[CH/TI] Unterwegs im Naturpark Monte Caslano im Kanton Tessin

  • Liebe Alle

    Das Gebiet, das ich Euch hier vorstelle, habe ich erstmals am 1. Februar 2026 besucht. Das wird aber nicht das letzte Mal bleiben, denn dieser Naturpark verspricht zu jeder Jahreszeit eine Fülle an Naturwundern parat zu haben. Die Anreise von meinem Zuhause bis dorthin ist nicht gerade kurz mit etwas über 4 Stunden (öffentlicher Verkehr), aber lohnen wird sich das immer wieder.

    Wie ich festgestellt habe, war schon einmal jemand aus dem Naturforum am Monte Caslano unterwegs - hat auch 2 Berichte eingestellt - die ich hier gerne noch verlinke. Denn obwohl er oder sie früher ging, sichtete l.lischer damals im Jahr 2016 am Exkursionstag im Dezember schon oder noch Insekten - ich habe auf der Tour am Samstag bewusst kein Insekt gesehen.

    Für alle, die es sich einrichten können - dieses Gebiet noch zu besuchen - bis im März dürfte das aktuelle Naturwunder noch zu finden sein.

    Im März bietet auch jemand eine Exkursion an, die dieses Jahr im Vergleich zu den Vorjahren schon um einiges reicher ausfallen dürfte. Die Gemeinde Caslano hat nämlich im Jahr 2025 der invasiv sich im Naturschutzgebiet breit machenden Hanfpalme den Garaus gemacht und sie rigoros entfernt -man merkt bereits die positiven Folgen.

    Zur Exkursion - hier kann man sich anmelden: am 14. März 2026 gibt’s eine Exkursion in das Gebiet: https://www.feldflora.ch/exkursionen-2026/01-monte-caslano/

    Caslano ist ein viel durchfahrener Ort, der zu Unrecht oft links liegen gelassen wird. Neben dem bekannten Naturpark gibt es in diesem Ort ein Schokoladenmuseum mit Verköstigungsmöglichkeit und für alle Herzpatienten oder Menschen, die ihrer Pumpe was Gutes tun wollen einen CardioWalk : https://www.srf.ch/radio-srf-1/wa…dweg-fuers-herz

    Hier wird die Wanderung, die ich in etwa gemacht habe, auch vorgestellt:

    Parco naturale del Monte Caslano | ticino.ch
    Scegli un'attività per la tua indimenticabile vacanza in Ticino. Tutti i dettagli qui
    www.ticino.ch

    Und hier, wie versprochen noch die Linkverweise zu den Touren im Gebiet, die l.lischer beschrieben hat

    Teil 1 von l.lischer

    l.lischer
    January 5, 2017 at 6:18 PM

    Teil 2 von l.lischer

    l.lischer
    January 5, 2017 at 6:37 PM

    Und vielleicht noch nützlich - wo es im Gebiet um Lugano Christrosen gibt habe ich hier in der Karte rot eingerahmt

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited 3 times, last by Bea_aus der Schweiz (February 4, 2026 at 11:55 PM).

  • Trotz dem frühen Aufstehen konnte ich meine Wanderung erst kurz vor 10.30h überhaupt beginnen - ab Bahnhof Caslano ca 15 Minuten Fussmarsch in den historischen Dorfkern - danach der erste Wanderwegweiser, der in total 3 unterschiedlichen Richtungen als Ziel den Naturpark Monte Caslano auswies. Da ich mit Himmelsrichtungen mangels guter Sehkraft immer Mühe habe, entschied ich aus dem Bauch heraus, ein kurzes Wegstück dem rechts zu nehmen (vermutlich Richtung Nordwest) ehe ich einen weiteren Wegweiser sichtete, der wiederum einen Panoramaplatz am Monte Caslano auswies. Meine Bauchgefühle fanden, das sollte mein Weg werden. Im Nachhinein betrachtet, ein sehr guter Entscheid.

    Nun werden sich manche vielleicht fragen, was findet man denn so früh schon Blühendes an einem Berg, der zu einem grossen Teil derzeit im Dauerschatten steht. Meine Hoffnung war, dass ich die am Monte Caslano heimischen wilden Schwarzen Christrosen (Helleborus niger) und Grüne Nieswurze (Helleborus viridis) sehe, deren Blüten vom Ende Dez - bis ca. Mitte März dort zu finden sind. Und ja, diese Hoffnung wurde mehr als erfüllt - und gerade in den Schattenpartien des Laubmischwaldes, in welchem Linden, Bergulmen und weiter oben Kastanien und Eichen wachsen, fühlen sich die Pflanzen offensichtlich besonders wohl und Ihr Aufblühen ist wie ein Singen voll Frühlingswonne.

    Was hier sonst noch so blühen kann, zeigt und beschreibt eine der zahlreichen Infotafeln, die es im Naturpark gibt

    10.47h die ersten Meter auf dem Waldweg Richtung Monte Caslano. Man beachte die Baumwipfel bzw. deren Biegung - es wehte kein explizit starker Wind, die Bäume stehen von Natur aus so oder aber, es weht gewöhnlich oft in diese Richtung und sie können sich nicht mehr aufrichten. Offen gestanden weiss ich es nicht, weil es ja mein erstes Mal ist, dass ich im Gebiet wandere

    10.48h ein erster aufschlussreicher Blattsalat für Baumfreunde bzw. Baumkenner

    10.49h vom Europäischen Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) finde ich am 1. Feb. 2026 nur deren Blätter

    10.50h die noch kahlen Bäume und Sträucher geben den Ausblick frei auf den Luganersee und die noch schneebedeckten Berge

    10.51h diesem Wanderwegweiser folge ich nun lange - im Grunde ginge die Wanderung von hier nur 40 Minuten bis zum Gipfel. Ich brauche weit länger, denn ich muss im Schatten jeden Schritt quasi planen, abschätzen und daneben will ich ja auch noch was sehen - das heisst für mich, extra gut gucken und oftmals mit der Nase fast am Boden nach...

    10.52h erst wenige Minuten auf dem Weg und schon ist ein Objekt der Begierde in Sicht - Helleborus niger. Schwarze Christrose oder auch Schneerose genannt. Im unteren Teil dominieren die Solisten ....

    oder jene, die in kleineren Grüppchen blühen - eine blüht hier eine weitere weiter oben - eine nächste im Dickicht von Blättern und Ästchen

    Was mir auch früh auffällt, der Laubmischwald ist von Moos bewohnt, von vielen Farnen auch und von Baumstrünken, auf denen ganze Pilzkolonien entstanden sind _ so wie hier - der Tessiner würde dies wohl Albergo dei Funghi(Pilz-Hotel) nennen

    11.15h die ersten Grünen Nieswurze kommen nun auch vor (Helleborus viridis)

    11.16h auch Löwenzahn stösst wieder aus dem Boden

    11.16h dieser Pilz bietet gleich 2x Schutz vor niederprasselndem Regen - heute ist das nicht nötig, es wird keinen NIederschlag geben. Allerdings wirkt die ganze Gegend doch so, als sei es sehr feucht hier.

    11.20h wieder Helleborus viridis - diese recht hochgeschossen

    und Tiefblüher

    Auch hier - manche Solo, andere bevorzugen es in Gruppen zu blühen

    11.20h noch eine typische Pflanze hier: die Stängellose Primel (Primula acaulis)

    11.23h und wieder Grüne NIeswurz (Helleborus viridis)

    11.25h auch Hasel blüht schon - das werde ich später am Tag auch richtig spüren in den Augen mit dem typischen Brennen und Tränen - Pollenallergie lässt grüssen!

    11.31h nun geht der Aufstieg ein Stück an der Sonne weiter

    In diesem sonnigen Wegstück leuchtet mir etwas kleines blaues entgegen - Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia)

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • 11.41h Bevors wieder in ein schattiges Wegstück geht, hier noch ein Blick zurück

    Alpen-Pestwurz (Petasites paradoxus) stösst schon aus dem Boden

    11.41h die ersten Kastanienbäume wachsen nun auch schon hier im mittleren Teil - was ich an deren Rinde oder Wuchsart nicht erkennen kann, sehe ich an dem , was sie abgeworfen haben

    11.45h hier nochmals Stängellose Primel (Primula acaulis) ganz jung

    und noch jünger

    11.45h Moosbewachsene Äste, Stämme oder Erde gibt es vielerorts

    11.46h auf dieser Lichtung, wo es dennoch kein direktes Licht gibt, trillert und jubiliert ein Vogel in einem der Bäume - aber wo?

    Beim Herumzoomen meine ich, ich hätte ihn gesichtet - später merke ich, ach nööö, so ein Reinfall - wer aber hat die Kastanie dort oben abgelegt?

    11.46h beim Suchen nach dem Jubiliervogel entdecke ich auch dieses hübsche Naturdetail - der Frühling liegt schon in der Luft

    11.48h an einem Totholzstrunk entdecke ich diese grosse Flechte, gut und gern 2 Suppenteller breit bzw. lang

    Vereinzelt blüht auch wieder Helleborus niger

    Und im moosigen Boden noch eine zauberhafte, gut getarnte Entdeckung - leider kein Feuersalamander, aber wieder eine einzelne Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

    und noch eine offene, die sich in dieser Umgebung besonders hübsch darstellt

    Ich freue mich, dass ich dies erkennen kann, auch wenn der Kontrast hier wirklich nicht so gut ist

    11.55h dieses Gestein ist gemäss der Infotafel Vulkanischer Tuff aus dem Perm - die Gegend ist also auch für Gesteinsfreunde interessant. Es hat auch Findlinge am Berg.

    11.55h hier eine zarte Efeuranke - Efeu blüht auch zahlreich im Gebiet

    12.05h das Überbleibsel von Stechendem Mäusedorn,_auch Dornmyrte oder Ruscus aculeatus genannt. Diese Pflanze möchte ich unbedingt mal sehen, wenn sie blüht

    Ziemlich genau ab 12.00h kommt der Abschnitt, wo Helleborus niger in einer nie gesehenen Fülle blüht - wieder im Schatten Von wegen lauter gleiche Blüten. Da sie in unterschiedlichen Stadien sind, gibt es eine echte Vielfalt - manche wie gewohnt weiss, andere altrosa, hellgelb, beige - auch das Innere der Blumen variiert -

    Dies hier ist vermutlich wieder ein Grüne Nieswurz - fast verblüht -und doch noch hübsch

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Hier mal eine am gegenüberliegenden Abhang - wo die Sonne scheint

    12.24h mal ein Wegweiser - 30-40 Minuten hätte ich bis an diese Stelle gebraucht - 10.44h bin ich gestartet - jetzt darf man das selber nachrechnen. Der einstige genervte Hinter-mir-Wanderer, der mich irgendwann fragte, ob ich in einem früheren Leben evtl. eine Weinbergschnecke gewesen sei, würde sich heute in seiner Vermutung wiederum bestätigt wissen.... ich trags mit Fassung - das langsame, auch achtsame Gehen beschert fast auf Schritt und Tritt Glücksmomente

    12.27h im Weiterweg Richtung Monte Caslano Gipfel - nun vermehrt im Kastanien-und Eichenwald

    12.28h Ausschnitt von der Infotafel - diesem Krebs bin ich nicht begegnet - das war mir sehr recht

    12.33h ein Naturdetail

    und noch ein Naturdetail - manchmal finde ich Dinge, wo ich keine Ahnung habe, was das konkret ist, wie es entstanden ist oder wie es heissen würde. ich finde es einfach dekorativ und mach ein Bild davon - hier beschreibe ich diese als Naturdetail - wenn ich den Bericht für Schweizer Freunde meiner Wanderberichte schreibe, benenne ich diese Details als "Dingsbumsli" - das Wort gefällt den Schweizern und belustigt sie auch...

    Unverkennbar Eichenwald

    12.38h ein Pilz wie ein Teller für Eichhörnchen...

    12.39h wieder eine Lichtung - diesmal mit viel Sonne

    12.40h ein Pilzparadies ist dieser Baumstrunk

    12.49h Spuren eines Dramas - oder natürlicher Lebenslauf?

    Naturdetail - oder AA-Häufchen von irgendwem?

    12.54h zusammengewachsener Baum

    Für alle, die hier noch hoffen, mit mir heute auf den Gipfel des Monte Caslano zu kommen und eine Paradeaussicht auf den Luganersee geboten zu bekommen - ich muss da alle enttäuschen - hier war ich noch knapp 10 Minuten vom Gipfel entfernt, habe aber die Abzweigung verpasst und irrte in der Folge 3/4 Stunden im Waldgebiet herum - danach fand ich den richtigen Weg zwar noch, wusste aber, dass ich dort nicht mehr hingehen kann, da es sonst mit dem Rückweg in die Deutschschweiz viel zu spät wird. Ich werde aber den Monte Caslano wieder besuchen -und irgendwann kann ich Euch die viel gelobte Aussicht vom Monte Caslano zeigen.

    13.11h Vierlingsbaum

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • 13.23h ein Pilz wie ein flauschiger Wattebausch

    13.29h Landschaft auf dem Weg zurück nach Caslano

    13.29h Wildschweins Vorratsplätzchen? oder das vom Eichhörnchen, vom Dachs, von Rotwild oder Eichelhäher. Eicheln sind beliebt bei vielen Wildtieren.

    13.35h wieder im Hotspot der Christrosen

    13.46h diese Pflanze hat offenbar Feinde im Gebiet (wohl ein Mensch) alle dieser Art sind niedergetrampelt worden. Was es überhaupt ist, konnte Flora incognita mir nicht mitteilen.

    13.35h wieder eine Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

    13.50h das winzigste heute gesichtete Pilzchen - keinen cm im Durchmesser

    13.52h noch ein Naturdetail

    13.55h die Farne am Monte Caslano wachsen üppig

    14.03h wieder am Fleckchen Erde, wo der Zweiblättrige Blaustern blüht (Scilla bifolia)

    und gleich daneben -am Morgen gar nicht gesehen, kleine rosarote Blümchen - Wald-Erdbeerblüten evtl.? Nein, Flora incognita bestimmt sie mir mit 99% als Kleinblütiges Fingerkraut (Potentilla micrantha). Mir war bisher nicht bekannt, dass es rosarotes Fingerkraut gibt - ich dachte, die sind immer gelb oder manchmal noch weiss.

    so ein zauberhaftes Blümchen - beim Exkursionsleiter (Link am Anfang) lese ich, dass dieses kleine. lichtliebende Blümchen einer der vielen Profiteure ist, seitdem die invasive Hanfpalme rigoros aus dem Gebiet entfernt wurde.

    14.09h Manche der Bäume hier sind voll mit Moos bewachsen - es sieht aus, als trügen sie einen grünen Anorak. Diese spezielle eisblaue und leicht lilafarbene Flechte finde ich an einem so eingekleideten Baum. Solche Farben sind mir bei einer Flechte noch nie begegnet. Ob das die neuste Mode ist? Hübsch ist es auf jeden Fall.

    14.11h noch ein Farn - auch mal etwas anders gefärbt

    14.13h noch eine Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

    14.15h noch so ein unbekanntes Pflänzchen, das ich nicht bestimmen konnte

    14.18h noch eine Aussicht

    14.26h Palmen in den Gärten gibt es noch

    14.29h manche der Gärten hier sind herausgeputzt, in anderen dürfen auch wilde Blümchen wachsen, wie dieses Ehrenpreis

    sehr bemerkenswert - bereits am Vormittag habe ich diese berauhreifte rotblättrige Pflanze im Schatten gesehen. Die Sonne heizte weiter oben kräftig ein, aber hier an diesem Platz ist es noch genauso kalt wie am Morgen, da offenbar nie Sonne hinkam - der Rauhreif ist auch noch da

    15.17h bereits wieder im Zug von Caslano nach Lugano sitzend, fahren wir am Laghetto Sorengo vorbei - auch ein Naturschutzgebiet, das ich gerne kennen lernen würde. Ich habe zig Gründe, die Reise in diese Ecke der Süd-Schweiz noch öfter anzutreten. Soviel ist schon mal klar!

    Liebe Grüsse

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Nachtrag - neben dem Monte Caslano gibt es das Christrosenwunder zwischen Dezember und Mitte März auch am Monte San Salvatore bei Lugano-Paradiso

    Wanderung zu den Christrosen
    Wanderung zu den Christrosen am Monte San Salvatore und bei der Alp Bolla unterhalb der Denti della Vecchia.
    www.bergfreunde-ostschweiz.ch

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Was es überhaupt ist, konnte Flora incognita mir nicht mitteilen.

    Sieht nach einer Sonchus-Art aus.

    ein unbekanntes Pflänzchen, das ich nicht bestimmen konnte

    Sommerflieder (Buddleja).

    diese berauhreifte rotblättrige Pflanze im Schatten

    Das sollte eine Mahonie sein.

    Viele Grüße

    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Schöne Eindrücke Bea !

    Wie gern würde ich eine Deiner schönen Nießwurzarten hier finden , nein hier dominiert nur die Stinkende an jeder Ecke der Alb !

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • Hallo Bea,

    ein umfassender Bericht und trotz der großen Entfernung (ca 750 km) von hier kommen einige der Pflanzen auch hier im Rheinland vor.

    Helleborus niger blüht in Köln-Rodenkirchen und hier in Bergisch Gladbach im Strundetal einer der wenigen Standorte im Rheinland Helleborus viridis.
    Am Ennert bei Bonn blüht bald wieder Scilla bifolia und das in Massen.

    Viele Grüße

    Dirk

  • Dirk_GL Das ist in der Tat bemerkenswert. In der Schweiz blühen diese Helleborus-Arten nur an wenigen Standorten der Südschweiz. Blaustern gibt es natürlich öfter. Ich gehe auch bei Caslano davon aus, dass es dort noch viel mehr werden in den nächsten Tagen und Wochen.

    Ziegelstein - ohjeh...Sommerflieder (Buddleja), hierzulande gar nicht mehr beliebt. - bei uns heisst der Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) und gilt als Neophyt - hoffe, die Neophytenbekämpfer in Caslano, die bei der Hanfpalme durchgegriffen haben, entdecken diesen jungen "Burschen" auch noch rechtzeitig. Wäre es näher, würde ich nochmals hingehen, und den Trieb ziehen, aber das geht mir zeitlich von der Distanz her nun leider gar nicht. Danke auch für die Bestimmung der anderen Pflanzen. Ich dachte noch an Mahonie, habe die aber bisher nur immergrün gekannt

    GEOversum : freut mich, dass ich Dich zum Schmunzeln gebracht habe

    Werner: Von der Alb nach Caslano ist es gar nicht so weit - also keine Weltreise. Gönns Dir mal. Tja, die Stinkende Nieswurz, die sieht man auch hierzulande oft. Auch ganz hübsch anzusehen, aber halt schon nicht soo schön wie die kräftigGrüne Kollegin mit dem reichen Innenleben.

    Stinken die Stinkenden denn wirklich? - Das ist mir so beim Fotographieren noch nie direkt aufgefallen. Bald bin ich wieder im Greyerzerland - dort hat es viele Stinkende Nieswurze in den Wäldern im Februar/März. Muss mich mal achten, ob ich da einen Mief wahrnehmen kann. Solange es nicht so rauskommt, wie bei meinem geschilderten Erlebnis mit dem Geissbock im Val Plazbi, werde ich das wohl unbeschadet überstehen.

    Liebe Grüsse Euch allen

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Apropos Stinkende Nieswurz - hier habe ich ein informatives Videos aus der ard-Mediathek gefunden

    MDR Garten: Stinkende Nieswurz - einheimische Helleborus-Art aus Thüringen - hier anschauen
    Es gibt in Thüringen eine einheimische Helleborus-Art, die den seltsamen Namen Stinkende Nieswurz trägt. Sie war früher als Heilpflanze bekannt. Ihre Blüten…
    www.ardmediathek.de

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

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