Bienenfresser, Smaragdeidechse & Co - 7 Tage unterwegs im Kaiserstuhl

  • Vom 11. - 17. Mai waren wir im Kaiserstuhl unterwegs. Der Kaiserstuhl ist ein kleines Gebirge (max 560 m hoch) vulkanischen Ursprungs das mit Löss bedeckt ist. Er liegt im Oberrheingraben zwischen dem Schwarzwald im Osten und den Vogesen im Westen. Die breitste Ausdehnung von Riegel im Norden bis Ihringen im Süden beträgt 15 km, die größte Breite 12 km. Unser Ferienquartier in Bahlingen am Nordöstlichen Kaiserstuhl war ein idealer Ausgangspunkt für die Tagestouren. Klimatisch ist der Kaiserstuhl eine der wärmsten Gegenden in Deutschland.
    Wir hatten alle Tage optimales Wetter mit idealen Temperaturen zwischen 20° und 25°.
    An der Passhöhe zwischen Bahlingen und Schelingen liegt ein Wanderparkplatz. Dort starteten wir am Ankunftstag die erste kleine Tour auf der Nordseite der Straße.

    Landschaft an der Schelinger Höhe

    Ausblicke nach Westen zu den Vogesen


    und zu Badberg und Totenkopf (557 m)

    am Waldrand blühen Bocksriemenzungen (Himantoglossum hircinum)

    Ständiger Begleiter hier die Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum)

    mit Stolperkäfer (Valgus hemipterus)

    Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria)

    Weitere Orchideen - Pyramiden Hundswurz (Anacamptis pyramidalis)

    Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)

    Affen-Knabenkraut (Orchis simia)

    Allgegenwärtig die Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia)

    Genfer Günsel (Ajuga genevensis)

    Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus)

    Dazu gesellten sich zahlreiche Falter.
    Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus)

    Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia)


    Brauner Feuerfalter (Lycaena tityrus)

    Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea athalia)

    Admiral (Vanessa atalanta)

    und viele Exemplare aus dem Artkomplex Colias hyale und C. alfacariensis. Hier am wahrscheinlichsten der Hufeisenklee-Gelbling (Colias alfacariensis)

    dazu der Ruf des Kuckucks und und von hoher Warte aus vorgetragen der Gesang des Baumpiepers (Anthus trivialis)

    am Waldrand

    blühen Nickendes Leimkraut (Silene nutans)

    Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)

    und Glattes Habichtskraut (Hieracium laevigatum)

    zum Abschluß des Tages noch ein Blick zu den Vogesen mit Resten von Schneewechten am Kastelberg

    ...jetzt muß ich nur noch weitere 5000 Bilder sichten und dann folgt die Fortsetzung

    Dirk

    Edited once, last by Dirk_GL (May 22, 2025 at 7:27 PM).

  • Lieber Dirk,

    der Anfang macht jedenfalls schon Lust auf mehr. Es scheint, ihr hattet einen schönen und erfolgreichen Urlaub.

    Bei den Bläulingen bin ich wahrlich kein Experte - aber hat Polyommatus icarus nicht einen einfach weißen Rand und der Blaue mit karierten Franzen ist Polyommatus bellargus? (Oder habe ich das schon wieder verwechselt?? :91:)

    Liebe Grüße
    Susanne

    You cannot get through a single day without having an impact on the world around you. What you do makes a difference, and you have to decide what kind of difference you want to make.”
    Jane Goodall

    Tierartenliste 2026 (Stand 9.04.26) gesamt: 279, neu: 15, Vögel: 69, Nachtfalter: 47, Tagfalter: 12, Liste gesamt bei iNat

  • Wieder wunderbare Fotos.

    Der Baumpieper ist aber nicht alleine auf dem Foto, da schwirrt einiges um ihn herum. :99:

    5000 Fotos aus einem 7-Tage-Urlaub... :42: ... und ich dachte schon, ich sei alleine so "verrückt" mit meiner Knipsleidenschaft. :19::32:

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • Tolle Bilder Dirk, und dem Titel nach sind die Bienenfresser bei euch zurück, hier war ich noch nicht schauen, aber das lässt ja hoffen

    ..jetzt muß ich nur noch weitere 5000 Bilder sichten und dann folgt die Fortsetzung

    Aber 6000 Bilder ist ja nun nicht viel für 7 Tage.:)

    Gruß Jens

  • Lieber Dirk, bevor ich mir die anderen Bilder ansehe: Die Bläulinge sind alle Lysandra bellargus.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Die erste Runde von Eurem Urlaub bietet schon tolle Eindrücke! Danke auch für die geologische und meteorologische (ich finde es sehr schwierig, das Wort richtig zu schreiben, geschweige denn auszusprechen...!) Einordnung.
    Bei den Pflanzen habe ich leider keine Ahnung, ob sie etwas "Besonderes" sind und kann sie deshalb nicht genug würdigen, aber es ist schön, die Vielfalt anzuschauen.
    Der Baumpieper wird ja von lecker Essen nur so umflogen, aber er singt...
    Die Landschaftlichen Eindrücke gefallen mir sehr gut. Vom Wetter her hattet Ihr absolutes Glück!

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • zum Abschluß des Tages noch ein Blick zu den Vogesen mit Resten von Schneewechten am Kastelberg

    Was für ein schönes Panorama . Diesen Anblick hätten meine beiden Großväter 1914/15 wohl nicht so empfunden.

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • Lieber Dirk,
    eine wunderschöne Serie vom Kaiserstuhl. Von den vielen Orchideen-Arten finde ich das Affen-Knabenkraut besonders apart, aber der Hammer ist die Bocksriemenzunge. Klappertopf gehört zu den Pflanzen, die ich besonders mag, es gibt auch einen kleinen, beige Spanner, der als Raupe am Klappertopf lebt: Klappertopf-Kapselspanner Perizoma albulata. Klasse auch der Baumpieper, der soll ja recht selten sein.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Tag 2 Auf dem Lößhohlwegpfad bei Bickensohl Teil 1

    Nach kurzer Fahrt vom Quartier in Bahlingen a. K. parken wir am Ortseingang von Bickensohl.
    Es stehen mehrere Rundwege zur Wahl. Wir entscheiden uns für die Kombination aus Weinlehrpfad und Lößhohlwegepfad.
    Vom Parkplatz ging es gleich mal bergauf in die Weinberge. Das Wetter sonnig, trocken aber für den Nachmittag waren Gewitter angesagt.
    Oberhalb des Ortes ein Aussichtspunkt (die gibt es im Kaiserstuhl reichlich) mit Blick auf Bickensohl.

    Entlang der Weinberghänge voller Blüten geht es weiter bergauf.

    Klatschmohn (Papaver rhoeas) mit Gast

    Großes Windröschen (Anemone sylvestris)

    immer wieder schweift der Blick über das Rheintal zu den Vogesen. Leider war es an diesem Tag etwas dunstig
    Kastelberg (1350 m 4. höchster Bergt der Vogesen mit Schneewechten) und rechts davon Hohneck (1363 m 3. höchster Berg)

    Blick zum Château du Haut-Koenigsbourg (Infos dazu: https://www.haut-koenigsbourg.fr/de/ )

    Findet sich häufig im Kaiserstuhl, die Deutsche Schwertlilie (Iris x germanica)

    Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

    Furchenbiene (Lasioglossum)


    Heidespanner (Ematurga atomaria)

    Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana)

    Zaunrübe (Bryonia dioica) mit Wollhaarkäfer

    Feldgrille (Gryllus campestris)

    und über uns ein Mäusebussard

    und er Blick schweift zum Totenkopf mit Sendeturm

    während der Tour waren duaernd die Rufe der Bienenfresser zu hören und einige von ihnen flogen über uns hinweg. Für Fotos viel zu schnell, aber in Teil 2 kommen wir ihnen näher.

    Dirk

  • Tag 2 Auf dem Lößhohlwegpfad bei Bickensohl Teil 2

    auf dem Weg in Richtung Totenkopf weitere Ausblicke auf die Vogesen.
    Hier der Grand Ballon die höchste Erhebung der Vogesen mit 1424 m.

    häufig hier anzutreffen, die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia)


    am Vogesenblick machen wir Rast. Der Name ist Programm, hier der Link zum Panorama:
    http://www.foto-dfg.de/images/WZ/2025/20250512%201538-58%20Pano%20Vogesenblick.jpg

    weitere Begleiter am Wegrand.
    Weißes Labkraut (Galium album)

    Graue Fleischfliege (Sarcophaga carnaria)

    Violetter Sauerklee (Oxalis violacea) #Neu4me

    Garten-Rettich (Raphanus sativus) #Neu4me

    Kurz vor dem Aufstieg zum Totenkopf..

    biegen wir ab

    am Waldrand Hundsrose mit Stolperkäfer

    Rapsweißling (Pieris napi)

    Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis)

    Jetzt geht es wieder bergab

    hier finden sich Wiesenbocksbart (Tragopogon pratensis) - Öffnet die Blüten um 07:00 Uhr und schließt ab 13:00


    und Großer Bocksbart (Tragopogon dubius) - Öffnet die Blüten um 07:00 Uhr und schließt um 11:00

    an Faltern kein Mangel: Gitterspanner (Chiasmia clathrata)

    Erst hören und dann sehen wir sie, die Bienenfresser am Hohlweg.


    ganz rechts hat sich ein Schwarzkehlchen dazugesellt






    so schnell sie kamen, so schnell waren sie wieder fort.
    Ein Schwarzkehlchen


    und ein paar Stare gaben sich noch die Ehre


    fast vergessen, der Turmfalke rüttelnd über uns


    noch ein kurzer Weg durch die Lösshohlwege

    mit Blicken auf Klatschmohn über uns

    und dann waren wir wieder am Ausgangspunkt.
    Am Abend gab es dann tatsächlich noch ein heftiges Gewitter mit Starkregen und Hagel.

    Fortsetzung mit dem Badberg folgt demnächst....

    Dirk

  • Grandiose Fotos. Die Bienenfresser sind toll! Und dann auch noch mit einem Schwarzkehlchen auf einem Bild. Mehr geht fast nicht.

    Der Turmfalkenterzel wirkt gerade so, als hätte er es auf den Fotografen abgesehen... :89:

    Disclaimer: Es ist nicht auszuschließen, dass Teile meines Postings auf Leser irritierend/verstörend wirken können. Dies gilt insbesondere für Passagen, die durch das ggf. verwendete Stilmittel von ironisch/spöttisch wirkenden Zuspitzungen missverstanden werden könnten. Diese Passagen sind grundsätzlich weder persönlich diskreditierend noch beleidigend motiviert! – Sollten sich Personen dennoch getroffen oder nicht respektiert fühlen, bitte ich hiermit vorsorglich um Entschuldigung.

  • Deine Reise zum Kaiserstuhl hat sich mehr als gelohnt .

    Die Bienenfresser wunderbar und beim Turmfalken sieht man wie der seinen Bürzel im Griff hat .(Abstand der Federn)

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • Lieber Dirk,
    nicht nur grandiose Landschaftsaufnahmen hast du im Urlaub machen können, sondern auch jede Menge toller und seltener Sichtungen. Das Foto mit dem Sendemast gefällt mir von den Landschaftsaufnahmen besonders gut, dieser blaue Himmel und die Wolken - einfach toll. Bei Zaunrüben sollte man immer nach dem Zaunrüben-Marienkäfer (Henosepilachna argus) schauen, der ist streng an Zaunrübe gebunden und in Deutschland nur lückenhaft nachgewiesen.

    Mein Top-Favorit sind die drei Bienenfresser mit dem Schwarzkehlchen, ein Bild zum Dahinschmelzen!

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Auch dein Bericht vom 2.Tag zeigt wieder beeindruckend schöne Bilder! :alright: :ups:

    Feldgrille (Gryllus campestris)

    Sogar eine, die (relativ) freundlich in die Kamera schaut. Wenn ich mal eine zu sehen bekomme, dann immer nur von hinten. ^^

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Tag 3 Badberg Teil 1

    Der Badberg ist zum größten Teil mit Halbtrockenrasen bedeckt. Kein Baum findet sich auf der Kuppe des Berges. Nur am Südwesthang findet sich ein schmaler Waldgürtel.
    Unsere Tour startete am Wanderparkplatz bei Oberbergen

    der Aufstieg beginnt ganz sanft mit Ausblick auf Weinberge und den Totenkopf

    schon auf dem Anfangsstück des Weges ertde Begegnungen:
    Amsel im Gebüsch

    Am Wegrand blühen Bocksriemenzungen (Himantoglossum hircinum)

    und dann eine Bewegung im Gras, die erste Smaragdeidechse gleich zu Tourbeginn

    wenige Meter weiter ein Schwarzkehlchen singend auf einem Gebüsch

    ein Stückchen weiter noch eines auf einem Pfahl

    dann folgt der erste ernsthafte Aufstieg. Nicht lang aber steil.

    von oben ein schöner Blick nach Westen

    Klatschmohn (Papaver rhoeas) mit Hummel

    und mit Gemeiner Wespen-Schwebfliege (Chrysotoxum cautum)

    Den Mauerfuchs (Lasiommata megera) haben wir hier mehrfach gesehen.

    in einem Busch sang ein Baumpieper

    und dann ging es nochmals steil weiter

    auf diesem Stück flogen zahlreiche Schmetterlingshafte umher. Bei dem auf der kahlen Kuppe immer herrschenden Wind nicht ganz einfach zu fotografieren.
    Zum Glück sind die Hafte wenig scheu.

    Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccajus)


    Großes Windröschen (Anemone sylvestris)

    Großer Bocksbart (Tragopogon dubius)

    über uns ein Turmfalke im Wind

    Der Baumpieper singt dazu

    der letzte Aufstieg zum Gipfelpunkt

    von hier blicken wir auf den knapp 40 km entfernten Feldberg, mit 1492 m der höchste Berg im Schwarzwald.

    weiter geht es mit Teil 2

    Dirk

  • Tag 3 Badberg Teil 2

    Wir sind auf dem Gipfel des Badberges. Hier der Link zum Panorama Gipfelblick nach Osten. Links der Ort Schelingen im Hintergrund die Schelinger Höhe. Dann folgen die Graskuppen der Haselschacher Buck (mehr dazu im letzten Bericht aus dem Kaiserstuhl). Dahinter die Eichslspitze mit Aussichtsturm. Dann die Einsenkung mit der Straße nach Bötzingen und dem Schwarzwald dahinter. Rechts anschließend das Waldgebiet am Totenkopf.
    http://www.foto-dfg.de/images/WZ/2025/20250513%201699-1718%20Pano%20Ostblick%20vom%20Badberg.jpg

    Am Badberggipfel - Blick nach Westen

    hier am Gipfel flogen zahlreiche Gelblinge aus dem Artkomplex Colias hyale und C. alfacariensis.

    eine Braune Tageule (Euclidia glyphica) im Gras

    Berg-Klee (Trifolium montanum)


    Kugelige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare)

    Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia)

    Nelken-Sommerwurz (Orobanche caryophyllacea)

    und Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus)

    über uns am Gipfel ein Rotmilan (Milvus milvus)

    dann gehen wir ein Stück über den Bergrücken zurück um steil ins Badloch abzusteigen. Blick nach oben während des Abstiegs

    und herunter zum Zielpunkt. Bis zum Wald war das problemlos. Da es am Vorabend stark geregnet hatte, war der Weg im Wald extrem rutschig. Dazu eng und sehr steil. Zum Glück gab es genug Bäume und Sträucher mit hilfreichen Ästen zum festhalten.

    die Wiese am Hang bot auch noch einige sehenswerte Motive.
    Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum)

    Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis)

    Große Sommerwurz (Orobanche elatior)

    etliche Bocksriemenzungen (Himantoglossum hircinum)

    Detail

    Brand-Knabenkraut (Neotinea ustulata)

    im Gras ein Pantherspanner (Pseudopanthera macularia)

    unten am Berghang im Badloch findet sich eine Wassertretstelle die von einer der zwei warmen Quellen gespeist wird.
    Bei einer Wassertemperatur von ganzjährig 21° C ist Wassertreten auch im Winter möglich.

    Oberhalb der Quelle am Waldrand eine bemerkenswerte Vegetation mit Alpen-Akelei (Aquilegia alpina)

    und Affen-Knabenkraut (Orchis simia) Hier ist das Unterscheidungsmerkmal zu den oft sehr ähnlichen Hybriden und dem Helmknabenkraut gut zu erkennen.
    Das Affenkanbenkraut blüht von oben nach unten. Hybriden und Helmknabenkraut blühen alle von unten nach oben. Die Planze hier ist oben schon teilweise verblüht.

    wir wandern jetzt in Richtung Parkplatz am Westhang des Badberges entlang. Aufallend nicht nur hier, es blühen einige Blauglockenbäume (Paulownia tomentosa)

    ein Zickzacklinien-Trauerschweber (Hemipenthes morio)


    Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis) -w-

    Weiße Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria)

    und dann am Hang ein neugieriger Blick zwischen Büschen

    eine Smaragdeidechse (Lacerta sp.)

    wenig später kreuzte noch ein besonders großes Exemplar den Weg. Ich wurde seitlich überholt dann lief die Eidechse zwischen den Füßen meiner Frau hindurch und verschwand im Gras. Kein Foto möglich sie war einfach zu schnell.

    Da es noch relativ früh am Nachmittag war, beschlossen wir noch zum Aussichtspunkt Mondhalde bei Oberrotweil zu fahren.
    Da geht es weiter mit Teil 3 von Tag 3.

    Dirk

  • Das zweite Foto von Grüner Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis) -w- gefällt mir ausnehmend gut, das Spiel mit der Tiefenschärfe ist wunderbar gelungen.

    Stück über den Bergrücken zurück um steil ins Badloch abzusteigen.
    Da es am Vorabend stark geregnet hatte, war der Weg im Wald extrem rutschig. Dazu eng und sehr steil. Zum Glück gab es genug Bäume und Sträucher mit hilfreichen Ästen zum festhalten.

    Deine Knie werden es Dir "gedankt" haben...

    Was für eine Energie Ihr hattet, nach der Tour dann noch zum nächsten Aussichtspunkt zu fahren - und zu laufen...

    Tolle Fotos von der schönen Eidechse - und überhaupt!

    Ich dachte bisher immer, dass Wassertretstellen (eisig) kalt seien. Aber durchgängig 21° C... Im Hochsommer würde man sich wahrscheinlich mehr Abkühlung wünschen.

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

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