Schwarzwald und Umgebung Touren und Exkursionen

  • Teil 1 Kaiserstuhl die erste...


    In unserem Ferienquartier bei Schramberg war es am Morgen des ersten Tage eiskalt (-4°C).

    Kurz entschlossen machten wir eine Tour zum Kaiserstuhl. Eine Wanderung durch die Weinberge bei Schelingen sollte uns aufwärmen.


    Bei 22°C und viel Sonne ein gelungener Auftakt.

    Botanisch gab es viel zu sehen:

    Weinanbau bei Schelingen


    Zwischen den Reben diverse Blüten:

    Phacelia tanacetifolia


    Erdrauch (Fumaria officinalis)


    Gelb leuchtet der Färberwaid (Isatis tinctoria)


    Ausdauernder Lein (Linum perenne)


    Blick hinüber zum Badberg mit dem dahinterliegendem Totenkopf, der höchsten Erhebung des Kaiserstuhls.


    Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum)


    Blutroter Storchenschnabel (Geranium sanguineum)


    Margeriten (Leucanthemum vulgare)


    Spitzwegerich (Plantago lanceolata)


    Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)


    Wiesensalbei (Salvia pratensis)


    mit Besuch - Ein Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)


    Typisch für den Kaiserstuhl, die Weiße Turmschnecke


    Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)


    Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia)


    ein Höhepunkt eine Wiese voller Orchideen


    alles Exemplare vom Affenknabenkraut (Orchis simia)



    wir sahen auch einige Smaragdeidechsen, aber ein Foto ist mir leider nicht gelungen.

    Ich entdeckte auch einen Segelfalter über einer Wiese aber auch der wollte sich nicht fotografieren lassen.


    gleich geht es weiter...


    Dirk

  • und weiter geht es mit der Fauna.


    Falter waren sehr zahlreich unterwegs, leider die meisten etwas "Fotoscheu".


    Häufig zu sehen, der Kleine Esparsetten-Bläuling (Polyommatus thersites)



    hier eine Paarung


    Brauner Feuerfalter (Lycaena tityrus)


    Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus)


    Gitterspanner (Chiasmia clathrata)


    Unbestimmte Fliege mit Appetit auf verblühten Löwenzahn



    Weichkäfer


    Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea)


    eine Spinne untersucht meine Kamera



    noch ein paar Vögel

    Dauernd zu hören aber selten zu sehen, die Mönchsgrasmücke

    Singend im Strauch


    ...ups ich wurde gesehen..


    ...nichts wie weg.


    ein einsamer Star mit Futter


    und eine Türkentaube auf dem Dach


    und nein ich habe keinen Bienefresser und auch keinen Wiedehopf gesehen und gehört :47:

    Noch ein paar Blümchen zum Abschluß.

    Kurz vor der Blüte - Bocksriemenzunge (Himantoglossum hircinum)


    zahlreich in den Weinbergen, die Deutsche Schwertlilie (Iris x germanica)


    Klatschmohn (Papaver rhoeas)


    Gewimpertes Kreuzlabkraut (Cruciata laevipes)


    und ein Helmknabenkraut / Affenknabenkraut Hybride (Orchis militaris x Orchis simia)


    der Tag war aber noch nicht beendet. Die Rückfahrt über den Kandel und durchs Hexenloch sollte noch ein paar Highlights bringen.

    Demnächst in diesem Forum....


    Dirk

  • Rückfahrt vom Kaiserstuhl durchs Elztal und hinauf auf den 1241 m hohen Kandel. Vom Hochfrühling innerhalb weniger Kilometer in den Vorfrühling.

    Der Höhenunterschied vom Oberrheintal zum Kandelgipfel ca 1000 m.


    Am Gipfel


    Blick ins dunstige Rheintal zum Kaiserstuhl



    Gleitschirmflieger



    Weit entfernt auf einer Wetterfichte ein Turmfalke


    Die ersten Frühblüher hier Anemone nemorosa


    zartes Grün


    im Kandelwald


    ein Buchfink auf Nahrungssuche


    Blick über das Simonswäldertal zum Brend bei Furtwangen


    und nach Süden zum Feldberg


    Krüppelkiefer


    und ein Blick ins Zartener Becken


    vom Kandel fuhren wir Richtung Furtwangen mit einem Abstecher zur Hexenlochmühle, die in einem schmalen Tal liegt.

    Schon am Nachmittag kommt hier keine Sonne mehr hin. Eigentlich wollten wir an der Mühle ein paar Kleinigkeite kaufen.

    Der Aufenthalt verlängerte sich aber um einiges..


    Die Hexenlochmühle


    und am Überlauf des linken Mühlrades hatte eine Wasseramsel ihr Nest gebaut.


    die Jungen waren offensichtlich schon geschlüpft, die Amsel flog eifrig hin und her mit reichlich Futter im Schnabel.





    die Bilder sind besser geworden als gedacht. Es war ziemlich dunkel und mit 600 mm aus der Hand war der Ausschuß riesig.


    Außer der Wasseramsel entdeckten wir dann noch einige Gebirgsstelzen.

    Inzwischen war es noch dunkler geworden und die Stelzen waren natürlich zappelig und hektisch.



    sie hatten auch Jungvögel, aber die waren schon aus dem Nest und saßen aufgeplustert am und im Mühlbach.





    damit endete eine lange Tagestour..


    Dirk


    P.S. noch ein Link zu einem kurzen Wasseramsel-Video:

    External Content www.youtube.com
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  • Wunderschöne Eindrücke! Interessant, wie groß die "Jahreszeitenunterschiede" in einem so begrenzten Bereich sind - "nur", weil man in die Höhe steigt.

    Die Hexenmühle sieht sehr urig aus, erinnert mich ein wenig an ein Auto mit Anhänger... Was hättet Ihr denn dort kaufen wollen? Spezialitäten?

    Die Vogelbeobachtungen sind klasse! Ich glaube, mit einem 600er aus der Hand, hätte ich nichts Vernünftiges zustande gebracht!


    Viele Grüße

    Addi

  • Hallo,


    das mit dem Stapeln im Schnabel geht eigentlich ganz einfach: erstes Futterstück mit dem Schnabel erfassen, Zunge im Unterschnabel unter dem Stück durchschieben und dann auch damit die Beute gegen den Oberschnabel fixieren. So wird der Unterschnabel frei. Die Zunge kann jetzt auch mit der Beute ein Stück nach hinten gezogen werden, während sie den Happen gegen den Oberschnaben gedrückt hält und so wird vorne wieder Platz für die nächste Portion, die der Unterschnabel - der ja gefahrlos runterklappen kann (ohne was zu verlieren, weil das ja die Zunge hält) - mit einer Schließbewegung gegen den Oberschnabel aufpicken kann. Zunge, welche Zunge? Siehe Goldammer vom Rätsel, dort hängt sie ja zum Schnabel raus.

    Apropos Wetterfichte (die ohne Falken), die sieht mir nach Kiefer :40: aus.


    Viele Grüße


    Ziegelstein

  • Lieber Dirk,

    du hast ganz viel erlebt und gesehen im Schwarzwald, dein umfangreich bebilderter Bericht spricht Bände von einer schönen Landschaft mit wertvollem und herrlichem Inventar. Was soll ich herausheben, es ist doch alles so wundervoll fotografiert? Die Wasseramsel und die Gebirgsstelze haben es mir ganz besonders angetan.

    Deinen Hauhechel-Bläuling halte ich für den Kleinen Esparsetten-Bläuling Polyommatus thersites. Zum einen fehlt der Basalfleck auf der Vorderflügelunterseite, die Lage der relevanten Augenpunkte P2 - P3 und P4 habe ich in deinem Foto markiert.

    Polyommatus icarus - LepiWiki

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • weiter mit Schwarzwald. Hier ein Mix aus mehreren Tagen, Landschaft, Fauna & Flora.


    Im Heimbachtal bei Dornhan


    Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)


    Rüsselkäfer


    Frostiger Morgen am Schafhof bei Lauterbach (unser Quartier)




    die Goldammer ignoriert die Kälte


    Unterwegs im Sulzbachttal


    Waldsauerklee (Oxalis acetosella)


    ein Waldbaumläufer



    Sumpfdotterblume (Caltha palustris)


    Schwarzwälder Wetterstation


    von Gewitter war da nichts vermerkt. Hier zieht eins auf.


    Bergente auf Löschteich


    Im Eichbachtal bei Tennenbronn


    der Eichbach


    das erste Mal auf einem Schmetterlingspfad unterwegs, ohne einen einzigen Falter zu sehen.

    Das hatte ich noch nie.


    Kalb auf Hangweide


    Amsel


    und wieder Gewitteraufzug


    am Gaugersee bei Trossingen nach einem Gewitter - Stockenten


    Gewitterstimmung bei Trossingen


    Hahnenfuß mit Regentropfen


    am See ein Graureiher


    schöne Streuobstwiesen am See


    Kohlmeise


    Amsel


    Biberdamm


    und Eichhörnchen



    und demnächst mehr aus dem Schwarzwald


    Dirk

  • Einfach nur schöne Eindrücke! Die Wetterstimmungen, Flora und Fauna... Einen Biberdamm würde ich auch gerne einmal sehen!

    Die Schwarzwälder Wetterstation ist klasse! :)

    Aber ein Schmetterlingsweg ohne Schmetterlinge... - das ist schade.


    Viele Grüße

    Addi

  • Ein Regentag, Nieselregen und tiefhängende Wolken.

    Kein Problem, ideales Wetter für die Triberger Wasserfälle. Da ist es eh feucht und an solchen Tagen gibt es auch nur wenige Besucher.


    Die Gutach in Triberg unterhalb der Wasserfälle


    Eingangsbereich der Wasserfälle


    Und der Blick auf die Fälle



    Pestwurz


    etwas näher am Wasserfall





    Erdnußfan - der Tannenhäher


    alles ist feucht am Wasser - Pestwurz



    Blick von oben auf Triberg in den Wolken


    Kohlmeise mit Futter


    und zum Abschluß noch ein paar Bilder von der Eulenführung.

    Büscheleule....



    ...und Sibirischer Uhu ganz nah.




    so schön kann Regen sein...


    Fortsetzung folgt

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