die kleinen aber feinen Refugien

  • Lieber als 1 km² Wirtschaftswald sind mir 1 Hektar solcher,schwer zugänglichen Refugien .

    Da kommt nicht jeden Tag jemand hin. Es ist zu steil für schweres Gerät.

    Heute im Keupergebiet vor der Alb.

    Da steht man dann plötzlich vor einer kleinen Schlucht in welcher aus mehreren Klingen (scharf eingeschnittene Täler)die kleineren Bächlein zusammen laufen



    glasklares Wasser ,es kommt aber aus darüber liegenden landwirtschaftlichen Flächen.

    Bachflohkrebse fehlen .

    Der Steinkrebs ist längst dem kleinen Dreckbären zum Opfer gefallen. Hier gab es viele Steinkrebse (vor 50 Jahren),noch einzelne vor 10 Jahren.

    die Köcherfliegenlarven sind noch vorhanden

    die Fußabdrücke der Wasserläufer auf den Grund projiziert



    nach wenigen hundert Metern ist der Bauernwald zu Ende.Das Schachbrett ist hier weniger häufig als auf den Heiden der Alb

    viel Wilde Möhre

    mit ihrer Mohrenblüte in der Mitte

    Da kommt mir noch ein Hase .Nicht Meister Lampe ,eher Meister Schlitzohr.

    Das ist wohl der Hase aus einem Witz . Da wird einem Jagdgast der Schuss auf alles was vor die Flinte kommt verwehrt .

    Darf ich dann auf den schiessen ?- ja , auf den schiessen wir auch immer.

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

    Edited 2 times, last by Werner ().

  • Das Refugium hat seinen Namen wirklich verdient! Ein wunderbares Stück Natur!

    Die Mohrenblüte habe ich noch nie so weit heraus stehen sehen. Darauf muss ich beim nächsten Mal achten.


    Viele Grüße

    Addi

  • Gibt's neben dem Kleinen Steinkrebsnascher auch den Marderhund bei Dir?

    Hab ihn hier noch nie gesehen auch seine Spur noch nie .

    Bei uns ist der Steinkrebs vielfach wegen der Krebspest verschwunden

    der hatte bei uns Glück ,weil sein Lebensraum um etwa 50 Höhenmeter über dem der Flußkrebse liegt .

    Es haben vermutlich diejenigen überlebt ,welche ganz oben im Bach lebten.


    Der Waschbär kommt mittlerweile überall hin . Es gibt in meiner Heimatstadt eine Bachstrecke wo er noch zahlreich ist.

    Da läuft aber parallel eine Gassimeile ,viel Hundepisse ,und viele Menschen über eine lange Zeit am Tag.

    Das scheint den Waschbären abzuhalten.

    Jetzt haben sie ihm um mehrere Hundert Meter weiter oben ,einen neuen Lebensraum geschaffen.

    Kein Spazierweg daneben aber ein Gehölz .

    Dem gebe ich da oben keine Chance.


    Bisam tut sich im Winter an den Bachmuscheln (Unio crassus) gütlich...

    Jammerschade ! Von der Bachmuschel hab ich lediglich mal eine stark erodierte Schale in der Jagst gefunden.

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

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