Lagerpiraten gegen Wollkrautblütenkäfer? Hilfe!!!

  • Zum Thema selber kann Dir sicherlich Klaas Reißmann weiterhelfen.

    Was die Verkleinerung der Bilder angeht, schaue mal bei den beiden Links:

    Sabine Flechtmann
    December 23, 2018 at 4:40 PM
    Sabine Flechtmann
    December 23, 2018 at 4:27 PM

    Vielleicht hast Du ja sogar schon eines der Beiden auf Deinem PC... Ansonsten wähle das aus, was Dir sympathischer erscheint, für das Forum hier spielt es keine Rolle, mit welchem Du arbeitest (oder ob Du auch ein ganz anderes Programm nimmst).

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hallo Addi, danke für die Infos! Die Tierchen sind ja klein, unter 900 Pixel klappt.

    Hier die Fotos inklusive allergischer Reaktion, Larven, Häutung, Käfer (leider die Färbung kaum zu erkennen), mutmaßlicher Staublaus (winzig klein) und kleinem, zerdrückten Käferchen, das wir erst für einen Floh hielten. Ob alle wirklich zusammen gehören, weiß ich nicht. Einzelne Reste bewahren wir gut verpackt auf, falls ich noch einmal etwas Spezifisches zur Identifizierung schicken sollte.

    Die Lagerpiraten sind gerade angekommen, noch nicht ausgepackt.

  • Hallo,

    den intakten Käfer hätte ich eher zu den Nitiduliden, vielleicht auch zu den Histeriden gestellt; die Häutungsreste sind von Dermestinen, da stimme ich zu.

    Viele Grüße

    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • #2 ist ein Histeridae, also ein Stutzkäfer. Der wäre lieber nicht in der Wohnung, sondern draußen an der frischen Luft.

    #4 ist eine Käferlarve, aber viel zu glänzend, um eine Larve von Anthrenus oder Anthrenocerus zu sein. Ich denke nicht mal zur Familie Dermestidae gehörend. Was es ist, kann ich aber nicht sagen.

    #5 ist möglicherweise ein Chitinrest, kann aber alles mögliche sein. Wenn ich mir das Teil unterm Bino ansehen kann, kann ich es vielleicht zuordnen, würde hier aber auch von den Dermestidae eher abrücken.

    #6 ist eine Staublaus, Psocoptera, was aber nichts ungewöhnliches ist. Die kommen nahezu in jeder Wohnung/jedem Haus vor. Wenn sie in Massen auftreten, ist das ein Hinweis auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, was sich über die Regulierung der Luftfeuchtigkeit weitestgehend (leider nie ganz) beheben lässt. Schäden, die von Staubläusen angerichtet werden könn(t)en, sind so minimal, dass man sie getrost vernachlässigen kann. Es wird ihnen nachgesagt, dass sie Tapetenkleister fressen. Damit Du da einen bemerkenswerten Schaden verzeichnen kannst, müsstest Du Mengen Staubläuse im Haus haben, dass ich davon ausgehe, dass Du schon vor langer Zeit ausgezogen wärest.

    #7 Hautreaktion, ja, aber es ist kaum möglich hier darauf zu schließen, was diese verursacht haben kann. Ich würde es auch nicht als allergische Reaktion bezeichnen, sondern es ist einfach eine Reaktion, wie die Quaddeln, die entstehen, wenn man von einer Mücke gestochen wird. Und da sagt auch keiner, dass es eine allergische Reaktion ist. Die Beeinträchtigung unserer Haut durch die sogenannten Pfeilhaare der Larven von Anthrenus verbasci, respektive Anthrenocerus australis, wird in vielen Social-Media-Höllen maßlos übertrieben. In meiner Praxis habe ich bisher nicht einen Fall, der eindeutig auf die Haare von Anthrenus oder Anthrenocerus zurück zu führen wäre. Auch hier kann das alles oder nichts sein. Und diese dichte Verteilung der Pusteln ließe eher vermuten, dass sich da was anderes ereignet hat, denn rein von der Logik her, müssten die Reaktionen auf Pfeilhaare sehr viel dichter zusammen stehen. Vielleicht mal barfuß durch eine Wiese gelaufen? Dann wären Grasmilben eine Alternative. Wenn Du diesem Link

    Grasmilben Hautreaktionen - Google Suche

    folgst, wirst Du bei den vielen Bildern immer wieder welche finden, die dem hier gezeigten durchaus ähnlich sehen. Es ist halt eine Frage dessen, wie jung die Reaktionen ist, wie weit der Verheilungsprozess bereits abgelaufen ist. Und neben Grasmilben gibt es noch zig andere Möglichkeiten.

    #8 ist völlig unscharf. Ich will keine Pferde scheu machen, aber rein von der Form her wäre ein Floh denkbar. Nur wie gesagt ist das Foto alles andere als gut, um das auch nur ansatzweise sicher sagen zu können.

    #1 und #3 sind die einzigen zweifelsfreien Fotos von Dermestidae der Gattung Anthrenus oder Anthrenocerus. Bei #1 handelt es sich um einen Häutungsrest, bei #3 oben rechts um eine lebende Larve und unten links ebenfalls um einen Häutungsrest.

    So weit erstmal liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Wegen der Lagerpiraten bitte einmal diesem Link folgen

    Hilfe! Wollkrautblütenkäfer am Dachboden! - Insekten (Insecta) - Das neue Naturforum (das-neue-naturforum.de)

    dann kennst Du meine dezidiert begründete Meinung zu den Lagerpiraten. Ich tippe mal, dass man Dir vier Röhrchen á 25 Euro, also 100 Euro aus dem Arm geleiert hat. Möglicherweise ahnst Du jetzt schon, dass mein Urteil nicht gerade positiv ausfällt.

    Stichpunkt Hygiene: entgegen Deiner Meinung, hat die Anwesenheit von Anthrenus verbasci oder Anthrenocerus australis NICHTS mit der häuslichen Hygiene zu tun. Ich ahbe Wohnungen gesehen, da würde jedes Krankenhaus vor Neid erblassen, die trotzdem Anthrenus verbasci als Untermieter hatten. Das Problem mit Anthrenus und Anthrenocerus ist lediglich, dass beide Arten unter anderem von trockenen Keratinen leben, was nichts weiter bedeutet, als dass sie trockenes, abgestorbenes Haar fressen, egal ob von Mensch oder Tier. Und dieses sammelt sich in kleinsten Partikeln in jeder Wohnung an schlecht zugänglichen Stellen, wie unter und hinter Schränken, unter Sofa und Sessel, unterm Bett, unter der Küchenzeile. Für eine Sinnvolle Bekämpfung müssen diese Staubansammlungen entfernt werden, da man auf diesem Wege den Larven die Lebensgrundlage entzieht.

    Es gibt weitere, brauchbare Möglichkeiten, wie man dem Problem Herr werden kann, ohne seine Wohnung und unterm Strich sich selbst unnötig mit Giften voll zu pumpen. Unabhängig davon, dass Gifte sogar weniger effektiv sind, als andere Maßnahmen. Sei mir nicht böse, dass ich mich hier nicht weiter auslasse, denn dann würde ich im abstand weniger Tage meine Freizeit ausnahmslos hier im Forum verbringen. Wenn Du mir eine Email an klaasreissmann ÄT gmx PUNKT de schickst, werde ich versuchen Dir zu helfen. Hilfe wirst Du in Form eines sehr ausführlichen, leider noch nicht vollständigen Infoblatts bekommen und ich werde Dir womöglich meine Handynummer geben :-), weil Sprachnachrichten einfach schneller verfasst sind, als Emails zu schreiben. Ich muss aber gestehen, dass ich, aufgrund der zahlreichen Anfragen seit Jahresbeginn, langsam den Überblick verliere... :(

    Liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Guten Abend zusammen, mich plagt das Speckkäferproblem leider auch bereits seit 6 Jahren. Ich hatte Lagerpiraten bestellt, die heute angekommen sind aber nachdem ich auf diesen Beitrag gestoßen bin, werde ich sie doch nicht einsetzen.

    Stattdessen wollte ich mir Kieselgur bestellen. In der Artikelbeschreibung stand jedoch, dass das Pulver nicht in die Atemwege gelangen und eine Atemschutzmaske getragen werden sollte. Ist es denn dann tatsächlich unbedenklich, dieses in der Wohnung zu verteilen? Selbst wenn ich es nur hinter die Türleisten kippe, besteht doch die Gefahr, dass Staub aufgewirbelt wird oder verstehe ich irgendwas falsch?

    Ich wurde durch diese Tierchen auch zum Minimalisten. Ich habe bestimmt schon meinen halben Hausstand weggeworfen aus Ekel vor dieser Plage (die aber scheinbar leider in einem Großteil der deutschen Haushalte normal ist…).


    Liebe Grüße,

    Franzi

  • Das Kieselgur kannst Du auch in die Tonne treten. Es sieht so aus (letzte Beweise fehlen, aber alles deutet darauf hin), dass es nicht oder nur bedingt hilft. Es wird Dir leider nichts erspart bleiben, als verschiedene andere, arbeitsintensivere Maßnahmen zu ergreifen. Schreib mal eine Mail an klaasreissmann ÄT gmx PUNKT de

    Wenn Du schreibst, bitte beschreiben, was Du bisher getan hast und, wenn Du hast, Foto von Käfern und/oder Larven anhängen.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Das Kieselgur kannst Du auch in die Tonne treten. Es sieht so aus (letzte Beweise fehlen, aber alles deutet darauf hin), dass es nicht oder nur bedingt hilft. Es wird Dir leider nichts erspart bleiben, als verschiedene andere, arbeitsintensivere Maßnahmen zu ergreifen. Schreib mal eine Mail an klaasreissmann ÄT gmx PUNKT de

    Wenn Du schreibst, bitte beschreiben, was Du bisher getan hast und, wenn Du hast, Foto von Käfern und/oder Larven anhängen.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Hi Klaas,

    vielen Dank für dein nettes Angebot, das ich natürlich sehr gerne annehme. Ich habe dir soeben eine E-Mail mit dem Sachverhalt und einem tagesaktuellen Foto einer Larve beigefügt.

    LG

    Franzi

  • Angand von diesem Foto schwer zu sagen, aber wenn die Larve noch da ist, vergleiche mal mit den Fotos vom Gelbleib-Flechtenbärchen hier: https://lepiforum.org/wiki/page/Eilema_complana

    Die haben wir bei der Arbeit auch, die leben wohl eigentlich draußen und ernähren sich von Flechten auf den Dachziegeln. Könnte das hinkommen? Willkrautblütenkäfer jedenfalls nicht...

    Oder wenn es geht noch ein besseres Foto machen!

  • Oder wenn es geht noch ein besseres Foto machen!

    Und davon dann einen Ausschnitt machen, so dass nicht so viel Umgebung zu sehen ist.

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Ja die Larve habe ich gefunden auf Dachfenster Ramen vor eine Woche (2st) und gestern eine um innere Bericht des Fensters .Fenster ist aber zu , da habe ich auch insektengitter .Warscheinlich sind durch

    CarvusAlbicus -sie haben gestrichen dass sie das auf Arbeit haben , in großen mengen oder . Soll ich mir Gedanken machen .Komisch ist das bis jetzt habe sowas nicht gesehen.
    Larven und Käfer (späckkäfer etc.scon ja ) dadurch bin ich sehr empfindlich geworden ,

    Probiere ich ein besseres Bild zu posten.

    LG

  • Hallo zusammen! MonaLisa88

    Also mittlerweile glaube ich, in sehr vielen Häusern findet man leider Wollkrautblütenkäfer. Wir sind im Juli umgezogen und ich habe gehofft, damit wären wir mit dem Thema durch. Jetzt habe ich auch in der neuen Wohnung drei gefunden. Bei unserem alten Haus habe ich auch an der Hausmauer außen mal zwei Larven gesehen. Ich glaube es gibt sie fast überall. Vor ein paar Wochen habe ich eine Larve bei einer Freundin an der Wohnungstür gesehen.
    Ich muss sagen, dass ich auch echt sensibel bin bei den Larven weil ich auch allergisch auf die Härchen reagiere. In der alten Wohnung hat sich mal eine ins Bettgestell verirrt und ich habe es gleich an den Pusteln gemerkt. Ich sauge die Betten in den Herbstmonaten wöchentlich aus aber trotzdem die Larve… wir haben in unserer neuen Wohnung viel renoviert aber trotzdem waren sie vermutlich noch da. Sie sind wahrscheinlich in irgendwelchen Ritzen in Fenstern und Türen. Böden haben wir komplett erneuert… Ich glaube nicht, dass sie über Möbel mitgenommen wurden. Daher glaube ich auch nicht dass man sie los bekommt wenn sie mal da sind. Ich hatte in der alten Wohnung sowohl Kieselgur wie auch lagerpiraten getestet.
    Viele Grüße, Lisa

  • Doch, Du kannst sie los werden. Aber zum einen dauert das. Ich gehe von 2 bis 3 Jahren aus. Zum anderen hängt es von Dir ab, was Du tust und wie intensiv.

    Lagerpiraten helfen nicht. Hierfür einmal diesem Link folgen: Hilfe! Wollkrautblütenkäfer am Dachboden! - Insekten (Insecta) - Das neue Naturforum

    Kieselgur: ich weiß, dass ich es in der Vergangenheit auch propagiert habe. Müsste hier mal die Beiträge suchen und entweder löschen oder eine Gegendarstellung schreiben, denn inzwischen hat sich heraus kristallisiert, dass Kieselgur genau so gut ist, wie der Versuch sie mit Gummibärchen tot zu schmeißen.

    Was die Wohnung betrifft: leider ist es tatsächlich so: wer die Wohnung wechselt, wegen der Anwesenheit der Käfer/Larven, muss damit rechnen, dass er in eine Wohnung kommt, die der vorherige Bewohner genau aus den gleichen Gründen verlassen hat. Darüber hinaus kommt Anthrenus verbasci zeitweise in so ziemlich jeder Wohnung vor. Hier ist vor allem entscheidend, wie es mit Staub in der Wohnung aussieht.

    Ich weiß, dass Du mir in der Vergangenheit geschrieben hast und ich denke, dass ich auch geantwortet habe. Wenn nicht, hau mir das mal um die Ohren, denn dann bist Du mir irgendwie durchgerutscht. Die andere Frage wäre, welche der vielen Lisas, die mich angeschrieben haben, Du bist. Also wenn Du magst, nochmal melden. Am Rand erwähnt: ich bin inzwischen dazu übergegangen via whats app zu kommunizieren, da ich dort Sprachnachrichten verfassen kann. Das geht sehr viel schneller, als Mails zu schreiben und Du siehst es mir möglicherweise nach, dass ich es so mache, aber ich bin inzwischen bei über 70 Personen in diesem Jahr angekommen, die zum Teil phasenweise intensiv betreut werden müssen. Also, wenn Du magst, melden.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Hallöchen in die Runde :)


    Wir haben seit Einzug (Februar 22) immer wieder Probleme mit Teppichkäferlarven… :cry: Ich hasse alles was krabbelt, daher ist das für mich echt übel… ich habe im Frühjahr den kompletten Kleiderschrank waschen müssen, da sie auch da drin waren. Seit dem hab ich Lavendelsäckchen in den Schränken und da ist auch Ruhe seit dem. Allerdings finde ich immer wieder Larven im Schlafzimmer, da ist der Befall auch am schlimmsten. Heute beim putzen hab ich den Bettvorleger ausgeschüttelt, ich bin fast gestorben, da kamen locker 8 Larven raus :sick: Hinterm Bett, unterm Bett, Sideboard etc…. Wohnzimmer geht, da sind selten welche. Bei uns läuft der Saugroboter täglich, da wir auch 2 Katzen haben, wegen den Haaren. Habe heute im Internet eine Seite gefunden, die Lagerpiraten und auch Neemöl verkaufen (ohne ätherische Öle für Katzen geeignet). Habe mit denen auch telefoniert, sie empfehlen die Kombi aus Öl und Piraten. Jetz les ich hier das mit den Piraten (und war eigentlich echt voller Hoffnung, das die mein Problem lösen) und bin verzweifelt, weil ich dachte die retten mich :dod: Hilft denn das Neemöl? Oder was gibt es für Alternativen, die ich mit Hauskatzen unbedenklich verwenden kann? Hilfeeeee :22:😂😂

    Beste Grüße aus München

  • Neemöl das gleiche Problem. Es würde wirken, aber die Larven müssten es oral aufnehmen. Das heißt, Du müsstest die ganze Wohnung mit Neemöl kontaminieren. damit sie Staub fressen, über den sie das Neemöl aufnehmen würden. Ich sehe nicht, dass das umsetzbar ist. Ich kann nur empfehlen, die Saugroutine beizubehalten. Darüber hinaus gibt es sicherlich Stellen, wo der Staubsauger nicht hin kommt, weil der Aufsatz zu groß ist. An diesen Stellen einmal die Woche mit der schmalen Düse saugen. Und last but not least alle 6 Monate Möbel rücken spielen. Soll heißen, dass man die Schränke einmal von der Wand zieht, um darunter und dahinter zu saugen. Gleiches gilt für Bett, Bettkasten (wenn vorhanden), Sofa, Sessel und alles, wo man üblicherweise drum herum saugt. Die Küchenzeile, wenn möglich, unter den Unterschränken saugen. Oft ist die Blende nur aufgeklippst, so dass man sie entfernen kann. Dann darunter einmal gründlich saugen.

    Jetzt im November, Dezember und Januar, in gewissen Grenzen auch noch im Februar, ist die Zeit, wo man, wenn sie angeschraubt sind, die Fußleisten entfernen kann, um dahinter mit der schmalen Düse sehr gründlich zu saugen. Viele der Larven verstecken sich hinter den Fußleisten und verpuppen sich auch dort. Einmal reicht. Also nicht im November und dann nochmal im Dezember und so weiter, sondern nur einmal.

    Gift bringt nichts. Lagerpiraten bringen nichts. Neemöl bringt nichts. Es bringt alles nichts, weil es immer nur ein Bekämpfen auf Zeit ist. Man kommt nie an alle ran, so dass immer welche über bleiben und man sich in der trügerischen Sicherheit wähnt, dass sie weg sind. Und plötzlich sind sie wieder da. Das einzige, was wirklich hilft ist, das Entwicklungssubstrat, und das ist eben der Staub (die darin enthaltenen Haarpartikel, Hautschuppen u.ä.) zu entfernen. Also Staub reduzieren, so dass sie keine Nahrung mehr haben, oder möglichst wenig Nahrung. Dann reduziert sich das von alleine runter, bis sie irgendwann weg sind. Ich mache aber keinen Hehl daraus, dass das Spielchen zwei bis drei Jahre dauert.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Neemöl das gleiche Problem. Es würde wirken, aber die Larven müssten es oral aufnehmen. Das heißt, Du müsstest die ganze Wohnung mit Neemöl kontaminieren. damit sie Staub fressen, über den sie das Neemöl aufnehmen würden. Ich sehe nicht, dass das umsetzbar ist. Ich kann nur empfehlen, die Saugroutine beizubehalten. Darüber hinaus gibt es sicherlich Stellen, wo der Staubsauger nicht hin kommt, weil der Aufsatz zu groß ist. An diesen Stellen einmal die Woche mit der schmalen Düse saugen. Und last but not least alle 6 Monate Möbel rücken spielen. Soll heißen, dass man die Schränke einmal von der Wand zieht, um darunter und dahinter zu saugen. Gleiches gilt für Bett, Bettkasten (wenn vorhanden), Sofa, Sessel und alles, wo man üblicherweise drum herum saugt. Die Küchenzeile, wenn möglich, unter den Unterschränken saugen. Oft ist die Blende nur aufgeklippst, so dass man sie entfernen kann. Dann darunter einmal gründlich saugen.

    Jetzt im November, Dezember und Januar, in gewissen Grenzen auch noch im Februar, ist die Zeit, wo man, wenn sie angeschraubt sind, die Fußleisten entfernen kann, um dahinter mit der schmalen Düse sehr gründlich zu saugen. Viele der Larven verstecken sich hinter den Fußleisten und verpuppen sich auch dort. Einmal reicht. Also nicht im November und dann nochmal im Dezember und so weiter, sondern nur einmal.

    Gift bringt nichts. Lagerpiraten bringen nichts. Neemöl bringt nichts. Es bringt alles nichts, weil es immer nur ein Bekämpfen auf Zeit ist. Man kommt nie an alle ran, so dass immer welche über bleiben und man sich in der trügerischen Sicherheit wähnt, dass sie weg sind. Und plötzlich sind sie wieder da. Das einzige, was wirklich hilft ist, das Entwicklungssubstrat, und das ist eben der Staub (die darin enthaltenen Haarpartikel, Hautschuppen u.ä.) zu entfernen. Also Staub reduzieren, so dass sie keine Nahrung mehr haben, oder möglichst wenig Nahrung. Dann reduziert sich das von alleine runter, bis sie irgendwann weg sind. Ich mache aber keinen Hehl daraus, dass das Spielchen zwei bis drei Jahre dauert.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Hallo Klaas,


    Erstmal danke für deine ausführliche Antwort, die sehr ernüchternd ist 🥲 Aber ok, dann wird das wohl so sein… wie mein Freund das mit den Schränken finden wird, weiß ich jetzt schon 😂😂 aber wenns nix hilft, ist es eben so. Ich dreh sonst echt durch 🥴 Eine Frage noch, wenn man irgendwann in der glücklichen Lage ist und alle los ist, wie kann man eine erneute Ansiedelung in der Wohnung verhindern, bzw kann man das überhaupt? Lg

  • Zu 100% kann man es nicht verhindern. Man kann die Wahrscheinlichkeit nur runter reduzieren und ggfs. dafür sorgen, dass die Mengen, die sich dann in der Wohnung entwickeln, auf einem erträglichen Maß von wenigen Tieren hält. Das heißt: Fliegengitter sollten an den Fenstern, mit denen gelüftet wird, obligatorisch sein. Auch wenn die Fliegengitter keine 100%ige Abwehr schaffen, ein sehr geringer Prozentsatz der Käfer nimmt die Mühen zuweilen auf sich und quetscht sich durch die engen Maschen, sind sie hilfreich und dürften nahezu 99% der Käfer, die eventuell von außen anfliegen, davon abhalten, in die Wohnung zu kommen.

    Ein weiterer Schritt, um Schäden an der Kleidung zu verhindern, ist einerseits die Kleiderschränke mit Riechholz oder Lavendel zu bestücken (ACHTUNG: muss nach ca. 6 Monaten erneuert werden) und sein Verhalten dahingehend zu ändern, dass man nicht mehr vor dem offenen Schrank steht und sich Kleidung heraus sucht, sondern den Schrank öffnet, die Kleidung heraus holt und direkt wieder den Schrank schließt. Darüber hinaus sollten Kleidungsstücke, die nur selten verwendet werden (z.B. Wintermäntel im Sommer) in Kisten oder Säcken aufbewahrt werden, die garantiert ein Eindringen von Käfern und/oder Larven verhindern. Hier muss man sich schlau machen, da die meisten Kisten, die angeboten werden, untauglich sind. Man benötigt einen Verschluss, der nach einem Lippe-Zunge-Prinzip arbeitet (der Deckel ist die Lippe, die Kistenkante die Zunge), wobei die Lippe durch eine Gummierung abgedichtet wird und wo zusätzlich ein Spannverschluss den Deckel dicht auf die Kiste drauf drückt.

    Last but not least muss man dafür sorgen, die Staubmengen im Haus gering zu halten. Dafür muss man seine Saugroutine an sich nicht ändern. Es macht keinen Sinn täglich mit dem Staubsauger durch die Wohnung zu rennen. Wichtig ist, dass man Bereiche, wo man üblicherweise nicht dran kommt, immer mal absaugt. Also z.B. solche Stellen, wo der normale Aufsatz nicht rein kommt. Düse wechseln, die feine Düse aufsetzen und dann den Bereich aussaugen (z.B. Stellen, wo Heizungsrohre aus dem Boden kommen). Des Weiteren ist wichtig, dass man eben Poltergeist spielt und alle 6 Monate einmal all die Möbel bewegt, die sonst nicht bewegt werden. Schränke vorrücken und den Boden, auf denen sonst der Schrank steht, gründlich saugen, so wie die Zimmerwand dahinter und die Rückwand des Schranks. Gleiches gilt für die Bereiche unter den Betten. Wenn vorhanden, auch den Bettkasten alle 6 Monate einmal gründlich aussaugen. Sofa/Couch und Sessel mal verschieben und darunter saugen. Ein Sofa/Couch besteht in der Regel aus mehreren Sitzelementen, zwischen denen sich ein Spalt befindet. Dadurch, dass wir uns auf dem Sofa bewegen, drücken wir ständig feinen Staub, aber auch Haare in diese Ritzen rein. Auch hier einmal alle sechs Monate die feine Düse aufsetzen und in die Ritzen rein drücken, so weit es geht und gründlich aussaugen. Last but not least die Unterzeile der Küche. Bei vielen Küchen ist die Bodenblende nur auf geklippt. Diese auch alle sechs Monate mal entfernen und unter der Küchenzeile gründlich saugen, weil auch hier viel Staub liegt. Wer mal eine Küche umgezogen und selbst abgebaut hat, weiß wovon ich rede.

    Wenn Du diese Maßnahmen durchführst, sollte das, im Falle von Anthrenus verbasci (Wollkrautblütenkäfer) ausreichen, die Tiere aus der Wohnung raus zu kriegen und dann ggfs. auch auf Dauer draußen zu halten. Die ganze Staubsaugerei tut, wenn die Käfer mal raus sind, nicht mehr Not. Man sollte sich auch daran gewöhnen, dass man immer mal einen Käfer oder eine Larve findet. Solange sich das in einem Maß abspielt, dass nicht mehr als 5 Stück innerhalb von drei Wochen auftauchen (ich war früher mal bei 10 Stück, sehe aber, dass diese Anzahl vielen Menschen schon ausreicht ihre gesamte Existenz anzuzweifeln), ist alles gut.

    Wichtig ist vor allem das psychologische Element. Wir alle haben kein Problem damit hier und da eine Fliege, eine Mücke, eine Spinne oder sonst was in der Wohnung zu finden. Entweder wird das Vieh tot geschlagen oder raus komplimentiert. Danach sollten wir uns auch richten, wenn wir mal einen Käfer oder eine Larve vom Wollkrautblütenkäfer finden. Das ist unendlich wichtig, dass wir ein normales Leben führen können und uns nicht jeden Tag fremd bestimmen lassen. Wenn Du auf eine Wand schaust und jeden kleinen Fleck an der Wand schon mit Vornamen kennst und Dir sofort auffällt, dass da ein neuer Fleck ist, den Du noch nicht kennst, bist Du überdeutlich im Bereich der Fremdbestimmung und solltest intensiv an Dir arbeiten, tatsächlich ggfs. auch mit Hilfe eines Therapeuten, wenn Du merkst, dass Du es selbst nicht schaffst. ABER: wichtig ist immer die Art richtig anzusprechen. Insofern kann ich Dir nur anbieten, wenn Käfer da sind, dass Du diese entweder fotografierst oder einfängst. Foto an mich schicken oder eben die eingefangenen Käfer, dass ich sagen kann, ob es wirklich Anthrenus verbasci ist und nicht Anthrenocerus australis, denn dann brauchst Du ganz andere Maßnahmen, da dieser eine viel schnellere Generationenfolge hat.

    Liebe Grüße

    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!