• Hallo,

    ich hab jetzt mal meinen Keller mit etlichen Kartons an Mineralien aufgeräumt. Da kamen einige Stufen wieder zu Tage, die ich schon jahrelang nicht mehr in der Hand hielt. Bei manchen wußte ich gar nicht mehr, dass ich die überhaupt hab. :)

    Die besten Stücke werden natürlich auch gleich fotografisch dokumentiert. Da wäre zunächst eine Stufe (3 x 4 cm gross) mit Barytkristallen,die reich mit kleinen Markasitkriställchen besetzt ist.Fundort ist die Grube Sauberg bei Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge.

    Dieser Chrysokoll aus einem Bergwerk in Kupferberg,Oberfranken hat eine recht intensive blaue Farbe und ist 3 cm groß.

    Magnetit aus Pöhla im Erzgebirge. Das 4 x 4 cm grosse Stück ist mit kleinen Kristallen auf einer Skarnmatrix reich besetzt.

    Rauchquarz aus einem Steinbruch in der Nähe von Aue,Erzgebirge Etwa 14 cm groß.

    Eine Rarität aus dem Erzgebirge ist das seltene Vanadium-Mineral Descloizit.Das Stüfchen ist etwa 1 cm groß und stammt aus der Grube Gelbe Birke bei Schwarzenberg.

    Pikropharmakolith aus Zschorlau im Erzgebirge ...

    ... und Pharmakolith aus Pöhla

    Pyromorphit in bis zu 3 mm großen Kristallen von der Grube Beihilfe bei Halsbrücke,Erzgebirge.

    Auch Eigenfunde sind dabei,wie diese Fluoritkristalle (bis 3 mm KL) von der Halde der Grube Eisernes Schaf bei Annaberg im Erzgebirge.

    Pharmakosiderit in mm-großen würfeligen Kristallen auf einer 6 cm großen Stufe.

    Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)

  • Kellerkinder - und ich habe bei der Überschrift spontan gedacht, dass Dir beim Aufräumen interessante Sechsbeiner über den Weg gelaufen wären...! ^^:33:Nun, das Aufräumen war richtig gedacht, aber logisch, dass es sich bei Dir um Mineralien handelt!
    Wie gut, dass Du die Stücke wieder "ausgegraben" hast, sie sind mehr als sehenswert. Ich wüsste gar nicht, welchen ich hervorheben sollte (so als reiner Betrachter ohne Ahnung von der Materie). Beeindruckend finde ich die bläuliche Färbung beim Chrysokoll und das Orange beim Vanadium-Mineral Descloizit.

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Kellerkinder - und ich habe bei der Überschrift spontan gedacht, dass Dir beim Aufräumen interessante Sechsbeiner über den Weg gelaufen wären...! ^^:33:

    Genau so ging es mir auch... :19:

    Mir gefällt das schöne grün des Pyromorphit besonders gut.

    Wie viele Stufen hast Du denn eigentlich insgesamt? Das müsste doch für ein kleines Museum reichen, oder?

  • Na ja, diese kleine Täuschung mit den Kellerkindern war nicht ganz ohne Absicht. Ich hab gedacht, ihr würdet an achtbeinige Bewohner des Kellers denken.:)

    Die Anzahl meiner Sücke nähert sich jetzt schon langsam dem fünfstelligen Bereich! Die meisten davon sind aber zu klein für eine Ausstellung.Aber auch für die Größeren reicht der Platz in der Wohnung nicht aus, um alle in Vitrinen zu präsentieren. Einen Teil davon schon, aber den Rest muss ich im Keller unterbringen.;)

    Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)

  • Wie in jedem großen Museum, nur dass der Keller dort Magazin heißt. Ausgestellt wird nur ein (manchmal sehr) kleiner Teil, manchmal werden einige ausgestellten Objekte nach einiger Zeit ausgetauscht.

    Liebe Grüße

    Peter

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    Aus meiner Lebensliste: Tierarten aus meinem Garten:

    159 Falter (Album), 104 Käfer (Album), 60 Wanzen (Album)

  • Lieber Norbert,
    das Aufräumen im Keller hat sich auf jeden Fall gelohnt, da sind doch einige interessante Stufen wieder aufgetaucht und neu oder erstmals fotografiert worden. Die meisten Stücke sind aus dem Erzgebirge, das könnte auch den Uwe Moosfreund interessieren. Mir gefällt der Pyromophit besonders gut, und eine Stufe vom Rauchquarz mit 14 cm Größe ist für den Rauchquarz nicht ungewöhnlich, aber in einer privaten Sammlung doch ein recht großes Stück.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Na ja, diese kleine Täuschung mit den Kellerkindern war nicht ganz ohne Absicht. Ich hab gedacht, ihr würdet an achtbeinige Bewohner des Kellers denken. :)

    Das war auch mein allererstes Denken, was ich aber geflissentlich übergangen habe, um mich den "angenehmeren" 6-Beinern zuzuwenden. ;)

    Viele Grüße

    Addi

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hier mal ein besonders kurioses Stück. Auf einer etwa daumennagelgroßen Stufe mit kleinen Kristallen der recht seltenen Silbermineralien Argentopyrit und Pyrargyrit haben sich mit der Zeit Sulfate als sogenannte Ausblühungen gebildet. Die farblosen Locken sind wahrscheinlich Epsomit oder Halotrichit. Die rötliche Kristallkruste dürfte Römerit sein. Die Stufe wurde von den Sulfatausblühungen total überwuchert. Von den Silbererzen war nichts mehr zu sehen.


    Sulfate sind sehr gut wasserlöslich. Also hab ich das Stüfchen mal kurz unter die Wasserleitung gehalten, und weg war die Lockenpracht.Aber die wachsen wieder!:cool:

    Dafür war jetzt der Blick auf die Silbermineralien wieder frei.

  • Bei manchen wußte ich gar nicht mehr, dass ich die überhaupt hab.

    Hallo Norbert,

    das wäre um diese schönen Stufen aber sehr schade gewesen, wenn sie ewige Kellerkinder geblieben wären.
    Zumal viele aus meiner Heimat stammen und die Fundmöglichkeiten immer weniger werden.

    Aber die wachsen wieder!

    Aber ewig kann das dann doch bestimmt auch nicht weitergehen? :91:

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Woher kommen die Sulfatausblühungen?

    Die Silbermineralien sind Sulfide,also Verbindungen von Metallen mit Schwefel und Sauerstoff, und die reagieren bei Feuchtigkeit mit den Sauerstoffionen, so dass Schwefel und Sauerstoff neue Verbindungen eingehen , die dann auskristallisieren. Sowas kennt man vor allem bei Markasit. Das ist ein Eisensulfid, und die betroffenen Stufen zerfallen dann oft.

    Vielleicht zerbröselt mein Stüfchen auch mal nach einiger Zeit. Ich werde es im Auge behalten.

    Gruß Norbert

    Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)

  • Nach dem Urlaub war ich wieder im Keller.:) In einer Schublade hab ich alte Eigenfunde aus einem inzwischen stillgelegten Basaltbruch wieder entdeckt.

    Hyalit oder Glasopal, wie diese Opalvarietät auch genannt wird, ist besonders bekannt für diese Fundstelle. Die folgenden Aufnahmen sind bis zu 8 mm große Ausschnitte aus einer 6 x 4 cm grossen Stufe.

    Diese Stufe mit blättrigen Calcitkristallen ist etwa 2 cm groß. Die rosa Farbe deutet auf einen starken Mangangehalt hin, sodass von der Varietät "Manganocalcit" gesprochen werden kann.

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  • Nach dem Urlaub war ich wieder im Keller.

    Ich glaube mittlerweile, du solltest öfter mal in den Keller gehen! ^^

    Der Glasopal ist sehr schön anzusehen, ebenso der Manganocalcit. Letzterer könnte auch stark auf UV-Licht reagieren.:91:

    2012 habe ich mal eine größere Stufe (Breite: 25cm, Fundort Laki, Bulgarien) erstanden. Die leuchtet schön intensiv, habe sie gerade noch mal mit der UV- Taschenlampe angestrahlt und dem Handy fotografiert.

    Viele Grüße
    Uwe

    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Nun wieder ein paar Sachen, die in Schubladen im Keller aufbewahrt werden.

    Zunächst mal ein 6 cm große Stufe mit Prehnitkristallen aus dem Steinbruch Spittergrund in Thüringen.Prehnit gehört zu den Klasikern dieses Fundortes,die man heute nichgt mehr dort finden kann.

    Dann der Edelstein der Eifel - Hauyn - als 5 mm großes Aggregat in Bimsstein gewachsen.Genauer Fundort ist eine Bimsgrube bei Mendig in der Nähe des Laacher Sees.

    Aus Haskovo in Bulgarien stammt diese Kleinstufe (5 x 4 cm) mit Bleiglanz und Kupferkies.

    Vom gleichen Fundort ein etwa 3 cm großer Holzopal.

    Aus Jambol Oblast in Bulgarien stammt eine interessante Pseudomorphose, bei der entweder Ludwigit oder Hedenbergit in Eisenoxid (Limonit) umgewandelt wurde. Das Stück wurde im Naturhistorischen Museum in Wien vom dortigen Kurator, Dr. Kolitsch, analysiert.

    Die Größe beträgt etwa 7 x 5 cm.

    Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)

  • Das Mineral auf dem ersten Foto sieht fantastisch aus. Aus dieser Perspektive wirkt es wie eine eigene Welt.

    Unter "Hauyn" habe ich gerade nachgeschaut. Er scheint sehr blau zu sein, was man auf Deinem Foto eher ahnen kann.

    Wenn man verschiedene Mineralien nachschlägt, dann wird auch die chemische Zusammensetzung mit ihren langen Formeln (Chemieunterricht, lang, lang ist es her...) aufgeführt. Interessierst Du Dich bei Deinem Hobby auch für die Chemie oder spielt sie keine Rolle für Dich?

    Viele Grüße

    Addi

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Interessierst Du Dich bei Deinem Hobby auch für die Chemie oder spielt sie keine Rolle für Dich?

    Chemie ist sogar ein recht wichtiger Faktor für mich. Mineralien werden in verschiedene Gruppen eingeteilt,die sich nach der chemischen Zusammensetzung richten. Nach diesem System hab ich auch Teile meiner Sammlung geordnet. Chemische Formeln sind also keine böhmischen Dörfer für mich.:)

    Das Mineral auf dem ersten Foto sieht fantastisch aus. Aus dieser Perspektive wirkt es wie eine eigene Welt.

    Von der Prehnitstufe hab ich auch noch stärkere Vergrößerungen.Da erkennt man die kugeligen Aggregate, die die Kristalle bilden, besser.


    Kein der Geometrie Unkundiger trete ein.(Platon)

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