Hallo, ich habe hier im Forum ja schon einige tolle Bilder gesehen, gehe also davon aus, dass ihr euch auch damit auskennt. Es gibt ja einige Fotoplattformen, wo man seine Bilder anbieten und verkaufen kann. Gibt es da spezielle Dinge, die unbedingt beachtet werden sollten? Und wie sieht das rein rechtlich aus, zählt das dann als Kleingewerbe? Ich würde damit ja Einkünfte erzielen.![]()
Bilder verkaufen als Hobbyfotograf
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Hallo Martin,
wenn Du Kunst ( im weitesten Sinne ) produzierst dann brauchst Du keine Gewerbe anmelden, Fotograf ist ein freier Beruf und auch keine geschützter Begriff (Ausnahme Hochzeitsfotografie). Wenn du gewerbliche Fotografie betreiben willst ( also Auftragsfotografie) schon. Die Grenzen scheinen da fließend zu sein. Versteuern musst du das Einkommen auf jeden Fall, wenn du denn etwas erzielst. Theoretisch kannst Du ( zumindest bei einem Gewerbe) die Kosten die Du hast gegenrechnen. Vermutlich wird man das aber ziemlich schnell als Hobby eingestuft. D.h. Du müstest dann nachweisen das Du eine ernsthafte Gewinnerziehlungsabsicht hast. Soweit meine Laienmeinung.
Ich weiß ja nicht in welchem Bereich Du Fotos anbieten willst, aber es gibt eine große Zahl von Topbildern von Amateuren. Ich habe von Leuten gehört, die mit Stockfotografie richtig Geld verdient haben, aber dann auch über 1000 Bilder im Monat produzieren. Aber das waren nicht unbedingt Naturbilder. Ich hatte letztes Jahr ein Gespräche mit einem anderen Hobbyfotografen, der hat erzählt das er in einer Bildagentur als Redakteur arbeitet. Er meinte der Markt für Naturfotos sei ziemlich eingebrochen, die meisten Bilder von Berufsfotografen würden fast nie gekauft, da die meist ab 20€ wollen, und die meisten Bilder gehen im Preis bis um 3 € weg. Wenn Du natürlich Kontakte zu einem Verlag hast, der Deine Bilder haben will lässt sich da sicherlich auch mehr erzielen.
Ich habe dann für mich entschieden, das es ein Hobby bleiben soll, es soll mir Spaß machen und ab und zu verirrt sich sogar mal jemand auf meine Website. Es würde mich interessieren, ob sich der Aufwand lohnt
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Und, falls man Sozialleistungen beziehen würde, dann muss man das auch beim Amt angeben. Durch meine Erwerbsunfähigkeitsberentung brauche ich staatliche Unterstützung, da ich leider keine große Rente erzielen konnte. Bei einem Forschungsinstitut mache ich jetzt längerfristig mit, habe einmal eine Pauschale von um die 100 Euro bekommen, die sie gleich einkassiert haben (bzw. abgezogen von der nachfolgenden Überweisung). Auch musste ich nachweisen, dass es eine einmalige Sache gewesen ist. Regelmäßig bekomme ich aber pro Monat nun 15 Euro (für Stromkosten und meinen Aufwand) von dem Institut und noch ist nicht klar, ob sie das auch als solches akzeptieren oder ich nun 15 Euro weniger bekomme...
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Oha, drei Euro für ein richtig gutes Foto, so wenig? Und dann ist man die Rechte daran möglicherweise auch noch los? Ich bin bisher nur um Genehmigung für Publikationen gefragt worden, und dafür gibt es nichts. Was mich auch nicht stört sondern eher freut, wenn eines meiner Fotos eine Bereicherung ist.
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Hallo Sabine,
Oha, drei Euro für ein richtig gutes Foto, so wenig?
Angebot und Nachfrage, ich vermute mal das es den Kunden nicht um speziell die Tierart sondern um einfach eine Ente, Greifvogel oder Schmetterling geht. Da geht es ja nicht um spezielle Arten ( Hatte der NABU nicht mal auf einem Flyer für heimische Schmetterlinge ein Foto von Iphiclides feisthamelii verwendet, der hier nicht vorkommt?)
Und dann ist man die Rechte daran möglicherweise auch noch los?
Meist erwirbt man da nur ein einfaches Nutzungsrecht für einen Flyer etc. Soweit ich weiß richtet sich der Preis nach Größe und Verbreitung. Wenn Dein Foto als Hauptwerbeträger und exklusiver Verwendung ausgewählt wird, bekommt man ziemlich sicher mehr. Das läuft dann aber nicht über die Webvermarkter. Wer ein exklusives Recht an einem speziellen Foto erwerben will ( Zeitschrift oder als Werbeträger) wird da sicherlich auch mehr zahlen.
Ich bin bisher nur um Genehmigung für Publikationen gefragt worden, und dafür gibt es nichts. Was mich auch nicht stört sondern eher freut, wenn eines meiner Fotos eine Bereicherung ist.
Sehe ich genauso, Hinweis auf den Urheber, eventuell noch Quelle ( Web) und gut ist. Würde ich genauso machen, wenn mich jemand fragen würde.
Gruß Jens
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also wenn es wirklich feisthamelii war, ist das ja fast löblich. das ist sowieso ein umstrittenes Taxon und womöglich einfach eine Unterart von podalirius. demnach dann nah dran. aber war das nicht Papilio glaucus oder so? wie auch immer, leider ist der NABU in vielerlei Hinsicht nicht so kompetent wie es der Ruf verlauten lässt 😉
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das nicht Papilio glaucus oder so?
Stimmt, jetzt wo du es sagst, nicht spanischer sondern amerikanischer Schwalbenschwanz. Ich hatte in irgendeinem Schmetterlingsforum gelesen, wo sich die Experten darüber amüsierten, das es beim NABU niemanden aufgefallen war.
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Hallo,
ich danke euch für die Antworten und werde mich morgen ausführlicher dazu äußern.

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Ich nochmal. Wenn ich Genehmigungen zur Nutzung eines oder mehrerer meiner Foto gebe, dann knüpfe ich daran in der Regel die Bitte um Übersendung eines Belegexemplars der Publikation. Klappt manchmal. Einmal bekam ich sogar das Buch aus Amerika zugeschickt, bevor es auf den Markt kam. "Hunting Nature. Ivan Turgenev and the Organic World." Thomas P. Hodge, Cornell University Press 2020. Das auf Seite 127 abgebildete Foto wurde hier im Naturforum gefunden.
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Hallo Martin,
wenn Du Kunst ( im weitesten Sinne ) produzierst dann brauchst Du keine Gewerbe anmelden, Fotograf ist ein freier Beruf und auch keine geschützter Begriff (Ausnahme Hochzeitsfotografie). Wenn du gewerbliche Fotografie betreiben willst ( also Auftragsfotografie) schon. Die Grenzen scheinen da fließend zu sein. Versteuern musst du das Einkommen auf jeden Fall, wenn du denn etwas erzielst. Theoretisch kannst Du ( zumindest bei einem Gewerbe) die Kosten die Du hast gegenrechnen. Vermutlich wird man das aber ziemlich schnell als Hobby eingestuft. D.h. Du müstest dann nachweisen das Du eine ernsthafte Gewinnerziehlungsabsicht hast. Soweit meine Laienmeinung.
Ich weiß ja nicht in welchem Bereich Du Fotos anbieten willst, aber es gibt eine große Zahl von Topbildern von Amateuren. Ich habe von Leuten gehört, die mit Stockfotografie richtig Geld verdient haben, aber dann auch über 1000 Bilder im Monat produzieren. Aber das waren nicht unbedingt Naturbilder. Ich hatte letztes Jahr ein Gespräche mit einem anderen Hobbyfotografen, der hat erzählt das er in einer Bildagentur als Redakteur arbeitet. Er meinte der Markt für Naturfotos sei ziemlich eingebrochen, die meisten Bilder von Berufsfotografen würden fast nie gekauft, da die meist ab 20€ wollen, und die meisten Bilder gehen im Preis bis um 3 € weg. Wenn Du natürlich Kontakte zu einem Verlag hast, der Deine Bilder haben will lässt sich da sicherlich auch mehr erzielen.
Ich habe dann für mich entschieden, das es ein Hobby bleiben soll, es soll mir Spaß machen und ab und zu verirrt sich sogar mal jemand auf meine Website. Es würde mich interessieren, ob sich der Aufwand lohnt
Hallo jensj : Von Hochzeitsfotografie lasse ich (vorerst) die Finger, so etwas lässt sich nicht auf die Schnelle und ohne ausreichende Kenntnisse realisieren. Ich möchte mich erstmal der Natur-, Tier- und Wetterfotografie widmen - Makrobilder interessieren mich auch. Wenn mir jetzt jemand den Auftrag erteilt, einen Event zu fotografieren, dann dürfte ich also für die Weitergabe der Bilder keinen Euro verlangen, sondern müsste vorher ein (Klein)Gewerbe anmelden? Nun möchte ich damit schon Einnahmen erzielen, wobei ich mich aber nicht unter Druck setze, sondern erst einmal schaue, inwiefern da Interesse besteht.
Oha, drei Euro für ein richtig gutes Foto, so wenig? Und dann ist man die Rechte daran möglicherweise auch noch los? Ich bin bisher nur um Genehmigung für Publikationen gefragt worden, und dafür gibt es nichts. Was mich auch nicht stört sondern eher freut, wenn eines meiner Fotos eine Bereicherung ist.
Hallo Sabine Flechtmann : Drei Euro wären doch schon einmal ein Anfang.
Die Preisspanne für online angebotene Bilder ist ja in der Tat beachtlich.
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Wenn mir jetzt jemand den Auftrag erteilt, einen Event zu fotografieren, dann dürfte ich also für die Weitergabe der Bilder keinen Euro verlangen, sondern müsste vorher ein (Klein)Gewerbe anmelden? Nun möchte ich damit schon Einnahmen erzielen, wobei ich mich aber nicht unter Druck setze, sondern erst einmal schaue, inwiefern da Interesse besteht.
Eine einmalige ( oder gelegentliche ) Tätigkeit könnte man unter Freundschaftsdienst verbuchen und dein Freund schenkt dir dann vor lauter Dankbarkeit Geld. Kritisch wird es sicherlich erst, wenn Du das ganze Größer Aufziehst mit Werbung und Rechnung. Wenn Du beim Nachbar die Familienfeier fotografierst und er dir dann einen Schein rüberschiebt ist das ziemlich sicher nicht gewerblich. Wenn Du regelmäßig auf Firmenevents unterwegs bis, wird es schon mal auffallen.
Ich sag mal so, so lange das im Bekanntenkreis und mit Bar läuft, interessiert das keinen würde ich vermuten. Wenn Du natürlich anfängst den ortsansässigen Fotografen die Kunden wegzunehmen...
Ich würde erstmal kein Gewerbe anmelden und abwarten wie sich das entwickelt. Kleingewerbe gibt es übrigens nicht - Gewerbe ist Gewerbe hat man mir da mal gesagt. Ist ein Schein der ein paar Euro kostet und Du hast dann eine Nummer die du auf eine Rechnung schreiben kannst. Ich denke das wichtigste um Geld mit Fotos zu verdienen sind Beziehungen, wenn man da die richtigen Leute kennt geht das sicherlich.
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Danke jensj für die ausführlichen Erläuterungen zu diesem Sachverhalt.

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Bei Einnahmen und bei Gewerbeanmeldung ist auch die Umsatzsteuerpflicht bzw. Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmen zu beachten, auf die ggf in der Rechnung zwingend hinzuweisen ist! Eine USt-Identnummer ist meines Wissens auch bei der UST Befreiung von Nöten!
Bei UStbefreiung kann aber auch keine Vorsteuer in Abzug gebracht werden.Vielleicht mal nach Existenzgründung googeln und/oder wenn es für dich ernsthaft in frage kommt, bei der vhs , Arbeitsamt oder Stadt nachfragen. Oft werden Seminare angeboten!
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Hallo,
den Gewerbeschein habe ich mittlerweile, muss aber sagen, dass es gar nicht so einfach ist, an entsprechende Aufträge zu kommen. Aber wie heißt es so schön? "Gut Ding will Weile haben."

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In Bezug auf zB Haftpflichtversicherung müsstest Du in Erfahrung bringen, ob du dafür eine für deine „Firma“ abschließen musst, oder ob deine Privathaftpflicht bei evtl „Schäden“, die du beim Fotografieren bei anderen verursachst, diese abdeckt.
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Vielleicht mal nach Existenzgründung googeln und/oder wenn es für dich ernsthaft in frage kommt, bei der vhs , Arbeitsamt oder Stadt nachfragen. Oft werden Seminare angeboten!
Hast du diesbezüglich mal was gemacht?
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Hallo maischo ,
eine Betriebshaftpflicht habe ich seit letztes Jahr. Diese ist auch ziemlich günstig, was ich so nicht erwartet hätte. Ein kleiner Kundenstamm für meine gärtnerische Tätigkeit ist vorhanden und bezüglich der Fotografie sind die ersten Kontakte geknüpft. Bilder bei Stockportalen werde ich doch nicht hochladen, da stehen die (voraussichtlichen) Einkünfte laut vieler Erfahrungsberichte in keinem Verhältnis zum (Zeit)Aufwand.
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und bezüglich der Fotografie sind die ersten Kontakte geknüpft
Hallo Martin
Respekt für deinen Mut mit Fotos Geld verdiene zu wollen. Ich würde deine Erfahrung, Ausrüstung und Bilder eher im Hobbybereich ansiedeln, aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung. Ich bin gespannt wie das klappt. Welchen Bereich der Fotografie willst Du den Anbieten?
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Hallo jensj ,
Menschen und ihre (Haus)Tiere, Wildtiere, Pflanzen, Landschaften, Wetter, Gärten und Makro - jedoch gehe ich mal davon aus, dass diese Richtungen eher weniger gefragt sind und sich das dann auch in der späteren Auftragslage und dementsprechend geringen Einkünften niederschlägt. Zudem gibt es etliche Fotografen - einfach wirds nicht werden. Ich möchte mich jedoch auch nicht verbiegen und (im wahrsten Wortsinn) "verkaufen", indem ich den Leuten etwas vorgaukele, was nicht (oder nicht so) ist. Ich mag es auch nicht, Bilder endlos zu bearbeiten, damit die Leute ja makellos aussehen - auch von daher bevorzuge ich die Natur als Aufnahmemotiv.
Deswegen habe ich auch weitere Tätigkeitsfelder als nur die Fotografie anvisiert - es soll ja nicht nur ein "Taschengeld" dabei herumkommen.
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Ich glaube, dass in deiner Gewerbeanmeldung ALLE Deine Gewerbe aufgeführt sein müssen, sonst darfst du sie nicht ausführen! Also „gärtnerische Tätigkeiten“ und zB Fotografie. Am besten dazu nochmal beim Amt nachfragen!
Ich weiß nicht, ob es verpflichtend ist, bei der Handwerkskammer angemeldet zu sein.
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