschwach und zu wenig Brennweite.
    Also eine aktuelle DSLM mit einem lichtstarken Teleobjektiv mit schnellem Autofokus. Da wird die Anschaffung schon einige Dollar verschlingen, wenn nicht schon Geräte vorhanden sind.
    Ein Blitz ist nicht unbedingt nötig, viele Fleder Mäuse fliegen schon in der frühen Dämmerung. Da reichen dann hohe ISO-Werte und natürlich viel Übung.
    Trotzdem wird die Erfolgsquote kleiner 1% sein.
    Ich müßte mal mit dem 6,3/600 Tele und manuellem Fokus probieren (der AF ist zu langsam). Im Garten sind hier auch einige Fledermäuse unterwegs.

    Viele Grüße

    Dirk

  • Ich habe mich auch schon an Fledermäusen versucht. :32:

    Meine beste Aufnahme gelang tatsächlich mit dem Mobiltelefon. :19: Das war aber mehr oder weniger ein Zufalltreffer am hellen Mittag gegen den blauen Himmel.

    Das große Problem ist, dass die Biester nicht nur sehr schnell unterwegs sind, sondern dabei auch noch unberechenbare Flugmanöver veranstalten. Da wird es sehr schwer, ein Individuum mit dem kleinen Bildausschnitt eines Tele zu erfassen, respektive in der Optik zu halten. Das ist mir nicht ein einziges mal gelungen. Daher habe ich es mit dem "Canon RF 18-150" (auf "Canon EOS R10") versucht. Aber da war kein einziges, wirklich scharfes Foto dabei, trotz kurzer Belichtungszeit.

    Ich sage mal so: Da hast Du Dir eine ambitionierte Aufgabe ausgesucht... :99:

    Beste Grüße

    Andreas

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • Die Beschreibung ist schon 17 Jahre alt.

    Ups... :29: Danke Dirk. Beim nächsten Mal achte ich auf das Erstellungsdatum. Ich war so begeistert ob der langen Beschreibung, dass ich das gar nicht mehr im Blick hatte... 17 Jahre in der Fotografie ist natürlich eine Hausnummer.

    Viele Grüße

    Addi

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    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Ich habe auch schon darüber nachgedacht, wie ich das bewerkstelligen würde, aber bisher habe ich keine Versuche unternommen. Mein Plan wäre das 500er Tele und hohe ISO, mit die Belichtungszeit noch was wird, dann üben und hoffen das was scharf wird. Dicht genug kommen sie bei mir, so das man auch was auf dem Bild sehen würde. Um das Tier nicht aus dem Sucher zu verlieren braucht es ziemlich viel Übung. Ich denke ein Teleblitz wäre eine Möglichkeit,. Vermutlich sind die tollen Bilder die man sieht mit Lichtschranken gemacht, kann man kaufen, kostet aber. Habe mich dagegen entschieden, hat mir zu wenig Anwendungsfälle.

    Gruß Jens

  • Ich habe es zwar noch nie versucht, aber mit einem Tele würde ich nicht anfangen. Die Chance dass man in dem engen Bildausschnitt eine Fledermaus "fängt" ist verschwindend gering.

    In meinem Garten kreisen regelmäßig Fledermäuse um die Nachtfalter und Mücken einzusammeln. Die Flugbewegungen sind dabei relativ vorhersehbar und eng begrenzt. Da würde ich eher eine kurze Brennweite nehmen (so um die 50 und weniger), Kamera auf's Stativ sodass der Flugkreis abgedeckt ist und mit Blitz auf Verdacht auslösen. Bei hoher Sensorauflösung bleibt evtl. was Brauchbares im Bildausschnitt übrig.
    Wenn die Fledermaus nahe genug am Objektiv vorbeifliegt, wird sie vom Blitz erhellt und der Hintergrund bleibt dunkel. Glücksspiel.

    Da ich aber Tiere ungern / gar nicht mit Fotoblitzen belästige, versuche ich das gar nicht....

  • wird sie vom Blitz erhellt und der Hintergrund bleibt dunkel. Glücksspiel.

    Ich denke bei 50 mm wird man viele Bilder haben, die irgendwo eine Fledermaus drauf haben, aber nur weil im Bild ein Vogel in einem Baum sitzt, würde ich es nicht als Vogelbild ansehen :). Irgendwie sollte man da schon mehr als nur einen Punkt sehen, an den man Fledermaus schreibt, wäre zumindest mein Anspruch. Da müsste das Tier schon im Abstand von 2 m vorbeihuschen, und die Kamera schon den richtigen Fokuspunkt haben. Aber es gibt sicherlich viele Ansätze. Mit Schwalben habe ich das ein paar mal probiert, war aber mit der Schärfe nie wirklich zufrieden, müsste ich mal viel zeit investieren. Mit größeren Vögeln klappt das super, Libellen auch, Schmetterlinge ist schwieriger, aber machbar.

    Gruß Jens

  • Ich denke bei 50 mm wird man viele Bilder haben, die irgendwo eine Fledermaus drauf haben, aber nur weil im Bild ein Vogel in einem Baum sitzt, würde ich es nicht als Vogelbild ansehen :)

    So war es auch nicht gemeint. Ich ging von einer konkreten Situation bei mir aus, wo die Fledermäuse wenige Meter vor dem Balkon kreisen. Da bliebe schon genug Bildausschnitt für ein brauchbares Bild übrig.

    Mir fehlt die Fantasie, wie man ein Tele mit vielleicht <10° Bildwinkel im Halbdunkel auf ein schnelles Flugtier ausrichten und Fokussieren soll. Versuche mal durch eine Kartonröhre einer Küchenrolle zu blicken und dabei eine fliegende Fledermaus im Bild zu behalten ... ? :92:

    Ich hab's jetzt mal ausprobiert. Brennweite 50cm. Das erste Bild zeigt ca. 2/3 des Flugkreisdurchmessers des fraglichen Gebiets.
    Das zweite Bild ist ein 1:1 Ausschnitt. Die großen Blätter der Kirsche haben etwa Fledermausgröße (mit Flügeln). Da blieben genug Details übrig und es wäre jedenfalls mehr als ein Punkt. Allerdings wäre ein sehr starker Blitz erforderlich, der eine schwarze Fledermaus auf ein paar Meter Entfernung noch aufhellen können und eine Belichtungszeit erlauben soll, die eine Bewegungsunschärfe verhindert.

    Edited once, last by JuergenS: Testbilder angehängt (May 28, 2026 at 8:41 PM).

  • Hallo Jürgen,

    Mir fehlt die Fantasie, wie man ein Tele mit vielleicht <10° Bildwinkel im Halbdunkel auf ein schnelles Flugtier ausrichten und Fokussieren soll. Versuche mal durch eine Kartonröhre einer Küchenrolle zu blicken und dabei eine fliegende Fledermaus im Bild zu behalten ...

    Das schafft man schon, ist nur eine Frage der Übung. z.B. hier  oder hier  oder hier  alles 500 mm. Beim 1. Foto stimmt die Größe in etwa mit einer Fledermaus , der Abstand war auch nicht riesig. Ich habe neulich mit 800mm und 2 fach- Konverter fliegende Kiebitze fotografiert, die erwischt man schon, nicht immer sicher aber irgendwann hat man den dreh raus, sie im Sucher zu haben und dann schafft man schon, sie im Bild zu halten - mit Glück natürlich, aber es geht. Braucht halt ein paar Versuche mehr, aber dankt digital keine Kostenfrage mehr. Die Frage ist, ob die Lichtmenge noch für den Autofokus reicht, da hätte ich eher Sorge. Wobei meiner Erfahrung nach, ein ruhiger Hintergrund eine nicht unerhebliche Erleichterung für den Autofokus ergibt. Greifvogel vor Himmel kein Problem, vor Bäumen meist schwierig.

    Ich hab's jetzt mal ausprobiert. Brennweite 50cm

    Na also, doch mit Tele 😂

    Allerdings wäre ein sehr starker Blitz erforderlich, der eine schwarze Fledermaus auf ein paar Meter Entfernung noch aufhellen können und eine Belichtungszeit erlauben soll, die eine Bewegungsunschärfe verhindert.

    Aber ja stark muss der Blitz sein, und sollte Tele unterstützen. Beim Blitzen sollte die Belichtungszeit nicht zwingend kurz sein, da die tatsächliche Lichtmenge über den Blitz gesteuert wird. Der muss nur innerhalb der Belichtung erfolgen. Habe jetzt ein wenig Makros geblitzt, das geht trotz ( oder wegen) langer Belichtungszeit prima Freihand, Scharf und richtig Tiefenschärfe da Blende zu.


    Probiere deine Methode doch mal aus und berichte. Auf den richtigen Punkt vorfokussieren und viel Versuche später hast Du dein Bild.

    Gruß Jens

    Edited once, last by jensj (May 28, 2026 at 11:51 PM).

  • Das schafft man schon, ist nur eine Frage der Übung. z.B. hier oder hier oder hier alles 500 mm.

    ... und jetzt das Ganze nochmal im Dunkeln, ohne dass man im Sucher etwas erkennen kann. Dann sind wir bei "meinen" Fledermäusen. Viel Spaß damit ^^

    Quote

    Zitat von JuergenS

    Ich hab's jetzt mal ausprobiert. Brennweite 50cm

    Na also, doch mit Tele 😂

    ^^ au weia, hätte mm werden sollen :33:

    Probiere deine Methode doch mal aus und berichte

    Da ich, wie erwähnt, Tiere nicht blitze (schon gar nicht nachtaktive) wird das wohl nix.
    Ich habe etwas experimentiert und mit abweritzigen ISOs und der LED Außenleuchte ließe sich evtl etwas ablichten. Dummerweise sind mir wegen dem Wetter gerade die fledernden Mäuse ausgegangen...

  • Ich habe in letzter Zeit immer wieder mal Libellen gesehen, auch fast ein Ding der Ummöglichkeit, sie zu fotografieren, wenn sie fliegen. Aber mir kam es in den Sinn, dass dies auf jeden Fall gute Übungsobjekte sind (in Sachen Schnelligkeit und unvorhersehbarem Verhalten), um sich auf die Fledermausfotografie vorzubereiten. Wenn man das dann drauf hat, bleibt "nur" noch, das alles auch unter schlechten Lichtbedingungen hinzubekommen...

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Ich habe in letzter Zeit immer wieder mal Libellen gesehen, auch fast ein Ding der Ummöglichkeit, sie zu fotografieren, wenn sie fliegen

    Einspruch, Libellen im Flug ist nur Gedultsache. Mit etwas Übung geht das ganz gut.
    Fledermäuse am Tag ist schon deutlich schwieriger und in der Dämmerung eine besondere Herausforderung.

    Viele Grüße

    Dirk

  • ... und jetzt das Ganze nochmal im Dunkeln, ohne dass man im Sucher etwas erkennen kann. Dann sind wir bei "meinen" Fledermäusen. Viel Spaß damit ^^

    Hier fliegen die schon mit dem Beginn der Dämmerung, da könnte das Licht noch reichen. Es gibt Aufsatzsucher, das könnte Helfen. Aber Du hast recht, vermutlich lohnt der Aufwand nicht.

    Gruß Jens

  • Ihr scheint ja alle viel Zeit zu haben, so viele Gedanken und Antworten. Außer Likes hat sich die Anfragerin nicht wieder gemeldet, finde ich schade.

    Im Unterforum für Säugetiere würde man die Frage nicht vermuten und dort auch nicht wiederfinden. Ich verschiebe ins Unterforum "Fotografie: Technik & Ausrüstung".

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

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