Wanderungen im Jahr 2023

  • Stimmt schon. Aber ein paar Schluchten, Steinbrüche und riesige Felsen, die herumliegen, würden mich auch erfreuen...

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."


    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Aber ein paar Schluchten, Steinbrüche und riesige Felsen, die herumliegen, würden mich auch erfreuen...

    Liebe Addi, gerne nehme ich Dich und natürlich auch die anderen Mitglieder des Forums mit zu den Felsen.


    Nachdem es gestern am Morgen leicht schneite und mittags die Sonne hervorkam, haben wir die Wanderschuhe angezogen und sind bei der Gemeinde Lemberg einen kleinen Rundweg am Ringstein und danach zum Aussichtspunkt "Langmühler Aussicht" gewandert.


    Start unserer Tour war der Parkplatz unterhalb der Burg Lemberg. Allerdings war nicht die Burganlage unser Ziel, sondern der Wald gegenüber des Burgberges. Wir wählten einen Rundweg um den Ringstein, eine Felsformation aus zerklüftetem Sandstein.












    Hier sah ich einen Baum, dessen Rinde seltsam zerklüftet war. Ich glaube, es war eine Buche. Wir konnten uns dieser zerfurchte Rinde nicht erklären.







    Auf der Nordseite des Berghanges sind die Bäume voller Moos. Hier scheint es ständig feucht zu sein. Auf manchen herumliegenden Baumstämmen lagen noch einige Schneereste. Hier in der Region sind insgesamt nur 1 cm Neuschnee gefallen und weil es nicht kalt genug war, auch gleich wieder weggetaut.







    Für meinen Geschmack war dieser Rundweg viel zu kurz. Nach einer dreiviertel Stunde kamen wir wieder auf den breiten Wanderweg und folgten ihm noch ein Stück bis zum Aussichtspunkt "Langmühler Aussicht". Von hier aus kann man auf das Dörfchen Langmühle, eine Annexe der Gemeinde Lemberg, blicken.













    Wir gingen nun weiter zum sogenannten Bassin, einem Betonbecken mitten im Wald. Mich faszinierte hier die Spiegelung der Bäume auf dem Wasser.









    Ich weiß von Erzählungen, dass die Goldfische hier schon viele Jahre im Becken leben. Es wird von Angehörigen der Feuerwehr betreut. Sie halten das Wasser frei von Unrat und sorgen dafür, dass es den Fischen gut geht. Auf dem Wasser schwimmen Platten aus Styropor, damit bei Kälte nicht die gesamte Wasserfläche zufriert und die Fische noch atmen können. Es ist tief genug, dass es nicht bis zum Boden zufrieren kann.


    Einst wurden diese Goldfische aus einem privaten kleinen Fischteich gerettet, der bei Hitze auszutrocknen drohte. Kurzerhand hat man die Goldfisch hierher ins Becken gebracht, sehr zur Freude der Wanderer. Wer es weiß, der macht hier Halt und beobachtet die Fische im Wasser.


    Ehe wir wieder zurück am Parkplatz sind, staune ich über die Holundersträucher, die schon kräftig ausgetrieben haben. Für Mitte Januar ist dies sehr ungewöhnlich.


    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Danke für die wunderschöne Tour! So viele tolle Felsen...

    Aber wie kommt ein Betonbecken in den Wald? Die Geschichte der Goldfische ist schön!

    Hier sah ich einen Baum, dessen Rinde seltsam zerklüftet war. Ich glaube, es war eine Buche. Wir konnten uns dieser zerfurchte Rinde nicht erklären.

    Das wird eine Hainbuche sein und wenn ich nicht völlig falsch liege, hat das was mit der sog. Spannrückigkeit zu tun.

    Im Baumforum wird über die Ursachen diskutiert.

    Viele Grüße

    Addi

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    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."


    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hallo Addi,

    danke für den Hinweis. Ich habe nachgelesen, was zum Thema Spannrückigkeit geschrieben wurde. Es könnte zwar passen, aber ich bin mir da nicht ganz sicher. Mir war aufgefallen, dass nur ein einziger Baum solch eine verformte Rinde hat und keine anderer in diesem Wald.


    Ich werde das Thema mal weiter beobachten.


    Das Beton-Becken (siehe obiger Beitrag) stand schon in meiner Kindheit dort und ich erinnere mich an Wanderungen mit dem Pfälzerwaldverein und meinen Eltern während meiner Kindheit zu diesem Bassin. Wir gehen davon aus, dass es sich um ein Wasserrückhaltebecken handelt, das gebaut wurde, weil es in der Nähe kein Löschwasser für eventuelle Waldbrände gibt. Das wäre auch eine Erklärung, warum es von den Leuten der Feuerwehr gepflegt und erhalten wird.


    Gestern waren wir im Schwarzwald und haben einige Stunden Winter genossen. Am Mummelsee lagen 10 cm Neuschnee.











    Bei minus 5 Grad war die kleine Wanderung am See eine Herausforderung. Während Herr Pfälzer bibberte, habe ich mich wie ein kleines Kind über die weiße Pracht gefreut. Er durfte dann auf einem ungeräumten Parkplatz an der Schwarzwaldhochstraße den Allradantrieb am neuen Auto ausprobieren.


    Dieses Schild habe ich gesehen und finde es lustig:


    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Bis gestern gab es in der Nähe eine Burg, die wir noch nie besucht hatten. :) Das haben wir jetzt geändert. Schon morgens schien die Sonne und ein blauer Himmel lockte uns raus in die Natur. Diesmal waren wir in Hohenecken, einem Vorort der Stadt Kaiserslautern. Dort steht die Burgruine Hohenecken aus der Stauferzeit. Von der Kirche aus sind wir den Ritter-Reinhard-Weg hoch zur Burg gelaufen. Mit guten Schuhen machte der teilweise eisige Boden wenig Probleme.







    Der Wald zeigte sich hier winterlich und wir genossen diesen Anblick, als wir dem Weg den Berg hinauf folgten.



    Droben auf dem Plateau des ca. 350 Meter hohen Schlossberges lag die Ruine in herrlichem Sonnenschein. Nur im Winter, wenn die Bäume kein Blattwerk haben, kann man von hier aus bis über das Landstuhler Bruch schauen. Das ist eine Talsenke und Moorniederung von 3.200 ha Größe, zwischen dem Haardtgebirge und dem Nordpfälzer Bergland gelegen. Man überblickt von hier oben aus auch den Ort Hohenecken.





    Wir betreten nun über eine Treppenanlage die Oberburg. Die frühere Wehr- und die Wohnanlagen wurden im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 zerstört. Erhalten blieb nur eine 11 Meter hohe Schildmauer und Reste des fünfeckigen Burgfriedes. (Quelle: Informationen der Burgenverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz).








    Hier oben fanden wir kleine Schneemänner. Mit dem Bildbearbeitungsprogramm habe ich mir ein Späßchen erlaubt und ihnen Gesichter gegeben.

    Wir haben dann auch einen Schneemann gebaut.
















    Zurück auf dem Plateau haben wir die Aussicht genossen und sind dem Geruch von Weidetieren gefolgt. Der gesamte Berghang wird von Ziegen beweidet. Eine Informationstafel erklärt, dass sie alleine es nicht schaffen, den Bewuchs am Berg kurz zu halten und von dem Förderverein unterstützt werden müssen.





    Noch ein letzter Blick auf die Burg, dann sind wir den Weg wieder hinab in den Ort gelaufen.



    Auf der Heimfahrt, die wie am Freitag über die Höhe bei Johanniskreuz ging, mussten wir auf dem gleichen Parkplatz wieder anhalten. Die winterliche Landschaft mit dem blauen Himmel war zu schön.


    Hier sind wir noch einige Schritte durch den Schnee gelaufen.














    Ich habe es mir nicht vorstellen können, dass wir nach den warmen Tagen an Weihnachten und Neujahr doch noch einen richtigen Winter bekommen. Schön war die märchenhaft verzauberte Winterlandschaft dort droben auf der Höhe!

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

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