Von wem sind diese Eier? => Noctua sp.

  • Ich bin gestern im Neuland-Park in Leverkusen gewesen und habe neben anderem, auch diese große Anzahl an Eiern an der Unterseite eines Blatts gefunden. Bis zur Art muss es gar nicht bestimmt sein, ich würde eigentlich nur gerne wissen, stammen sie von einem Schmetterling oder einer Wanze oder...

    Dieses Tonnenförmige mit dem "vorgedruckten" Rand kann ich hier nicht erkennen. Das würde auf eine Wanze hindeuten.

    Leider war es ziemlich windig und die Eier in einer Höhe, wo ich nach oben fotografieren musste. So habe ich mehr oder weniger nur eine Perspektive und richtig gut, sind die Fotos auch nicht geworden...

    Immerhin stehen dort wenigstens bei einigen Bäumen Namensschilder...

    Mein "Eierbaum" war ein



    Der ist mir bewusst auch noch nicht untergekommen.


    Der Stamm:



    Ein Blick allgemein nach oben, wo der Wind auch "zu sehen" ist...



    Und hier sieht man auch schon die Eier auf der Unterseite eines Blattes (rechts).



    Ich zeige nun einige Fotos und Ausschnitte nacheinander, die vielleicht dem Kenner ein wenig Klarheit bringen...






    Einige Eier scheinen schon leer zu sein...






    Einige Eier sind auch dunkler. Sind sie "kaputt", reifer oder parasitiert?






    Viele Grüße

    Addi

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."


    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Hallo,


    letztes Jahr wurden solche Eierteppiche gerne der Hausmutter (Noctua pronuba) zugeschrieben. Mal sehen, ob es stimmt oder ich überstimmt werde.


    Viele Grüße


    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Danke Euch Beiden! Ich habe mir gerade Noctua pronuba im Lepiforum und auf anderen Seiten angesehen. Die Eier passen haargenau, wie ich sie gesehen habe. Auch Vorkommen, Verhalten usw. stimmen. Eiablage im August, September, die geschlüpften Räupchen seilen sich dann ab, nachdem sie ihre Schale vertilgt haben und überwintern als Raupe im Boden. Erst im nächsten Jahr verpuppen sie sich. Es kann bis zu drei Generationen geben, was aber selten ist.

    Wenn beim Abseilen ein Windstoß die Räupchen erwischt, können sie auch ein gutes Stück entfernt vom Ablagebaum entfernt aufwachsen.

    Ich bin gespannt. Es ist ja nicht so weit weg von mir mit dem Rad. Da werde ich im nächsten Jahr darauf achten, ob ich die Imagos vielleicht auch sehen kann. Aber da sie primär nachtaktiv sind, wird das wohl nichts werden. Zum einen wegen mir... :31: , zum anderen, weil der Park nachts abgeschlossen ist. Leider herrscht dort immer wieder Vandalismus, den auch ein geschlossener Park nicht verhindern kann. Aber vielleicht ist es so etwas weniger...


    Viele Grüße

    Addi

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Addi

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  • Addi

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  • Hallo,


    Ihr seid zwar im Sommerhalbjahr etwas später mit Sonnenuntergang dran als ich hier in Süddeutschland, aber wenn der Park bis 22 Uhr offen ist, kann man die Imagines im August schon noch vor Toreschluss bei Dunkelheit beobachten (oder an Laternen, oder an Ködern - vollreifen Banane zieht auch gut an).


    Viele Grüße


    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

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  • Stimmt, das ist eine Idee!


    Gestern bin ich noch einmal dort gewesen, es ließ mir doch keine Ruhe und ich wollte bessere Fotos machen und war neugierig. Der Baum war schnell gefunden, aber bis ich das Blatt entdeckt hatte... Denn beim normalen Betrachten sieht es nur aus wie ein "Schmutzfleck". Und - es waren jede Menge Eier verschwunden. Entweder sind die alle gestern noch geschlüpft und haben sich gen Boden abgeseilt oder der kurze, kräftige Gewitterregen der Nacht hatte etwas damit zu tun...




    Aber nun ein paar schärfere Fotos:






    Viele Grüße

    Addi

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

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    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • es ließ mir doch keine Ruhe und ich wollte bessere Fotos machen

    Das letzte Bild ist ganz hervorragend gelungen, die Struktur der Eier ist sehr schön erkennbar. :97:


    Aber wo sind die restlichen Eier? :91:

    Wenn die Raupen geschlüpft wären, dann müsste man eigentlich noch die leeren Eihüllen auf den Blättern sehen, wie hier (Mitte):

    Noctua pronuba - LepiWiki


    Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ein Regenschauer sie abgespült hat.

    Aber wer hat sich dann an den Eiern zu schaffen gemacht, Vögel oder Schnecken? :92: Und diese merkwürdigen dunklen Gebilde neben den Eiern, man könnte denken, daß das Reste von beschädigten/zerquetschten Eiern wären.

    Wieder mal so eine spannende Addi-Beobachtung. :thumbup:

    Es findet sich hier bestimmt jemand, der eine Erklärung dafür hat.

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Aber wo sind die restlichen Eier?

    Innerhalb von 12 Stunden waren wirklich die meisten weg...


    So sah es noch am Mittwoch aus:



    und gestern, Donnerstag, einen Tag später... Nur noch der blau umrandete Bereich.



    Und von dem "Geschmiere" war gestern auch kaum noch etwas da. Dies ist von vorgestern.




    Vielleicht waren es tatsächlich Schnecken...? Aber ich habe an beiden Tagen dort keine gesehen.

    Es wird wahrscheinlich ein Geheimnis bleiben...


    Viele Grüße

    Addi

    "In den kleinsten Dingen

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    ihre größten Wunder."


    Carl von Linné (1707 - 1778)

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