Wandern ohne Grenzen im Naturpark Pfälzerwald

  • Gestern am Nachmittag bin ich eine Runde gelaufen. Als ich losging regnete es, aber später kam doch noch die Sonne zum Vorschein. Diesmal bin ich nur einen Weg vom Ortsrand aus ungefähr zwei Kilometer durch den Wald gelaufen, um frische Luft zu bekommen.



    Auch im Alter darf man kindisch sein. Mein Mandala aus Kastanienblättern soll auch andere Spaziergänger erfreuen, wenn sie es denn wahrnehmen.




    In der Wiese habe ich Pilze gesehen, die ich kenne. Es sind Schopftintlinge, wahrscheinlich gute Anfängerpilze. ^^



    Diesen angefressenen Pilz mit rotem Hut kenne ich nicht. Ich weiß nur, dass es kein Fliegenpilz ist.





    Ein Anruf auf dem Handy von meiner Tochter: Sie möchte auch mitlaufen und ich warte am Ortsrand, bis sie angefahren kommt. Dann laufen wir gemeinsam durch den Wald.

    Es gibt nichts besseres, um den Kopf frei zu bekommen, als eine Runde in der Natur zu laufen. Wir bewunderten das Glühen der untergehenden Sonne in den Baumwipfeln. Am Boden war schon Schatten.





    Dann hörten wir das Schreien von Raben und zwar von vielen Vögeln. Am Horizont zog ein Vogelschwarm zum Schlafbaum. Sie lassen sich jeden Abend auf bestimmten Bäumen nieder, um dort die Nacht zu verbringen.

    Leider waren die Vögel zu weit entfernt für die Kamera. Man kann einige als kleine schwarze Punkte am Himmel sehen.




    Als wir zurück im Dorf waren, war es fast dunkel geworden. Dabei hatten wir gerade mal kurz nach 17 Uhr.


    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • In der Wiese habe ich Pilze gesehen, die ich kenne. Es sind Schopftintlinge, wahrscheinlich gute Anfängerpilze. ^^

    Hallo

    Ja, das sind gute Anfängerpilze!


    Diesen angefressenen Pilz mit rotem Hut kenne ich nicht. Ich weiß nur, dass es kein Fliegenpilz ist.

    Richtig, kein Fliegenpilz, sondern ein Täubling. Genauer geht es dann nicht mehr.

  • Am gestrigen Sonntag waren wir nachmittags im Moosbachtal bei Dahn wandern. Mein "inneres Navi" soll uns zum Seerosenweiher führen:


    Starten Sie ihre Tour am Platz mit den Holzcontainern und folgen Sie dem Weg zwei Kilometer.



    Bitte beachten Sie, wie heftig die Quellen nun wieder sprudeln.



    Folgen Sie dem Weg, bitte bleiben Sie nicht ständig stehen, um Pilze, Moose und Flechten zu bewundern.











    Mich zog das herrliche Moos am Waldboden magisch an und ich lief ein Stück querfeldein durch den Wald.






    Bitte wenden! Gehen Sie zurück zum Weg, biegen sie nach links ein und folgen Sie weiter dem Weg.






    Sie haben Ihr Ziel erreicht. Vor Ihnen liegt der Seerosenweiher im Moosbachtal.










    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Hallo, Ingrid,

    das Moosbachtal, aaach das Moosbachtal, das ist einfach nur wunderschön. Ich kenne es nur aus dem Sommer, es ist aber offenbar auch im Spätherbst noch einen ausgedehnten Spaziergang wert. Die Artenvielfalt im Sommer ist im Moosbachtal einfach atemberaubend, wir sind dort öfter gewesen, aber das war mehr stehen und schauen als Strecke machen. Ich habe jetzt extra nochmal nachgeguckt, bis zum Seerosenteich haben wir es nie geschafft. Nach deinen schönen Bildern war das offenbar schade. Danke, dass du mir wieder allerschönste Urlaubserinnerungen wachgerufen hast.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • das Moosbachtal, aaach das Moosbachtal, das ist einfach nur wunderschön. Ich kenne es nur aus dem Sommer, es ist aber offenbar auch im Spätherbst noch einen ausgedehnten Spaziergang wert.

    Dieses Tal ist zu jeder Jahreszeit schön. Wir sind hier öfter unterwegs. Ich liebe es vor allem, weil man nur wenige Leute trifft und es viel zu schauen gibt. Die Anfahrt erfolgte vorbei am Neudahner Weiher bis zu den Bunkern neben der Forststraße. Ab hier darf man nicht mehr mit dem Auto weiterfahren. Die Forststraße führt hoch auf den Braunsberg und von dort aus wieder runter in Richtung Salzwoog.

    Der Seerosenweiher liegt ab den Bunkern ungefähr 2 Kilometer entfernt im Wald und wären wir noch 1,5 Kilometer weiter gelaufen, hätten wir die Moosalbquelle erreicht.

    In der Nähe befindet sich auch eine Pfälzerwaldhütte, aber die meiden wir, weil dort viel zu viel Trubel herrscht.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Gestern habe ich mich in den Wald beim Laubbrunnen verlaufen. Nein, ich hatte mich nicht verirrt. Wir benutzen den Ausdruck "verlaufen", wenn wir ungeplant länger unterwegs sind.


    Nach dem Regen in der Nacht kam die Sonne hervor und es war schön, alleine in der Natur zu sein, ganz ohne Zeitdruck und Hektik.















    Hinter dem Brunnen führt ein schmaler Pfad ins Tal, vorbei an bemoosten Felsblöcken und dem kleinen Bächlein, dessen Wasser aus dem Brunnen fließt.

    Hier ist es ständig feucht und so wachsen Moose besonders üppig.






    Pilze habe ich auch gesehen.











    Ein Stück weiter fand ich diese hübschen Exemplare.










    Ein morscher Baumstumpf war mit diesen Pilzen bewachsen.










    Gleich daneben zwischen den Blättern am Boden sah ich einen Pilz, der mich an ein kleines Elch-Geweih erinnerte.




    Es ist für mich ein Stück Freiheit, einfach so loslaufen zu können, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen. :74:

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

    Edited once, last by Herbstblatt ().

  • Hallo, Ingrid,

    der Laubbrunnen macht seinem Namen alle Ehre :D . Die "Elchgeweih-Pilze" gehören zur Geweihförmigen Holzkeule Xylaria hypoxylon, dadrüber ist der Gallertfleischige Fältling Phlebia tremellosa und bei den Pilzen am alten Holz sehe ich die Schmetterlingstramete Trametes versicolor.

    Du hast sehr schnell erkannt, dass die Ansicht der Unterseite wichtig ist :thumbup: .

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Ich habe bei der Aufnahme mit den Kugelspringern einen Ausschnitt vergrößert. Dass ich diese kleinen Wesen erwischt habe, war mir erst bei dem Kommentar von Addi bewusst.


    Vielen Dank dafür, liebe Addi!



    Ab sofort schaue ich noch genauer hin, wenn ich unterwegs bin.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Dafür, dass Du sie "aus Versehen" erwischt hast, sind sie sehr gut geworden... Und gleich so viele auf einmal.

    Ab sofort schaue ich noch genauer hin, wenn ich unterwegs bin.

    Mit der Zeit wird es so sein, dass Du etwas bemerkst, was "nicht so ist, wie es sein sollte", z. B. eine bestimmte Farbe, Bewegung, Struktur. Das macht einen aufmerksam. Und dann schaut man genauer hin, entweder mit Lupe oder durch das Objektiv und findet oft etwas Neues. In den ersten Monaten meiner Ausflüge habe ich auch noch nicht so viel gesehen, wie ich jetzt sehe, das kommt schon noch. Oder durch die Erfahrung gelernt, Kugelspringer sind meist (nicht nur) auf Totholz zu finden, am besten noch im schattigen, feuchten Bereichen. Man weiß also, was man u. U. erwarten könnte und sucht dann auch gezielter nach etwas. Diese Kugelspringer sind noch von der recht "großen" Art und auch farbig. Es gibt wesentlich kleinere und auch dunkle, die man erst nach längerem Hinschauen (evtl. nur durch die Kamera) richtig sieht.

    Mir haben sie jedenfalls eine große Freude gemacht!


    Viele Grüße

    Addi

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."


    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Liebe Adelheid,

    fie Kugelspringer habe ich nicht mal auf den Fotos gefunden, obwohl du darauf hingewiesen hast.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Am Freitag sind wir in einer Regenpause auf dem Eyberg bei Dahn gewandert. Allerdings nur von einem Wanderparkplatz bis zur schönen Aussicht und zurück. Dafür habe ich sehr lange gebraucht, weil ich bei (fast) jedem Baumstumpf stehen blieb, um mir seine Bewohner näher zu betrachten.






    Die schönste Aussicht war für mich allerdings nicht der Blick auf die Berge, sondern Einblicke in das Innenleben eines morschen Baumstammes.












    Ein Stück weiter leuchtete an einem Baumstumpf etwas Rotes hervor. Zuerst dachte ich, dass es Pilze wären. Dann kletterte ich ein Stück den Hang hoch und fand rote Eier eines Insektes vor.

    Auf einem Bild sieht man sogar ein winzig kleines Insekt, das ich eingerahmt habe.







    Vielleicht weiß jemand hier im Forum, wer diese Eier abgelegt hat?


    Pilze habe ich auch gesehen.






    Der Pilz auf den nächsten drei Aufnahmen wurde am Hut von einer kleinen Schnecke abgefressen, das fand ich interessant.








    Ein Pilz-Duo wuchs gleich daneben.





    Das Holz der Schutzhütte ist leuchtend grün. Auch das habe ich mir aus der Nähe angeschaut.






    Sind das alles Holzkeulen?







    Korallenpilze habe ich auch gesehen.






    Als wir schon fast wieder am Parkplatz angelangt waren, untersuchte ich die Rinde eines gefällten Baumes. Sie ließ sich leicht abnehmen und es gab sogar einen Bewohner darunter.








    Ich bin froh, dass Herr Pfälzer mit mir viel Geduld hatte und mich beim Betrachten der kleinen Welten in und an den Baumstämmen nicht störte. Er genoss stattdessen die herrliche Aussicht.


    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald


    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

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