Sonntagsausflug nach Frigiliana (21.11.21)

  • Kurz gesagt: sehr, sehr geil...

    kannst du das auch lang sagen... du schreibst doch sonst auch so schöne lange Texte... :59. :44:

    Zu deiner Anmerkung im anderen Thread: Ist eine Schmetterlingspopulation schon dann "künstlich geführt", wenn sie auf einer nicht-einheimischen, angepflanzten Gartenpflanze vorkommt? Aber ich muss mich mit der/ den Futterpflanzen noch genauer beschäftigen, da gibt es, glaube ich, Arten, die mittlerweile auch den Sprung aus den Gärten geschafft haben.

  • Ich wusste nicht, dass Du so auf mein Gelaber stehst. ;):79:


    Das kommt drauf an. Die Kastanienminiermotte hat sich z, B, von selbst ausgebreitet und ist aus ihren östlichen Verbreitungsgebieten nach Westeuropa vorgedrungen. Warum hat sie es obwohl es schon seit Jahrhunderten Roßkastanien in vielen Ländern Europas gibt (die hier aber ursprünglich nicht vorkamen), erst in den vergangenen 25 Jahren geschafft, nach Deutschland zu kommen und Deutschland im Sturm zu erobern? Weil sie den Kastanien folgen musste, die in Europa angepflanzt wurden. Als alle Trittsiegel standen, um nach Deutschland vorzudringen, ging das sehr schnell. Die Klimaerwärmung hat ein Stück dazu beigetragen.


    Ergo: wenn die Aristolochia-Gewächse überall in den Gärten stehen, oder sogar absichtlich von den Menschen für den Falter angepflanzt werden, dann breitet sich die Art aus, weil sie weitere Entwicklungsgründe findet. Wenn soviel Aristolochia steht, dass sie keinerlei Probleme mehr hat, dann kann man wohl von der Haltung einer Art wechseln auf die Einführung einer Art, der es gelungen ist, sich zu etablieren und bodenständig zu werden.


    Die Aristolochia-Gewächse, die ich auf den Bildern sehe, könnte ich mir vorstellen, müssen regelmäßig nachgepflanzt werden, da die Falter sie ganzjährig traktieren. Dabei wird eine einzelne Raupe sicherlich nicht in der Lage sein, die Büschchen kahl zu fressen, aber ich vermute, dass die Anzahl Raupen, die da drauf sitzt, nicht für alle ausreichend Nahrung finden. Ich könnte mir sogar vorstellen, da die ja gewollt da sind, dass sie aktiv auf die neuen Pflanzen umgesetzt werden, denn sie wurden ja dort ausgesetzt, mit der Prämisse, dass die Leute was zu sehen haben, wenn sie in den Park kommen. Spannend wäre zu sehen, wenn sich Danaus plexippus stark vermehren kann in Spanien, ob es ähnlicher Wanderungstendenzen gibt, wie in Amerika. Ich habe dazu noch nie was gefunden, aber ich würde vermuten, dass die Masse der Tiere in Abhängigkeit von einem oder mehreren abiotischen Faktoren dann zur Wanderung anregt. Man kennt das von den Wanderheuschrecken. Die gibt es ja auch immer. Aber erst der Populationsstress bei Massenvermehrungen löst das Wanderverhalten aus, bei dem sie dann in riesengroßen Schwärmen über das Land ziehen und alles kahl fressen. So könnte ich mir denken, dass es beim Monarch genau so ist, weiß es aber nicht.


    Edit: Zur Kernfrage, die ich bei aller Laberei mal wieder vergessen habe zu beantworten. Die ist natürlich nicht einfach zu beantworten, weil es hier fließende Übergänge gibt. Bis zu einem bestimmten Grad ist die Art in Haltung, aber nicht eingeführt. Sonst müsste man ja bei jedem Tier, dass in einem Zoo oder in Privathaltung lebt, die Art als eingeführt betrachten. Das tut man nicht, weil das "einführen" ja heißt, dass sie, bewusst oder unbewusst, aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet verschleppt wurde und sich im neuen Gebiet etablieren kann, ohne menschliche Hilfe zu benötigen, um sich halten zu können. Für den Monarch bedeutet das, solange außerhalb des Parks in einer für ihn erreichbaren Entfernung, keine Aristolochia-Gewächse wachsen, hat er keine Chance sich der menschlichen Kontrolle zu entziehen. Um so weniger, wenn dort tatsächlich regelmäßig Aristolochia ausgetauscht werden, um einen Fortbestand der Art zu gewährleisten. Es ist ja auch sehr auffällig, dass der Monarch scheinbar nur in einem kleinen Areal innerhalb des Parks vorkommt und abseits davon vermutlich keine oder nur ausnahmsweise Falter gefunden werden (so habe ich das verstanden). Wenn jetzt aber in den Vorgärten des Ortes Aristolochia immer beliebter wird und viele Menschen Aristolochia anpflanzen, sie der Fraß der Raupen nicht stört, oder sie das, im Gegenteil, sogar schön finden, wenn Aristolochia dazu in solchen Mengen vorhanden ist, dass die Büsche nicht immer ausgetauscht werden müssen, sondern eine Chance haben sich zu regenerieren, womöglich den Sprung aus den kultivierten Gärten in die freie Natur schaffen, dann dürfte der Monarch als verschleppt und eingebürgert gelten. Im Umkehrschluss ist sie, wenn sie abhängig ist vom menschlichen Tun, eigentlich nur in Haltung. Auch wenn die Falter frei fliegen können. Ich gehe aber davon aus, dass sich hier die Geister scheiden und der eine oder andere das anders sieht, weil sie sich frei bewegen können.


    Liebe Grüße

    Klaas

  • danke Klaas Reißmann , sowas hatte ich mir erhofft/ gewünscht. :arm:

    Die Kolonie in Benalmádena von Danaus plexippus ist ja nicht die einzige an der Küste. Hier habe ich einen interessanten Artikel von 2018 gefunden. Nahrungspflanzen sind die Asclepiadaceae Asclepias currasavica, Gomphocarpus fructicosus und Gomphocarpus physocarpus. Die Schmetterlinge leben in mehreren Generationen das ganze Jahr über ohne Wanderung auf den Pflanzen, unternehmen aber kleine Wanderungen, wenn ihre Nahrungsgrundlage abgefressen ist. Scheinbar sind die Pflanzen mittlerweile eingebürgert, denn in diesem Artikel (von 20210 in Spanisch) wird der Konflikt beschrieben, die exotische Pflanze (Gomphocarpus fructicosus) im Nationalpark Doñana zu kontrollieren ohne die Schmetterlingspopulation zu beschädigen.

    Die Situation von Danaus chrysippus sieht wieder anders aus, da muss ich aber noch genauer recherchieren. Da sind die vorherrschenden Kolonien in Alicante und Valencia.

    Edit: und wieso sich die beiden Monarchen nicht in die Quere kommen, wäre auch interessant, wo sie doch die gleichen Nahrungspflanzen haben.

  • Ronda, Setenil, Benalmadena Juni 2019


    Kasimir hat am Anfang dieses Threads von Ronda und Setenil berichtet. Auch das hat mich an unseren Urlaub im Juni 2019 in Toremolinos, Nähe Málaga erinnert. Ich habe damals in dem anderen Forum einen Reisebericht über unseren Urlaub geschrieben, u.a. auch Ausflüge nach Ronda und Setenil. Dort gibt es auch ein paar Fotos vom oben erwähnten Schmetterlingspark.


    Wer Interesse hat, lese hier


    Reisebericht Torremolinos Nähe Malaga / Andalusien im Juni 2019 (12 Tage Hotelurlaub) - Das Kreuzfahrtforum Mein Schiff, AIDA und andere gute Reedereien
    Nachdem ich beruflich und privat ein sehr stressiges Jahr hinter mir habe (ich hoffe, das nächste wird besser), sind nun 2 Wochen Betriebsferien und ich habe…
    forum.pooldeck24.de


  • Guten Morgen,


    da kommt bei mir nur eine weiße Seite...

  • Einmal mehr europäische Schizophrenie. :)


    Ich habe mir beide Berichte durchgelesen und man kann nur zu dem Schluss kommen, dass Danaus plexippus in Spanien und Portugal zu den invasiven Arten gehört. Ursprünglich mit einer Verbreitung auf dem nordamerikanischen Kontinent, sind die Falter entweder unter Landepunkten in Form von Schiffen, oder durch entsprechenden Wind von Amerika nach Europa verschleppt worden, oder aber sie wurden in irgendeiner form mit Warentransporten verschleppt, also so, dass Schiffe nicht nur einen Rastplatz unterwegs bedeuteten, sondern sie die komplette Reise, oder weitestgehend die komplette Reise auf Schiffen gemacht haben. Aus meiner Erinnerung heraus wurden sie zuerst auf den Kanaren eingeschleppt, wo sich, wenn ich es nicht falsch im Kopf habe, auch heute noch kleine Populationen befinden, denen aber keinerlei Bedeutung zukommt, schon gar nicht in der Form, wie es in Amerika der Fall ist. Also Millionen und Abermillionen Exemplare, die jedes Frühjahr von Mexiko aus losziehen, um den nordamerikanischen Kontinent bis weit nach Kanada und Alaska zu erobern und die neue Generation im Spätsommer/Herbst nach Mexiko zurück wandert. Wanderbewegungen auf den Kanaren meines Wissens nahezu Null. Es gab aber in warmen Jahren die Meldung von Faltern von der iberischen Halbinsel und hoch bis zu den südlichen Inseln von Großbritannien (namentlich die Scilly-Inseln oder Isles of Scilly), aber auch als extreme Rarität tatsächlich bis kurz vor Schottland. Dabei ging man zumindest bis in die 1990er davon aus, dass der Großteil der auf den Britischen Inseln gefundenen Danaus plexippus von den Herbstrückkehrern aus Amerika stammen, die durch starke östliche Winde über den Atlantik verdriftet worden sein sollen. Dagegen spricht aus meiner Sicht, dass der Monarch ein rein tagaktiver Falter ist. Die Wanderung in Amerika wird so beobachtet, dass die ersten Falter im Herbst aus Kanada und Alaska in den U.S.A. ankommen und sich die Falter von ihrem nördlichsten Standort aus nach Süden fliegend langsam zu immer größer werdenden Schwärmen zusammen finden. Da die Falter bei Nacht nicht fliegen, sammeln sie sich auf dem Weg nach Mexiko wohl schon an Bäumen, auf denen sie übernachten, wo da ein kleiner Abklatsch von dem beobachtet werden kann, was sich in Mexiko in der Überwinterung abspielt. Hieraus resultierend würde ich es für unwahrscheinlich halten, dass Danaus plexippus rein über starke östliche Winde aus Amerika nach England verdriftet werden kann, denn diese Reise dauert mit Sicherheit sehr deutlich mehr als ein Tag. Eine Schiffsreise von Hamburg nach New York dauert immerhin 10 Tage. Die Queen Mary 2 soll dabei mit einer Geschwindigkeit von 30 Knoten fahren, was in etwa 55 km/h entspricht. Die europäischen Wanderfalter unter den Sphingidae (Schwärmer), fliegen etwa mit der gleichen Geschwindigkeit und sind, für Schmetterlinge, extrem gute Flieger. Würde für mich heißen, dass Danaus plexippus maximal mit dieser Geschwindigkeit unterwegs ist und eventuell durch den Wind noch etwas beschleunigt wird. Wenn man davon ausgeht, dass er für die lange Reise, großzügig geschätzt, 5 Tage braucht, ist er fünf mal länger unterwegs, als er es üblicherweise ist. Ich glaube nicht, dass die Falter das rein Kräfte mäßig schaffen. Aber ich weiß es nicht. Wie auch immer, der Großteil soll also aus Amerika stammen, der kleinere Teil von den Populationen von den Kanaren, Spanien, Azoren.


    Auf den Kanaren und Azoren haben sich Populationen angesiedelt, die dort auch problemlos überleben können. Von dort aus können sie aktiv nach Spanien und Portugal gelangt sein. Nach allem, was ich in den beiden Berichten von Kasimir gelesen habe, würde ich dann die iberischen Population mittlerweile als etabliert betrachten. Diese können sich, dem Nahrungsangebot folgend, in gewissen Grenzen in Spanien ausbreiten, was sie tun, aber nur bedingt. Das schizophrene ist jetzt, dass man einige faunenfremde, invasive Pflanzen aus den Naturschutzgebieten nach Möglichkeit entfernen möchte, aber ohne die Bestände einer faunenfremden, invasiven Tierart zu stark zu beeinträchtigen, die auch noch als gefährdet betrachtet wird. Das klingt so, als würden wir den Kartoffelkäfer schützen und Bauern dürfen nichts mehr dagegen unternehmen, dass er die Kartoffelernte vernichtet. Das klingt wahrhaftig krank.


    Wie auch immer: ich würde Stand heute sagen, dass Danaus plexippus ein lokales Faunenelement der südlichen iberischen Halbinsel ist, dass durchaus in der Lage ist sein Areal zu erweitern. Die bisherige Erweiterung scheitert allem Anschein nach vor allem am Vorhandensein von Nahrungspflanzen der Raupen. Ändert sich dieser Umstand, wird sich das mit dem "lokalen" Faunenelement schnell erledigt haben. Und wenn die Art in den spanischen Gesetzen noch als geschützt geführt wird, wird es wohl nicht lange dauern, dass man Programme zur Mehrung der Art in Spanien ausarbeiten wird. Es lebe der Schwachsinn...


    Liebe Grüße

    Klaas

  • Hallo Susanne,

    lieber spät als nie auch von mir eine Antwort. :redface:

    Kopula, Eier legen, Raupen und sogar einen frisch geschlüpften habe ich gesehen!

    Das ist ein Geschenk! Nur wenigen vergönnt. :18:

    Und das hast du dir redlich verdient,deine unermüdliche Suche,Bestimmungen und auch das Schreiben aller deiner jedesmal lesenswerten Beiträge hier im Forum rechtfertigen dies.

    Bei allen deinen weiteren Unternehmungen wünsche ich dir viel Erfolg!

    Ich wusste gar nicht, dass es die hier gibt, denn in José Manuels Buch ist er nicht drin.

    Das ist nur die Bestätigung des von mir oben genannten.

    Dazu gratuliere ich dir,man muß schon mit sehr offenen Augen beobachten,um so etwas zu entdecken.Wenn dieser Schmetterling seit etwa zehn Jahren nicht gesehen (oder gemeldet?) wurde,dann ist er entweder dort wirklich sehr selten oder er hat nur auf seine Entdeckerin gewartet. ;) :)

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






  • Kasimir

    Changed the title of the thread from “Sonntagsausflug nach Benalmádena (24.10.21)” to “Sonntagsausflug nach Frigiliana (21.11.21)”.
  • Am letzten Sonntag war ich ja mit "meiner Reisegruppe" in Frigiliana, wovon ich euch berichten möchte. Das Dorf liegt am östlichen Rand der Provinz Málaga und hat regelmäßig den Titel als "schönstes Dorf Andalusiens" erhalten. Das liegt vor allem am historischen Ortskern aus maurischer Zeit mit engen Gassen.



    Besonders gefallen haben mir die mit schwarzen und weißen Steinen gepflasterten Straßen.



    Oberhalb des Dorfes gab es die Reste einer Burg, aber vor allem der Blick war es wert. Das Mittelmeer ist auch nicht weit weg.



    Zum ersten Mal habe ich bewusst eine Avocadobaum-Plantage gesehen.



    Am Tag vorher hatte es geregnet - wohl wie in Antequera, der ± erste Regen der Saison. Das war der Startschuss zum Schwärmen für die Ameisen (Messor sp.)



    Hier habe ich versucht, fliegende Ameisen im Bild festzuhalten.



    Und dann landete ein Paar auf einem Hinweisschild; leider trennten sie sich sofort beim Landen. Immerhin kann man gut den Größenunterschied sehen.



    Irgendwo auf dem Weg flatterte etwas Weißes, beim Hinsetzen entpuppte es sich als "die schöne Ute" Utetheisa pulchella.



    Ich kam an einem eingezäunten Wasserreservoir vorbei, das die Bewässerungskanäle speist. Und am Zaun saß eine Herbst-Mosaikjungfer Aeshna mixta.



    Das Männchen war wohl schon am Ende seines Lebens angekommen, jedenfalls bewegte er sich kaum. Das gab mir allerdings die Möglichkeit zu Nahaufnahmen.



    Angeblich hätte man auch an den Bewässerungskanälen entlang laufen können; den Weg habe ich aber nicht gefunden. Ein Blick von weiter oben:



    Ein Blick in die andere Richtung auf die Sierra



    Den Rückweg habe ich auf einem anderen Weg zurückgelegt. Er war ausgeschildert und ging teilweise durch Privatgelände, direkt am Haus vorbei. An der Wand habe ich mehrere der Tausendfüßer Macellolophus rubromarginatum gesehen. Sie wurden ja das Tier des Tages.



    Dem Esel schmecke mein Butterkeks.



    Und sozusagen im Garten dicht beim Haus sah ich zwei junge Iberiensteinböcke Capra pyrenaica. Der eine schaute mich an, bevor er sich davonmachte.



    Um 14:30 war ich wieder auf dem Dorfplatz. Genug Zeit um einen weiteren Wanderweg auszukundschaften. Die graue Wolke hatte ich schon eine ganze Weile beobachtet, die rührte sich nicht.



    Diesmal bin ich runter zum (trockenen) Fluss, Río Higuerón, am Flussbett entlang und den gegenüberliegenden Berg wieder hoch.



    Auf meiner Karte war ein Rundweg eingezeichnet, aber eine Abzweigung war gesperrt wegen Jagd.



    Damit man nicht vergisst, dass man in Spanien ist, eine Zwergpalme Chaemerops humilis. Das ist die einzige einheimische Palme von Festland-Spanien.



    Sonne und Regenfront zusammen ergaben dramatische Ausblicke.



    Ich hatte ja auf Vögel gehofft, aber es war weder was zu hören noch zu sehen. Dafür gab es einzelne kleine Nelkengewächse. Ihr dürft mir gerne beim Bestimmen helfen.



    Als es dann doch anfing zu tröpfeln, bin ich den gleichen Weg wieder zurückgegangen. Und schon fast wieder im Dorf gab es nochmal ein Highlight. Zuerst hörte ich nur ein dumpfes Rumsen, schaute den Abhang hoch und dann sah ich sie auch: Zwei kämpfende Steinböcke! Leider sind die Fotos nicht besonders gut, es war sehr weit weg und auch schon etwas dämmerig.



    Das Rumsen war das Zusammenstossen der Hörner! Dann trotteten sie Seite an Seite wie die besten Kumpel den Abhang wieder etwas hoch, der obere drehte sich rum und es ging von Neuem los.



    Nach vier oder fünf solcher Zusammenstösse sah es aus, als wollte der eine den anderen vom Berg schubsen. Und der verstand den Wink. Lief eilig den Hang runter und hörte gar nicht mehr auf zu laufen.



    Den Gewinner habe ich dabei aus den Augen verloren. Ich bin am Überlegen, ob der Überlegene sich gleich die strategisch günstigere Position oben am Hang gesichert hatte oder ob das Zufall war.


    Insgesamt waren es zwar nur ca. 10 km, aber ich war froh, als ich wieder im Bus sitzen konnte. Aber es war mal wieder ein ereignisreicher Tag!

  • Aber es war mal wieder ein ereignisreicher Tag!

    Was ich dir nach Betrachtung deiner sehr schönen Aufnahmen sehr gerne glauben will.

    Wunderbare Landschaften und Ausblicke,dazu noch allerhand interessante "Viehcher".

    Irgendwo auf dem Weg flatterte etwas Weißes, beim Hinsetzen entpuppte es sich als "die schöne Ute" Utetheisa pulchella.

    Und wieder dieser besonders schön gezeichnete Falter. :love:


    Dem Esel schmeckte mein Butterkeks.

    Da hätte ich mich,wenn ich vor Ort gewesen wäre,auch noch gern mit dazu gestellt,dann wären`s gleich zwei Esel gewesen,die gerne Butterkekse fressen. :D

    Viele Grüße
    Uwe


    "Leben ist nicht genug" sagte der Schmetterling."Sonnenschein,Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)






    Edited once, last by Moosfreund ().

  • Wieder so ein wunderschöner Bericht von Deiner Sonntagstour! Danke!

    Die Gegend weckt das Fernweh und macht Urlaubsstimmung. Ich mag solche engen Gassen. Die jeweiligen Ausblicke sind phänomenal. Allerdings bist Du auch ordentlich hinauf und hinunter gelaufen... Da schlagen nicht nur die 10 km zu Buche. Deine Oberschenkel werden es Dir gedankt haben!

    Genial, bei Euch sind noch die Ameisen unterwegs und machen gerade erst ihren Hochzeitsflug! Beeindruckende Fotos, vor allem die Mandibeln...

    Die "Schöne Ute" ist mehr als schön! Ich muss gleich einmal nachschauen, ob es sie bei uns auch gibt.

    Steinböcke beim Kampf zu beobachten, klasse. Die Bildwirkung hat etwas von einer Mischung aus schwarz-weiß-Foto und Sepia. Mir gefällt*s.

    Die Wolkenspiele sehen teilweise ganz schön bedrohlich aus...

    Fahren eigentlich immer mehr oder weniger die selben Leute bei den Ausflügen mit? Oder sind es immer wieder andere?


    Viele Grüße

    Addi

  • Hach, endlich wieder ein bisschen Spanien… ich hab mir heute zumindest einen kleinen SpanienTrip in unseren supermercado gegönnt und mir eine Sammlung von Surtidos gekauft. Ab jetzt darf man ja ruhig etwas adventlich werden.

    Danke für die schönen sonnigen Eindrücke

  • und mir eine Sammlung von Surtidos gekauft.

    :92: Surtido von was? Das heißt ja nur Auswahl. Ich habe mir gerade ein surtido de mantecados gekauft - aber ob du das meinst? Das sind so krümelige Weihnachtskekse für die Antequera berühmt ist. Aber ein surtido de queso oder de charcutería gönnt man sich in diesen Zeiten auch gern.... :40:

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