Auf dem Sandwall

  • Hallo, Mitmacher im Forum


    In meinem Pirschbereich wurde ein Industriepark geschaffen. Der Natur, ein Heidegebiet, wurde etwas Gelände belassen. Darin wurden große längliche Bodenvertiefungen für Flachwasserteiche ausgebaggert. Der Aushub, gelber nährstoffarmer Sand, wurde zu einem langen und breiten Wall seitwärts gelagert.

    Der Pflanzenbewuchs darauf ist mehr als spärlich. Das kleine blaue Blümchen gehört dazu. Es wächst nur in Sandbereichen, 'Sand' steckt auch in seinem Namen.



    Verstreut siedelte sich ‚Gras‘ an, das im Laufe der Jahre solitäre ‚Horste‘ bildete.

    Von deren Bewohnern und von den Tierchen des Umfeldes möchte ich berichten.(dies ist Teil 2, Teil 3, Käfer, folgt)


    Auf der Sandfläche, von Pflanzen nicht zugedeckt, fielen mir die Überreste einer Libelle auf. 'Naturschrottplatz' fiel mir dazu ein.





    Kein Altautoteil



    Der kleinere A. st. stakste zum 'Großen Verwandten' und umkreiste ihn. Der rührte sich nicht und nie wieder. Schrottplatz.



    Beim Umkreisen



    Der Untergrund wurde von mir geschönt. Original sieht die Sandfläche derartig aus. Mittig der frische Klauenabdruck eines Wildschweines.

    (die hinteren Vertiefungen verraten den Verursacher; kleinere Trittsiegel daneben kündeten von Jungtieren)



    Vereinzelt haben sich Graspflanzen zu solchen Bulten entwickelt. Im Bereich der überhängenden Pflanzenteile verbergen sich Tierchen:

    Käfer (werden im Teil 3 gezeigt), Wanzen, Schaben u.a.





    Mit Sandkörnern auf dem Rücken



    und so ein unscheinbarer Klitzekleiner



    Solche verstecken sich weniger, sie versuchen sich durch weite Sprünge davon zu machen - und fallen dadurch auf.

    Es sind Arten von Sandgebieten. Beim Durchschreiten von Grünflächen sind es andere Hüpfer die vor einem abspringen.




    Abschließend ein Tierlein - nur diese eine Raupe fand ich - das sich langsamer fortbewegt.



    Wenn alles gut geht dürfte ein Falter daraus werden den ich gerne sichten würde.


    Mit Grüßen vom

    Hermann

  • Lieber Hermann,

    du bist schon ein erstklassiger Beobachter, wenn man liest, dass du die Trittsiegel der Wildschweine nicht nur diesen zuordnen kannst, sondern auch auf erwachsene Tiere und Jungtiere schließen kannst.

    Aus deiner schicken Raupe schlüpft irgendwann hoffentlich die Ampfer-Eule Acronicta rumicis.

    Die zweite Heuschrecke in braun gehalten könnte eine Blauflügelige Ödlandschrecke Oedipoda caerulescens sein. Das Hinterbein hat eine Stufe auf der Oberkante, und die Blaufärbung der Unterschenkel unterhalb des hellen Ringes ist noch ahnbar.

    Nach dem was du hier alles zeigen kannst, hast du noch spannende Flächen in erreichbarer Nähe.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

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