Unterwegs in und um Leverkusen im Jahr 2022

  • Danke Uwe, wir alle vertun uns ab und an.

    Susanne, das Gedicht ist herrlich! Warum kannte ich es bisher nicht?!

    Schon beim Lesen dachte ich, dass jetzt eine Pfeife fällig wird! :30:

    Dass sie mir die stechende Fraktion vom Hals halten würde, wäre ein sehr großer Vorteil!


    Viele Grüße

    Addi

  • Dieser Beitrag ist eher ungewohnt für mich und ziemlich "Blumenlastig". Ich bin in der Stadtmitte von Leverkusen an der Doktorsburg gewesen, eine ehemalige Wasserburg. Auf einer Seite von ihr liegt der Leverkusener Stadtpark mit alten Bäumen, dann kommt erst die Dhünn. Auf der gegenüberliegenden Seite führt die Hauptverkehrsstraße in Leverkusens Stadtmitte. Im unmittelbaren Nahbereich liegt der neue Leverkusener Busbahnhof und die Großbaustelle der Eisenbahn, die schon ewig ein neues Gleis für den RRX baut, der Leverkusen durchqueren wird. Dafür und für die neue A1-Brücke wurden viele Bäume entlang dieser Bereiche gefällt (liegt alles nicht so weit auseinander). Es ist ein Trauerspiel über mehrere Kilometer.


    Nichts desto trotz ist der Garten vor der Doktorsburg ein Kleinod. Vorwiegend sind dort Pflanzen, die ein absoluter Magnet für Insekten sind und es wimmelte vor Hummeln und Bienen, auch ein paar Schmetterlinge sind unterwegs gewesen. Zum Teil waren dort Blumen, die ich noch nie gesehen habe, die aber in ihrer Form- und Farbenvielfalt wunderschön sind, so dass ich dieses Mal einen Blumenbeitrag schreiben werde...


    Schon auf dem Weg zur Doktorsburg entdeckte ich am Forum diese filigranen Blüten.



    Der gesamte Strauch sah so aus:



    Die kleine Anlage in der Übersicht.




    Der Gang links ist momentan unter anderem mit diesen interessanten Pflanzen (und Früchten!) überwachsen.



    Ebenfalls ziehen dicke Efeustränge am Gebälk vorbei...



    Die Bestimmung der vielen Pflanzen hat mich schier überfordert. Ich habe einfach ihren Anblick genossen!




    Diese zarten Blumen haben mich sehr beeindruckt!




    Die Wuchsform dieser beiden Pflanzen fand ich interessant.




    Oder auch dieses dunkle Lila. So oft sieht man (ich...) diese Farbe nicht an Blüten.



    Hier sind Schwebfliege und Hummel in trauter Eintracht unterwegs...



    Einige Brackwespen waren auch mit von der Partie.



    Und hier scheint sie in die Knospe zu stechen. Soweit ich allerdings weiß, legen sie ihre Eier in z. B. Raupen ab. Vielleicht ist dort ja eine (dadrunter)...?




    Im Schatten mühte sich ein Rotkehlchen mit einem ziemlich langen Regenwurm ab. So ungeschickt, wie es aussah, hat es sich vielleicht um einen Jungvogel gehandelt...



    Bis sie ihn allerdings soweit hatte, verlor sie ihn einige Male...



    Eine Zaunrübe habe ich dort auch entdeckt (ja, dies ist eine Pflanzen, die ich inzwischen erkenne und benennen kann!) :)

    Und dies müsste nun auch die dazugehörige Zaunrüben-Sandbiene sein.




    Und ein anderer Besucher auf der Zaunrübe.



    Allerdings trieben sich noch weitere 6-Beiner in der Anlage herum und genossen die Vielfalt.

    Der Große Kohlweißling (Pieris brassicae)



    Gemeine Stubenfliege (Musca domestica) - eventuell...



    Eine Baumhummel (Bombus hypnorum) - evtl.



    Der 22-Punkt-Marienkäfer(Psyllobora vigintiduopunctata) den ich dank Sabines guter Bestimmungshilfe identifizieren konnte. (Dabei ist mir aufgefallen, dass Du die Tafel 5 zwei Mal hochgeladen hast. Und zwar auch zwischen Tafel 1 und Tafel 2.)



    Eine Wanze...



    Und eine Wespe, muss ich noch nachgucken.



    Sowie eine Bohrfliege (Acinia corniculata)




    Viele Grüße

    Addi

  • Hallo,


    der Strauch ist wohl eine Rosskastanienart (Aesculus parviflora), danach folgen dem Überblick zwei Bilder vom Blauregen (Wisteria), ein Allium mit Honigbiene, eine Dipsacacee (Scabiosa ochroleuca?), ein fruchtendes Epilobium, dann vermutlich Phlomis gefolgt von Acanthus und einer Lamiacee (Salbei vielleicht). Auf den Blüten der Kratzdistel sitzen eine Kuckuckshummelart (Bombus, Untergattung Psithyrus) und eine Dickkopffliege (Conopidae). Nach Wespchen und Rotkehlchen folgen Bryonia und Andrena florea :thumbup:, der weitere Zaunrübenbesucher könnte eine Ackerhummeln sein. Am Lavendel sind es, denke ich, Pieris napi und nach der Fliege dann wieder eine Kuckuckshummel. An der Kratzdistel dann eine Knotenwespe, vermutlich Cerceris rybyensis. Die anderen weiß ich auch nicht besser. Jetzt, wo das mit der Andrena florea abgehakt ist, kommen wir zur nächsten Aufgabe :19: : Gilbweiderich samt Schenkelbienen (zwei Macropisarten sind möglich) samt Schmuckbiene (Epeoloides coecutiens) als deren Kuckuck (Brutschmarotzer).


    Viele Grüße und viel Erfolg


    Ziegelstein

  • Liebe Adelheid,

    danke für den Hinweis mit der doppelt eingefügten Tafel 5. Der Ziegelstein hat das schon richtig gesehen, der Große Kohlweißling ist ein Grünaderweißling.

    Die Wildbiene an der Zaunrübe sieht nun wirklich nach der Zaunrüben-Sandbiene aus.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Vielen Dank für die Bestimmungen und die Korrekturen! Da werde ich meine Fotos im Ordner richtig bestimmen und hoffentlich bleibt wenigstens das ein oder andere hängen, was die Blumen betrifft! :S

    Jetzt, wo das mit der Andrena florea abgehakt ist, kommen wir zur nächsten Aufgabe :19: : Gilbweiderich samt Schenkelbienen (zwei Macropisarten sind möglich) samt Schmuckbiene (Epeoloides coecutiens) als deren Kuckuck (Brutschmarotzer).

    :thumbup::)

    Ich meine, dass ich den Gilbweiderich und zumindest die Schenkelbiene in den letzten Tagen schon einmal gesehen habe (natürlich ohne zu wissen, was ich da vor mir habe...!). Ich muss meine Fotos durchschauen und beim nächsten Rundgang auf sie achten. Die Schmuckbiene sieht aber gar nicht so "schmuck" aus..., eher "unheimlich". Wenn ich die gesehen hätte, daran hätte ich mich sicher erinnert!

    Rückmeldung kommt - hoffentlich!


    Viele Grüße

    Addi

  • Liebe(r) Adelheid und Ziegelstein,

    nach den Zaunrüben habe ich diese Woche nochmal geschaut, sie wurden von Bienen besucht, aber das waren Honigbienen.

    Also, Adelheid, die Schmuckbiene ist doch ein richtiges Schmuckstück!


    aus diesem Beitrag von mir: RE: Welche rostbraune Wildbiene mit türkis Augen? => Schmuckbiene Epeoleiodes coecutiens

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Seit einigen Tagen habe ich ein recht schwere Augenentzündung (rheumatisch bedingt) und es wurde mir ärztlicherseits verboten, zu fotografieren! :39:

    So kann ich nur ein paar "alte" Fotos zeigen (also, so eine Woche ist es her...). Nun, so habe ich nun die Zeit, sie aufzuarbeiten. Ob ich am Bildschirm arbeiten darf, habe ich vorsichtshalber nicht gefragt...


    In Park in unserem Stadtteil wurden einige Wildblumenwiesen angelegt, die immer ein lohnenswertes Ziel sind.

    In dieser verblühten Blüte haben Ameisen ein Zuhause gefunden.





    Der gestreifte Stängel dieser Pflanze gefällt mir immer sehr gut und ich fand den Blick des Herrn so herrlich.



    Diese einsame Heuschrecke tauchte unvermittelt auf. Leider ungünstig sitzend (von wegen des Lichts - und Helles bis Weißes ist beim Fotografieren immer eine ganz schwierige Nummer).



    Diese Pflanze gefällt mir ausnehmend gut! Ich glaube, es ist Borretsch. Mit jeder Menge Trichomen versehen.



    Sehr erstaunt war ich über die Libelle. Denn dort gibt es weit und breit kein Gewässer...



    Schwebfliegen sind immer dankbare Fotomodells...



    Eventuell eine der Keilfleckschwebfliegen...



    Und endlich mal ein Schmetterling in freier Wildbahn! Allerdings sehr zugeklappt... - ein Tagpfauenauge.



    Der Käfer hier könnte aus der Familie der Rüsselkäfer stammen...



    Dieses Tierchen hier verschwieg mir allerdings seinen Namen.



    Viele Grüße

    Addi

  • recht schwere Augenentzündung (rheumatisch bedingt)

    Klingt nach dieser hier, mir bestens bekannt, leider.

    Regenbogenhautentzündung (Iritis): Symptome, Behandlung
    Schmerzen, Rötungen oder eine starke Lichtempfindlichkeit des Auges gehen in manchen Fällen auf eine Entzündung der Regenbogenhaut zurück. ► Mehr erfahren!
    augenpraxisklinik.com

    Und auch wenn`s was anderes sein sollte, schone das kranke Auge (meistens ist ja nur eines betroffen), vermeide alle Reizungen. Dauert meistens lange, bis wieder alles i.O. ist. Ich wünsche dir eine zügige Heilung ohne Komplikationen und bleibende Schäden.

    Sehr erstaunt war ich über die Libelle. Denn dort gibt es weit und breit kein Gewässer...

    Manche Arten findet man oftmals weit von Gewässern entfernt, das ist nicht außergewöhnlich.

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Genau die ist es! Sie kommt auch nach 20 Jahren immer wieder gerne... :rolleyes: Da war z. T. schweres Geschütz in Sachen Cortison notwendig und Arzttermine während Feiertagen usw. Glücklicherweise ist es dieses Mal nur ein Auge, ich hatte aber auch des öfteren schon das zweifelhafte Vergnügen, es an beiden Augen gleichzeitig zu haben... Das macht dann überhaupt keinen Spaß mehr!

    Aber auf dem Balkon fotografiere ich schon hin und wieder. Ganz kann ich es nicht lassen, auch hier ist es spannend! :loneranger:


    Viele Grüße

    Addi

  • Aber auf dem Balkon fotografiere ich schon hin und wieder.

    Schone dich dich und besonders das erkrankte Auge, helles Licht ist Gift und mit der sicherlich weitgestellten Pupille sowieso nicht zu ertragen.

    Gute Besserung!

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Liebe Addi,

    ich wünsche dir schnelle und gute Besserung für dein Auge!

    Auch dein "Archiv" hat ja einiges zu bieten. :35:

    Libellen brauchen ja nur zum Eier legen Wasser - und deshalb lungern die Männchen am Wasser rum, um ein Weibchen zu ergattern. Weibchen hingegen (wie deines, vielleicht Orthetrum sp.???), wenn sie keine Lust auf männliche Gesellschaft haben, treiben sich oft weit entfernt vom Wasser rum.

  • Danke Euch!

    Libellen brauchen ja nur zum Eier legen Wasser - ....

    Danke, Susanne. Für mich war es bisher immer eine Einheit Libelle = Wasser. Aber so wie Du es erklärst, hört es sich absolut logisch an. Zu Futtern findet eine Libelle auf so einer Wiese ja genug. Letztens hatte ich auf der Eidechsenwiese in Monheim gesehen, wie eine blitzschnell kerzengerade nach oben gestartet ist und sich einen Falter geschnappt hat...


    Viele Grüße

    Addi

  • Ich habe die Tage z,B. einen richtigen dicken Brummer (Grosslibelle) im wirren Flug über den Weg im Kleinen Marienburgpark in Monheim gesehen. Ich wartete, aber sie wollte sich nicht hinsetzen, so dass ich sie nicht identifizieren konnte. Grosse Königslibelle war es aber glaube ich nicht, Eher Mosaikjungfer …, da wäre ein Foto toll gewesen.

    Dort gibt es auch keinen Teich.

  • Man sollte vielleicht auch dazu sagen, dass der Lebensweg der Libellen wie folgt aussieht:


    Nach dem Schlupf fliegen Libelle relativ schnell los. Sie brauchen nicht all zu lange, bis das Chitin der Flügel ausgehärtet ist. Ihr Flug führt sie vom Gewässer ihrer Kindheit weg, denn sie müssen erstmal reifen. Das heißt, sie vergnügen sich ein paar Tage mit Rumfliegen, Beute machen, Fressen, rumlungern, sonnen und anderen Dingen. Erst nach der Reifung der Geschlechtsorgane kehren sie an die Gewässer zurück, dabei nicht zwingend an das Gewässer der eigenen Kindheit. Libellen sind sehr mobil. Die Männchen halten sich dann großen Teils am Wasser auf, um Reviere abzustecken und eben Weibchen "anzugraben", sich mit diesen zu paaren und je nach Art auch die Eiablage überwachen. Zumindest eine Zeit lang. Die Überwachung des Reviers ist aber sehr arbeitsintensiv, so dass sich die Männchen im Verlaufe eines Tages etliche mal ablösen und die erschöpften Kandidaten erst mal wieder ein kurzes Stück ins Hinterland fliegen, um neue Kraft zu tanken und zu fressen, wenn sich zweites nicht am Gewässer ergibt. Die Weibchen kommen nur zur Paarung und zur Eiablage ans Gewässer. Danach verdrücken sie sich ins Hinterland, teilweise weit weg vom Gewässer, bis sie neue Eier gebildet haben und für Paarung und Eiablage wieder an ein Gewässer fliegen.


    Auffallend ist, dass frisch geschlüpfte Libellen Lack glänzende Flügel haben. Die sehen wirklich aus, wie mit Klarlack überzogen und glänzen entsprechend. Dieser Glanz verliert sich im Laufe einiger Tage, bleibt aber zumindest ein paar Tage erhalten, so dass man die frisch geschlüpften Kandidaten abseits der Gewässer problemlos als solche erkennen kann.


    Liebe Grüße

    Klaas

  • Liebe Adelheid,

    nun komme ich auch noch hinterhergekleckert: auch ich wünsche dir gute und schnelle Besserung.

    Deine Libelle könnte der Große Blaupfeil Orthetrum cancellatum sein.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

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