Schnecken im Garten

  • Schnecken, das Thema wurde im Forum mal wieder aufgegriffen. Von Glanzschnecken lese ich. Die Bezeichnung vernahm ich noch nie, folglich bin ich ein Laie auf dem Gebiet, und das bin ich wirklich. Dennoch möchte ich ein Schneckengehäuse zeigen, das in diesen Tagen bei mir in der Vogeltränke schwamm, von dem ich annehme, dass es von einer Glanzschnecke stammt. Es fiel mir auf als ich den Lebewesen im Wasser der Tränke zuschaute, u.a. Schwimmkäfern die sich am Grund der Tränke versuchten zu verbergen, die immer wieder zum Lufttanken an die Wasseroberfläche kamen, und die auch fort- oder zuflogen.

    Bildmaterial habe ich nur bescheiden da ich nicht plante es zu zeigen. Nun ja. Mir gefiel das Gehäuse, weil es mehr Windungen aufweist als von mir bislang gefundene andere Schneckengehäuse.

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    auf der Handfläche, vor der Öffnung: was so mit im Wasser schwamm

    Die zweite schneckige Neuentdeckung war ein Häufchen weißer Kügelchen. Noch niemals dergleichen gesichtet.

    Im Garten begrünen etliche Königskerzenpflanzen einen Bereich. Groß, sie werden im kommenden Jahr ihre Blütenstände gen Himmel recken. Die untersten Blattrosetten liegen auf der Erde. Bei Säuberungsarbeiten entdecke eine Ansammlung weißer Kügelchen, zudem zwei braune Wegschnecken unter den Blättern auf der Erde. Fotografiert wird und gegoogelt. Und richtig getippt: Eier von Schnecken sind's. (Bilder bei Google, meine habe ich gelöscht). Weiterer Lernprozess: Nach ca. zwei Stunden waren von mir aufgehobene Eier geschrumpft. Und mal wieder: Nanu, googeln. Austrocknen lassen ist eine Methode sie zu vernichten ist zu lesen. Befolgt wurde der Rat und somit gibt es demnächst 50 dieser unbeliebten Schnecken weniger im Garten.

    Bleibe ich beim Thema Schnecken. Friedhof. Die Bepflanzung unseres Familiengrabes, Tafel mit dem Namen Block, auch darauf, ist zu pflegen. Mache ich seit 1945, als mein Vater beim Fronteinsatz am Niederrhein ums Leben kam. Vor wenigen Tagen nahm ich Schneckenghäuse, von Schnecken die dort vorkommen, mit nach daheim, nur so, und zeige sie nur so. (auf Eigenkonstruktion: Tisch, massiv Nußbaum, 1990er Jahre)

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    Mit Grüßen vom Rentner, jetzt u.a. Gärtner und Friedhofsgärtner Hermann

    Edited once, last by block (September 27, 2025 at 10:12 AM).

  • Lieber Hermann, die Schneckengehäuse vom Friedhof gehören zur Gefleckten Weinbergschnecke Cornu aspersum. Vor Jahren noch war diese Schneckenart auf den warmen Südwesten Deutschlands beschränkt, sie hat sich aber weit ausgebreitet und kommt auch seit gut 10 Jahren bei uns im Norden (z.B. in unserem Garten) vor.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Teil II

    Bericht abgeschickt, nochmals in den Garten gegangen. Sichtungen unter Blattrosetten der Königskerzen:

    <> nicht nur eine

    << eine zweite Ansammlung Schneckeneier

    <> einige der Eier, dabei leere Hüllen

    <> erkennst Du ein Lebewesen in dem Bildausschnitt?

    Millimeter. Bewegte sich etwas. "Holzauge ..."

    <> <> eins von den zweien ? Ebenfalls anwesend.

    <> mit Erde behaftet <> gesäubert

    Alle drei Arten in einem gut gehäuften Teelöffel Erde mit Eiern einer Wegschnecke-

    Das letzte Tierchen ist eine Jungschnecke. (wie immer wieder: noch nie bewußt gesehen)

    Hermann

  • Keine Ahnung, was Du als Jungschnecke bezeichnest. Die vier letzten Fotos. Staphylinidae, vermutlich Aleocharinae, eine Assel, keine Ahnung welche Gattung oder Art, Diptera-Larve dreckig, Diptera-Larve sauber.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Es ist immer wieder spannend Hermann, was Dein Garten hergibt! Schneckeneier habe ich noch nie gesehen (oder als solche erkannt).

    Alle drei Arten in einem gut gehäuften Teelöffel Erde

    Was in so einem kleinen Bereich schon alles zu finden ist...

    Es gab übrigens mal ein interessantes Bürgerforschungsprojekt (Citizen Science):
    Lebewesen im Boden entdecken: Vergrabe Deine Unterhose für die Foschung

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Was in so einem kleinen Bereich schon alles zu finden ist...

    Hallo Addi, unbeeinflusst von Deiner oder Klaas(sens) Antwort, also bevor ich sie las, schaute ich mir den 'Löffelinhalt' noch einmal an: sollten sich darin weitere Lebewesen befinden? Ja, es ist so, ich staunte. Zwei davon bringe ich nachträglich. Die Fotoqualität - damit müsst ihr leben. Namen der Käfer - nachdem Klaas festgestell hat, dass ich mit einer Benennung im Teil I falsch liege, lasse ich das Namensuchen wohlweißlich jetzt sein.

    Hermann

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  • Spannend! :thumbup:

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hallo,

    das erste Bild könnte (!, dafür müsste man auch die Unterseite des Häuschens sehen können, sowie die Mündung), eine Laubschnecke (Familie Hygromiidae) sein. Besonders bei der Gattung Petasina oder Perforatella gibt es dort doch recht eng gewundene Arten.

    Glanzschnecken sind was ganz anderes: Das sind räuberische Gehäuseschnecken mit einer charakteristisch glänzenden Schale: Glanzschnecken (Oxychilidae). Es gibt allerdings mehrere Schneckenfamilien, die so bezeichnet werden.

    Ich hatte gerade erst einen Beitrag eingestellt, da meine Tochter in Wien einen Haufen davon auf dem Schulhof gefunden hatte.

    Und dann gibt es noch die Wirtelschnecke (Aegopis verticillus, Glanzschnecken: Zonitidae), die ich besonders toll finde, weil sie hier im Wienerwald so häufig herumschneckt.

    Lg

    Robert

  • Gattung Cercyon, Familie Hydrophilidae. Mehr ist aus den Fotos nicht zu holen.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

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