Mikroskop-Kamera

  • Ich habe mir ein kleines "Spielzeug" zugelegt, mich sozusagen selbst beschenkt. Und zwar für nicht einmal 30 Euro habe ich mir eine Mikroskop-Kamera gekauft. Ich hatte vorher die Bewertungen durchgelesen, war ein wenig skeptisch, aber es reizte mich zu sehr. Vor allem, da ich das "Kleinzeug" ja so liebe.

    Gerade habe ich sie ausprobiert und bin sehr begeistert.

    Man kann sie zum einen an den PC anschließen und entweder von beigefügter CD das Programm installieren oder von deren Homepage herunterladen. Mit ihm kann man Aufnahmen machen (Einzelbilder, automatische Bilder bestimmter Anzahl pro Minute oder Video).

    Man kann das Gerät aber auch ans Smartphone anschließen, ein Adapter liegt bei und das ganze kam in einer stabilen Tasche, die ruhig auch herunterfallen kann, ohne dass etwas kaputt geht.

    Ich muss allerdings noch herausbekommen, ob man mit dem Smartphone die Bilder auch speichern oder nur gucken kann.

    Der Ständer, der auch dabei ist, ist allerdings nicht gerade stabil, da werde ich noch ein wenig fummeln müssen.

    Ich hatte hier ein paar Insektenopfer, die ich im Laufe der Zeit gefunden hatte und sie dienten mir nun als Anschauungsmaterial. Es gibt auch eine Zoom-Funktion, angeblich kann sie zwischen 40 und 1.000x vergrößern. Das ist schwer abzuschätzen, weil man es nirgends einstellen kann, man dreht einfach am Rädchen.

    Wenn man es frei Hand macht, braucht es ein wenig Übung, damit man nicht zu sehr wackelt. Denn, wie bei Makros, machen schon kleine Bewegungen das Bild unscharf.

    Ich werde sie bei meinem nächsten Besuch zu den Springschwänzen mitnehmen. Aber auch z. B. Moose oder Blütenkelche werden sicher ein interessantes Motiv abgeben und noch eine ganze Menge anderes, wie z. B. langsame Insekten ohne großartige Fluchttendenzen, und dann natürlich leider das ein oder andere Opfer, was man ja schon einmal findet...

    Anbei meine ersten Beispielbilder, die sicher noch ausbaufähig sind... Begutachtet habe ich einen Falter.









    Hier habe ich das Gerät an das Smartphone angesteckt, um die Helligkeit des Lichtes zu zeigen.



    Viele Grüße

    Addi

  • Hallo,


    so ein Ding hätte mich auch interessiert. Aber die negativen Kommentare,die ich in verschiedenen Communities darüber gelesen habe,

    haben mich bisher abgehalten eins zu kaufen.

    Da bin ich mal auf Deine weiteren Erfahrungen gespannt.


    Gruß Norbert

  • Aber die negativen Kommentare,die ich in verschiedenen Communities darüber gelesen habe,

    haben mich bisher abgehalten eins zu kaufen.

    Deswegen war ich auch sehr skeptisch und ich habe eine ganze Zeitlang überlegt. Vor allem tat sich mir auch der Unterschied zwischen dieser und einer, die 20 Euro teurer war nicht auf. Hier zu Hause hat sie mich schon überzeugt (bis auf den Ständer - aber da kann man basteln). Für Deine Mineralien könnte ich sie mir gut vorstellen.

    Ich bin gespannt, wie sie sich draußen machen wird. Die Handhabung, wie Einstellung und möglichst ruhig halten, ist Übungssache.


    Viele Grüße

    Addi

  • Nun habe ich auch die benötigte App für das Smartphone heruntergeladen, damit ich die Fotos speichern kann und erste Versuche gemacht.

    Ich muss noch etwas üben, wie ich die Kamera am besten halte und vor allem auch ruhig halte. Der nächste Test wird dann draußen stattfinden!

    Hier meine ersten Fotos, wo ich die Mikroskop-Kamera mit dem Smartphone verbunden habe.







    Natürlich ist es mit der Qualität von teuren Mikroskopen nicht zu vergleichen. Aber um neue Einblicke zu bekommen und einfach, weil es interessant und aufregend ist, lohnt es sich!


    Viele Grüße

    Addi

  • Hm... wie funktioniert das mit dem Speichern der Bilder? Irgendwie durchblicke ich das noch nicht ganz....


    Details kann man erkennen.... die Qualität ist nicht so berühmt, wie du schon selber schreibst...

  • Dass die Qualität noch nicht so berühmt ist, liegt wohl eher an mir... Da muss man einfach ein wenig üben, bis man es raushat, den richtigen Abstand zu haben und dann scharf zu stellen. Das wird sicher noch besser. Jetzt war ich auch noch aufgeregt, weil ich es so spannend finde...! :30:

    Zum Speichern: man hat sich ja ein kleines Programm aufs Handy bzw. den Computer gespielt (mittels beiliegender CD) oder per Download (ich hatte nämlich ganz vergessen, dass ich keinen DVD-Player mehr habe....!). :33:

    Man geht auf die Webseite des Herstellers, dort gibt es Downlaodmöglichkeiten für diese Betriebssysteme:

    Windows, Mac, Chrome, Linux, Android, Update Driver for Windows. Vom iphone habe ich nichts gesehen, aber auch nicht danach gesucht.

    Ich habe dort jeweils für Windows auf dem Laptop und Android fürs Smartphone auf den entsprechenden Geräten, das Programm heruntergeladen, das war es. Nun kann man wählen, zwischen einem Einzelbild, xxBilder pro Minute oder Video. Auf einen der drei Möglichkeiten klickt bzw. drückt man dann und schon ist die Aufnahme gespeichert. Man kann sie direkt sehen. Mit einem Doppelklick kann es dann öffnen und entsprechend irgendwo auf dem PC oder sonstwo speichern. Aber vorher kann man erst einmal so viele Fotos machen, wie man möchte.


    Viele Grüße

    Addi



  • Meine Meinung, ein guter Fotoapparat kann das besser.

    Mit Sicherheit, gerade für diesen Preis. Aber mit meinem Fotoapparat verhindert die Naheinstellgrenze eine solche Annäherung, selbst mit dem Makro. Und ich habe mir das Teil zugelegt, um eher dem "Forscheraspekt" nachzugehen, also mit eigenen Augen Einzelheiten zu sehen, die weder mit dem bloßen Auge, noch mit dem Makro zu sehen sind. Selber gucken oder in Büchern, das ist schon ein Unterschied... Man kann es ja auch nutzen, um zu sehen, ob eine achtbeinige Freundin zu Hause ist... oder, oder, oder. Moose stelle ich mir auch interessant vor. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    Für so wenig Geld zeigt doch das Gerät immerhin was du sehen willst .

    Stimmt genau!


    das Teil muss immer entweder mit dem PC oder mit dem Handy verbunden sein? Mittels Kabel?

    Richtig. Das Kabel, sowie der Adapter (für das Handy) sind ja mit dabei und die Tasche. Sobald man das Gerät mit Laptop oder Handy verbindet, leuchtet es. Gerade habe ich gesehen, dass man die Lichtstärke auch modifizieren kann, was ja evtl., je nach Hintergrund Sinn macht, mittels eines Rädchen am Kabel.

    Hier ist das Gesamtzubehhör. Ganz unten, wo die Verdickung am Kabel beginnt, ist das Rädchen für die Lämpchen angebracht. Der rote Punkt ist für Zoom, und auf der gegenüberliegenden Seite ist noch ein Rad, wo man die Schärfe einstellen kann. Oben ist der Adapter für das Handy.



    Ich habe nun etwas konzentrierter ein paar Aufnahmen gemacht...




    Und hier ist das Programm mit seinen Einstellungen:



    Auf dieser Seite ist man beim Hersteller. Ich habe es allerdings beim großen A bezogen.

    Der mitgelieferte Ständer ist, wie oben schon gesagt, Schrott, aber sie bieten da einen stabilen für lau an. Ich habe sie angeschrieben und bin gespannt, ob ich nun einen bekomme...


    Viele Grüße

    Addi

  • Liebe Adelheid,

    wenn deine Anforderungen erfüllt sind und du mit der Betrachtung von Details zufrieden bist, ist es prima. Gut finde ich, dass der Vergrößerungsfaktor stufenlos regelbar ist. Ich habe ein Binokular ohne Fotookular, damit habe ich auch schon öfter mal Details an Faltern betrachtet. Mit der Fotoqualität deines Mikroskopteils wäre ich persönlich eher nicht zufrieden.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Hallo Addi

    Ich würde keinen weiteren Cent investieren. Die Bildqualität ist einfach zu schlecht.

    Jedes billige Handy aus China macht schon bessere Bilder.


    Salzkörner (kleine Körner, kein Meersalz) normal mit Handy (130 €)


    Mit Vorsatzlinse zehnfach


    Mit Vorsatzlinse Zwanzigfach


    Auch die Vorsatzlinsen bringen es nicht. Bei Deteilaufnahmen muß man wirklich Geld investieren, alles andere ist Freizeitbeschäftigung, Freizeitvergeudung.

  • wenn deine Anforderungen erfüllt sind und du mit der Betrachtung von Details zufrieden bist, ist es prima.

    Ja, das sind sie. Hier geht es mir ja nicht darum, schöne Fotos zu machen, sondern mir die Details sozusagen "live" anzuschauen, mehr nicht. Und es macht mir einfach Spaß.


    Kann man dann am Handy wenigstens das Foto auslösen?

    Aber klar. Das Programm, wie ich es oben vorgestellt habe, gibt es ebenso Handytauglich.


    Ich war heute Springschwänze mit dem Teil fotografieren. Nun, da habe ich mir natürlich gleich so mit das Schwierigste ausgesucht. Denn die Kleinen flitzen zum Teil dermaßen durch die Gegend, oder benutzen ihre Sprunggabel... und sind somit weg.

    Zudem habe ich gemerkt, dass ich zu nahe dran gewesen bin, so dass ein ähnlicher Effekt eingetreten ist, wie wenn man mit dem Handy das Display mit den Fingern "auseinanderzieht", dann wird es auch eher körnig und unscharf.

    Das sieht man hier leider ganz gut...

    Aber hier war es mir einfach wichtig, die Antennen und Beine näher zu sehen.



    Dies hier ist ein Foto eines Kugelspringers mit Kamera und Makro. (Qualität könnte auch besser sein...).



    Er ist wenigstens so 2 mm groß.

    Noch schwieriger sind diese Kollegen. Aber ebenso hier waren mir die Einzelheiten wichtig und mit ein wenig Übung werde ich sicher noch etwas bessere Ergebnisse erzielen.



    Oder auch Größenunterschiede zu erkennen...



    Das ist ein Foto mit Kamera und Makro, wo man den Größenunterschied zwischen dem Kugelspringer und dem Springschwanz sehen kann.



    Dieser Springschwanz ist wieder mit der Mikroskop-Kamera aufgenommen.



    Qualität auch dürftig (noch), aber ich kann mehr Einzelheiten sehen, als es mein Makro hergeben würde.


    Bei Deteilaufnahmen muß man wirklich Geld investieren

    Mit Sicherheit! Vielleicht finde ich ja mal einen Gönner... :)


    Viele Grüße

    Addi

  • Wie komme ich an die Pilzsporen...? Nehme ich einfach irgendeinen kleinen Pilz mit (z. B. im Moos an Rinde habe ich sie in letzter Zeit oft gesehen), trockne ihn und schneide ihn auf / schüttel ihn aus...? Ähem... - hoffentlich keine allzu dumme Frage...! :redface:


    Viele Grüße

    Addi

  • Wie komme ich an die Pilzsporen...? Nehme ich einfach irgendeinen kleinen Pilz mit (z. B. im Moos an Rinde habe ich sie in letzter Zeit oft gesehen), trockne ihn und schneide ihn auf / schüttel ihn aus...? Ähem... - hoffentlich keine allzu dumme Frage...!

    Hallo Addi

    Das ist keine dumme Frage! Du nimmst einen gefundenen Pilz und legst ihn auf eine Unterlage. Farbloses Glas oder Acryl ist gut. Sporenpulver kann von weiß über gelb, alle Brauntöne bis Rabenschwarz gehen. Falls der Pilz sporenreif ist, bekommst du einen Abdruck.


    Durch das farblose Glas kann man besser andere Untergründe nutzen. Weiß auf Weiß ist z.B. nicht so toll.

  • Hallo zusammen,

    ich habe mir im November auch so ein Mikroskop zugelegt und einiges probiert. Mit dem mitgelieferten Ständer war ich auch nicht glücklich. Da ich von früher (70erJahre) noch ein altes Mikroskop hatte wo die Linsen nicht mehr ok waren, hab ich mir dieses an den Gußeisernen Ständer gebaut. Vorteil, ausser besseren Stand, ist die eingebaue Beleuchtung von unten (Glühlämpchen oder Spiegel beleuchtung durch Loch von unten zum Objektiv).

    Dadurch kann man das Objekt, besonders bei Flüssigkeiten und Kristallen wie Salz und Zucker, besser sehen da man diese durchleuchten kann. Ob sich ein solches digitales Mikroskop von der Vergrößerung her lohnt ist eine Frage der Qualität der Bilder und Videos. Bei meinem hält sich das in Grenzen.

    Dazu gab es bei mir dieses Micrometer Lineal.

     

    Kleine transparente Folie mit Maßstsab zur Einstellung (feststellung der tatsächlichen Vergrößerung). Diese Aufnahmen sind mit Smartphone gemacht. Mit meinem Mikroskop kann ich zwei vergrößerungen nur durch drehen der Schärfeeinstellung verwenden.


      

    1mm entpricht ca. 450mm auf Bildschirm 1mm entspricht ca.1600mm auf Bildschirm (Hintergrund Papier)


    Diese Fotos sind vom Mikroskop gemacht bei einer Auflösung von 640x480. Ich kann auch höhere Auflösungen auswählen jedoch werden die Ergebnisse dadurch zwar größer, aber unschärfer (vermutlich durch Interpolation erzeugte HD & FHD Auflösungen). Ausschnitte von Fotos die mit Makro aufgenommen wurden, werden wie ich vermute, im mm Bereich nicht schlechter sein als diese hier. Auch halte ich Mikroskope nicht für draußen geeignet. Mitnehmen von Proben und toten Tierchen um diese genauer zu untersuchen ist da wohl die bessere Lösung.


    Nübby

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