Mal eher eine Quizfrage

  • Hallo zusammen,
    die folgende Frage ist weniger ein Rätsel, eher eine Quizfrage:
    Wieviel Zeichen hat das Morse-Alphabet?

    Bitte nur +/- spontan aber doch verdeckt antworten.

    Die Frage hat durchaus einen etwas ernster gemeinten Hintergrund - den verrat ich allerdings erst später (hat im weitesten Sinne was mit Biodiversität zu tun).

    LG,
    Volker

  • Display Spoiler

    Zwei Zeichen: kurz und lang

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • Display Spoiler

    Im Grunde genommen zwei, Punkt und Strich, wenn nach den reinen verschiedenen Zeichen gefragt wird. Ansonsten müsste man alle zusammenzählen, die die einzelnen Buchstaben generieren. Aber ich denke, das ist nicht wirklich gefragt, oder?
    In dieser Aufstellung werden auch die Leerzeichen als Einheit gerechnet. Allerdings ist eine Einheit kein Zeichen...

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Display Spoiler

    Die Assoziation zum Binärcode 0 und 1 kam mir auch in den Sinn...

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Moin, Volker,

    Display Spoiler

    Genauso viele wie das "normale" Alphabet, also 26 für die deutsche Sprache. Das Morse-Alphabet ist ja nur eine akustische Darstellung des Schrift-Alphabets.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Hallo Volker GEOversum

    verrätst Du uns denn noch den Zusammenhang von Morsealphabet und Biodiversität?

    Neugierige Grüße :32:

    Andreas

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • interessante Fragestellung, musste ich erst einmal darüber nachdenken, da hier nach dem Alphabet gefragt wurde.


    Display Spoiler

    Es gibt nur 2 Zustände beim Morsen, Ton(Signal) - da oder nicht da. Die Information wird aber in der Lauflänge des Signal kodiert, kurzer Ton, langer Ton und unterschiedliche Pausenlängen.

    Als Alphabet wird "die Gesamtheit der kleinsten Schriftzeichen bzw. Buchstaben einer Sprache" bezeichnet. Die Kleinste Einheit der deutschen Sprache sind die 26+4 Buchstaben, welche das Alphabet bilden. Sind "." und "-" nun <Pause> nun die Buchstaben des Morsecodes oder nur die Kodierung des Signals ?

    Jeder Buchstabe im Alphabet hat eine Bedeutung. Die Bedeutung der Morsezeichen ergibt sich aber erst aus mehreren Zeichen . = e , .. = I ... = S , --- = O usw. "---------.............." wäre im Morsecode aber kein Zeichen aus dem Morsealphabet. (.- und _ ) sind die Elemente der Kodierung aber nicht das Morsealphabet.

    Unsere Buchstaben bestehen ja auch aus kleineren Einheiten ( Strichen , Bögen etc). Eine beliebige andere Zusammensetzung ( z.B. ein auf dem Kopf stehendes oder ist ja im Alphabet auch nicht vorhanden (auch wenn es da in anderen Kontexten durchaus Bedeutungen gibt) - aber es lässt sich mit Strichen darstellen.

    Wenn ich nun zwischen technischer Kodierung und Alphabet Unterscheide, komme ich auf 69 (Wikipedia). Mag sein, das es sogar noch ein paar mehr sind., oder ich die Frage falsch verstanden habe. :)

    Jetzt bin ich gespannt, was das ganze mit Biodiversität zu tun hat :)

    Gruß Jens

  • Wenn Ihr in Euren Spoiler Zitate habt, denkt bitte an folgendes:

    Sabine Flechtmann
    April 5, 2021 at 4:48 PM

    Viele Grüße aus dem Rheinland / NRW

    Claudia und Uwe

  • Jetzt mal zur versprochenen Auflösung

    Zunächst eine Bemerkung:
    DAS Morsealphabet gibt es nicht. Es hat sich historisch entwickelt und es gibt nationale Varianten. Ich berufe mich auf das Internationale Morsealphabet wie es zu Beginn in dem (heute aufgerufenen) Wikipedia-Artikel 'Morsecode' beschrieben ist.

    Demnach spielt bei der genauen Beschreibung auch eine Grundeinheit ('Unit') der Taktung eine Rolle. Man unterscheidet zwei Arten von Impulsen, nämlich 'Kurz' (1 Unit) oder 'Lang' (3 Units), sowie zwei Pausen. Eine 'Kurze Pause' (3 Units) bedeutet nächster Buchstabe, 'Lange Pause' (7 Units) nächstes Wort. Der in dem Artikel beschriebene Morsecode codiert die 26 Buchstaben des Alphabets, die 10 Ziffern und den Abstand (Blank) zwischen zwei Worten also insgesamt 37 Zeichen. Betrachtet man den Unterbrecher (Länge 1 Unit) zwischen den Impulsen als eigenes Zeichen (von mit mal "Lücke" genannt) als eigenes Zeichen kann man die Pausen als 3-fache bzw. 7-fache Wiederholung dieses Zeichens auffassen.
    Fazit: Das Morsealphabet braucht 3 (drei!) Zeichen. Es ist also nicht binär wie manchmal behauptet wird.

    Bis hier ist MEINE Auflösung des Rätsels.
    Sehr interessant ist der Ansatz von Jens - es gibt zwei Zustände (Strom / kein Strom).
    Dann wäre der Morsecode wirklich binär. Dieser Ansatz setzt allerdings voraus, dass die Taktung festgelegt ist und eingehalten wird.

    Wie oben erwähnt hat sich der Morsecode historisch entwickelt. Er wurde mit der Zeit im Sinne von Übertragungszeit optimiert. Häufige Buchstaben (angelsächsisch) haben eine kurze Codierung, z.B. E (Kurz, 3fach Lücke = 4 Units), seltene eine lange, z.B. Q (Lang, Lücke, Lang, Lücke, Lang, Lücke, Kurz, 3fach Lücke = 16 Units)

    Um die Codierung (hier zum Zwecke der Übertragung und nicht der Geheimhaltung) hat sich eine umfangreiche mathematische Theorie entwickelt. Einer der Pioniere auf diesem Feld war Claude Elwood Shannon, nach dem der sogenannte Shannon-Index benannt ist. Dieser Index hilft sehr bei der Beurteilung von Codierungsmethoden bei der Nachrichtenübertragung im Sinne von Effizienz.

    Und jetzt der Zusammenhang zur Biodiversität:
    Der Shannon-Index wird oft genannt als ein mögliches Maß der Biodiversität. Ich selbst habe noch keine Anwendung gesehen. Mit meinem bisherigen (Nicht-)Wissen halte ich ihn nicht für besonders geeignet.

    Ich hatte die Frage nach Beispielen der Anwendung des Shannon-Index im Rahmen der Biodiversitätsforschung in diesem Forum schon mal gestellt. Damals hatte Addi ( Addi) eine interessantes PDF recherchiert, dass verschiedene mögliche Indizes beschreibt, allerdings nicht auf Anwendungsbeispiele eingeht.

    Deshalb hier noch mal die Frage: Kennt jemand Anwendungsbeispiel den Shannon-Index im Bereich der Biodiversität.

    Dass ich die Frage in dieser Form präsentiere war eine (nicht wörtlich) Schnapsidee - einmal angestoßen aber ein unterhaltsamer Faden bei diversen Internet-Recherchen.


    Liebe Grüße,
    Volker

  • Lieber Volker, spannende Antwort auf die gestellte Frage. Ich kenne sogar noch jemanden, der noch morsen kann und dies noch hobbymäßig ausübt.

    Der Shannon-Index wird oft genannt als ein mögliches Maß der Biodiversität. Ich selbst habe noch keine Anwendung gesehen.

    Hattest du nicht schon mal danach gefragt? Schwupps, da ist die Antwort schon:

    Ich hatte die Frage nach Beispielen der Anwendung des Shannon-Index im Rahmen der Biodiversitätsforschung in diesem Forum schon mal gestellt.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Hi Volker,

    das Alphabet oder wie du treffend sagst der Morsecode ist IMO aber nicht Kurz, Lang, Pause sonder die Codetabelle, die auch mehr als 37 Zeichen enthält, das fehlen die ganzen Satz und Sonderzeichen. Das "Alphabet" in der Informatik ist ja auch nicht wirklich 0 und 1 , sondern das sind die OP-Codes, dazu kommen dann die Daten, die derzeit (fast) immer binär dargestellt werden ( da stimmt dann 2 Zeichen Alphabet) Erst eine bestimmte Folge von OpCodes ergibt ein Programm, eine Folge von 0 und eins kann alles sein, Programmcode Daten oder nichts. (ein Effekt der von Neuman Architektur)

    Aber zum Shanon-Index ( kannte ich nicht): wenn ich mir das was ich auf die schnelle gefundene durchlese, fällt mir auf, das nichts darüber ausgesagt wird, wie die Population ermittelt wird, stehen alle Mitglieder auf der selben Stufe der "Nahrungskette" oder nicht. Wenn Prädatoren Herbivoren in der Grundgesamtheit habe, wird das immer anders ausfallen, als wenn ich nur Herbivoren oder Omnivoren habe. Insofern scheint mir das ganze stark abhängig von der Auswahl der Population zu sein. Das mag funktionieren, wenn ich die Population über alle Lebensräume gleich definiere, und vergleichbare Lebensräume habe, aber da gäbe es sicher bessere Maße. Oder verstehe ich das falsch?

    Gruß Jens

    Edited once, last by jensj (January 31, 2026 at 10:59 PM).

  • Beim Shannon-Index Summe(p*ln(p)) sind die p-Werte Wahrscheinlichkeiten, also Werte aus dem Intervall [0;1]. Sie können z.B. mit der Biomasse gewichtet werden.

    Zur Veranschaulichung:
    Es gibt sicherlich mehr Mücken (M) als Elefanten (E).
    NM = Anzahl Mücken, NE = Anzahl Elefanten, gM = Gewicht einer Mücke, gE = Gewicht eines Elefanten.
    Würde man jetzt
    pM = NM / (NM + NE) und
    pE = NE / (NM + NE)
    setzen,
    wäre das sicherlich lächerlich.
    Mit
    pM = gM*NM / (gM*NM + gE*NE) und
    pE = gE*NE / ( gM*NM + gE*NE)
    sähe das anders aus.

    LG, Volker

    Edited once, last by GEOversum (February 1, 2026 at 12:10 AM).

  • Ja, wenn man das so sieht, hat es schon mehr Sinn. Der Anteil an der Gesamtbiomasse wird betrachtet. Die Mathematik dahinter verstehe ich jetzt.

    Aber mir erschließt sich noch immer nicht, warum das ein Maß für die Biodiversität sein soll. Mehr Werte, Anteil jedes Wertes tendenziell kleiner - > höherer Index Wert ( Betragsmäßig, sind ja alle < 0). Aber warum eine gleichmäßige Verteilung der Masse eine höhere Diversität darstellen soll, erschließt sich mir nicht ( p =0,25 / 0,25 / 0,25 / 0,25 -> -6,5 ) und ( p= 0,1/0,1/ 0,3 / 0,5 -> -1,2). Ist diese Art der Ermittlung eventuell politisch motiviert? Zumindest sehe ich den Zusammenhang nicht, ohne für mich in Anspruch nehmen zu wollen hiervon etwas zu verstehen. Ich sehe nur die Mathematischen Zusammenhänge.

    Gruß Jens

  • Also eine Auflösung im Sinne des Wortes sehe ich hier auch nicht. :19:

    Leider war mir der "Shannon-Index" bislang völlig unbekannt, was in logischer Folge auch dessen Anwendung inkludiert. Der Zusammenhang mit Biodiversität erschließt sich mir dann auch nicht. :91::92:  

    Aber mal zurück zum Morsecode an sich und der Quizfrage die da lautet: Wieviel Zeichen hat das Morse-Alphabet?

    Wobei das Wort Morse-Alphabet ja nur einen Teil darstellt, da dieser Begriff u. a. die Zahlen ausschließt, da diese nicht zum Alphabet gehören. Daher ist die korrekte Bezeichnung Morse-Code und es gibt eine nationale und eine internationale Version.

    Was ich dazu kurz und bündig gelernt habe, sind folgende Begriffe:

    Morsecode/ (mit Morsealphabet):

    Der deutsche Morsecode besteht aus den 26 Buchstaben (Alphabet) A-Z und den zehn Zahlen 0-9


    Morsezeichen/Morsesignale:

    Punkt (Dit/kurz): Ein kurzes Signal/Zeichen

    Strich (Dah/lang): Ein langes Signal/Zeichen. Es entspricht der Dauer von 3 Punkten.

    Die Pause trennt Zeichen/Signal durch eine Punktlänge, Buchstaben/ Zahlen durch drei Punktlängen und Wörter durch sieben Punktlängen.


    Da hier explizit nach "Zeichen" gefragt wurde, kann die korrekte Antwort auf die obige Quizfrage m. E. nur lauten: Es gibt zwei Zeichen, nämlich die Signale kurz (Punkt) und lang (Strich). Die Pause trennt die beiden einzige Zeichen, ist also selber nicht als solches anzusehen.

    Beste Grüße

    Andreas

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • Da hier explizit nach "Zeichen" gefragt wurde, kann die korrekte Antwort auf die obige Quizfrage m. E. nur lauten: Es gibt zwei Zeichen, nämlich die Signale kurz (Punkt) und lang (Strich). Die Pause trennt die beiden einzige Zeichen, ist also selber nicht als solches anzusehen.

    Richtig ist: Die KURZE Pause dient nur der Physik der Codierung. Sie hat keinen Informationsgehalt, ist also kein Zeichen.Anders die Buchstabentrennungs-Pause. Diese hat Informationsgehalt, ist also ein Zeichen.
    Sonst stellt sich z.B. die Frage: Was bedeutet
    . . . - - - . . . ?
    SOS oder EEETTTEEE oder IAGI oder … ?

    Allerdings zugegeben: Ich hab den Begriff Alphabet etwas unscharf benutzt, Zeichensatz wäre vielleicht besser gewesen.

    LG,
    Volker

  • ja die Pausen sind schon wichtig, aber eigentlich ist es eine Duale Codierung, mit einer festen Taktung, durch das die Pause zwischen zwei Tönen, habe ich die Taktung des Signals, dem ich dann die Information aufmoduliere.

    Erinnert mich irgendwie an das MFM Verfahren, was man früher für Disketten verwendet hat ( erinnert - das das technisch anders ist, weiss ich)

    Gruß Jens

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