Farbwiedergabe beim Fotografieren - oft anders als erwartet...

  • Lieber Rügen-Uwe,

    ich bin ja auch nicht so der Mensch, der stundenlang an der Kamera arbeitet und Sachen versucht einzustellen, von denen er keine Ahnung hat.

    Deswegen bleiben meine zwei großen Kameras meist zuhause und ich bin mit der kleinen Knipse unterwegs.

    Natürlich sind die Bilder dann nicht immer optimal und orange farbecht zu fotografieren stellt sich in der Tat als Problem heraus.

    Wenn das Orange zu Gelb wird, ist es meiner Meinung nach von den Programmen zu hell belichtet (siehe auch #17).

    Das muss nicht so sein. Folgendes Bild ist z.B. mit einer Belichtungskorrektur von -1,7 aufgenommen. Also deutlich abgedunkelt.

    Es handelt sich um gestern gefundene Lärchenmilchlinge, die durch ihre leuchtend orange Färbung schon von Weitem auffielen.

    Und dann so etwas. Grünstichig, von der wunderschönen Farbe kaum eine Spur! :(



    Anschließend habe ich mittels PhotoScape einen Weißabgleich vorgenommen (ein Klick, das dauert nur Sekunden)

    Nun sehen die Pilze farblich nahezu so aus, wie ich es in Erinnerung habe! :)



    Dazu braucht es nur etwas Geduld, Ruhe, einen orangenen Pilz oder Gegenstand und zur Beruhigung des Gemütes meinetwegen auch ein hopfenhaltiges Getränk.

    :D:D:D


    LG, Nobi

  • Da ich ja immer Spaß am Ausprobieren habe, habe ich mit Affinity Photo (ähnlich wie Photoshop) zwei Wege ausprobiert, Deine beiden Pilze farblich etwas anzupassen (nur auf die Schnelle, geht sicher besser - vor allem, wenn man selber die Farbe in der Erinnerung hat).

    Beim ersten Versuch habe ich zunächst einmal das Bild heller gemacht und dann den Weißabgleichregler verschoben.

    Als ich als Erstes den Weißabgleich gemacht habe und dann das Foto heller gemacht, war es keine gute Idee (irgendwie logisch...).



    Mit dem zweiten Versuch habe ich eine andere Methode gewählt, und zwar die Tonwertkorrektur.

    Zunächst einmal die Mastereinstellung (die alle Farben betrifft), um das Bild insgesamt heller zu bekommen.



    Im zweiten Schritt habe ich die Roteinstellung genommen und diese verändert.



    Klar, so ein Programm wie Du es hast, ist sehr hilfreich. Vor allem, wenn man viele Fotos hat... Aber ich mag auch das selber herumspielen.


    Das allgemeine Problem scheint mir tatsächlich die Helligkeitssituation zu sein (nicht nur nachts werden alle Katzen grauer...!) :)

    Das Bayer-Pattern (RGB) enthält (meist) 1 Rot- 2 Grün- 1 Blau-Filter (50% Grün, 25 % Rot, 25 % Blau). Auch das menschliche Auge ist im Grünen besonders empfindlich. Die Kameraelektronik versucht ein möglichst neutrales Farbbild zu berechnen. Bei einigen Rottönen gelingt das nicht so gut -

    Und diese Tatsache wird sicher auch eine Rolle spielen...


    Viele Grüße

    Addi

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