• Liebe Naturfreund*innen,

    21.09.2021


    Raupe Brauner Bär - Arctia caja

    15 mm


    Silberdistel - Carlina acaulis


    Gemeine Schafgarbe - Achillea millefolia


    Ockergelber Blattspanner - Camptogramma bilineata


    Hornweberknecht - Phalangium opilio


    Ziemlich frisch unterwegs:

    Tagpfauenauge - Aglais io

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Liebe Naturfreund*innen,

    22.09.2021


    Griechisches Blaukissen - Aubrieta deltoidea #Neu4me

    Diese in Österreich nicht heimische, aber in Steingärten gern gesetzte Zierpflanze war gar nicht so leicht herauszufinden. Zwischen den Blättern waren häufig Larven der Kohlwanze zu finden, was richtungsweisend war. Denn die Kohlwanzen halten sich gern auf Kreuzblütlern auf, zu der auch das Griechische Blaukissen gehört. Die Blütezeit war eigentlich schon vorbei, es gab nur noch eine einzelne Blüte.


     


    Blattkonus der Miniermotte (Gracillariidae) ohne dt. Namen - Caloptilia stigmatella an Purpurweide (Salix purpurea) #Neu4me

    Caloptilia stigmatella - LepiWiki

    Viele Kleinschmetterlinge haben eine sehr spezialisierte Lebensweise mit besonderen arttypischen Lebensspuren. Caloptilia stigmatella lebt als Raupe an Weiden- und Pappelarten, an denen sie zunächst eine Gangmine anlegt und zum Schluss am Ende von schmalblättrigen Weiden einen Blattkegel (auch Blattkonus genannt) formt, der an die tetraederförmigen Sunkist-Getränkpäckchen von früher erinnert. Dieser Blattkonus ist nur von dieser Art bekannt und reicht daher zum Nachweis. In der Checkliste für Salzburg werden solche Funde mit einem "L" für Lebensspur gekennzeichnet.



    Heidelbeer-Wickler - Acleris variegana

    Ist der nicht irre gut getarnt platziert?


    Wipfel-Stachelwanze - Acanthosoma haemorrhoidale


    Larve Distel-Schildkäfer - Cassida cf. rubiginosa

    Es gibt zwei grüne Schildkäfer, deren deutscher Name mit Distel-Schildkäfer angegeben wird: Cassida rubiginosa und Cassida vibex. Erstere Art habe ich vor Ort schon mal gefunden, deshalb vermute ich hier die passende Larve. Diese Vermutung, die bewiesen werden müsste, wird im wissenschaftlichen Namen mit einem "cf." (auch "cf" ohne Punkt ist korrekt) zwischen Gattungsnamen und Artepitheton ausgedrückt. "Cf." steht für lateinisch "confer" (= vergleiche). Diese Schildkäferlarven tarnen sich mit ihrem eigenen Kot, den sie auf ihrem Rücken verteilen. Größe ca. 5 mm.


    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Whow, da hast Du aber spannende Sachen gefunden...


    Der Blattkonus der Miniermotte ist ja interessant, das hab ich auch schon gesehen, wusste aber nicht, was das ist. Leben die da drin oder dient das zur Verpuppung?


    Und die Larve vom Distelschildkäfer ist ja super getarnt, echte Mimikri, oder? Ich glaube, das Gebilde hätte ich gleich als Kot abgetan und gar nicht genauer angeschaut.... Echt spannend, was man hier alles lernt!

  • Liebe Silke,

    Leben die da drin oder dient das zur Verpuppung?

    Ja, die Raupen leben darin. Zur Verpuppung wird der Blattkonus verlassen und ein Gespinst an der Blattunterseite angelegt.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Caloptilia stigmatella lebt als Raupe an Weiden- und Pappelarten, an denen sie zunächst eine Gangmine anlegt und zum Schluss am Ende von schmalblättrigen Weiden einen Blattkegel (auch Blattkonus genannt) formt, der an die tetraederförmigen Sunkist-Getränkpäckchen von früher erinnert.

    Liebe Sabine,

    diesen Fund finde ich ganz besonders interessant,hatte ich doch im vergangenen Herbst eine leider nicht am Foto bestimmbare Caloptilia-Art entdeckt.


    Der Heidelbeer-Wickler hat sich wirklich ein ganz besonders gut geeignetes Plätzchen ausgesucht.

    Den muß man dort erst mal sehen. :thumbup:


    Lieber Uwe,

    Moosfreund

    schade, dass du trotz intensiver Suche keine Eier gefunden hast. Wenn ich mich recht erinnere, dann sucht man sie am besten in Kniehöhe an Zweiggabeln der Schlehen.

    Nach mehrfacher Suche wurde ich doch noch fündig,aber nicht dort,wo ich das Nierenfleck-Zipfelfalter-Weibchen fotografiert hatte.

    Nur fünf Minuten von der Haustür entfernt an einer ganz anderen Schlehenhecke fand ich mehrere Eier. :)

    Ein kleiner Bericht dazu folgt demnächst.

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Lieber Uwe,

    danke für deine Kommentare.

    im vergangenen Herbst eine leider nicht am Foto bestimmbare Caloptilia-Art entdeckt.

    Das ist immer schade, wenn man nicht nach Foto bestimmen kann.

    Nur fünf Minuten von der Haustür entfernt an einer ganz anderen Schlehenhecke fand ich mehrere Eier. :)

    Ein kleiner Bericht dazu folgt demnächst.

    Darauf bin ich schon gespannt, Eier von Thecla betulae habe ich bisher nur vergeblich gesucht.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Liebe Naturfreund*innen,

    23.09.2021


    Klebriger Hörnling - Calocera viscosa


    Ockertäubling - Russula ochroleuca #essbar#ungeniessbar

    Die beiden Symbole sind kein Versehen; der Ockertäubling gilt zwar als essbar, soll aber minderwertig sein. Pilze werden nur gepflückt, wenn sie dann auch lecker sind.


    Weichwanze Beifuß-Wiesenwanze - Lygus gemmelatus #Neu4me

    Die Gattung Lygus hat es in sich, ich habe mich bei der Bestimmung an diese Seite gehalten:

    Lygus gemellatus - www.natur-in-nrw.de


    Acker-Hummel - Bombus pascuorum

    Die orange Haare verblassen mit der Zeit. Unser Freund vor Ort sagte, dass so spät im Jahr fast nur noch die Acker-Hummel unterwegs ist und dann fast weiße Haare hat.


    Und wenn es gar nichts anderes gibt, gibt es immer noch Heuschrecken en masse

    Brauner Grashüpfer - Chorthippus brunneus #male

    am Gesang bestimmt.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Hallo Sabine

    Deine Pilzfunde sind zwar schön, aber lösen keine "Begeisterungsstürme" bei meiner Wenigkeit aus. :);)

    Die Funde passen eher in "Nix los"! :30:

    Ockertäublinge sammel ich nicht. Was soll ich mit minderwertigen Pilzen? Du hast das schon richtig erklärt, was ungiftig ist, muß nicht unbedingt schmecken. Dafür sind die anderen Bilder wieder sehr interessant. :thumbup:

    Liebe Naturfreund*innen,

    Muß das sein? :/

  • Liebe Silke,

    Dass man Grashüpfer am Gesang bestimmen kann, ist mir neu...

    Die drei Arten aus sog. "Biguttulus-Gruppe" (Chorthippus brunneus, Chorthippus biguttulus und Chorthippus mollis) unterscheiden sich genau am Gesang.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4f/Chorthippus_biguttulus_20120729.ogg

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cc/8994_Chorthippus_brunneus%28112r1%29.wav

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Chorthippus_mollis_20120814.ogg

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Wenn ich das richtig verstehe, haben die Grashüpfer "nur" eine Sequenz, die sie machen können und immer wiederholen. Vögel haben ja ein ganzes Repertoire (Singen, Ruf, Alarm). Aber sie erzeugen die Töne auch anders als die Grashüpfer, die den Laut durch Reiben der Flügel oder der Beine entstehen lassen. Wahrscheinlich wird nicht bekannt sein, ob z. B. bei Aufregung oder Übertrumpfen wollen des Rivalen alles auf einmal lauter oder schneller wird, höher oder tiefer...

    Aber interessant, das wusste ich bisher auch nicht.


    Viele Grüße

    Addi

  • Liebe Naturfreund*innen,

    Uwe 58 , das muss nicht wirklich sein, ich finde es eigentlich auch doof... es könnten sich aber diverse ausgegrenzt fühlen...


    24.09.2021

    Totenkopf-Schwebfliege - Myatropa florea


    Zickzackbinden-Alpen-Blattspanner - Camptogramma scripturata


    Ein vor Ort häufiger Steinspanner

    Grüngraugebänderter Steinspanner - Charissa glaucinaria


    Schwarzgefleckte Herbsteule - Agrochola litura

    mit besonders schöner und kontrastreicher Färbung

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

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