Unterwegs im Rheinland 2023

  • Sonnentag am Ennert bei Bonn.

    Der Ennert gehört schon zum Siebengebirge und bietet auch schöne Ausblicke ins Mittelrheintal.

    Der Tag war sonnig aber doch recht kalt (max 6° C).

    Vom Parkplatz unmittelbar nach der Autobhanausfahrt geht es auf dem Rheinsteig bergauf.

    wir biegen aber schnell ab und steigen steil den Hang hinunter zu Dornheckensee. Erstes Grün am Weg.

    Panorama Dornheckensee. Der Rheinsteig führt oberhalb der Felsen durch den Wald.

    Panorama Dornheckensee

    Vom See geht es der Sonne entgegen bis an die Bundestraße B42.

    Oberhalb der Straße führt der Weg den sonnigen Hang entlang nach Süden in Richtun Siebengebirge.

    Vor uns der Petersberg im Mittagsdunst.

    wir biegen wieder ab und steigen bergauf zum Rheinsteig

    Hasel

    und Hummel

    am Sonnenhang die ersten Veilchen

    über uns kreist ein Mäusebussard

    Zuverlässig wie jedes Jahr blühen am Ennert die Blausterne

    Die ersten Blüten am Waldboden, In zwei Wochen wird der Boden blau weiß und gelb leuchten (Blausterne, Buschwindröschen und Scharbockskraut).

    Zweiblättiger Blaustern (Scilla bifolia)

    am Skywalk Rabenlay..

    ein Blick übers dunstige Mittelrheintal zum Siebengebirge mit Wolkenburg und Drachenfels

    gegenüber die Godesburg

    über die Felder bei Vinxel geht es zurück in Richtung Parkplatz.

    und kurz davor im Laub noch ein Admiral (Vanessa atalanta) in der Sonne

    Dirk

  • Nur einen Tag später immer noch bei sonnigem Wetter unterwegs in meiner Heimatstadt Bergisch Gladbach.

    Eine Tour vom Papiermuseum in der Dombach bergauf zum Igeler Hof und zurück durchs Strundetal.

    Gleich am Parkplatz Dombach die typischen und zuverlässigen Frühblüher, die Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

    Kurz vor dem Igeler Hof das erste Buschwindröschen (Anemone nemorosa) dieses Jahr

    und auch das Scharbockskraut zeigt die ersten Blüten

    Frühlingshimmel unterhalb des Igeler Hofes

    Am Igeler Hof

    unscheinbar, klein und blau am Wiesenrand, der Persische Ehrenpreis (Veronica persica)

    Mond über den Weiden

    gleich daneben im Baum Rabenkrähen

    von anderer Position mit Mond im Hintergrund

    über dem Strundtal ein großer Schwarm Rabenkrähen und Dohlen

    Walrand oberhalb des Strundetals

    Farn

    um diese Jahreszeit blühen unzählige Schneeglöckchen im Strundetal

    an der Igeler Mühle

    auch Krokus (Crocus sp.)

    die Igeler Mühle

    und zum Abschied grüßt der Mond über dem Strundetal

    Dirk

  • Lieber Dirk, ich bin sehr gerne mit Dir gewandert und habe mich ebenfalls an den Schneeglöckchen erfreut. Den Mund Mond :33: mitten am Tag haben wir bei unserer Wanderung am Mittwoch ebenfalls gesehen, allerdings haben wir uns etwas mehr südlich aufgehalten. Wie schön, dass wir alle den gleichen Mond bestaunen können. ;)

    Die Grüne Nieswurz habe ich in der Natur noch nie entdeckt, aber gelegentlich sah ich die Schwarze Nieswurz, die besonders häufig in der Donnersberg-Region wächst.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

    Edited once, last by Herbstblatt: Es war Frau Luna, die wir sahen und natürlich kein Mund. (March 6, 2023 at 7:24 AM).

  • Lieber Dirk,

    auch dieses Jahr ist die Natur bei euch früher dran als hier im Norden. Das Panorama am Dornheckensee ist herrlich, das würde mir auch gut gefallen. Der Mond hinter dem Baum mit dem Rabenvogel sieht riesig aus, die Ehrenpreisblüte sieht aus wie ein Gesicht (war meine erste Assoziation). Du schreibst vom "Mittagsdunst". Uns ist in den Bergen immer wieder die "Mittagsbewölkung" aufgefallen. Wenn die Sonne am höchsten steht, bilden sich Wolken, die nach ca. 1 Stunde wieder verschwunden sind.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Nach überwundener Corona Infektion (irgenwann trifft es jeden) wurde auch das Wetter nach langen ungemütlichen Wochen wieder besser.

    Viel Sonne aber kombiniert mit eisigem Wind. Ich fuhr in die Wahner Heide spazierte vom Parkplatz Altes Camp Altenrath an der ehemaligen Panzerwaschanlage vorbei durch den Hühnerbruch und zurück. Trotz der kalten Lufttemperaturen waren einige Insekten unterwegs. Nachteilig gerade für scharfe Bilder war der böige Wind.

    Bühender Schwarzdorn (Prunus spinosa) an der Panzerwaschanlage

    Weidenblüte am Hühnerbruch

    mit Sandbiene

    Frühe Buckelblasenkopffliege (Myopa tessellatipennis) -s. auch Bestimmungsanfragen #Neu4me

    am Hühnerbruch

    nicht nur in den Tälern der Nordeifel blühen jetzt die Wildnarzissen auch in der Wahner Heide gibt es ein kleines aber zuverlässig blühendes Vorkommen von Narcissus pseudonarcissus. Die Wildnarzissen sind etwas kleiner und blasser als die Zuchtformen.

    Narzissenwiese im Hühnerbruch

    klein und unscheinbar der Bauernsenf (Teesdalia nudicaulis)

    eindeutig zu schwer für die kleine Blüte

    hoch über mir kreisten ein paar Rotmilane

    Weidensandbienen ?? am Boden

    und am Bau

    und an Weidenblüten

    hier noch nie gesehen, eine Blutbiene (Sphecodes albilabris) #Neu4me

    und der Bläulichviolette Tatzenkäfer (Timarcha goettingensis) #Neu4me

    kurz vor der Panzerwaschanlage noch ein Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) an der Mineralientankstelle

    an der Panzerwaschanlage sonnten sich die ersten Teichfrösche

    und wer anhand der Bilder glaubt er wäre einsam mitten in ruhiger Natur muß hier in der Heide und gerade am Hühnebruch damit leben (die Fauna hat damit ganz offensichtlich kein Problem):

    Startende Jets

    National Airlines Boeing 747-412

    Eurowings Airbus A319-112

    Lufthansa Airbus A320-271N

    Pegasus Airbus A321-251NX

    Viele Grüße

    Dirk

    Edited once, last by Dirk_GL (April 11, 2023 at 3:11 PM).

  • Nach überwundener Corona Infektion (irgenwann trifft es jeden)

    - kann ich bestätigen! Ich hoffe, es war nicht zu schlimm und Du hast keine Nachwirkungen! Deiner Tour nach, müsste es mit der Luft aber wieder gegangen sein.

    Ganz schön viel hast Du gesehen, beneidenswert! Es ist dort immer so abwechslungsreich.

    Die Flieger sehen so aus, als würden sie einem dort direkt um die Ohren fliegen! Da sie starten, dürfte es ziemlich laut zugehen...

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Deiner Tour nach, müsste es mit der Luft aber wieder gegangen sein.

    Hallo Addi,

    Atemprobleme hatte ich während der Infektion keine. Aber sonst das ganze Programm (Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Appetitlosigkeit, Geschmacksverlus- / veränderung). Leider hatte ich vorher schon seit Anfang November Probleme mit der Halswirbelsäule und bin deshalb weder zum Sport noch in die Natur gegangen. Genau so fühlt sich jetzt meine Kondition an: nicht mehr vorhanden. Nach 3 km ist die Luft raus, Ende der Tour.

    Dirk

  • Oh je, das hört sich sehr mühsam an! Bei mir war es letztens nur wie eine Erkältung und ein, zwei Wochen kaum Puste, wenn es bergauf ging. Ich hatte viel Glück gehabt.

    Ich hoffe, dass es für Deine Halswirbelsäule Behandlungsmöglichkeiten gibt, so dass Du Dich bald auch wieder länger in der Natur bewegen kannst!

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hallo,

    sowohl das Tier auf Bild 7921 als auch das vorne auf 8212 (im Hintergrund wohl eine Colletes cunicularius) scheinen mir keine Andrena vaga zu sein, und auch bei dem auf Bild 8050 bin ich nicht restlos überzeugt. Zum einen gibt es eine ganze Reihe von Andrena-Arten, die Weidenpollen für die Brut eintragen, zum anderen ruhen sich weitere Arten auch mal auf einem Kätzchen aus und / oder nehmen Nektar auf. Das Tier an der Narzisse (Bild 8068) ist eine Mauerbiene (Osmia, vermutlich O. cornuta).

    Viele Grüße

    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Lieber Dirk,

    wild blühende Narzissen sieht man nicht oft, eine sehr schöne, gut tragende Fundstelle hast du da. Sehr schön finde ich den Tatzenkäfer, der ist mir bislang nicht begegnet. Jetzt habe ich in der Verbreitungskarte und der Roten Liste für Schleswig-Holstein nachgesehen: 2 Fundpunkte, RL1, extrem selten und stark zurückgehend. Na, dann ist das kein Wunder. Also für NRW auch ein sehr schöner Fund.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Mal blöde gefragt: wer hat die Andrena vaga und wer die Sphecodes albilabris bestimmt? Die Frage rührt daher, dass beide Gattungen nicht leicht in der Bestimmung sind. Andrena vaga sollte für die ersten beiden Fotos richtig sein. Die Bienen, die sich von den Weidenblüten erheben, sind aber mit Sicherheit keine A. vaga. Hinzu kommt, dass die Andrena vaga ein Männchen ist, wo es mit der Bestimmung etwas schwieriger wird, aber ich denke, sollte passen. Auf den Weidenblüten ist das fliegende Tier ein Weibchen und das sitzende Tier ein Männchen. Aber meiner Meinung nach beide nicht A. vaga. Wobei das Männchen wohl schon Gattung Andrena sein sollte, das fliegende Weibchen aber möglicherweise nicht mal der Gattung zugehörig.

    Gattung Sphecodes ist ebenfalls nicht ohne in der Bestimmung. Ich weiß aber nicht, ob Spezialisten die Arten am Foto unterscheiden können.

    Liebe Grüße

    Klaas

  • Der Mai ist gekommen - Unterwegs in der Wahner Heide Teil 1

    Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen unterwegs am Herfeld entlang der Querwindbahn des Kölner Flughafens.

    Ausgangspunkt der Parkplatz am ehemaligen Camp Altenrath

    In den Wiesen blühen:

    Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)

    Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta)

    Löwenzahn (taxacum sp.)

    Am Wegesrand Besenginster (Cytisus scoparius)

    am Herfeld

    Frühlingsfingerkraut (Potentilla verna)

    Gewöhnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium)

    hier mit Ackerstiefmütterchern und Roter Taubnessel

    auch in größeren Beständen

    ebenfalls in Blüte die Stermieren (Stellaria holostea)

    auf Ansitz im Herfeld - Schwarzkehlchen -m-

    in den Gräben tummeln sich die Wasserfrösche...

    natürlich auch mit lautem Quaken

    gleich geht es weiter mit Teil 2....

  • Der Mai ist gekommen - Unterwegs in der Wahner Heide Teil 2

    während der Froschfotografie plötzlich ein Schatten über uns.

    Ein Mäusebussard auf Patrouille. Schnell die Kamera hoch (was bei 5 kg mit Stativ und Tele nicht ganz einfach ist), leider mit den Einstellungen für Frösche im Wasser.

    Trotzdem noch brauchbar.

    Heidelandschaft am Herfeld

    hier blühen noch ein paar Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

    nochmal Taxacum

    in der Heide zwitscherten ein Menge Vögel aber fotografieren in den belaubten Büschen und Bäumen ist zwecklos.

    Zu hören waren alle hier vorkommenden Grasmücken: Dorngrasmücke, Gartengrasmücke, Mönchsgrasmücke und Klappergrasmücke.

    Dazu ein Rebhuhn, mehrere Nachtigallen im Wettstreit und ein Kuckuck. Und natürlich Fitis, Zipzalp, Rotkehlechen und Meisen.

    Immerhin konnte ich einen Zilpzalp in größerer Entfernung fofografieren so das bei der hohen Luftunruhe (kalte Luft kombiniert mit starker Sonneneinstrahlung) nur 3 von ca 50 Bildern brauchbar waren.

    und dann waren da noch Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas)

    eine noch nicht bestimmte Fliege

    und ein verunglückter Mistkäfer

    nach der Bergung...

    zum Abschluß an der ehemaligen Panzerwaschanlage noch ein paar Wasserfrösche. (immer lustig wenn Besucher vom Parkplatz Frösche im Teich suchen und keine finden). Ja, die Grünröcke sind halt gut getarnt und haben bei schönem Wetter auch ihre speziellen Sonnenbadplätze.

    Dirk

  • Hallo Dirk,

    der Wonnemonat Mai macht seinem Namen Ehre,und deine Bilder zeigen eindrucksvoll das es so ist.

    Euphorbien begeistern mich immer wieder, diese gelblich grünen Blüten sind einfach zu schön.

    Das Hasenglöckchen und selbst der Löwenzahn was für eine Pracht. Ich könnte geradezu weiterschwärmen.

    Aber die Frösche sind dir sowas von gelungen, ich bin begeistert.

    Liebe Grüße Wiltrud

  • Die Frösche - und der Mäusebussard! :28:

    Liebe Grüße
    Susanne

    "Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt!" (Wilhelm Busch)

    Tierartenliste 2024 gesamt: 595, neu: 67, Vögel: 116, Nachtfalter: 108, Disteltiere: 54

  • Danke für die wunderbaren Fotos, Dirk. Der Mäusebussard im Froschmodus ist Dir doch bestens gelungen (und dann noch bei 5 kg Ausrüstung stillhalten...).

    Durch Deine Benennung der Pflanzen erkenne ich einige wieder, die ich auch schon gesehen habe, und kann mir (hoffentlich) so ihre Namen langsam merken.

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!