Blaue Insekten - nicht allzu häufig - hier, der Fund einer blauen Goldwespe

  • Liebe Alle

    Seit Jahren suche ich vergeblich den wunderschönen Alpenbock oder auch die Blaue Holzfliege - denn blau ist meine Lieblingsfarbe.

    Dann stand ich im Mai 2023 wieder einmal vor dem Insektenhotel, das im Bot. Garten in St. Gallen neben dem Alpinenhaus steht. Es haute mich fast um, was da ganz ruhig sass. Die blau schillernde Goldwespe. Ich habe mir sagen lassen, die blaue Art sei eher selten zu sehen - darum hoffe ich, dass hier jemand Freude dran hat

    Vielleicht mögen ja andere ihre blauen Insekten auch zeigen.

    Liebe Grüsse

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Liebe Bea,

    hier die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) am 23.02.2022 in meinem Garten (Rheinebene Nähe Heidelberg). Eigentlich sind es 2, die gerade für Nachwuchs sorgen. Ich habe viele Bilder von dieser Art, aber dies hier hat das schönste Blau.

    Liebe Grüße

    Peter

    - - - - - - - - - - - - - -

    Aus meiner Lebensliste: Tierarten aus meinem Garten:

    161 Falter (Album), 104 Käfer (Album), 60 Wanzen (Album)

  • Lieber Peter

    So ein schönes Tier - und der Kontrast stimmt auch. Ich hoff, ich schaffs in diesem Leben noch, mal eine live zu sehen. Ich habe gelesen dass die Holzbienen Muskateller-Salbei mögen. Im Bot. Garten St. Gallen blüht welcher und ich gehe jedes Mal schauen, ob eine Holzbiene dort ist. Bis jetzt leider ohne Erfolg - Danke, dass Du mir diese wundervolle Aufnahme gezeigt hast.

    Oft sind es in der Natur halt weniger die Tiere, die man sucht - als die Tiere, die man finden darf, die zu einem Glückstag verhelfen. Also halte ich weiterhin die Augen offen und freue mich an dem, was ich finde.

    Liebe Grüsse

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Oft sind es in der Natur halt weniger die Tiere, die man sucht - als die Tiere, die man finden darf, die zu einem Glückstag verhelfen.

    Auf den Punkt getroffen!

    Ich habe viele Fotos von der Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens). Aber ihr Blau sieht man nur, wenn sie erschreckt aufspringt und das konnte ich leider noch nicht fotografieren.

    Meine Goldwespen sind alle grün-rot. Bei diesen hier kann man vielleicht mit etwas gutem Willen etwas Blau erkennen. Aber vielleicht liegt das auch an der Sonnenreflexion?

    Die Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) hat zwar das "Blau" im deutschen Namen, aber ich finde sie eher grün...

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Lieber Addi

    Wow, so tolle Bilder. Ich habe die Blauflügelige Prachtlibelle heuer zum ersten Mal gesehen - zuerst im Mai im Naturschutzgebiet des Flusses Allondon im Kanton Genf - als sie flogen - sie fliegen so speziell, dass man meint, es sei ein sehr nervöser Schmetterling fielen mir die dunkelblauen Flügel zuerst auf. Ich war mega erstaunt, als sich dann so ein Flattermann mal setzte und ich merkte - das ist ja eine Libelle. Das Blau ihrer Flügel wirkte im Flug heller - als beim nun sitzenden Exemplar. Zum 2. Mal sah ich diese wunderschöne Art Ende Juli an einem für mich kuriosen Ort - in einer Bergregion, wo ich beim besten Willen keinen Teich ausmachen konnte - oder einen Fluss in unmittelbarer Nähe. Das Naturschutzgebiet Aue Legiüna (im Tessin) war von dort Luftlinie aber nur ca. 5km entfernt - evtl. kam sie von dort auf einen Trip in die Berge. Das Bild ist das Exemplar aus dem Gebiet des Allondon GE

  • Ach ja, gerade fällt mir ein - ich habe ja da noch 2 blaue Käfer - lustigerweise am selben Ort gefunden, beim Lac de Cleuson im Kanton Wallis, der ein Stausee ist. Stauseen sind als Umweltverschandler oft verschrien, aber zumindest bei uns in der Schweiz ist das Gebiet rund um die Staubecken oft geschützt und bietet einer reichen Natur Heimat. Ich war dort Anfangs Juni 2020, kurz, nachdem erst der letzte Schnee weggeräumt worden war und es war so ein reicher Tag

    Das sah ich zum ersten Mal einen Maiwurm(Schwarzblauer Ölkäfer) - ein stattliches Weibchen. Zum Glück hatte ich einen guten Riecher und diesen Käfer nicht angefasst. Er ist ja soweit ich weiss echt giftig, aber das weiss ich offen gesagt erst, nachdem ich ihn zu Hause bestimmt hatte. Vergangenes Jahr im April trafen wir bei einer Wanderung bei Niedergösgen AG mitten auf einem Waldweg wieder einen an - meine hör-sehbehinderte Kollegin und ich. Ich habe sie längst mit meiner Insektenschwärmerei angesteckt, sie bückt sich wie ich nach jedem und wollte diesen nun grad anfassen. Da sie nicht hört, konnte ich ihr buchstäblich nur eins auf die Finger geben um sie davon abzuhalten, das Tier zu berühren. Witzigerweise waren danach ziemlich viele Presseberichte in Zeitungen zu lesen. Es war offenbar eine reiche Saison für Maiwürmer .

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Den 2. blauen Käfer, den ich beim Lac de Cleuson VS fand, will ich Euch nun auch nicht vorenthalten - diesen sah ich bisher wirklich nur dieses Mal: Den blauvioletten Wald-Laufkäfer. Interessant, beim Lac de Cleuson gibt es eigentlich keinen Wald. Den Käfer sichtete ich an der weiss getünchten schattigen Wand der kleinen Kapelle, die beim See gebaut wurde

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Lieber Dirk

    Ich bewundere Deine Frühlings-Mistkäfer - so eine Wucht sind die! An was laben die sich im unteren Bild, dass sie in solchen Scharen auftreten? Phantastisch.

    Danke fürs Teilen

    Liebe Grüsse

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

  • Hallo Bea,

    eine blaue Goldwespe hatte ich auch schon vor der Linse. Leider war die kleine Dame so beschäftigt, dass mir kein wirklich scharfes Foto gelungen ist.

    Ansonsten sind bei mir tatsächlich eher grüne oder grün-rote Exemplare unterwegs. Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Farbe manchmal vom Betrachtungswinklel abhängt. Ich hatte schon Goldwespen, die mir mit bloßem Auge blau erschienen sind, nach dem Blick durchs Display allerdings eher grün aussahen, ohne dass es an einem falschen Weißabgleich gelegen hätte.

    Dass der Muskateller-Salbei ein Holzbienen-Magnet ist, kann ich absolut bestätigen. Bei uns ist ein riesiger MuskatellerSalbei aufgegangen und der war den ganzen Sommer über mit Holzbienen übersät.
    Zu den Holzbienen ist noch interessant, dass es mittlerweile 2 gleichgroße Arten gibt, bei denen die Weibchen am Foto kaum auseinander zu halten sind, Xylocopa valga und X. violacea.
    Bei den Männchen ist es einfacher, da die Fühler bei X. violacea 2 orange gefärbte Fühlerglieder besitzen.

    Wer wissen möchte, wie man die beiden Arten im Feld auseinanderhalten kann:
    https://www.wildbienenzentrum.de/wp-content/uploads/2024/02/Burger-et-al.-2024-Xylocopa-valga_RLP_Pollichia-Kurier.pdf

    Der Stahlblaue Grillenjäger arbeitet sich dank Klimawandel auch nach Norden vor.

    Eine gebänderte Prachtlibelle hätte ich noch im Angebot.

    Liebe Grüße

    Charlie

  • Schönes Thema, da fallen mir natürlich gleich die Blaupfeile ein. Hier Orthetrum trianacria - Langer Blaupfeil vom 21.5.25 aus Málaga

    Habt ihr Bea_aus der Schweiz und Kallemu vielleicht auch noch die wissenschaftlichen Namen zu den Goldwespen?? Danke - ich habe beschlossen, anstatt deutsch, englisch, spanisch nur noch die wissenschaftlichen Namen zu lernen. :30:

    Liebe Grüße
    Susanne

    You cannot get through a single day without having an impact on the world around you. What you do makes a difference, and you have to decide what kind of difference you want to make.”
    Jane Goodall

    Tierartenliste 2026 (Stand 09.03.26) gesamt: 207, neu: 8, Vögel: 64, Nachtfalter: 27, Tagfalter: 8, Liste gesamt bei iNat

  • Hallo Susanne,

    das ist bei Goldwespen für mich als Laie nicht so einfach. Ich habe da schon Nächte mit der Bestimmung verbracht und bin mir trotzdem nie sicher. Kennst Du chrysis.net. Da geht es um die Europäischen Goldwespen, leider nur auf Englisch und Italienisch.

    Bei der Blau-Roten habe ich es irgendwann aufgegeben. Da sind meine Fotos zu schlecht und möglicherweise ist eine Bestimmung bis zur Art anhand von Fotos auch gar nicht möglich.

    Bei der Grün-Roten habe ich es mir so hergeleitet. Sie besuchte über Tage eine Schafgarbe, die häufig von Bienenjagenden Knotenwespen besucht wurde. Ich vermute daher, dass es sich um ein Männchen von Hedychrum nobile handeln könnte. Da würde die Farbe passen und die Art ist ein Parasit von Knotenwespen. Das ist nur eine Vermutungen.

    Die einzige Goldwespe, die mir extern bis zur Art bestätigt wurde ist Trichrysis cyanea. Die Blaue Goldwespe, die bei mir allerdings überwiegend grün erscheint.

    Liebe Grüße
    Charlie

    Edited once, last by Kallemu (August 21, 2025 at 6:14 PM).

  • Schönes Foto von den schwirrenden Männchen! Man vergisst immer, dass sie, obwohl sie so elfenhaft aussehen, ganz rabiate Gesellen sind.

    Liebe Grüße
    Susanne

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  • Liebe Alle

    Wenn ich nicht falsch orientiert bin, heisst meine zuerst gepostete Blaue Goldwespe "Chrysis cyanea" mit lateinischem Namen.

    @Claudia und Uwe - dankeschön fürs Willkommen. Bin ich tatsächlich die erste Schweizerin hier?

    Liebe Grüsse aus der Ostschweiz (der Säntis, bzw. der Alpstein ist mein Hausberg - den sehe ich täglich, wenn ich aus dem Fenster schaue - dürfte der bekannteste Ostschweizer sein)

    Bea

    "Gerade die Natur lehrt mich,

    dass einem Grossartiges

    durchaus auch in Fusssesnähe

    begegnen kann"

    Bea Pfister - Text aus eigener Gedichteküche vom 26.09.1996

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