Mikroskop-Kamera

  • In der letzten Zeit bin ich viel unterwegs gewesen, immer auf der Suche nach Springschwänzen. Auch das ein oder andere habe ich dazu aufgenommen, um das Ergebnis zu testen.

    Leider sind die Springschwänze sehr agil und rennen ständig durch die Gegend...


    Die Springschwänze auf den folgenden Fotos sind etwa 2 mm groß.





    Hier ist oben mittig rechts noch ein kleiner weißer Springschwanz. Ich nehme an, dass er noch frisch gehäutet ist. Charakteristisch für Springschwänze ist, dass sie sich sogar dann noch weiter häuten, wenn sie "erwachsen" sind.



    Und hier ist die Sprunggabel zu sehen:





    Die nächsten Beiden sind ein klein wenig größer.

    Hier sind zwei. Einer am oberen Bildrand verschwindend, einer weiter unten.




    Nun folgen Ausschnitte von zwei lebenden Feuerwanzen. Die blieben natürlich auch nicht ruhig sitzen...




    An einem meiner Wanzenbäume hatte ich den Eindruck, dass in einem bestimmten Bereich ein "Friedhof" eingerichtet ist. Denn dort fanden sich doch verhältnismäßig viele tote Wanzen aller Stadien. Jedes Mal frage ich mich, ob sie zum Sterben dorthin gegangen sind oder ob andere Insekten sie dann dorthin transportiert haben... Denn es ist wirklich auffällig, dass nur dort tote Wanzen sind. Ich habe den Baum umrundet und in meiner Höhe, o.k., das sind nur 1,61 m war das der einzige Friedhof.

    Ich habe mir ein paar mitgenommen, um sie zu Hause in Ruhe anschauen zu können.


    Hier eine Lindenwanze, am rechten Bildrand sind sehr gut die Krallen zu sehen.



    Das ist ein Beinchen einer Feuerwanze.



    Hier liegt eine Lindenwanze auf dem Rücken und man kann recht gut die Augen und die Verbindung erstes Fühlerglied - Kopf sehen. Auch den Ansatz des ersten Beinpaares sowie den Rüssel (Rostrum).



    Und "richtig" herum.



    Interessant fand ich es, die winzigen Pilze, die zwischen dem Moos oder in Ritzen am Baumstamm sitzen mit der Mikroskop-Kamera aufzunehmen. Sie waren auch nur so zwei, drei Milimeter groß.




    Viele Grüße

    Addi

  • Erstaunlich, liebe Adelheid,

    dass die Oberschenkel der Feuerwanzen Dornen haben, wusste ich nicht und habe das auf meinen eigenen Fotos bisher auch nicht bemerkt. Vermutlich hast du die Fotos zu Hause auf fester Unterlage mit Aufstützen gemacht, da kommen schon interessante Details heraus.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Danke Uwe.

    ermutlich hast du die Fotos zu Hause auf fester Unterlage mit Aufstützen gemacht, da kommen schon interessante Details heraus.

    Genau. Von den Tierchen, die sowieso schon tot waren, habe ich mir ein paar mitgenommen. Die feste Unterlage erleichtert es einem, in der Natur sind doch immer viele Ritzen und Unebenheiten. Und ganz wichtig, hier kann ich mich wirklich gut aufstützen, so dass die Wackelei minimiert wird. Und nicht zuletzt, hier kann ich sitzen. Denn, wenn ich länger (reglos) stehe, dann bekomme ich immer solche Schmerzen, dass ich aus dem Grund das Teil schon nicht ruhig halten kann.

    Auch habe ich hier die Möglichkeit noch von anderen Seiten Licht einzubringen.

    Was ich allerdings nicht verstehe, dass ich bei der Software auf dem Handy maximal 640 x 480 einstellen, die Fotos auf den PC überspielt, dann aber eine Größe von 2042 x 1080 haben bei 670 - 700 Kb...

    Aber es macht Spaß und ich entdecke immer wieder etwas Neues.


    Viele Grüße

    Addi

  • Ich muß sagen,deine Anschaffung hat sich auf alle Fälle gelohnt!

    Die Aufnahmen sind durch dein häufiges Üben deutlich besser geworden. :thumbup:

    Und für eine Kamera dieser Preisklasse schon recht erstaunlich.

    Es ist eigentlich genau das,was du wolltest: Vergrößern zum Beobachten und fotografisch dokumentieren.

    Und ganz wichtig, hier kann ich mich wirklich gut aufstützen, so dass die Wackelei minimiert wird.

    Das ist eine der wichtigsten Grundlagen,es darf nichts wackeln.Und natürlich das Licht,eine kleine zusätzliche Lichtquelle wäre evtl.auch für die Außenaufnahmen förderlich.


    Hier ist oben mittig rechts noch ein kleiner weißer Springschwanz. Ich nehme an, dass er noch frisch gehäutet ist.

    Ich habe mich vor einigen Tagen auch über einen sehr hellen Springschwanz (ca.3mm) gewundert,als ich wieder mal im nassen Laub gewühlt habe.Da ist immer was zu finden.



    Hier noch mal der helle Springschwanz,ich hoffe,es ist einer. :92:





    Aber es macht Spaß und ich entdecke immer wieder etwas Neues.

    Genau so soll es sein,ich wünsche dir noch viele tolle Entdeckungen.

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Danke...

    Es ist eigentlich genau das,was du wolltest: Vergrößern zum Beobachten und fotografisch dokumentieren.

    Ganz genau!


    Das Weiße ist ein Springschwanz, er müsste aus der Familie der Onychiurinae kommen. Schau mal hier. Das ist eine geniale und sehr ausführliche Seite über Springschwänze. Wenn wir davon ausgehen, dass er nicht frisch gehäutet ist, sondern einer der Weißen ist. Ich muss aber auch noch mehr über sie lernen.

    Unter dem Springschwanz, ist das eine Larve? Falls das links die Kopfkapsel ist, dann könnte man doch wenigstens die Fliegen ausschließen?

    Im Inneren sind die Organe sehr gut zu sehen - oder ist es die Zeichnung?


    Viele Grüße

    Addi

  • Das ist eine geniale und sehr ausführliche Seite über Springschwänze.

    Vielen Dank für diesen Hinweis.

    Unter dem Springschwanz, ist das eine Larve? Falls das links die Kopfkapsel ist, dann könnte man doch wenigstens die Fliegen ausschließen?

    Im Inneren sind die Organe sehr gut zu sehen - oder ist es die Zeichnung?

    Was dort alles herumwandelt kann ich dir beim besten Willen nicht sagen.

    Der dunkle Punkt am linken Ende dieses Tieres sollte der Kopf sein,zumindest hat es sich immer in diese Richtung bewegt.

    Was du siehst,sind schon die inneren Organe.Vieles von dem "Laubgewürm" ist gläsern.




    Schau ruhig mal mit deiner Mikroskopkamera in die feuchten,halbverrotteten Laubschichten.Nimm einfach zwei Hände voll und lege sie in einer für dich bequemen Beobachtungsposition ab.Du wirst staunen,was da alles unterwegs ist.Die meisten Bewohner sind leider recht lichtscheu,aber das hast du ja selbst schon festgestellt.

    Hier noch ein weiterer Fund,diese Urviehcher mag ich sehr.

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Liebe(r) Addi und Uwe,

    den "Wurm" unterhalb des Springschwanzes hätte ich am ehesten unter den Diptera-Larven vermutet, also bei Fliegen und Mücken. Ist aber nicht mehr als eine Vermutung.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Schau ruhig mal mit deiner Mikroskopkamera in die feuchten,halbverrotteten Laubschichten.Nimm einfach zwei Hände voll und lege sie in einer für dich bequemen Beobachtungsposition ab.Du wirst staunen,was da alles unterwegs ist.Die meisten Bewohner sind leider recht lichtscheu,aber das hast du ja selbst schon festgestellt.

    Werde ich auf jeden Fall machen! Bisher bin ich immer um stehendes und liegendes Totholz herumgeturnt. Aber mal so einen Blätterhaufen zu durchforsten, das ist eine gute Idee.

    Lichtscheu, das sind sie alle... Kaum hat man einen entdeckt, verschwinden sie gleich wieder...!

    Hier noch ein weiterer Fund,diese Urviehcher mag ich sehr.

    Das geht mir auch so.


    ...hätte ich am ehesten unter den Diptera-Larven vermutet, also bei Fliegen und Mücken.

    Ich lese gerade in dem Heft "Blattminen" aus der neuen Brehm-Bücherei, welches sehr interessant und aufschlussreich ist. (Wenn ich die Preise dort jetzt sehe, habe ich regelrecht Glück gehabt, dass meines unter 10 Euro gekostet hat...!)

    Dort wird u. a. beschrieben, in welchen Schichten des Blattes die Larven leben können, wie man dann anhand des Fraßes sehen kann, ob sie oberseitig, unterseitig oder noch ganz anders gefuttert hat und daraus (mit anderen Faktoren) weitere Schlüsse ziehen kann.

    Sie schreiben auch, welche Insekten minieren können, und wie die Raupen aussehen können, die man dort findet.

    Und da steht folgender Satz: "Den Fliegen stehen alle anderen Minierinsekten gegenüber; bei ihren Larven ist stets eine dunkle Kopfkapsel vorhanden, und auch Beine können oft noch ausgebildet sein; Die Vollinsekten, zu denen diese Larven sich entwickeln, besitzen vier Flügel. Die Larven der Schmetterlinge, kleine Räupchen, sind von denen der folgenden Ordnung nur sehr schwer zu unterscheiden; außer der dunklen Kopfkapsel besitzen sie auch manchmal Beine an Brust und Hinterleib,...." usw.


    Nun, langer Rede kurzer Sinn, war mein Fazit, dass, wenn dies bei den Minier-Insekten so ist, dann müsste es ja auch bei den im Freien lebenden Insekten genauso sein. Deshalb hatte ich die Fliegen ausgeschlossen. Aber es kann natürlich sein, dass man das nicht so 1:1 anwenden kann.

    Jedenfalls sehe ich zum ersten Mal die Organe einer Raupe.


    Viele Grüße

    Addi

  • Liebe Adelheid,

    danke für den Hinweis auf das Blattminen-Buch. Ich habe eine Ausgabe von 2004 gefunden und bestellt. Allerdings für mehr als 10 Euro.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Liebe Adelheid,

    wenn ich es nicht hätte bezahlen können oder wollen, hätte ich es nicht bestellt. Aber allmählich muss ich mir Gedanken machen, wo ich mit all den vielen Büchern hinsoll.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Kallax ist ein sehr praktisches Regal, was es in verschiedenen Größen und Formen gibt. Falls man nicht alle Bereiche für z. B. Bücher nutzen möchte, gibt es passende Einsätze für alles mögliche. Schau mal hier.

    Ich habe das in der vierten Reihe, ganz links in Holzoptik. 25 Fächer, alles voll mit Büchern...


    Viele Grüße

    Addi

  • Danke, Adelheid,

    an DEN Schweden hatte ich nicht gedacht, aber für zusätzliche Regale gibt es definitiv keinen Platz mehr im ganzen Haus. Im Arbeitszimmer habe ich sogar ein Regal quer über der Tür bis zur Decke. Alles voll.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

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