Bilder aus dem Schwarzwald

  • Die letzten 2 Septemberwochen haben wir Familienurlaub in St. Georgen im Schwarzwald gemacht. Vom Wetter her ein Volltreffer durchgehend bis auf einen kleinen Schauer morgens und ein Gewitter am Abend trocken und da fast 900 m hoch mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen.

    Schon die Ankunft am Ferienquartier war spannend da die ansässigen Hausrotschwänze die neuen Gäste ausgiebig betrachten mussten.

    am nächsten Tag eine kurze Fahrt nach Donaueschingen zum Donauursprung.

    Am Schloß die symbolische Donauquelle (Die tatsächlichen Quellen sind an der Martinskapelle bei Furtwangen die Breg und ganz in der Nähe unseres Ferienquartiers die Brigach)

    Das Wasser dieser Quelle fließt nach wenigen Metern in die Brigach.

    Postplatz und Schützenbrücke über die Brigach in Donaueschingen

    Gänse in der Brigach in Donaueschingen

    auch Stockenten gab es hier

    die Brigach durchfließt den Schloßpark und einige Wege führen entlang der Brigach durch den Park

    Hier tummeln sich einige Wasservögel, wie hier ein Bläßhuhn mit Nachwuchs am Nest

    natürlich fehlen auch die Graureiher nicht

    eine Reiherente

    ein besonderes Spektakel lieferte eine Höckerschwanfamilie

    Jungschwäne darunter einer mit einem geknickten Hals der ihn aber offensichtlich nicht behinderte

    Familienstart.... Platz da jetzt kommen die großen Vögel!!!

    das staunt der Hausrotschwanz

    am Ende des Park vereinigen sich Brigach und Breg zur Donau - Donauursprung (Blick Richtung Donau - links die Brigach rechts die Breg)

    wobei nur wenige Kilometer weiter stromabwärts bei Möhringen das Donaubett so aussieht

    an der Donauversickerung bei Möhringen versickert die Donau an durchschnittlich 300 Tagen im Jahr in den Klüften des Jura und kommt nach 12 km in der Aachquelle wieder zum Vorschein.

    Unterirdisch quert die Donau die Europäische Wasserscheide (Nordsee / Schwarzes Meer) und wird zu einem Zufluß des Rheins.

    Von der Donauversickerung ist es nur ein kurzer Weg hinauf zum Witthoh einem Berg der Hegaualb. Von hier gibt es einen schönen Blick über den Bodensee bis zu den Alpen.

    SWR-Sender Witthoh

    Alpenblick

    hier mit Hohenkrähen und Hohentwiel bei Singen

    auf der Rückfahrt noch ein kurzer Halt an der Brigachquelle am Hirzbauernhof in St. Georgen .

    am Ferienquartier (hier bei Nacht)

    habe ich noch ein paar Aufnahmen vom nächtlichen Sternhimmel gemacht. Einfach nur mit Kamera und Stativ.

    Milchstraße zwischen Kassiopeia und Perseus

    Fortsetzung folgt........

    Dirk

  • Ein sehr interessanter Bericht, Dirk! Ende September gibt es bei den Blässhühnern noch Nachwuchs? Oder könnte es eine Ersatzbrut (Nachbrut) gewesen sein?

    Der Start zweier Schwäne ist beeindruckend! Das war sicher ganz schön laut...

    Sehr interessant finde ich Deine Beschreibung zur Donau, Donauversickerung und der Wasserscheide. Letzteren Begriff habe ich schon einmal gehört, mir aber nicht weiter Gedanken gemacht, aber eine interessante Seitezum Thema habe ich gerade gefunden und bin gespannt, mehr darüber zu lesen.

    Ich hoffe, Dein Rücken hat die lange Fahrt gut überstanden...

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • interessante Seite

    Auf der Karte kannst du den Verlauf der Wasserscheide um St. Georgen gut erkennen. An einigen Stellen, die in weiteren Teilen meiner Schwarzwaldbilder noch erwähnt werden trennen die Quellen einiger Flüße nur wenige Meter. Und die entscheiden über Nordsee oder Schwarzws Meer. Die Gewässer, die ins Schwarze Meer führen haben ein geringeres Gefälle als die zur Nordsee. Dementsprechend sind im Bereich Schwarzwald und Baar die Täler unterschiedlich geformt.

    Viele Grüße

    Dirk

  • Einer der Wettermässig etwas gemischten Tage. Eine Tour nach Waldkirch und von dort die Kandelstraße hoch zum Kandelgipfel. Von Waldkirch aus knapp 1000 Meter Höhenunterschied und man sieht einige Radfahrer auf dieser Strecke (nein so gut wie keine Pedelecs und E-Bikes).

    In Waldkirch gab es tatsächlich noch einen Weißstorch zu sehen. Die Genossen sind schon auf dem Weg in den Süden. Offensichtlich wird hier der Klimawandel genutzt.

    Im Wald am Kandel ein Eichhörnchen mit dem Fund des Tages

    lecker....

    Blick auf die Ruine Kastelburg bei Waldkirch.

    Eine kleine Herde Ouessantschafe am Kandelhang

    Natürlich gibt es im Schwarzwald auch Hühner

    Amsel

    Am Kandelgipfel (1241 m) ein Blick ins Rheintal über den Kaiserstuhl zu den Vogesen

    am Parkplatz: Gestatten Buchfink mein Name, Reifenkontrolle !

    vom Kandelgipfel fuhren wir ins tiefe Tal am Hexenloch mit der bekannten Mühle

    wenig los hier bis auf ein paar fleissige Hummeln

    Zurück im Ferienquartier in St. Georgen ein kurzer Schauer mit Abendrot

    Dämmerung im Schwarzwald

    mit Mond

    und einem beeindruckendem Sternhimmel.

    Wieder nur mit Stativ und Kamera habe ich mich an der Andromedagalaxis versucht.

    Erst mit dem 1,8 /50 mm 12 Einzelbilder mit je 4 sec bei ISO 1600 zusammengesetzt mit DeepSkyStacker

    ohne die Software DeepSkyStacker sieht eine solche Bildfolge so aus (Startrails). Die Erde dreht sich ja bekanntlich und Elon Musk lässt grüßen.

    Zahlreiche Satelliten versauen den Sternhimmel.

    dann noch der Extremversuch mit dem 105 mm Makro. Mehr als 2 sec pro Bild sind nicht machbar dann ist die Erdrehung schon zu sehen.

    Also 16 Bilder je 2 sec bei ISO 1600 und da ist sie die Andomedagalaxis (1 Billion Sterne in 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung)

    weiter geht es demnächst mit mehr Schwarzwald...

  • Das erste Eichhörnchenfoto... :love:

    Und die Mühle am Hexenloch sieht aus, wie aus einem alten Märchen entsprungen - wenn im Hintergrund nicht das Kunststoffzelt und die Plastikbestuhlung zu sehen wären...

    Dreht sich die Erde so schnell, dass nach 32 Sekunden Gesamtzeit pro gestaktes Foto das schon zu sehen ist...?! Das hätte ich nicht gedacht.

    Viele Grüße

    Addi

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Vom Schwenninger Moos zum Albtrauf - Teil 1 Im Schwenninger Moos

    Das Schwenninger Moos liegt in unmittelbarer Nähe zum Messeglände und diversen Sportstadien. Das macht das Parken leicht.

    Wenige Schritte vom Parkplatz beginnt das Naturschutzgebiet. Auch hier treffen wir wieder auf die Europäische Wasserscheide. Sie läuft durch das Moos hindurch. Im Moos liegt der Neckarursprung. der Neckar fließt in den Rhein und damit in die Nordsee. An der Südostseite fließt der Talbach aus dem Moos. Er mündet bei Marbach in die Brigach und damit ins Schwarze Meer (nicht ganz, ein großer Teil landet dann über die Donauversickerungen doch wieder im Rhein - s. den ersten Bericht im Thread).

    der Weg ins Schwenninger Moos

    Am Wegrand Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)

    Nach kurzer Strecke sind wir am Moorsee

    hier beginnt der Bohlensteg entlang des Sees

    Wasservögel gibt es hier auch zu sehen -Graureiher

    und Rostgänse

    darüber Rabenkrähen

    und ein Stockwerk höher ein Mäusebussard

    Im Moorsee der Neckarursprung

    Der Silbereiher verschwand sehr schnell im Schilf

    ein letzter Blick auf den Moorsee

    und wir wandern durch den bewaldeten Teil des NSG

    Kohldistel (Cirsium oleraceum) mit Fliege

    Infotafel

    Moos

    und Grenzstein

    dann ein kleinerer Moorsee. Aus diesem See fließt der Talbach.

    Stockenten

    an einer Lichtung sahen wir in der Ferne eine große Versammlung von Greifvögeln

    auch über uns ein Rotmilan

    und Turmfalken

    und damit waren wir wieder am Parkplatz angelangt.

    Von hier fuhren wir in Richtung Albtrauf. Von dort kommt der nächste Teil....

    Dirk

  • Vom Schwenninger Moos zum Albtrauf - Teil 2 Hohenkarpfen und Klippeneck

    Vom Schwenninger Moos fuhren wir ostwärts in Richtung Schwäbische Alb. Wir parkten unmittelbar am Hofgut Hohenkarpfen.

    Der Hohenkarpfen ist ein 912 m hoher Zeugenberg der vor dem Albtrauf in der Baar liegt. Die Baar ist die Hochebene zwischen Schwarzwald und dem Albtrauf.

    Der Hohenkarpfen vom Klippeneck aus gesehen

    Blick vom Parkplatz zum Gipfel

    Gleich am Parkplatz konnten wir einen Turmfalken bei der Mahlzeit beobachten. Mehr Bilder dazu findet ihr hier:

    das-neue-naturforum.de/forum/index.php?thread/21220/

    Fast gegenüber liegt der höchste Berg der Baar, der Lupfen (977 m) auch ein Zeugenberg.

    am Hofgut Hohenkarpfen gibt es eine Menge Apfelbäume die den Wanderer zu einer Mahlzeit einladen

    auf den Wiesen blühen noch Wiesenflockenblumen (Centaurea jacea)

    ein paar Falter waren auch noch unterwegs. Diesen Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) konnte ich fotografieren.

    dann der kurze aber sehr steile Anstieg zum Gipfel (nur 90 m Höhenunterschied aber die auf nur knapp 400 m Wegstrecke).

    die Wirklichkeit war noch viel steiler als das Foto zeigt

    aber die Mühe lohnt sich, der Blick von oben ist fast einmalig weil mehr als 180° Blickwinkel nur von wenigen anderen Aussichtspunkt der Baar möglich sind.

    Panoramablick vom Hohenkarpfen mit den Schwarzwaldhöhen im Westen bis zum Albtrauf mit dem höchsten Berg der Schwäbischen Alb,

    dem Lemberg (1016 m) bei Gosheim und dem Klippeneck unserem letzten Ziel an diesem Tag.

    Ausblick vom Hohenkarpfen

    Hier im Detail

    Lemberg

    Klippeneck im Hintergrund der Sendeturm am Plettenberg

    Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen

    und in Richtung Südwesten der höchste Berg des Schwarzwaldes, der langgestreckte Rücken des Feldberges (links der 1449 m hohe Seebuck und rechts der eigentliche Feldbergipfel mit neuem Turm und Wetterstation (1493 m))

    beim Abstieg hatten wir noch das seltene Glück eine Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) beim Sonnenbad zu beobachten. Meistens sieht man diese Art nur im raschen Hin-und Herflug.

    Dann fuhren wir weiter zum Albtrauf und steil die 300 m von Denkingen zum Flugplatz Klippeneck hoch.

    Hier bietet sich ebenfalls ein toller Blick aber nur in Westrichtung (SW-NW) also über die Baar bis zum Schwarzwald vom Feldberg bis zur Hornisgrinde.

    Schwarzwaldpanorama vom Klippeneck

    Hier noch mal ein Ausschnitt. Der Hohe Turm ist der TK Elevator Testturm in Rottweil (Thyssen-Krupp Testturm für Aufzüge) mit Aussichtsplattform für Besucher (Höhe 246 m)

    nochmal etwas größer

    In ca 70 km Entfernung ist die Hornisgrinde zu sehen, mit 1165 m der höchste Berg des Nordschwarzwaldes

    Bekannt ist der Klippeneck für seinen Segelflugplatz. Bei gutem Wetter ist hier Flugbetrieb.

    Windenstart Ausklinken des Startseils

    oder man startet im Schleppflug

    Abendstimmung am Flugfeld Klippeneck

    am Rande des Flugfeldes finden sich botanische Raritäten wie hier der Deutsche Enzian (Gentianella germanica)

    nicht ganz so selten aber im September hier schon besonders das Gelbe Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)

    als rote Farbtupfer die Früchte der Heckenrosen

    ein letzter Blick auf Gosheim und den Lemberg im Abendlicht..

    und wir fahren zurück ins Ferienquartier.

    wird fortgesetzt.....

    Dirk

    Edited 2 times, last by Dirk_GL (October 21, 2023 at 1:35 PM).

  • Eine Reise zurück in meine Kindheit...! Als man uns Kindern "zumuten" konnte, schon etwas längere Strecken zu laufen, wurde nach dem Strandurlaub und Urlaub auf dem Bauernhof der Schwarzwald ausgesucht (und einiges später ging es dann in die Dolomiten). Die Hornisgrinde bin ich seinerzeit etwas zu schnell herunter gelaufen und habe mich am letzten Ferientag (die Eltern waren schon froh, dass endlich ein Urlaub vergangen war ohne Arzt oder Krankenhaus (...) - zu früh gefreut) noch lang gelegt mit einer wunderbaren Beule am Kopf gefüllt mit kleinen Steinchen... Die Narbe habe ich immer noch! :loneranger:

    Die Bezeichnung Zeugenberg musste ich erst einmal nachschlagen. Dort wird auch ein Bild vom "Ipf" gezeigt, von dem, wenn ich mich recht erinnere, Werner schon erzählt hatte...

    Viele Grüße

    Addi

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • von dem, wenn ich mich recht erinnere, Werner schon erzählt hatte...

    Hast einen prima Speicher -Addi :thumbup:

    Ein Zeugenberg ,allein freistehend, etwas entfernt von einem Mittelgebirgszug ,zeugt davon, dass er mal zu diesem Gebirgszug gehört hat ,bevor er durch Erosion freigestellt wurde .

    Ich stehe hier am Rand der Alb ,im Hintergrund der Ipf ,dawischen ist das Gebirge wegerodiert.

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • An der Linachtalsperre

    Die Linachtalsperre liegt zwischen Furtwangen und Vöhrenbach im schmalen Linachtal auf 850 m Höhe in West-Ost Richtung. Unterhalb von Vöhrenbach mündet die Linach in die Breg. Die Südseite der Talsperre fast durchgehend im Schatten liegt nahe am bewaldeten Berghang. Die Nordseite liegt unterhalb der Straße und ist überwiegend der Sonne ausgesetzt. Durch die großen Klimaunterschiede auf kleinstem Raum findet sich eine sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Botanik. Selbst gegen Ende der Vegetationsperiode finden sich hier noch einige interessante Blütenpflanzen.

    Die Talsperre selbst wurde zwischen 1922-25 erbaut. 1969 wurde der Kraftwerksbetrieb eingestellt und 1988 aus Sicherheitsgründen das Wasser abgelassen.

    Da der Abriss zu teuer war blieb die Anlage erhalten und verfiel. 2007 wurde die Talsperre saniert und wieder neu aufgestaut. Das Kraftwerk wurde wieder in Betrieb genommen und die Talsperre dient als Naherholungsgebiet mit neuen Rundwegen und als Wasserspeicher.

    Die Staumauer ist eine Pfeilerstaumauer. Sie ist die einzige Gewölbereihenstaumauer in Deutschland und steht unter Denkmalschutz.

    Vom Parkplatz aus gehen wir zur Staumauer und queren dort die Talsperre

    Blick von der Staumauer talaufwärts

    Panoramablick über die Linachtalsperre

    wir spazieren entlang der Südseite in Richtung Linacheinmündung. Am Uferbereich rastet ein Kormoranpaar

    offensichtlich fühlen sie sich gestört

    ein Flaschenstäubling am Uferbereich

    Ackerwitwenblume (Knautia arvensis)

    der Blick geht zurück in Richtung Staumauer

    an der Linacheinmündung

    die Linach

    Flachwasserbereich

    hier schwammen zahlreiche Fische darunter auch Döbel

    Stockente

    am sonnenexponierten Nordufer blühte eine vielfältige Vegetation.

    Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)

    Ackerkratzdistel (Cirsium arvense) mit Igelfliege (Tachina fera)

    Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) mit Hummel

    Margeriten (Leucanthemum vulgare)

    Knautia arvensis mit Hummel

    und mit Keilfleckschwebfliege (Eristalis arbustorum)

    am Ufer eine Warzenente

    Moschusmalve (Malva moschata)

    Gemeiner Wirbeldost (Clinopodium vulgare)

    Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis)

    Neubelgische Aster (Symphyotrichum novi-belgii)

    Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochaeris radicata)

    Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)

    Berg-Sandglöckchen (Jasione montana)

    Kleines Habichtskraut (Pilosella officinarum) mit Hummel

    und zum Abschluß noch ein Mauerfuchs (Lasiommata megera) auf Knautia arvensis


    wird fortgesetzt....

    Dirk

  • Lieber Dirk,

    da habe ich ja einige Folgen verpasst. Wenn ich die Vielzahl der Fotos sehe, kommt mir das eher nach einem vierwöchigen Urlaub vor als nur zwei Wochen. Diese Mischung aus Landschaftsfotos, Vogelaufnahmen, diversen Tieren und Pflanzen mag ich sehr. Erstaunlich, was da um diese Jahreszeit noch blühte. Wir waren ja etwa zur selben Zeit im Solling, da war eigentlich bis auf Weniges schon alles ausgeblüht.

    Am Kandelgipfel (1241 m) ein Blick ins Rheintal über den Kaiserstuhl zu den Vogesen

    Ein ganz tolles Panaromafoto!

    Der Kleine Kohlweißling ist sehr stark gezeichnet, da könnte man auch fast auf die Idee kommen, es wäre der Karstweißling.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Heute früh habe ich Deinen Bericht sehr genossen, Dirk! Spannend fand ich Deine Erklärung zur Staumauer. Die Architektur gefällt mir und auch die Unterschiede des Kleinklimas zwischen Nord- und Südseite.

    In einem Bogen scheint ein Brutkasten zu hängen. Allerdings habe ich noch keine Idee, wer an ihm Interesse haben könnte. Am ehesten fiel mir der Kauz ein, aber der mag ja Röhren. Und warum nur ein Brutkasten und nicht in jedem Bogen einer... - ich kann mir einfach kaum ein Foto ansehen, ohne dass sich mir Fragen stellen...! :loneranger:

    Beeindruckend finde ich immer, wie klein und schmal ein Quellfluss daherkommt und dann füllen sie Seen oder werden zu einem großen Strom...

    Die Warzenente sieht ja toll aus in schwarz-weiß. Meine hier ist ja ausschließlich weiß.

    Viele Grüße

    Addi

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  • In einem Bogen scheint ein Brutkasten zu hängen. Allerdings habe ich noch keine Idee, wer an ihm Interesse haben könnte. Am ehesten fiel mir der Kauz ein, aber der mag ja Röhren. Und warum nur ein Brutkasten und nicht in jedem Bogen einer...

    Wanderfalken oder Turmfalken oder Uhus vielleicht, Enten eher nicht in der Höhe. Und bedenke, in der Savanne liegt auch nicht unter jeder Schirmakazie ein Raubtier(rudel). Und Brutkästen für die Beutetiere direkt neben ihren Prädatoren werden vermutlich nicht so gut angenommen, die sind ja auch nicht blöd.

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Bilder aus der Umgebung von St. Georgen

    An der Burgruine Hohenschramberg

    Blick auf Schramberg

    Mal wieder an der Wasserscheide Rhein-Donau

    Blick vom Kesselberg über das obere Brigachtal zum Hirzwald

    am Kesselberg (über die Kesselbergverwerfung führt auch die Wasserscheide)

    an der Kesselbergverwerfung finden sich Massen von Ameisenhügeln

    und ein Feuerfalter (Lycaena phlaeas) sonnt sich

    Schwarzwaldtypisch Wegweiser - Verlaufen nicht möglich, die stehen an jeder Abzweigung-

    Schwarzwaldidylle mit Rindern am Hirzwald

    Blick vom Sturmbühl über das Gutachtal auf Schonach (die Gutach fließt in Richtung Rhein)

    auf der anderen Seite des Sturmbühls am Hirzwald der Blick übers Brigachtal zum Albtrauf der Schwäbischen Alb (die Brigach ist ein Quellfluß der Donau)

    am Abend besuchte ein Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) die Blumenbänke am Ferienquartier (leider nur die über uns. Schwierig für brauchbare Bilder)

    wird fortgesetzt

    Dirk

  • Spaziergang in der oberen Gauchachschlucht

    Die Gauchach ist ein Nebenfluß der Wutach. Ebenso wie Lotenbach und Rötenbach. Sie bilden zusammen ein tief eingeschnittenes Schluchtsystem das zum Hochrhein führt. Bei Waldshut mündet die Wutach in den Rhein.. Dieses System ist noch sehr jung, erst vor ca 70.000 Jahren ist es entstanden. Damals war die Wutach die als Seebach aus dem Feldsee fließt ein Quellfluß der Donau. Sie floß duch den Bonndorfer Graben und ab Blumberg durch das heutige Aitrachtal in Richtung Tuttlingen. Vor 70.000 Jahren führten Erdbewegungen am Bonndorfer Graben dazu das die Wutach bei Achdorf ihren Lauf änderte und in Richtung Hochrhein floß. Der Rhein liegt etwa 300 m tiefer und das starke Gefälle führte innerhalb dieser kurzen Zeit zu diesem imposanten Schluchtsystem.

    Am Parkplatz Gauchachschlucht bei Döggingen. An der Lanschaft ist nicht zu sehen das sich hier ein großes System von tiefen Schluchten befindet.

    Es geht vom Parkplatz sehr steil und teilweise auch rutschig nach unten. In der Schlucht führt der Weg entweder flußabwärts in Richting Wutach oder flußaufwärts in Richtung Hochfläche. Wir gehen diesmal die Gauchach aufwärts. Die Gauchach fließt oberhalb von Döggingen durch Muschelkalk dann ein Stück (das wir durchgangen haben) durch Keuper und Jura danach wieder durch Muschelkalk.

    Die Gauchach mit niedrigem Wasserstand

    Blätter auf dem Wasser zeigen an es ist Herbst

    typisch für das immer noch im Bau befindliche Schluchtsystem sind die steilen Wände und immer wieder Abbrüche und Rutschungen.

    Der schmale Pfad quert öfters mal die Schlucht meist auf schmalen Brücken teilweise wie hier auf einem Balken mit Geländer!

    wenig Wasser in der Gauchach trotz der wenigen Niederschläge hier im Südwesten sollte der Wasserstand etwas höher sein. Den Grund dafür sehen wir gleich.
    u

    der Blick aufwärts zeigt bei genauem Hinsehen einen Damm an einer Engstelle

    und wer der Erbauer ist zeigt sich schnell

    seit ein paar Jahren hat der Biber hier Einzug gehalten und reguliert nun den Wasserstand.
    Auf den ersten Blick Pestwurz? Nein die Blätter passen gar nicht. Es ist der Orientalische Rauling (Trachystemon orientalis) ein Einwanderer aus dem Orient.

    im oberen Teil wird die Schlucht breiter und bietet auch Wiesen Platz

    an der Guggenmühle queren wir die Schlucht

    vorbei an Streuobstwiesen steigen wir wieder bergauf in Richtung Döggingen

    Landschaft oberhalb der Guggenmühle

    hier finden sich Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

    Wiesensalbei (Salvia pratense)

    und entlang des ganzen Weges Obstbäume voller Früchte


    auch ein paar Schmetterlinge gab es zu sehen.
    Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)

    Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus)

    bei Döggingen schweift der Blick in Richtung Westen zum Feldbergmassiv

    von etwas höherer Warte aus noch deutlicher. Zu sehen links der Seebuck mit Skihang, Feldbergbahn, Bismarkdenkmal und Feldbergturm.
    Der eigentliche Gipfel (den höchstens 50 % aller Besucher besuchen liegt deutlich getrennt rechts mit neuem Feldberturm, Wetterradar und Wetterstation.

    und auf den letzten Metern zurück zum Parkplatz begleitet uns ein Turmfalke


    wird fortgesetzt....

    Dirk

    Edited once, last by Dirk_GL (October 29, 2023 at 12:44 PM).

  • Deine Berichte aus dem Schwarzwald könnten endlos weitergehen...
    Ich finde es prima, dass Du immer etwas zu den Wasser- und Schluchtsystemen schreibst. Da lerne ich eine Menge dazu!
    Ein Biberbau, klasse...!
    Die Landschaftsfotos sind idyllisch, ich mag dieses grüne Auf und Ab.
    Ich glaube, Herbstszeitlose habe ich letztens auch gesehen. Allerdings habe ich mich gewundert, warum um diese Zeit die "Krokusse" blühen...! ^^ Jetzt haben sie den richtigen Namen!

    Viele Grüße

    Addi

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Am Brend

    Der Brend ist der Hausberg von Furtwangen. Der Brend ist mit 1150 m Höhe der höchste (außeralpine) und westlichste Punk der Europäischen Wasserscheide Rhein -Donau. Von Furtwangen kommend (aus südöstlicher Richtung) wirkt der Berg unscheinbar und nur wenig höher als die umgebenden Berge. Von oben bietet sich aber ein traumhafter Blick in Richtung Westen und Süden. Über das Simonswälder Tal zum Gipfel des Kandel und zu den Vogesen. Nach Süden bis zum Feldberg und an klaren Tagen zu den Alpen.

    Auf dem Berg befindet sich ein Berggasthof mit Alpensicht aus der Gaststube.

    die beste Rundumsicht bietet der Brendturm

    Blick vom Turm nach Westen zum Kandel und übers Rheintal zu den Vogesen

    (Foto: Nigel Frangenberg)

    der Kandelgipfel (1240 m)

    Blick vom Brendturm nach Süden zum Feldbergmassiv

    (Foto: Nigel Frangenberg)

    auf einem Baum gegenüber ein Fichtenkreuzschnabel

    (Foto: Nigel Frangenberg)

    vom Brendgipfel spazieren wir zum NSG Günterfelsen einer Granitfelsgruppe mitten im Wald.

    unterwegs immer wieder Ausblicke nach Westen



    Rinder auf Waldweide am Beghang

    und dann die Günterfelsen. Enstanden durch Wollsackverwitterung ( https://de.wikipedia.org/wiki/Wollsackverwitterung ) bieten die Felsen gerade im Abendlicht ein schönes Motiv.


    in der Abendsonnne

    es geht in Richtung Westen der Sonne entgegen zurück zum Brendgipfel

    hier gab es einen grandiosen Sonnenuntergang zu erleben

    (Foto: Nigel Frangenberg)


    (Foto: Nigel Frangenberg)

    (Foto: Nigel Frangenberg)

    und nach Sonnenuntergang auch noch als Zugabe der Blick auf die Alpen

    (Foto: Nigel Frangenberg)

    und darüber der Mond

    wird fortgesetzt..........

    (Gauchachschlucht und Brend besuchten an einem Tag, an meinem Geburtstag)

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