• An einigen Stellen höre ich seit etwa 3 Monaten die Uhus rufen. Das war auch mal ein Brutplatz.

    Na, dann wird der da auch irgendwo brüten, die Wand schaut perfekt aus.... Wenn Du bei Sonnenuntergang hingehst, dann kannst Du vielleicht erkennen, wo er rauskommt....

    Quote

    dein Güllerätsel kürzlich hatte ich sofort gelöst, dieser Anblick ist mir (leider) bestens bekannt.

    Mir leider auch....

    Quote

    Fliegentöterpilzartigen (Entomophthorales) allgemein.

    Vor einigen Jahren hatte ich das mal recht häufig gefunden... seitdem allerdings nicht mehr.... anscheinend gibts da auch Jahre, wo es häufiger vorkommt....

    Quote

    Auch dieses Frühjahr haben die Lärchenknospen wieder viele Besucher.
    Gemeint sind die Raupen der Lärchenminiermotte (Coleophora laricella). In ihren Raupensäcken haben sie dort schon den ganzen Winter gewartet.

    Ui wie spannend.... da muss ich mal ein paar Lärchen hier drauf untersuchen....

    Quote

    Und im Foto links unten vermutlich noch ein winziges Ei.

    Mannohmann, Du hast aber gute Augen....

    Wieder ein toller Bericht!

  • Der heutige Tag ist eisig kalt, kaum 5°C und früh lag wieder etwas von dem ungeliebten weißen Zeug.
    Eine gute Gelegenheit, die ersten Apriltage abzuarbeiten.

    Es gab erfreulicherweise auch schöne warme sonnige Frühlingstage, hier einige Bilder.

    Wie schnell sich vieles entwickelt. Kaum zeigten sich die Blütenstände der Rote Pestwurz (Petasites hybridus), schon verblühen sie.


    Die Schlüsselblumen/Primeln (Primula) dagegen sind gerade erblüht.


    Am Feldrand immer wieder ein Blickfang:
    Stiefmütterchen (Viola)


    Auf Felsen und auch an Mauern zu finden:
    Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)


    Noch sehr versteckt und klein:
    Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria)


    Bärlauch


    Ahornblüten


    Beim Betrachten einer Blütenknospe der Gemeine Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) entdeckte ich diese Ameise. Sie war mit den Hinterbeinen an der sehr klebrigen Substanz der Knospe hängen geblieben. Nach einer schnellen und erfolgreichen Rettungsaktion hatte sie es sehr eilig.


    Weitere Ameisenbeobachtungen.


    Ein Rotbuchenkeimling im Moos.


    In den Teichen versammeln sich gerade die Erdkröten (Bufo bufo). Unten am Gewässergrund haben sich die ersten Pärchen gefunden, aber die Neider lauern schon.


    Manche genossen aber erst mal die wärmende Sonne.


    Besonders im Frühling sieht man manchmal Baumstümpfe (hier eine Birke), die mit einer schleimigen, oft säuerlich riechenden Substanz bedeckt sind. Allerdings oft nicht so extrem wie auf meinem Foto zu sehen.
    Es handelt sich um durch Hefepilze und Bakterien gefärbten Baumsaft, den Roten Schleimfluss.
    Weitere Infos gibt es HIER und HIER.


    Ein Feldfund, Quarzkristalle bis zu 1 cm Länge.


    Nun habe ich noch einige Geflügelte:

    Ritterwanzen (Lygaeus equestris)


    Wohl wegen des starken Windes hatten sich diese beiden Gemeinen Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus) in das Blatt zurückgezogen.


    An einer sehr warmen Stelle konnte ich häufig Holzbienen (Xylocopa) beim Blütenbesuch beobachten.

    Nachtrag: Es handelt sich um ein Männchen der Großen/Blauen/Blauschwarzen/Violettflügeligen Holzbiene (Xylocopa violacea), viele Dank an Sabine Flechtmann und Susanne für die Hinweise.


    Gerne wollte ich den schönen blauen Glanz ihrer Flügel auf`s Foto bannen, aber die Tiere waren immer in Bewegung. Hier sieht man es zumindest etwas.


    In etwa die gleiche Größe wie die Holzbienen hatte diese Hummel (mit Milben).
    Es sollte eine Steinhummel (Bombus lapidarius) sein.


    Auch einige schwarz-gelbe Insekten mit im Flug hängenden Beinen schwebten heran.
    Feldwespen (Polistinae)


    Ruhend an einem Buchenstamm entdeckt:
    Buchenmotte (Diurnea fagella)


    Nun noch einige Tagfalter, hier die häufigsten Arten.
    Allerdings zum ersten Mal dieses Jahr ein Zitronenfalter-#female, bisher zeigten sich immer nur die Herren.


    Ein Tagpfauenauge (Aglais io) beim Besuch der Weidenblüten.


    Ganz besonders habe ich mich über diese Aufnahme gefreut.
    Tagpfauenauge und Gefleckter Weidenblattkäfer (Chrysomela vigintipunctata)


    Einige weitere Tagfalterarten zeigten sich, wie dieser Aurorafalter (Anthocharis cardamines) beim Blütenbesuch.



    Grünader-Weißlinge (Pieris napi)


    Das erste Waldbrettspiel (Pararge aegeria).


    Und ein Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas).


    Zwei weitere Tagfalter konnte ich leider (noch) nicht im Bild festhalten:
    Trauermantel (Nymphalis antiopa) und Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia),
    Auf den ersten Admiral (Vanessa atalanta) warte ich noch.


    Die Wiesen (Rinderweiden) ergrünen, früher gab es dort viel mehr Hecken und vor über 50 Jahren auch noch Rebhühner.


    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    Edited 2 times, last by Moosfreund: Bestimmungsergänzung Holzbiene (April 13, 2026 at 1:03 PM).

  • Lieber Uwe, bei dir sind schon jede Menge Tagfalter-Arten auf den Flügeln, beneidenswert. Und es ist eine Freude, deine schönen, scharfen und bunten Bilder anzuschauen.

    An einer sehr warmen Stelle konnte ich häufig Holzbienen (Xylocopa) beim Blütenbesuch beobachten.

    wenn man die gelben Antennenabschnitte sehen kann, dann hat man ein Männchen von Xylocopa violacea vor der Linse, die sie von den Weibchen und von Xylocopa valga unterscheiden. Hat Susanne mal hier im Forum geschrieben. Und Xylocopa valga ist in deiner Ecke noch nicht nachgewiesen, der östlichste Fundpunkt in Deutschland liegt bei observation in Fritzlar (südwestlich von Kassel).

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Lieber Uwe,

    prima Fotos und interessante Sichtungen und Funde! :thumbup:

    Der Rotbuchenkeimling im Moos ist ein klasse Motiv! Wenn man kleine Dinge so schön in Szene setzt, kann man sie ganz groß herausstellen. Diese Foto mag ich besonders gerne.

    Beste Grüße

    Andreas

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • Lieber Uwe,

    schön viele Tagfalter hast du schon gesehen. Mir gefällt natürlich das Tagpfauenauge, aber auch Anthocharis cardamines sehr gut. Ich habe zur Zeit wenig Zeit, weder zum Rausgehen noch zum hier posten. Deshalb habe ich auch weder Anthocharis euphenoides noch Tomares ballus gesehen, die zum Frühling gehören. Dann husche ich schnell nachts zu meiner Mottenrunde, was wenigstens meinen Nachtfalterzahlen gut tut.

    wenn man muss die gelben Antennenabschnitte sehen kann, dann hat man ein Männchen von Xylocopa violacea vor der Linse, die sie von den Weibchen und von Xylocopa valga unterscheiden.

    Da ist mir Sabine zuvor gekommen.

    Liebe Grüße
    Susanne

    You cannot get through a single day without having an impact on the world around you. What you do makes a difference, and you have to decide what kind of difference you want to make.”
    Jane Goodall

    Tierartenliste 2026 (Stand 07.05.26) gesamt: 368, neu: 22, Vögel: 72, Nachtfalter: 63, Tagfalter: 18, Liste gesamt bei iNat

  • So abwechslungsreich und vielfältig sind Deine Sichtungen! Auch, wenn Dir ab und zu das weiße Zeugs noch in die Quere kommt...

    Ich habe gerade etwas zur Zypressen-Wolfsmilch gelesen, weil es mir gefällt, wenn Pflanzen sich zwischen Steinen hervorkämpfen. Sie ist wohl ziemlich giftig, aber auch gefährdet, weil ihr Lebensraum immer mehr eingeschränkt wird. In der weiteren Beschreibung stand, dass die Blüten streng vorweibliche Nektarführende Scheibenblumen sind. Was heißt "vorweiblich"? Weiß das jemand von Euch? Ein Blütenstand ist doch weiblich oder männlich (oder gibt es da auch divers...?). Und "streng" verstehe ich in dem Zusammenhang auch nicht.
    Diese Pflanze hat Elaisome, auf die die Ameisen so scharf sind.
    Aprospos Ameisen, danke, dass Du die Waldameise aus ihrer klebrigen Falle befreit hast.
    Schleppt die Ameise darunter tatsächlich eine Wanze oder läuft sie nur an ihr vorbei?

    Ein Rotbuchenkeimling im Moos.

    Wunderschön präsentiert! :thumbup:

    Es handelt sich um durch Hefepilze und Bakterien gefärbten Baumsaft, den Roten Schleimfluss.

    Jetzt weiß ich endlich, was das ist! Ich habe es hier ab und an gesehen, kurz nachdem ein Baum gefällt wurde. Allerdings weiß ich leider nicht mehr, zu welcher Jahreszeit das gewesen ist...

    Wohl wegen des starken Windes hatten sich diese beiden Gemeinen Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus) in das Blatt zurückgezogen.

    Die waren sicher nur genant...! :redface:

    Auch einige schwarz-gelbe Insekten mit im Flug hängenden Beinen schwebten heran.
    Feldwespen (Polistinae)

    Ich habe schon von einigen gehört, dass sie die Feldwespe gesehen haben, ich dieses Jahr noch nicht!
    Und eine Holzbiene steht auch noch auf meinem Wunschzettel...

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Beim Betrachten einer Blütenknospe der Gemeine Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) entdeckte ich diese Ameise. Sie war mit den Hinterbeinen an der sehr klebrigen Substanz der Knospe hängen geblieben. Nach einer schnellen und erfolgreichen Rettungsaktion hatte sie es sehr eilig.

    Oh wie schön, dass Du sie gerettet hast. Ob sie sich das wohl merkt, dass man da nicht drüberlaufen darf?

    Quote

    Besonders im Frühling sieht man manchmal Baumstümpfe (hier eine Birke), die mit einer schleimigen, oft säuerlich riechenden Substanz bedeckt sind. Allerdings oft nicht so extrem wie auf meinem Foto zu sehen.
    Es handelt sich um durch Hefepilze und Bakterien gefärbten Baumsaft, den Roten Schleimfluss.
    Weitere Infos gibt es HIER und HIER.

    Super, danke! Dann weiss ich endlich, was ich vor kurzem da im Wald gefunden hab, ich war immer noch auf der Suche....

    Wie immer, sehr feine Fotos!

  • In der weiteren Beschreibung stand, dass die Blüten streng vorweibliche Nektarführende Scheibenblumen sind. Was heißt "vorweiblich"? Weiß das jemand von Euch? Ein Blütenstand ist doch weiblich oder männlich (oder gibt es da auch divers...?). Und "streng" verstehe ich in dem Zusammenhang auch nicht.

    Hallo Addi,

    bei den Pflanzen muss man hinsichtlich der Blüten drei Gruppen unterscheiden:

    1. Zweihäusige Arten. Jede Pflanze hat nur Blüten eines Geschlechts. Es gibt also weibliche und männliche Pflanzen.

    2. Einhäusige Arten. Jede Pflanze hat sowohl weibliche als auch männliche Blüten.

    3. Zwittrige Arten. Jede einzelne Blüte ist sowohl weiblich als auch männlich, hat also sowohl weibliche Narben als auch männliche Staubblätter.

    Bei einhäusigen und zwittrigen Pflanzen ist im Prinzip Selbstbestäubung möglich. Damit das nicht dauernd passiert (Problem der Inzucht), reifen bei vielen Arten die Staubblätter und Narben zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Wenn zuerst die Staubblätter reifen und dann erst die Narben, nennt man die Blüten vormännlich, wenn die Narben vor den Staubblättern reifen, vorweiblich. Streng vorweiblich bedeutet, dass alle Narben ohne Ausnahme vor allen Staubblättern reifen, so dass Selbstbestäubung gar nicht auftreten kann. Bei nicht streng vorweiblichen Blüten überschneiden sich die Reifezeiten der Narben und Staubblättern teilweise, so dass es zum Teil zur Selbstbestäubung kommt. Für die Pflanzen hat die Selbstbestäubung den Vorteil, dass auf jeden Fall die Bestäubung garantiert ist. Manche Pflanzen vermehren sich ausschließlich durch Selbstbestäubung, wodurch es mit der Zeit durch die permanente Inzucht zur Ausbildung von zahlreichen Kleinarten kommt.

    Hoffentlich habe ich Dir mit meiner Ausführung etwas helfen können.

    Liebe Grüße

    Martin aus Helfe

  • Hoffentlich habe ich Dir mit meiner Ausführung etwas helfen können.

    Absolut! Vielen Dank Martin. :thumbup: Das ist sehr interessant! Und ich staune einmal mehr, was die Natur sich da wieder "ausgedacht" hat.

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Die Wiesen (Rinderweiden) ergrünen, früher gab es dort viel mehr Hecken und vor über 50 Jahren auch noch Rebhühner.

    Ja,nur noch Fressgrün, welches später als Gülle wieder auf dem Feld landet.

    Hecken und Rebhühner sind verschwunden .:angry:

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • wenn man die gelben Antennenabschnitte sehen kann, dann hat man ein Männchen von Xylocopa violacea vor der Linse, die sie von den Weibchen und von Xylocopa valga unterscheiden.

    Liebe Sabine,

    vielen Dank für diesen Hinweis. Ich habe dort einige Holzbienen fotografiert, alle hatten diese gelben/gelbbraunen Antennenabschnitte, also alles Männchen von Xylocopa violacea.

    Und Xylocopa valga ist in deiner Ecke noch nicht nachgewiesen, der östlichste Fundpunkt in Deutschland liegt bei observation in Fritzlar (südwestlich von Kassel).

    Ich habe gerade mal bei Insekten Sachsen nachgeschaut. Für meine Region gibt es keine Einträge, aber östlich davon schon:

    Insekten Sachsen

    Wenn man kleine Dinge so schön in Szene setzt, kann man sie ganz groß herausstellen.

    Danke, ich mag die Makrofotografie schon seit Jahren sehr. Kleine und unscheinbare Dinge zeigen dann oft überraschend ihre interessanten und schönen Details.

    Dann husche ich schnell nachts zu meiner Mottenrunde, was wenigstens meinen Nachtfalterzahlen gut tut.

    Das habe ich schon bemerkt, es geht gut voran. :alright:
    Viel Erfolg auch weiterhin.

    Schleppt die Ameise darunter tatsächlich eine Wanze oder läuft sie nur an ihr vorbei?

    Beides trifft nicht zu. :)
    Von der Wanze war nur noch die äußere Hülle übrig. Aber keine der daran vorbeikommenden Ameisen ist ohne genauere Untersuchung weitergelaufen. ^^

    Oh wie schön, dass Du sie gerettet hast. Ob sie sich das wohl merkt, dass man da nicht drüberlaufen darf?

    Wenn ich sie dort noch mal treffe, frage ich sie danach. ^^
    Mich hat es gewundert, dass sie sich überhaupt erst auf diesen sehr klebrigen Knospenbereich begeben hat. :91:

    Hecken und Rebhühner sind verschwunden

    Es gibt hier noch einige Areale mit reichlich Hecken, vermutliche aber viel zu wenige.
    Wenigsten sieht man wieder ab und zu mal wieder einen Hasen.

    bei den Pflanzen muss man hinsichtlich der Blüten drei Gruppen unterscheiden:

    Vielen Dank für deine sehr informativen Erläuterungen. :alright:

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Mit einer bunten Mischung geht es weiter über Berg und Tal.

    Was machen denn die vielen "Fliegen" am Ameisenbau? ;)


    Ausflug bei den Waldameisen (Formica).


    Wie immer: Im Moos nix los!


    Die Huflattichblüten leuchteten wie kleine Sonnen.


    Schnell noch ein Foto gemacht, bevor wie im Vorjahr die Sensenmänner kommen:
    Frühlings-Braunwurz (Scrophularia vernalis)


    Die Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) brauchen noch einige Tage bis zur Blüte.



    Die Schuppenwurzen (Lathraea) sind mittlerweile gut gediehen.


    Lärchenblüten


    Bei den folgenden Hummelbestimmungen habe ich der Bilderkennung vertraut.
    Ackerhummel (Bombus pascuorum)


    Gartenhummel (Bombus hortorum)


    Wiesenhummel (Bombus pratorum), sie scheuchte den Zitronenfalter von der Pestwurzblüte.


    An einem solchen Anblick durfte ich mich in den vergangenen Jahren schon mehrfach erfreuen.
    Und ich konnte bisher noch nie eine Abwehrreaktion der "besetzten" Zitronenfalter beobachten.


    Nach Wochen nun endlich mal wieder ein Nachtfalter:
    Pappel-Dickleibspanner (Biston strataria)



    Gestern war Schlupftag: :87:
    Nierenfleck-Zipfelfalter (Thecla betulae), hier das Eiräupchen an einer halbierten Schlehenblüte.


    Ein Käfer kreuzte meinen Weg, für die Fotos wurde er kurz umgesetzt.
    Einer der Ölkäfer (Meloidae).

    Nachtrag: Dank Sabine und Klaas konnte die Art bestimmt werden:
    Runzeliger Ölkäfer (Meloe rugosus)


    Diese Umsetzaktion mißfiel ihm, er wehrte sich mit einigen Tropfen Cantharidin.


    Werner berichtete von Feuersalamandern.
    Der Tag war regnerisch und trüb, ich wurde zweimal fündig. :87:



    Bei solchem Wetter sind hier an Mauern und Felsen sehr viele Schnecken unterwegs.
    Diese mit dem sehr flachen Gehäuse sollten Steinpicker (Helicigona lapicida) sein.



    Buschwindröschen getönt



    In unmittelbarer Nähe kann man zur Zeit häufig die Anemonenbecherlinge (Dumontinia tuberosa) finden.
    ( Addi , rechter Bildteil mit Springschwanz)


    Auch einige Kelchbecherlinge (Sarcoscypha spec.) leuchteten noch in der Sonne.


    Eine Exuvie in unmittelbarer Flussnähe, was wird das wohl wieder sein? :91:
    Kopf und Fühler kamen mir so bekannt vor, so was hatte ich schon mal fotografiert.
    Aus der Ordnung der Steinfliegen (Plecoptera) sollte es einer der Uferbolde (Perlodes) sein.


    Fast hätte ich sie übersehen, die Blindschleiche (Anguis fragilis).


    Fuchsreste


    Nur mal so:
    Birkenrinde im Gegenlicht. :)

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    Edited once, last by Moosfreund: Bestimmungsergänzung Ölkäfer (April 18, 2026 at 1:23 PM).

  • Lieber Uwe,
    schon wieder eine wunderbare Folge aus deiner Serie über Berg und Täler. Hinreißend der Pappel-Dickleibspanner Biston strataria! Auf dem Lärchenfoto hast du sogar männliche und weibliche Zapfen/Blüten (denke ich mal). Dein Ölkäfer sollte der viel seltenere Runzelige Ölkäfer Meloe rugosus sein.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Hallo,

    beim Ölkäfer bin ich eher bei den beiden Meloe-Arten M. proscarabaeus und M. violaceus. M.rugosus ist gänzlich ohne Blauschimmer, den ich hier zu sehen meine.

    Viele Grüße

    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Hallo, Ziegelstein,
    Uwes Ölkäfer hat eine Mittellängsfurche auf dem Halsschild, den die beiden häufigeren Arten proscaraeus und violaceus nicht haben.

    Meloe Bestimmungstabelle

    Vielleicht guckt ja Klaas Reißmann nochmal drüber?

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Was machen denn die vielen "Fliegen" am Ameisenbau? ;)

    Oh wie cool, Du hast sie beim Schwärmen erwischt!
    Ich gehe gerade gedanklich mir bekannte Ameisennester durch (sind verschiedene Arten) und prüfe ihre Schwarmzeiten.
    Bei einigen Formicaarten (so wie hier) kann man schon Glück haben.

    Wiesenhummel (Bombus pratorum), sie scheuchte den Zitronenfalter von der Pestwurzblüte.

    Hier fiel mir zunächst nur der Zitronenfalter ins Auge und ich wunderte mich über Deine Bestimmung... :33: :79:

    Und ich konnte bisher noch nie eine Abwehrreaktion der "besetzten" Zitronenfalter beobachten.

    Bei dem vielen Gelb, was man zur Zeit sieht, kann man sich ja mal vertun... ;)

    Das zweite Foto vom Feuersalamander mit den Blasen finde ich besonders schön.

    In unmittelbarer Nähe kann man zur Zeit häufig die Anemonenbecherlinge (Dumontinia tuberosa) finden.
    ( Addi , rechter Bildteil mit Springschwanz)

    Ein Kugelspringer... :45:

    Fuchsreste

    Das würde ich hier auch gerne einmal finden!

    Nur mal so:
    Birkenrinde im Gegenlicht. :)

    Ganz toll gesehen! Solche Hingucker gefallen mir immer sehr gut.

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Diese Umsetzaktion mißfiel ihm, er wehrte sich mit einigen Tropfen Cantharidin.

    sehr gut festgehalten !

    Pappel-Dickleibspanner (Biston strataria)

    wunderschön !

    sollte es einer der Uferbolde (Perlodes) sein.

    ein Monster vom Aussehen her

    Der Tag war regnerisch und trüb, ich wurde zweimal fündig.

    Und beim Sala kann man nicht schummeln ,die sind gezeichnet ! Es freut mich Uwe .

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • Dein Ölkäfer sollte der viel seltenere Runzelige Ölkäfer Meloe rugosus sein.

    Passt.

    beim Ölkäfer bin ich eher bei den beiden Meloe-Arten M. proscarabaeus und M. violaceus. M.rugosus ist gänzlich ohne Blauschimmer, den ich hier zu sehen meine.

    Ich weiß nicht, ob Dein PC Dir da mit der Farbwiedergabe einen Streich spielt, denn ich sehe keinen Blauschiller. Aber selbst wenn dieser da wäre, so haben wir in der deutschen und mitteleuropäischen Fauna keinen Meloe, der auch nur annähernd so gedrungen und dabei so "unruhig" im Gesamterscheinungsbild ist.

    Übrigens eine von nur zwei Arten, die im Herbst bei uns erscheinen und die einzige Art, die ihre Aktivitätszeit im Winter unterbricht, um im Frühjahr erneut zu erscheinen. Die zweite Herbstart, Meloe autumnalis ist ausnahmslos im Herbst aktiv und alle anderen Meloe-Arten sind Frühjahrstiere.

    LG

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

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