[CH/VS] Unterwegs am Rhôneknie - Meine Entdeckungen im NSG Les Follatères (Gebiet Saillon, Fully, Branson u. Dorénaz VS), Kanton Wallis

  • Liebe Alle

    Das Naturschutzgebiet "Les Follatères" ist ein Schutzgebiet von nationaler Bedeutung, das ich schon seit Jahren immer wieder besuche. Mit der Digi-Kamera allerdings bisher erst 4 Mal. Es liegt im französischen Teil des Kantons Wallis - die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ist immer lang und wegen kurzen Umsteigezeiten auch sonst etwas tricky. Aber auch dieses Jahr steht das Schutzgebiet wieder auf meinem Programm - ich hoffe, dass ich dann auch mal die Kaukasien-Singzikade live sehe. Das ist mir bisher noch nie gelungen. Diese Singzikade ist sozusagen das Maskottchen von Les Follatères und ziert die Wegzeichen.

    Zur näheren Beschreibung des Gebiets greife ich auf den Prospekt zurück, den es über Les Follatères gibt:

    Allgemeine Lage:

    Das hier vorgestellte Gebiet liegt inmitten der Alpen, am Zusammenfluss mehrerer Täler, die bei Martigny VS ins Rhônetal münden: Die Dransetäler kommen von der italienischen Grenze her, die Combe des Martigny und das Trienttal sind nahe der französischen Grenze. Diese ganz besondere Lage erklärt die Bezeichnung dieser Gegend als "Kreuzpunkt der Alpen". Rundherum liegen berühmte Bergmassive: Massif du Mont Blanc (4807 m), Massif des Conbins (4314 m), Dents du Midi (3257m)

    Die Hänge rechterhand der Rhône liegen im Knie, das der Fluss 120 km nach seiner Quelle am Rhônegletscher bildet, wenn er nordwärts in Richtung Genfersee abbiegt.

    Das Gebiet ist Naturliebhabern in ganz Europa bekannt, denn es weist eine sehr ungewöhnliche Flora und Fauna auf. Teils wachsen hier Blumen und leben hier Insekten, die anderswo fehlen oder nur sehr selten vorkommen.

    Die Besuche mit meiner Digi-Kamera beschränken sich bisher auf die Monate März und Mai. Lasst Euch überraschen, was ich Euch hier nach und nach zeigen werde. Ich habe ein paar Blumen aus Les Follatères hier mal in der Stichwortsuche eingetragen und bin nicht bei allen fündig geworden.

    Liebe Grüsse

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Ich bin gespannt!

    Liebe Grüße
    Susanne

    You cannot get through a single day without having an impact on the world around you. What you do makes a difference, and you have to decide what kind of difference you want to make.”
    Jane Goodall

    Tierartenliste 2026 (Stand 17.01.26) gesamt: 100, neu: 2, Vögel: 47, Nachtfalter: 12, Tagfalter: 0, Liste gesamt bei iNat

  • Die Ausflüge in voll chronologischer Weise hier vorzustellen, wird etwas schwierig - ich habe mich entschieden, es nach Jahreszeiten zu gliedern.

    Da kommen zuerst beide aus dem Monat März und dann beide aus dem Monat Mai

    Die hier folgenden Bilder stammen von der Erkundungstour vom 07. März 2025

    08.21h zuerst ein paar Bilder vom Anfahrtsweg - mit Blick auf Schneeberge und auf Weinberge


    später kurz vor Sierre VS - Weinberge und Schneeberge

    Mit dem Postauto Nr. 311 fahre ich ab Martigny Richtung Sion und steige 10.34h bei der Haltestelle Branson, Pont du Rhône aus - von dort kommt man sehr einfach ins Gebiet um Les Follatères. Heute hoffe ich, dass ich blühende Mandelbäume und den Felsen-Gelbstern finden kann.

    Ein paar Dörfer weiter, in Saillon gibt es einen Mandelbaumweg, der manchmal schon ab Februar in voller Blüte steht, siehe gerne hier: https://www.saillontourisme.ch/fr/sources-de-…s-amandiers-29/ aber auch bei Les Follatères gibt es mancherorts Mandelbäume.

    Wie immer in der Natur fixiere ich mich aber nicht auf die beiden erhofften Pflanzen, sondern wandere mit wachem Sinn und lasse mich überraschen, was ich finde. Das bewährt sich immer.

    10.41h finde ich den Gewöhnlichen Reiherschnabel


    Um 10.45h bereits wieder ein Blümchen - das Fünfmännige Hornkraut (auch Sand-Hornkraut) Cerastium semidecandrum

    Nun geht ein Weg rechts weg in die Weinberge - diesen Weg habe ich noch nie gesehen, denn wenn die Reben schon hoch sind, verdeckt es diese Abzweigung offenbar. Ich nutze die Möglichkeit, diesen Weg zu gehen - nicht ganz ohne, da die Terrassen schmal sind, aber mit Vorsicht geht das schon.

    Blick von den Weinbergen hinunter zur Rhône

    10.55h - wie gut, dass ich nicht gut sehen kann! Und immer meine Füsse und den Weg im Blick haben muss. Zu meinen Füssen erstreckt sich ein kurzes Fleckchen Erde, auf welchem ca. 20 goldene Sternchen lose und an einem Ort als Büschel wächst. Nach so vielen Jahren finde ich ihn also, den Felsen-Gelbstern

    Mit Hingabe versuche ich, die kleinen Blümchen gut abzulichten - wer weiss, wann ich sie wieder sehe. Hinter mir ist ein Jogger auf diesem schmalen Weg unterwegs - ich mache ihm Platz und bin entsetzt, dass er einfach über das soeben fotographierte Büschel von Felsen-Gelbsternen rennt - der hat keine Ahnung, wie rar die Blumen sind oder sie sind ihm einfach egal.

    Das Spezielle an diesen Gelbsternen ist noch, dass in der Presse manchmal vom Böhmen-Gelbstern die Rede ist und manchmal vom Felsen-Gelbstern. Flora inkognita zeigt es dann so an: Es übersetzt den Felsen-Gelbstern mit dem lateinischen Namen für Böhmen-Gelbstern. In der FLORA HELVETICA, der BIBEL der Pflanzenliebhaber in der Schweiz - aus dem Haupt-Verlag wird der Böhmische Gelbstern überhaupt nicht erwähnt - dort gibt es nur den Felsen-Gelbstern und nur dessen Abbildung ähnelt der meinen wirklich.

    11.02h hier blüht auch das Viermännige Schaumkraut - bei mir zu Hause im Garten ist es eher ein Unkraut (sieht man mal von seinem Charme als schmückendes Kraut für mit Zwiebeln gefärbte Ostereier ab)- aber hier, in diesen kargen Wiesenhängen die gerade noch an Steppen erinnern, setzen sie filigrane Lebenszeichen

    11.29h ich kehre über die Weinberg-Terrassen wieder auf den offiziellen Wanderweg zurück, ganz happy, den Felsen-Gelbstern tatsächlich zum ersten Mal gefunden zu haben. An einer kleinen Treppe, fällt mir dann er auf - ein dunkelgrauer Käfer, der Poren auf seinem Panzer zu haben scheint

    Gemeiner Staubkäfer Opatrum sabulosum in den Weinbergen von Les Follatères

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited 2 times, last by Bea_aus der Schweiz (January 12, 2026 at 6:26 PM).

  • 11.32h ich finde die Dolden-Spurre -auch sie habe ich bewusst noch nie gesehen

    und Sonnenwend-Wolfsmilch

    Je weiter rauf ich komme, seltsam, umso üppiger blüht es schon

    und dann, kurz vor dem Mittag, 11.51h finde ich die Mandelbäume - eigentlich mehr Sträucher und sie blühen!


    Wunderschön

    12.20h wieder mal ein Blick hinunter zur Rhône



    Die Kaukasien-Singzikade - sie finde ich einfach wieder als *Maskottchen" (erst im Sommer kann man sie live sehen)

    12.26h - hier wandert es sich wieder leichter als in den Weinbergen

    12.29h noch eine neue Blume -Flora incognita zeigt Acker-Steinsame oder auch Acker-Rindszunge als Name an

    12.37h ein Blick zurück

    ganz kleine Ringelblumen blühen am Wegrand - die Acker-Ringelblume

    12.46h im Wald finde ich das Hinweisschild zum Pfad der Frühlingslichtblume - auch Lichtmessblume genannt. Wenn es da ist, müssten auch noch Lichtblumen zu sehen sein. In anderen Jahren waren sie im März schon fast um. Ich probiere es nun, motiviert durch den Hinweiswinpel. Ich kenne den Weg - er wird an manchen Stellen steil und rutschig, da er sandig ist.

    12.46h bevor ich auf eventuelle Lichtblumen stosse, finde ich noch dieses Etwas - was daraus mal wird, wusste ich leider nicht. Meine App war auch keine Hilfe. Aber Dank Ziegelstein, der es einwandfrei als Eichenkeimling identifizierte, kann ich es nun richtig anschreiben. Grosses DANKESCHÖN AN Ziegelstein

    12.46h noch ein Eichenkeimling - mit Dank Ziegelstein

    12.57h nun müsste ich bald bei der Stelle sein, wo das Lichtblumenmeer beginnt

    12.57h und ja! Da ist schon eine.

    Sie mögen ein wenig aussehen, wie Herbstzeitlosen, aber das sind sie nicht.

    Unweit von hier, auch im Wallis, genauer im Dorf Eischoll ist die grösste Population der Lichtblume zu finden. Ihr ist ein eigener Weg gewidmet -Eischoll liegt weit höher als Les Follatères. Daher gibt es dort auch viel mehr Schnee und es ist wunderschön, wenn mit den ersten Sonnenstrahlen auch die Lichtblumen hervorbrechen.

    Heimat der Lichtblume - Eischoll
    Die Wanderer kommen von weit her, um dieses seltene Blumenkind (die Lichtblume) in den Schattenbergen anzutreffen.
    www.eischoll.ch
  • Aber zurück zu Les Follatères - heute habe ich richtig Glück - es gibt noch Lichtblumen und sie sind noch tadellos beeinander, nicht schon halb verwelkt, wie andere Jahre um diese Zeit

    manche sind fast pink, andere zarter lila

    aber immer sind sie zauberhaft

    13.14h und in den noch braunen Halmen wirken sie noch strahlender als sonst schon!

    13.19h die kargen Wege finde ich auch immer wieder faszinierend.

    13.21h an manchen Stellen blüht schon Frühlings-Fingerkraut

    Die Waldwege sind noch ganz licht

    13.55h hier ein Blick zu Pierre Avoi 2473 m hoch - sehr markanter Berg

    Langsam aber sicher muss ich mich heute auf den Rückweg nach Hause begeben - es sind immerhin fast 4 Std. Reisezeit - ein Weg.

    14.10h schon wieder am Startpunkt fällt mein Blick noch auf ein einzelnes Schneeglöcklein - ich gucke es mir mal anders an, als man es sich gewöhnlich anguckt - ein Blick in sein Innerstes...so schön

    HIer noch ein Wegbeschrieb bzw. eine Karte zum Lichtblumenweg hier in Les Follatères

    Und ein Beschrieb dieses speziellen Naturschutzgebietes, das einem nie langweilig wird, weil dessen Vielfalt riesig und ungewöhnlich ist

    14.18h Die Bergsicht auf der Fahrt Richtung Ostschweiz ist auch heute Abend wieder zum Schwärmen schön. Hier sind wir noch im Wallis.

    15.46h im Berner Oberland

    16.07h Am Thunersee - im Blick die Schlossanlage Spiez BE

    16.44h kurz bevor ich nach diesem reichen Tag ein Nickerchen brauche- noch ein Blick in die Berner Alpen bei Thun BE

    Fortsetzung folgt...

    Hoffe, Ihr hattet schon etwas Freude oder habt etwas Neues oder Interessantes entdeckt.

    Lieber Gruss

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited once, last by Bea_aus der Schweiz (January 12, 2026 at 7:45 PM).

  • Die nächste Exkursion im NSG Les Follatères war am 13. März 2021

    07.17h während der Anfahrt Richtung der Bundeshauptstadt Bern perfekte Sicht zu den Bergen der Region

    07.27h Einfahrt in den Bahnhof Bern - auch hier sieht man heute die Berge

    07.45h Blick in die Berge im Kandertal BE

    Auch hier, der Schnee ist noch nah - dieser Gipfel ist das Stockhorn

    08.43h Walliser Berge

    Ankunft wieder um 09.30h bei Branson bei der Brücke. Das ist die früheste Verbindung ab Martigny, die ich ins Gebiet habe


    09.34 auf dem Weg in Marschrichtung Dorénaz

    09.41h ein grosser Perlmuttfalter in den Weinbergen

    09.52 - Ich vermutete Portulak- Flora incognita konnte das Blümchen wegen fehlender Parameter nicht bestimmen Ziegelstein - dank seinen Luchsaugen weiss ich nun, dass es auch Frühlings-Fingerkraut ist. Vielen Dank an Ziegelstein

    09.53h Zypressen-Wolfsmilch blüht zahlreich

    09.59h Wunderschöner Erdrauch blüht am Wegrand

    10.00h Sonnenwend -Wolfsmilch

    Milzfarn

    205386


    Buckel-Fetthenne

    10.22h immer weiter unterwegs ins Gebiet

    10.41h Festknolliger Lerchensporn

    10.43h ein Blick zurück

    11.02h immer höher geht der Weg - ich bin auf der Suche nach den Berg-Anemonen heute

    11.02h Festknolliger Lerchensporn in anderer Färbung

  • Kornellkirschen-Zweig (in der Schweiz sagen wir dem auch Chindlibaum)

    11.10h dieser Berg da hinten erinnert mich immer an einen Berg in Japan, den ich mal auf einer Ansichtskarte bekam. Er heisst Le Catogne

    11.17h das ist auch eine Wolfsmilch-Art

    11.21h hübsch, nur was es ist, kann mir meine Pflanzen-App nicht sagen. Ziegelstein - er bestimmt es recht eindeutig als Liguster

    11.22h die Beerchen des Strauch-Jasmin - so sagt es die App Ziegelstein denkt auch hier an Liguster und ich denke das nun auch, da ich Bilder von Ligusterbeeren gesehen habe

    11.34h Blick in die Landschaft unterhalb - sieht irgendwie aus wie eine grosse Raupe oder eine Schlange

    11.36h auf dem Pfad zur Wiese, wo mit etwas Glück noch Berg-Anemonen sind

    11.41h auch hier oben blühen Lichtblumen, allerdings nicht mehr ganz frisch - bisschen zerzaust auch vom Wind, der inzwischen aufgekommen ist

    11.49h ein wilder Krokus, die meisten seiner Art waren hier schon im Februar

    11.55h es sieht hier aus, als ob die Wurzeln in die Krone wachsen wollten

    12.09h noch so ein schönes Detail, die App hat zuwenige Angaben, um es präzis zu bestimmen. für Ziegelstein genügen die Parameter, es auf Liguster zu bestimmen

    12.10h nun müsste es gleich um die Ecke Anemonen geben

    12.11h wieder unbestimmbar von Flora Incognita da die Blätter fehlen. @ Ziegelstein denkt, es könnte eine Schlehe sein

    12.11h - und da sind wirklich welche: Berg-Anemonen, manche offen wie diese

    12.15h oder an einem windigen, noch kalten schattigen Ort eine geschlossene, geschützt im warmen Pelzchen

    hier eine mit einer Biene

    Berg-Anemone mit einer lila Büschelnase

    die unterschiedlichen Stadien freuen mich besonders. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass ich es wieder hoch hinauf bis zu ihrer Wiese geschafft habe, den robusten Bergwanderstöcken sei Dank (vor allem runter werde ich die benötigen)

    Um 12.20h muss ich mich auf den Weg zurück machen - ich werde runter weit länger haben als rauf.

    12.23h es raschelt zu meinen Füssen und ich sehe, wie sich eine Schlange "vom Acker macht" - Offenbar habe ich sie gestört, als sie sich sonnte. Ein gerade anwesender Wanderer bestimmt sie als Vipernatter.

    Sie ist erstaunlich schnell weg. Immerhin 2 Bilder kann ich von ihr machen

    12.46h im Abstieg - ich habe eine Abkürzung gefunden, liegen Weinberge und Schneeberge direkt vor mir

    13.11h dank dieser Abkürzung über die Rebberge bin ich weit schneller wieder an der Postautohaltestelle, als ich das gedacht hatte. An diesem Kanal habe ich auf Steinen schon die Smaragdeidechse gesehen, heute sehe ich davon aber nichts

    Da es so früh ist, habe ich nun sogar noch Zeit für einen kleinen Spaziergang dem Rhône-Ufer entlang

    13.21h Blick von der Rhonebrücke gen Osten

    13.21h und gen Westen - Richtung Rhône-Knie

    13.31h ein Blick in die Berge

    13.36h ein Blick zu einer schönen Baumgruppe im Tal

    13.41h und ein Blick zur Burg La Batiaz oberhalb Martigny VS

    So hat auch dieser 13. März 2021 wieder neue Facetten des vielfältigen NSG Les Follatères mit mir geteilt.

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited 3 times, last by Bea_aus der Schweiz (January 12, 2026 at 7:52 PM).

  • Die Exkursionen vom Mai zeige ich in den nächsten Tagen. Eins vorweg - auch der Mai hat besondere Blumen und Insekten zu bieten. Auf der Tafel, die ich weiter oben abfotographiert hier eingestellt habe, heisst es, das NSG Les Follatères sei Naturfreunden aus ganz Europa bekannt. HIer sind ja viele Europäer. Ob es jemand von Euch schon gekannt hat?

    Liebe Grüsse und allen eine gute Nacht

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Hallo!

    11.21h hübsch, nur was es ist, kann mir meine Pflanzen-App nicht sagen

    11.22h die Beerchen des Strauch-Jasmin - so sagt es die App

    12.09h noch so ein schönes Detail, die App hat zuwenige Angaben, um es präzis zu bestimmen

    Sieht mir alles nach Liguster aus.

    12.11h wieder unbestimmbar, da die Blätter fehlen

    Gattung Prunus (im weiteren Sinne), z. B. Schlehe, aber nicht sicher.

    Ein gerade anwesender Wanderer bestimmt sie als Vipernatter.

    Die gibt es da, stimmt, aber ich habe die Exemplare von dort dunkler in Erinnerung. Kann auch daran liegen, dass sie im Wasser lagen. Ich hätte hier zuerst an eine Aspisviper gedacht, bin auf dem Gebiet der Herpetologie aber recht unbewandert.

    HIer sind ja viele Europäer. Ob es jemand von Euch schon gekannt hat?

    Ja, schon mehrfach besucht. Die Opuntia phaeacantha, die sich da breit macht, hatte ich dann auch einige Jahre bei mir auf dem Balkon kultiviert. Ich habe auch immer nach Saga pedo geguckt, aber nie gesehen.

    Viele Grüße

    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Du zeigst uns eine wunderbar vielfältige Schweiz Bea - danke! Eine mir bisher unbekannte Welt, wenn man die Schweiz nur von der Reise in einen Kanton kennt oder sich die typischen Fotos anschaut bzw. Wintersport schaut.

    Mit Hingabe versuche ich, die kleinen Blümchen gut abzulichten - wer weiss, wann ich sie wieder sehe. Hinter mir ist ein Jogger auf diesem schmalen Weg unterwegs - ich mache ihm Platz und bin entsetzt, dass er einfach über das soeben fotographierte Büschel von Felsen-Gelbsternen rennt - der hat keine Ahnung, wie rar die Blumen sind oder sie sind ihm einfach egal.

    Das passiert einem leider immer wieder und oft erlebe ich es genauso. Ebenso verstehe ich nicht, wie man mit Kopfhörern in der Natur unterwegs sein kann, wenn es dort doch so viele Geräusche zu hören gibt, oder mit einer Zigarette (wohlmöglich im Wald!). Der Duft von Nadelbäumen, Moos, nach dem Sommerregen... - das ist immer ein Erlebnis.
    So sehe ich körperliche Einschränkungen (Schmerzen, Rheuma - in meinem Falle), Deine beschränkte Sehkraft immer als Pluspunkt. Man m u s s langsamer untewegs sein, trampelt nicht über alles hinweg wie z. B. der Jogger.. Dadurch nimmt man natürlich auch viel mehr wahr.
    Und es ist nun mal auch nicht jeder so "naturverrückt" wie viele von uns hier, die wegen seltener Pflanzen, Tiere oder Erscheinungen (also keine Elfen oder so, ich dachte hier eher an Wetterphänomene) ;) usw. weite oder beschwerliche Wege auf sich nehmen.
    Für manche ist sie nur Mittel zum Zweck, wie z. B. Mountainbikern...

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • (...) Das passiert einem leider immer wieder und oft erlebe ich es genauso. Ebenso verstehe ich nicht, wie man mit Kopfhörern in der Natur unterwegs sein kann, wenn es dort doch so viele Geräusche zu hören gibt, oder mit einer Zigarette (wohlmöglich im Wald!). Der Duft von Nadelbäumen, Moos, nach dem Sommerregen... - das ist immer ein Erlebnis.
    (...)
    Und es ist nun mal auch nicht jeder so "naturverrückt" wie viele von uns hier, die wegen seltener Pflanzen, Tiere oder Erscheinungen (also keine Elfen oder so, ich dachte hier eher an Wetterphänomene) ;) usw. weite oder beschwerliche Wege auf sich nehmen.
    Für manche ist sie nur Mittel zum Zweck, wie z. B. Mountainbikern...

    Addi ,

    Du hast das wunderbar ausgeführt. Wenn ich in der Natur unterwegs bin, dann will ich das auch möglichst mit allen (verfügbaren) Sinnen erleben dürfen.

    Passanten mit Kopfhörern, meist sind es ja die Sporttreibenden (Walker, Jogger), kann ich ja noch verstehen. Die sind nicht wegen der Naturerlebnisse auf den Beinen, sondern wegen des reinen "Workout", wie das auf "Neudeutsch" so schön heißt.

    Aber was mir auf den Nerv geht sind jene Zeitgenossen, die meinen, sie müssten auch ihr gesamtes Umfeld mit beschallen, per am Fahrrad angebrachten plärrenden Radio, oder einem lässig auf der Schulter getragenen und auf Anschlag aufgedrehten "Ghetto Blaster".

    Vielen Dank auch!! :72:

    LG

    Andreas

    PS: Bist Du Dir wirklich sicher, dass es keine Elfen (oder Zwölfen) gibt? :30:

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • Liebe Alle, Danke für Eure vielschichtigen Rückmeldungen

    Sehr gerne zeige ich Euch vor dem Schlafengehen noch die erste Mai-Exkursion mit Digi-Kamera-Aufnahmen. Sie fand mitten während der Corona-Zeit statt. Im Gegensatz zu manchen europäischen Ländern bekamen wir SchweizerInnen den Freigang in die Natur praktisch überall zugesprochen.

    Am 17. Mai 2020 also dachte ich mir, in Les Follatères verteilen sich die Wanderer und Forschenden ja immer gut - das Gebiet ist weitläufig.

    Also eine frühe Tagwache an diesem Morgen. In den wärmeren Monaten gibt es eine noch frühere Verbindung, bei der man schon um 09.00h bei der Brücke von Branson (Gemeindegebiet Fully) eintrifft.

    Um 09.04h weiss ich schon, welchem Insekt ich hier vermutlich heute am Allerhäufigsten begegnen werde - dem Blattkäfer namens Exosoma lusitanicum , Ihn gab es überall.

    Mal Solo

    Mal in Gruppe

    Und gaaaaanz oft als Paar -hier ein Pläuschchen zum Tête-à-Tête

    hier stecken sie die Köpfe zusammen

    unweit davon ist eine verblühte Wildrose

    09.06h nur ein paar achtsame Schrittchen weiter sehe ich die Blume, die hier ab Ende April zahlreich blüht und die sich innerhalb der Schweiz anderswo fast nirgends findet - Die Orlaya grandiflora - Strahlen-Breitsame. Grandiflora sagt alles - die Doldenblütler sind oft Manns-Handtellergross

    In Parkplatznähe gibt es noch nicht so viele, weiter oben werde ich Euch eine Vielzahl zeigen können.

    Vorerst steht als Nächstes der Klatsch-Mohn da

    09.10h ich steige auch heute immer weiter hoch

    Auf dem Wiesensalbei hat es ein halbes Heer liebestoller Blattkäfer

    09.21h auch Schmalblättriger Doldensame blüht ab und an

    09.22h Luzernen blühen so dunkel wie diese hier, oder auch pastell-Lila, manche gar weiss Addi - sie fand hier sogar noch Ameisen drin - recht gut getarnt

    09.23h extrem schöner Rotklee

    Gewöhnlicher Perückenstrauch

    09.30h ein Plakat mit Infos

    09.31h Gewöhnlicher Blasenstrauch

    Gemeiner Schneeball

    Breitblättrige Lichtnelke

    gleich daneben das Nickende Leimkraut

    09.43h mein Blick fängt beim Sumpfgebiet eine wunderliche Blume ein - mit Flora incognita bestimmt zeigt es Blauer Lattich

    so wie oben habe ich den Blauen Lattich noch nie gesehen - ich kenne ihn nur so

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited 2 times, last by Bea_aus der Schweiz: Schreibfehler korrigiert (January 12, 2026 at 7:59 PM).

  • Ein Seitenblick auf die ungewöhnliche Blume, die einfach ein Blauer Lattich ist

    09.45 ein Trauer-Rosenkäfer am Naschen

    Echtes Nelkenleimkraut

    und gleich daneben die Kartäuser-Nelke


    09.56 Gewöhnlicher Steinquendel

    Gewöhnliches Sonnenröschen in unmittelbarer Nachbarschaft

    Eine Eingeborene: um 09.55h finde ich das Walliser Schillergras_Koeleria vallesiana in Les Follatères

    10.01h ein filigranes, verblühtes Etwas

    10.07h Aufrechter Ziest

    Die Blumenvielfalt ist einfach überwältigend und dies obwohl der Himmel heute bedeckt ist - also nicht so sonnig, wie es sonst hier oft ist

    09.50h So sieht es in Les Follatères aus, wenn der Himmel bewölkt ist

    10.06h Saat-Esparsetten blühen auch

    10.10h eine Furchenbiene und ein Trauer-Rosenkäfer auf nickender Distel

    10.10h Saat-Mohn

    10.10h Mal wieder ein Blick hinunter zur Rhône

    Pyramiden-Knabenkraut

    immer wieder schön und fotogen finde ich die Wilden Malven

    10.18h diese Acker-Winde hat Besuch von einem Gelbbeinigen? Scheinbockkäfer. Warum gelbbeinig leuchtet mir nicht ein - ich sehe da kein Gelb

    10.24h kommt da noch eine Nebelwalze oder gewinnt doch noch die Sonne?


    Ich vermute hier auch eine Reiherschnabel-Art

    10.26h Quendel-Sandkraut

    10.27h der Gemeine Bocksbart blüht weiter oben auch vereinzelt. Wir Schweizer nennen ihn umgangssprachlich Habermark. (Habern heisst hierbei Essen) - Das Mark des Gemeinen Bockbarts kann man essen. Wir haben das früher beim Heuen oft gemacht.

    10.24h das Überbleibsel einer Schöterich-Art vermute ich...

    10.28h wieder eine wundervolle Orlaya

    10.29h auf einer Abdeckplane, wie sie die Winzer an manchen Stellen auf den Boden legen, sitzt dieser wundervolle Braune Grashüpfer und zirpt ein Konzert

    10.41h Mäusedorn-Gerste comp_ Hordeum murinum

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited once, last by Bea_aus der Schweiz (January 12, 2026 at 8:06 PM).

  • Ertappt: Diese Eidechse hat gerade was Leckerers verspiesen und züngelt noch weiter. Es ist das erste und mitunter bis heute einzige Mal, dass ich die Zunge einer Eidechse sehe.

    10.44h Lanzett-Kratzdistel

    11.04h so viele Flechten

    10.07h welche Freude - ein Siebenpunkt-Marienkäfer! Sie sind rar geworden im Wallis, auf manchen Wegen, z.B. bei Raron findet man fast ausschliesslich asiatische Marienkäfer mit ganz vielen Punkten und einem Gesicht, in welchem Weiss dominiert. Es sind keine eingewanderten Insekten - oh nein, sie wurden mit Absicht eingeführt, da sie noch bessere Blattlausjäger sein sollen als Mr. SiebenPunkt. Zu spät hat man bemerkt, dass sie den heimischen Marienkäfer (2Punkt und 7Punkt) verdrängen. Da sie den Vögeln nicht schmecken, stehen sie auf niemandes Speiseplan und gehören in kein Beuteschema - darum werden die Import-Käfer immer mehr. In unseren Naturschutzbund heisst es, wenn man die asiatischen Käfer einwandfrei identifizieren kann und sie in einem Naturschutzgebiet sichtet, dann schnell um die Ecke bringen (natürlich ohne zu quälen) - Mr. 7Punkt ereilt dieses Schicksal selbstverständlich nicht.

    11.16h auch diese Rüsselkäfer sind liebestrunken, hier auf Liguster - mit Dank für Bestimmung an @ CorvusAlbicus

    11.16h die Sonne kommt doch noch heute

    11.18h das Pyramiden-Knabenkraut mag die Sonne auch

    Bromus erectus - die Aufrechte Trespe blüht auch in Les Follatères

    12.16h ein schöner Mauerfuchs zeigt sich auch - sobald die Sonne da ist, kommen die Falter

    12.17h der Weg geht noch etwas weiter hoch

    12.24h eine Orlaya wie ein Stern!

    12.52h nun habe ich die Parzelle erreicht, wo sehr viele Orlaya grandiflora blühen

    13.07h Und da die Sonne da ist, kommen nun auch die Insekten - auch sie mögen den grossen Strahlen-Breitsame sehr - ein Platz zum Chillen, um sich zu sonnen, um auf die Liebste zu warten oder was zu naschen. Dem Feldgrashüpfer gefällts auf jeden Fall.


    13.10h auf dem Weg zurück zum Parkplatz bzw. zum Biotop

    12.56h die rare Zottige Wicke wächst auch im Gebiet

    12.59h ich entdecke eine Königskerzenmönchs-Raupe

    13.24h lange habe ich beim Biotop herumgeschaut, ob ich nicht wieder einmal eine Smaragdeidechse finden könnte, alle Steine habe ich angeschaut und just als mich abwenden wollte, entdeckte ich auf einem Ast über dem Wasser eine wahrhaft schillernde Überraschung - ein grosses Männchen - die blaue Kehle zeigt an, dass das Smaragdeidechsenmännchen paarungsbereit ist. So ein wunderschönes Tier.

    13.25h an der Bushaltestelle finde ich den prächtigen Natterkopf

    13.35h wieder im Bus zurück nach Martigny und dann via Lötschbergtunnel wieder in heimische Gefilde - wunderbare Sicht in die Berge

    Noch nie bin ich in Les Follatères gewesen, ohne dass ich mich nachher beschenkt gefühlt hätte. Das ist auch heute so.

    Die letzte Exkursion vom Mai 2025 bereite ich in den nächsten Tagen auf

    Liebe Grüsse

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited 3 times, last by Bea_aus der Schweiz (January 13, 2026 at 12:18 AM).

  • 09.22h Luzernen blühen so dunkel wie diese hier, oder auch pastell-Lila, manche gar weiss

    Hier haben es sich ein paar Ameisen gemütlich gemacht.
    Einfach nur schön, was es bei Dir alles zu entdecken gibt!


    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Liebe Addi

    Du hast ja wahre Luchsaugen - diese Ameisen sehe ich nun nur dank Dir!

    Danke fürs Bemerken.
    Liebe Grüsse

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Nun kommen wir noch zur 4. Exkursion um und in Les Follatères - sie ist zugleich die jüngste und fand am 27. Mai 2025 statt. An diesem Tag fuhr ich jedoch nicht direkt nach Branson zur Brücke sondern startete in Saillon VS - dem äussersten, östlichsten Zipfel des Gebietes. Bei Saillon Saint Laurent stieg ich aus dem Postauto im Vorhaben, zum Kopf des Riesen zu wandern - ein Biodiversitätshotspot bei Saillon, auch für Gesteinsliebhaber von Interesse oder für Personen, die Quellen mögen und Wasserfälle und Schluchten. Leider sass ich einer Google-Ente auf, die auswies, dass die Sehenswürdigkeit offen sei, auch die ersten Wegweiser in Saillon sagten nichts anderes aus. Als ich dann aber fast dort war, kamen Schilder, die eindeutig zeigten, dass das Gebiet wegen Erdrutschsanierungsarbeiten geschlossen ist. Das bleibt also mal noch ein Projekt für später.

    Für alle, die näheres darüber wissen möchten, hier ein Link: https://www.saillontourisme.ch/fr/sources-de-…te-du-geant-25/

    Ich machte mich in der Folge zu Fuss auf in Richtung Les Follatères - via dem mittelalterlichen Städtchen Saillon, in welchem sich ein mittelalterlicher Garten befindet. Diesen Garten und natürlich auch die Altstadt besuchte ich bei dieser Gelegenheit auch. Ein paar Impressionen aus dem Garten teile ich noch gerne mit Euch

    09.13h das Städtchen Saillon VS ist weit herum zu sehen, da es sich auf einem Hügel befindet

    09.31h auf dem Weg nach Saillon gibt es natürlich auch schon Blumen am Wegrand - hier die Kohl-Gänsedistel mit einem kleinen weisslichen Insekt

    09.33h hier ist sich Obsidentify unsicher - Graugrüner Schenkelkäfer oder Grünlicher Scheinbockkäfer

    09.34h der Aufrechte Ziest sieht vielerorts zerzaust und halb vertrocknet aus, aber dies ist ein hübsches Exemplar, das trotz Windböen ganz prima herausgekommen ist.

    09.39h hier bestimmt Obsidentify die Gelbbindige Furchenbiene - allerdings mit Restunsicherheit

    Das gleiche Exemplar hier noch von oben

    09.40h auch einen Schnellkäfer sehe ich - doch keine Ahnung welchen - für mich sehen viele von ihnen sehr ähnlich aus.

    09.41h ein Zipfelkäfer

    09.44h hier wächst auch die Mehlige Königskerze

    09.47h Etwas ganz Besonderes - noch nie zuvor gesehen, wunderschön - der Braunrötliche Spitzdeckenbock (Stenopterus rufus), immer noch auf dem Gebiet vor dem Städtchen Saillon VS.

    09.55h noch ein Schnellkäfer - die gleiche Frage, welcher das wohl ist? Er hat gelbe oder leicht rötliche Beine

    Hier sagt die App nur Zweiflügler - das Foto ist aber auch leider gar nicht scharf (Windbedingt)

    10.05h Speckkäfer - Ihr seht, das Gebiet ist reich, wenn man die Augen offen hat

    10.17h dieser Käfer gibt mir auch nur Rätsel auf - und auch ObsIdentify bzw. die Vorschläge, welche die App macht, scheinen mir alle nicht einwandfrei zuzutreffen, Vierfleckiger Kahnkäfer, Fallkäfer, Sackkäfer? Auf dem senkrechten Blatt noch eine Larve von ???


    10.23h Gewöhnliche Stilettfliege

    10.23h und noch so ein Wunderwesen - sehr spezielle Form - gelbe Beinchen - so wie ich es sehe, bewegt es sich noch - es ist also nicht nur ein von einer Spinne ausgehöhltes Etwas.

    10.34h ein weiterer Zipfelkäfer

    auf Blauem Lattich - Blauer Lattich blüht hier auch überall

    10.35h auch 2 Fallkäfer tummeln sich in Liebesgelüsten auf dem Blauen Lattich und ein Bockkäfer steht Schmiere

    10.40h Evtl. ist auch dies ein Fallkäfer, bin unsicher, er hat Fühler mit gelben und schwarzen Segmenten und helle Beine

    10.52h Die Rotbeerige Zaunrübe blüht hier an den Mauern der Weinberge

    11.10h noch ein Blick nach Osten

    11.11h von hier aus sieht man das Felsengesicht des Riesen nochmals gut

    11.22h Woll-Ziest

    11.31h auch Acker-Winden blühen zahlreich kurz vor Saillon VS

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

    Edited once, last by Bea_aus der Schweiz (January 12, 2026 at 8:15 PM).

  • Um 11.36h bin ich nun im Mittelalterstädtchen Saillon eingetroffen - sehr sehenswert, wer mal in die Gegend kommt. Es hat den schon erwähnten Mandelbaumweg, einen Buntglasweg, ein Falschmünzermuseum und eben die sehenswerte Altstadt und den mittelalterlichen Garten mit Pflanzen, die man schon früher kannte

    Hier, 12.06h im Mittelaltergarten: Mondfleck-Feldschwebefliege auf Durchwachsenem Wasserdost

    12.09h Ähriger Erdbeerspinat

    12.09h Schwarzkümmel mit einem Insekt, das ich auch nicht bestimmen konnte

    12.11h Wunderschön, die Lack-Zistrose im Mittelaltergarten von Saillon VS

    12.17h Gewöhnlicher Feldrittersporn

    12.52h das zauberhafte Detail einer wohl verblühten Hunds-Rose

    13.05h Ausgangs Saillon VS entdecke ich heute zum 2. Mal nochmals den Braunrötlichen Spitzdeckenbock.Ich habe Glück - es windet extrem, aber der Käfer lässt es zu, dass ich die Blüte halte und ihn von allen Seiten fotografieren kann. Nicht alle Käfer, so meine Erfahrung, legen sehr viel Wert drauf, fotographiert zu werden.

    Versuch eines Portraits:

    Ich habe in der Folge nochmals Glück und erwische einen Kleinbus, der bis Branson fährt - ich habe, wie es so oft geht, bei der Insektenfotographie viel Zeit verbummelt. Es würde knapp, bis les Follatères zu wandern - ich muss ja auf den Abend auch wieder zurück in die Ostschweiz. Darum nehme ich den Bus. 13.54h erreiche ich so die Postbushaltestelle bei Branson VS.

    Und gleich bei der Bushaltestelle treffe ich um 13.58h bereits wieder ein mir ganz neues Insekt - hätte es für eine Wanze gehalten, aber ObsIdentify bestimmt es als Gotischer Orn (Capsodes gothicus)

    14.00h Acker-Winde mit Erdwanzenfliege und einer Ameise im Herzen von Les Follatères

    14.07h Gefleckter Schmalbock

    14.22h wie schon letztes Mal im Mai sind auch diesmal ab einem bestimmten Wegpunkt die riesigen Scharen von Blattkäfern Blattkäfer Exosoma lusitanicum wieder da - Solo oder als Paar oder mit einem Familientreffen beschäftigt. Dieser Käfer sorgt eifrig für Nachwuchs

    Sehr eifrig ist dieses Liebespaar und versteckt unterhalb lauert entweder ein Nebenbuhler, ein Spanner oder ein Sittenwächter

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