Unterwegs in und um Leverkusen im Jahr 2022

  • Für dieses Jahr nun eine neue Rubrik für allgemeine Ausflüge...

    Gestern sind wir im Neuland-Park gewesen. Er erstreckt sich entlang des Rheins (und wurde geschrumpft für die Bauarbeiten rund um die neue Rheinbrücke) und ist vis-á-vis der Sondermüllanlage, die letzten Juli explodiert ist.

    Anfangs war das Wetter noch neblig, diesig, aber es sollte eigentlich noch besser werden.




    Je nachdem, wo man sich auf dem Gelände befindet, hat man die zweifelhafte Aussicht auf den Chempark.




    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt... :loneranger:



    Erstaunlicherweise war mein gestriger Besuch ausgesprochen "Vogellastig", aber hocherfreulich.


    Zunächst beobachtete ich eine Elster, die einen ordentlichen Zweig transportierte, ich hatte schon Sorge, dass sie abstürzen würde... Die wird doch nicht schon mit dem Nestbau beginnen!



    Und zu meiner großen Freude und zum ersten Mal für mich, sah ich einen Greifvogel sehr nahe. Er saß in einem Baum, beobachtete die Fläche vor sich und ließ sich durch unser Näherkommen überhaupt nicht stören. Im Gegenteil.

    Ich denke, dass es ein Turmfalke ist...? Korrekturen werdne gerne entgegen genommen.



    Beobachten...



    Sein Abflug hat mich dann überrascht...



    Nun flog er nur wenige Meter weiter und begann mit dem Rüttelflug.







    Und wieder zurück zum gleichen Baum...




    Dieses Schauspiel bot er uns zwei Mal. Wären wir noch länger dort geblieben, hätten wir es sicher noch ein drittes Mal beobachten können...


    Aber damit nicht genug mit der Vögelei. Im Parkbereich, der weiter vom Rhein entfernt war, spazierte eine Möwe herum. Absolut nicht scheu. Sie ließ sich weder durch uns, noch durch einen Radfahrer stören (der da eigentlich gar nicht lang fahren durfte...!).

    Ich meine, es könnte eine Lachmöwe sein... (Korrektur nötig?).

    Einige Eindrücke, wie sie immer wieder rechts und links des Weges nach Freßbarem suchte.







    Viele Grüße

    Addi

  • Teil 1


    Dieser Tage bin ich im Sinneswald gewesen. Er liegt in Leichlingen (grob gesagt zwischen Leverkusen und Solingen) und liegt am nordwestlichen Rand des Rheinisch-Bergischen Kreises im Murbachtal.

    Man befindet sich hier in einem Tal, auf das man nur über eine kleine, enge Straße hinkommt. Aufgrund des schlechten Wetters hatte ich aber keine Parkplatzprobleme (hatte mir ein Auto geliehen) - aber das Fotografieren war nicht einfach, da dieses grau in grau zu wenig Kontrast bildete, um entweder selber gut die Schärfe einzustellen bzw. der Autofokus wusste auch nicht so ganz wie...


    Man wird begrüßt von der "Wächterin des Tales".



    Direkt hinter ihr links liegt ein Steinbruch. Leider konnte man ihn wegen akuter Lebensgefahr nicht betreten... Schade, denn ich wollte schauen, ob ich nicht irgendein Mineral hätte finden können...! Ein paar Eindrücke.





    Durch das Tal fließt der Murbach, an sich ein kleiner Bach, der bei der Flutkatastrophe natürlich auch viel angerichtet hat. Ein gutes halbes Jahr später konnte man immer noch Zerstörung erkennen.



    Der Sinneswald ist eine Kombination aus Kunst und Natur. In jedem Jahr wird ein neues Thema bestimmt, zu dem Künstler dann Skulpturen und was ihnen sonst so einfällt einreichen können und es wird dann ausgewählt, wer sein Werk zeigen darf. Noch sind die Werke von 2021 zu sehen, unter dem Motto Würde.


    Mehr oder weniger gegenüber vom Steinbruch gibt es den "Wiesenschauplatz". Dort findet man die ersten Skulpturen. Wer sich für einzelne Werke und ihre Erklärung interessiert, hat auf dieser Seite einen guten Überblick.

    Ich zeige nur ein paar Wenige, ohne Kommentar.









    Nun verlässt man den Wiesenschauplatz und geht die Straße etwas hinauf zum Waldschauplatz.

    Auch hier lohnt es sich, nach links und rechts zu schauen.

    Ein Schild, wie ich es bisher noch nicht gesehen hatte, aber wohl leider nötig ist... Allerdings frage ich mich, wie man an dieser Stelle schnell fahren kann! Mehr als Schrittgeschwindigkeit bis 20 km sind meiner Meinung nach dort eh nicht möglich...



    Ein Haus stand sozusagen in den Felsen hineingehauen...



    Auf der anderen Hauswand rechts war diese schöne Fledermaus.



    Man geht auch an solchen Häusern vorbei, typisch für das Bergische, die Kotten. Kotten heißt Kate, sie waren früher einfache Häuser, viele von ihnen wurden dann zu Schleifereien umfunktioniert. Solingen und Umgebung ist ja bekannt für seine Messer. Diese Kotten liegen immer am Wasser, da ein Mühlrad angetrieben werden musste. Viele Dörfer dort in der Gegend haben die Bezeichnung "Kotten" auch in ihrem Namen. Für diese Gegend typisch gibt es entweder Fachwerkhäuser oder die Häuser sind mit Schindeln verkleidet. An den Schindeln kann man auch erkennen, wie reich der Hausherr gewesen ist. Waren die Schindeln nur auf der Wetterseite, wohnte hier jemand, der nicht so viel Geld hatte. War das ganze Haus mit Schindeln verkleidet, wurde der Reichtum damit gezeigt...



    Über eine Brücke gelangt man auf die andere Seite des Murbachs und geht an ein paar Teichen vorbei.




    Spaß gemacht hat es mir, diesen Abfluss zu fotografieren..., es gab immer andere Wirbel bzw. die Spiegelung der Bäume gefiel mir auch!




    Nun wurde es sportlich. Denn der Wald liegt an einem doch ziemlich steilen Hang. Es war nass durch den Nieselregen, die Blätter luden zum Rutschen ein (...), der Boden natürlich sehr uneben, so dass es für mich schon eine Herausforderung gewesen ist. Zumal bei dem Wetter keiner unterwegs gewesen ist und mir hätte aufhelfen können, im Fall des Falles. Handy hätte auch keinen Empfang gehabt! Aber es ist alles gut gegangen!

    Auf dem Weg kam ich u. a. an diesen Skulpturen vorbei.







    Nun ein Blick nach unten, nach einer ersten kleinen Steigung.




    Es gab einen weiteren, aber kleinen, Steinbruch.





    Ich glaube, jetzt habe ich so langsam das Bilderkontingent erreicht und so geht es weiter in Teil 2.


    Viele Grüße

    Addi

  • Teil 2


    Es gab auffällig viele Moose und auch Farn. Anscheinend ist es dort nicht nur bei solchem Wetter recht feucht...





    Und etwas näher betrachtet:







    Viele Bäume an den Abhängen hielten sich akorbiatisch mit ihren starken Wurzeln am Hang fest...






    Hier war es wohl wirklich nötig, dass er gefällt worden ist...



    Meine Mikroskop-Kamera hatte ich natürlich auch dabei. Die zwei Fotos von dem Käfer sind grottenschlecht, weil er einfach nicht still hielt und sofort wieder aus meinem Sichtbereich lief, bevor ich scharf stellen konnte. Aber vielleicht erkennt jemand trotzdem vielleicht die Familie... Er war um die 4- 5 mm groß.



    Den Kopf wollte er mir partout nicht zeigen, aber hier sieht man wenigstens etwas vom Fühler.



    Zum Abschluss noch ein paar Natur-Eindrücke... Auch "schlechtes" Wetter hat was, wie ich finde!







    Auf dem Rückweg kam ich an Totholz vorbei, welches aber "abgesperrt" gewesen ist.





    Hier weiß ich nicht, ob das Pilze gewesen sind...



    Einer war offen. Ich habe mir ein paar "Kügelchen" mitgenommen, um sie noch genauer zu untersuchen.




    Viele Grüße

    Addi

  • Danke fürs Zeigen, liebe Addi . Den Sinneswald kenne ich auch. Ich war erst ein Mal vor einigen Jahren dort, um mir die Natur und Skulpturen zum Thema Achtsamkeit anzuschauen. Stimmt nicht ganz, kurz danach war ich dann noch zu einer Veranstaltung mit "Gongschlägen", die auch im Rahmen des Themas "Achtsamkeit" stattgefunden hat. Es hat mir sehr sehr gut gefallen!


    Das Problem der Parkplätze und der schmalen Straße hat mich bisher davon abgehalten, noch einmal dorthin zu fahren.


    Ich finde, es ist auch unabhängig von den Skulpturen sehr schön dort.


    Du hast ein Foto von dem "Höhleneingang" eingestellt. Habe ich es richtig in Erinnerung, dass dort drinnen alte Wandmalereien sind oder war das mal eine anderen Höhle ....

  • Ein guter Bericht über eine Gegend,die ich so gar nicht kenne. Besonders die Steinbrüche sind interessant, auch wenn es dort

    wahrscheinlich keine nennenswerten Mineralien gibt. Aber Fossilien könnte man vielleicht da drin finden.


    Gruß Norbert

  • Ein sehr schöner Bericht und der Beweis,daß man auch bei schlechtem Wetter die Zeit sinnvoll verbringen kann,eben z.B. wie du mit Ausflügen.Meist hat man dann wenigstens auch an sonst stark besuchten Orten mal seine Ruhe und kann alles ganz entspannt geniessen und fotografieren.

    Von den gezeigten Kunstwerken gefallen mir der Haase mit Hummel/Biene und ganz besonders die "Schweinepriester". :thumbup:

    Tropfnasse Moose sind immer besonders schöne Fotomotive.

    Den Pilz 4 mit der pelzigen Hutoberseite würde ich als Gemeiner Spaltblättling bezeichnen wollen.

    Da hätte sich ein Blick auf die Unterseite sehr gelohnt,die ist richtig schön,siehe hier (bitte auch die Gefahrenhinweise lesen):

    Gemeiner Spaltblättling = SCHIZOPHYLLUM COMMUNE (SYN. MERULIUS COMMUNIS, SCHIZOPHYLLUM COMMUNE VAR. MULTIFIDUM, SCHIZONIA VULGARIS, DAEDALEA COMMUNE)

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Das Problem der Parkplätze und der schmalen Straße hat mich bisher davon abgehalten, noch einmal dorthin zu fahren.

    Da das Wetter sehr bescheiden gewesen ist, hatte ich das Problem zum Glück nicht. Auf der Homepage wird eine Parkplatzalternative angegeben. Angeblich sind es nur 12 Minuten zu laufen, bis man dann am Sinneswald ist.

    Habe ich es richtig in Erinnerung, dass dort drinnen alte Wandmalereien sind oder war das mal eine anderen Höhle ....

    Ich habe in die Höhle hineinfotografiert. Da ich aber ins Dunkle "scharf" stellen musste, hat das natürlich nicht richtig geklappt... Ich hatte aber auch den Eindruck.



    Aber Fossilien könnte man vielleicht da drin finden.

    Dann sollte ich mich vielleicht doch einmal ins Innere wagen und hoffen, dass in der Zeit nichts weiter herunter fällt...!


    und der Beweis,daß man auch bei schlechtem Wetter die Zeit sinnvoll verbringen kann,

    Genau! Vor allem hat man, wie Du richtig sagst, Ruhe und Platz. Als ich später wieder ins "wahre Leben" zurück kam, empfand ich den Geräuschpegel als sehr störend.

    Von den gezeigten Kunstwerken gefallen mir der Hase mit Hummel/Biene

    Dann gibt es noch einen Nachschlag...





    Da hätte sich ein Blick auf die Unterseite sehr gelohnt,die ist richtig schön,siehe hier (bitte auch die Gefahrenhinweise lesen):

    So klein und so tödlich... Dabei sieht er so harmlos aus. Dann hatte ich ja Glück, dass dort eine Absperrung war und ich nicht auf die Idee gekommen bin, ihn mit nach Hause zu nehmen und mir wohlmöglich nach dem Anfassen ein Stück Schokolade in den Mund geschoben hätte...! 8|#giftig

    Ich war sicher nicht das letzte Mal dort. Zu den verschiedenen Jahreszeiten ist es dort wieder anders interesssant und auch die Ausstellung wechselt jährlich.

    Allerdings bin ich nicht allzu weit in den Wald(hang) selber gegangen, weil ich es leider nicht mehr schaffe. Denn im ganzen Wald sind Kunstwerke aufgestellt.

    Die Wege wurden schmaler und wesentlich steiler als hier.



    Aber man hätte zum Ausruhen schaukeln können...! :)




    Viele Grüße

    Addi

  • Hallo Adelheid,


    typische Bilder aus dem Bergischen Land in dieser Jahreszeit.


    Ich habe in die Höhle hineinfotografiert. Da ich aber ins Dunkle "scharf" stellen musste, hat das natürlich nicht richtig geklappt... Ich hatte aber auch den Eindruck.

    Kleiner Tipp für solche Situationen, wo auch manuelles Scharfstellen kaum hilft (zu dunkel). Klappe deinen Blitz aus und nutzden Autofokus. Das funktioniert meistens (nur wenn das Objekt zu weit entfernt ist bringt das auch nichts mehr)


    Viele Grüße


    Dirk

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!