Stefans Tierfunde

  • Ihr Lieben,


    viele von euch zeigen immer wieder hübsche, interessante, seltene und viele andere Tiere und andere Lebensformen, an denen ich mich immer erfreuen kann. Nicht nur, aber auch von euch inspiriert gehe auch ich immer auf Fotosafari, wenn sich mir eine Möglichkeit ergibt. Meistens sind die Fotos eher mittelprächtig, manche kann man aber zeigen. Einige möchte ich auch einfach mit euch teilen, weil sie mich selbst erfreut haben.

    Ich werde mal versuchen, in diesem Beitrag diese Bilder oder auch mal Geschichten zu teilen. Wer mag, darf sich gerne mit mir daran erfreuen.

    Beste Grüße,
    Stefan


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    Lifelist:
    Vögel:
    - Deutschland: 262, Grauspecht

    - Welt (2021): 274 (212), Grauspecht (Grauspecht)
    - (Garten): 100, Weißstorch
    Sonstige Wirbeltiere: 66, Steinbeißer
    Wirbellose, nur extern bestätigte Lebendfunde: 1018, Waldgrille (Nemobius sylvestris)

  • 23.08.21

    Damit mache ich auch schon den Anfang. Auf meinem Weg zur Arbeit komme ich, wenn ich einen kleinen Umweg in Kauf nehme ein Stück durch die Eiderauen. Gestern fehlte mir noch mein Tier des Tages, ich hatte zwar morgens ein junges Kaninchen aufgeschreckt, aber davon war ich nicht wirklich begeistert, denn das will ich mir für grauere Zeiten aufheben...

    Also durfte es der Umweg entlang der Eider sein. Wenn man mit dem Rad unterwegs ist, übersieht man natürlich das meiste, darum halte ich ganz gerne an Silageheuballen an. Besonders wenn diese unter einem Knick gelagert werden, sind dort manchmal Käfer zu finden, die sich fallen ließen (wegen Wind, einem Feind oder einfach so). Als ich eine Stelle mit neu aufgereihten Heuballen sah, hielt ich an und lehnte mein Rad dagegen. Einmal alles ablaufen und nur ein paar Marienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata, Psyllobora vigintiduopunctata, Propylea quatuordecimpunctata) gefunden.

    Doch als ich zum Rad zurückkam lief dort auf dem Ballen etwas, das sich vorher noch versteckt hatte.

    Mein erster: Endomychus coccineus - ein Scharlachroter Stäublingskäfer

    In Schleswig-Holstein zwar selten (laut Roter Liste), aber ungefährdet. Sowohl Larve als auch Käfer leben an Baumpilzen.

    Beste Grüße,
    Stefan


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  • Liebe Susanne,


    danke für das Lob. Diese Art hatte ich zwar noch nie gesehen, aber schon lange auf dem Radar. Es war eine echte Wunschart für mich und ich muss sagen, dass sie live noch besser ist als auf Fotos. Sie hat irgendwie was Exotisches. Ich finde es auch super, dass ich auch im 3. Käferjahr nicht nur Neues finde, sondern auch regelmäßig noch Fragezeichen über meiner Rübe erscheinen, wenn ich einen Käfer finde. Spannend ist es, wie du schon sagst. Frustriert bin ich höchstens, wenn entweder ein Wiederfund mir unbekannt vorkommt oder aber, wenn ein hübsches Tier nicht bestimmt werden kann, weil ich nicht wusste, auf welche Details es ankommt. Oder natürlich, wenn ein spannendes vielleicht neues Tier entwischt. :angry:


    Ich hangel mich mal rückwärts im Kalender und mache weiter mit dem

    22.08.21

    Morgens waren wir in Kiel, da gab es nicht so viel Krabbeliges. Lediglich ein lustiger Buntspecht fiel mir auf, der von der Fernsehantenne eines Hauses aus in die Straße herunterrief. Das geht aber im August noch besser! Heraus kam ich allerdings erst abends wieder. Also auf zu meinen Lichtquellen, einer Reihe von Bushaltestellen und am Ende ein rundherum beleuchtetes Hochhaus am Waldrand mit ebenfalls beleuchteten Fahrradunterständen.

    Ich war so gegen 20:30 Uhr dort und bis 22 Uhr unterwegs.

    Meine Ergebnisse: Viel vermeintlich Bekanntes aber auch etwas Neues.

    Alle Bestimmungen sind mit Restunsicherheit, manchmal mehr, manchmal weniger:

    Eine Pyramideneule (Amphipyra pyramidea), ihr fehlte ein Vorderflügel, aber sie ist #Neu4me .


    Als nächstes kamen zwei Braungewinkelte Zwergspanner (Idaea dimidiata). Die finde ich im Moment häufiger.



    An einer Lampe am Haus saß ein Ampfer-Wurzelbohrer (Triodia sylvina), auch nicht selten hier.


    Den nächsten hatte ich vermutlich schonmal. Es sollte der Braunleibige Springkrautspanner (Ecliptopera silaceata) sein:


    Auf dem Rückweg an denselben Bushaltestellen, aber zu späterer Stunde fand ich noch den hier. Es sollte ein Schwarzaugen-Bindenspanner (Cosmorhoe ocellata) sein, der dann #Neu4me wäre und außerdem zu meinem persönlichen Tier des Tages gekürt würde.


    Und zum Schluss noch ein Ockergelber Blattspanner (Camptogramma bilineata), der auf dem Bild irgendwie sehr blass rüberkommt. Er war deutlich gelber:

    Beste Grüße,
    Stefan


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    Edited once, last by _Stefan_ ().

  • Spannende Funde!

    Bei dem Scharlachroten Stäublingskäfer teile ich sowohl Deine als auch Susannes Meinung.

    Für mich ist es auch ein ganz neuer Käfer. Irgendwie sieht er wie ein "langezogener Marienkäfer" aus...

    Interessant, wie kugelig es an manchen Gelenken ist. Wenn das nicht nur da wäre, hätte ich ja an Parasiten gedacht. Es scheinen aber nicht alle Gelenke so "geschwollen" zu sein. Ob Käfer auch Arthritis bekommen können? :91:


    Viele Grüße

    Addi

    Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
    Ich hob ihn auf. Er war so schön!
    Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.


    (Calvin O. John, Ute-Navajo)

  • Moin Addi,


    du hast gut beobachtet! Am Scharlachroten Stäublingskäfer sieht man es am deutlichsten, die Familie ist tatsächlich nahe mit der Familie der Marienkäfer verwandt. Die "Kugeln" an den Gelenken ist eine Flüssigkeit, die Hämolymphe. Diese ist vergleichbar mit unserem Blut und wird vom Käfer zur Abwehr abgesondert. Das geht eben nur an den Gelenken. Sie schmeckt nicht gut (wie kann ich dir zum Glück nicht sagen 8o ) Scheinbar war das Tier nicht so begeistert von mir, wie ich von ihm. :29:

    Beste Grüße,
    Stefan


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  • Danke, Stefan für die weiteren Infos. Dass die "Kugeln" Hämolymphe ist, die zur Abwehr eingesetzt wird, finde ich sehr interessant! Ich dachte bisher, dass Hämolymphe nur zum Nährstofftransport benutzt wird...

    Scheinbar war das Tier nicht so begeistert von mir, wie ich von ihm.

    Das geht uns doch immer so... :):arm:


    Viele Grüße

    Addi

    Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
    Ich hob ihn auf. Er war so schön!
    Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.


    (Calvin O. John, Ute-Navajo)

    • Official Post

    Lieber Stefan,

    der Scharlachrote Stäublinsgkäfer ist ein ganz hübscher, den man bei oberflächlicher Betrachtung und auch wegen der gleichen Größe schnell mal mit einem Marienkäfer verwechseln könnte. Habe ich bisher auch nur einmal gefunden, in Bayern.

    Deine Falter sind alle richtig.

    Camptogramma bilineata schenke ich dir in farblich verbesserter Version.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Liebe Addi,


    du hast natürlich recht, dass viele Tiere lieber das Weite suchen und wohl keins scharf auf so ein Fotoshooting ist. Schade eigentlich.


    Liebe Sabine,


    dass du diesen hübschen Stäulingskäfer auch schon gefunden hast, freut mich für dich! Ich nehme an, dort sind sie häufiger, denn da gibt es ja mehr Wälder, in denen es verpilztes Holz gibt. Gück gehört aber dennoch dazu.

    Danke auch für den aufgemöbelten Blattspanner. Ich traue mich meistens nicht an eine farbliche Anpassung, weil ich Angst habe, Fakten zu verfälschen. Aber so erkennt man den schon leichter.


    So, einen Tag bekomme ich heut noch hin.

    21.08.21

    An diesem Samstag hatten wir Besuch und sind mit ihm zum Sehlendorfer Binnensee im Kreis Plön gefahren. Es ist ein Brackwassersee, in dem je nach Wasserstand Schlickflächen freiliegen. Bevor es losging, kam schon eine Türkentaube (Streptopelia decaocto) bei uns zuhause vorbei. Sie ist dort fast nie zu sehen.


    Bei einem Zwischenstopp in Kiel sah ich einen sehr hoch sitzenden Ampferspanner (Timandra comae), der per zoom fotografiert und somit bestimmt werden konnte.


    Dann ging es zum Ausflugsziel. Dort angekommen, begrüßten uns schon die ersten Limikolen. Sie alle zu nennen wäre wohl zu viel des Guten aber ein paar Vögel zeige ich euch. Als Erstes den Grünschenkel (Tringa nebularia) mit einigen der zahlreichen Graugänse (Anser anser) gemeinsam :


    Ein paar Silberreiher (Ardea alba) sind auch dort:


    Nebenan ist ein Brutfloß für Flussseeschwalben (Sterna hirundo). Einige sind auch noch da, sogar ein Jungtier.


    Auf einem kleineren Floß teilen sich die Seeschwalben den Platz mit Stockenten (Anas platyrhynchos:(


    Am Ufer sind zwei diesjährige Kampfläufer (Calidris pugnax) unterwegs:


    Zum Schluss noch ein Kiebitz (Vanellus vanellus), der in der Nähe im Gras unterwegs war:



    Das Highlight waren aber einige Raubseeschwalben (Hydroprogne caspia), die leider in großer Entfernung einige Runden drehten. Irgendwann mussten wir dann aber doch wieder zurück. Als wir am Selenter See vorbeifuhren, konnten wir aber nicht weiterfahren. Das kristallklare Wasser an einem kleinen schmalen Strand lud nochmal ein, die Füsse hereinzustecken. Dabei fiel uns ein seltsamer Fisch auf. Er wurde mir als Steinbeisser (Cobitis taenia) bestimmt:


    Der ist gar nicht so häufig und gehört zu den besonders geschützten Arten in der EU. Und damit ist er auch würdig, mein Tier des Tages zu werden.

    Nach einem gelungenen Tag ging es wieder heim.

    Beste Grüße,
    Stefan


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    Edited once, last by _Stefan_ ().

  • Das war ein wirklich gelungener Tag, Stefan! Bis auf den Kiebitz (selten) und die Türkentaube (auch eher selten hier), bekomme ich Deine Sichtungen hier gar nicht zu sehen. Ganz schöne Eindrücke!

    Wirklich nett ist das traute Zusammensein auf dem Floß.

    du hast natürlich recht, dass viele Tiere lieber das Weite suchen und wohl keins scharf auf so ein Fotoshooting ist. Schade eigentlich.

    Ich möchte meinen Models dann immer am liebsten sagen, ich tue Euch nichts, alles ist gut! Ich passe auf Euch auf...


    Viele Grüße

    Addi

    Ein glänzender Stein am Wegrand. So klein – und doch so schön.
    Ich hob ihn auf. Er war so schön!
    Ich legte ihn wieder zurück und ging weiter.


    (Calvin O. John, Ute-Navajo)

  • Liebe Addi,


    danke für die netten Worte. Dass wir unterschiedliche Arten sehen, macht die Sache ja erst spannend.


    Da es gestern und vorgestern keine guten Fotos und auch keine nette Geschichte gab, mach ich mal weiter in der Vergangenheit.

    20.08.21

    An dem Tag waren wir mit unserem Besuch nördlich von Kiel unterwegs. Dort zwischen Bülk und Strande liegt ein kleiner Strandabschnitt, an dem man mit Glück ein paar schicke Vögel sehen kann.

    An dem Tag war zwar nichts los auf dem Wasser, dafür hat mich eine Ente beschäftigt. Sie war mit Stockenten unterwegs und ist vermutlich ein Hybrid aus verschiedenen Arten. Vermutungen über ihre Eltern dürft ihr gerne mutmaßen: (bisheriger Stand: Evt. Stock-x Kolbenente)


    Ansonsten habe ich an ein paar Gebäuden ein paar Falter gefunden:

    Das könnte der Kreuzkraut-Blütenspanner (Eupithecia absinthianta) sein:


    Daneben saß ein Falter, den ich vermutlich schon kenne: Rotgebänderter Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata).


    Und am Leuchtturm in Bülk saß dieser hier, vermutlich ein Graubinden-Labkrautspanner (Epirrhoe alternata).


    Leider saßen alle relativ hoch, sodass die Bilder besser sein könnten. Dafür war aber eine Raupe des Mondvogels (Phalera bucephala) auf der Promenade unterwegs und in Reichweite:


    Außerdem traf ich einige "Gestreifte Blattrandrüssler" (Sitona lineatus).


    Mein Highlight war aber leider zu weit weg. Zu Hause von unserer Wohnung aus habe ich einen Haubentaucher (Podiceps cristatus) entdeckt, der sein Junges Huckepack trug. Es ist wohl eins der letzten Jungen, die jetzt noch so klein sind. Aber für mich war die Beobachtung etwas ganz Besonderes.

    Beste Grüße,
    Stefan


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    Edited once, last by _Stefan_ ().

  • Moin Silke,


    danke dir fürs Mitraten. Ich hoffe du verzeihst mir meine Skepsis. Ich bin mit sämtlichen Varianten unglücklich, eben auch mit Stockente x Reiherente, da mir immer nachvollziehbare Anhaltspunkte fehlen. Diese braune Haube zum Beispiel, von welcher Art könnte die kommen? Ich habe schon solche Exoten wie die Hottentottenente, Rotschulterente, Bahamasente etc in Betracht gezogen. Aber auch bei denen werde ich nicht glücklich. Da sie auf dem Meer schwamm, habe ich auch mal die Trauerente (weiblich) durchdacht. Leider sind ja auch nicht immer alle Merkmale nachvollziehbar.

    http://www.orniberlin.de/image…OA_docs/Entenhybriden.pdf Hier werden einige Hybride beschrieben und auch im Svensson werden einige gezeigt. Mein Tier ähnelt keinem davon. Zwei so häufige Arten wie Stock- und Reiherenten sind dort nirgends abgebildet. Daher frage ich mich, ob diese beiden Arten überhaupt hybridisieren. Das ist mein Haupt-"Kritikpunkt" an deinem Vorschlag, aber ausschließen will ich den keinesfalls. Dazu ist mir der Vogel zu rätselhaft. Einzig die Größe (kleiner als die Stockenten) passt dazu sehr gut in meinen Augen, denn Hybride tendieren ja eher dazu, größer als ihre Eltern zu werden. Also glaube ich nicht, dass es zwei Anas-Arten waren.

    Beste Grüße,
    Stefan


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  • Guten Morgen,


    Hast schon recht, auf Stockente kam ich auch nur wegen der grün schillernden Stoßfedern....


    Aber jetzt, wo Du die Kappe erwähnst, Kolbenenten haben eine solche Kappe...


    Vielleicht wars ja auch schon ein Hybrid, der sich mit einer anderen Art gepaart hat... Im Svensson sind relativ wenig Hybriden drin, ich bin mir sicher, dass es mehr davon gibt...

  • Moin Silke,


    das hat jetzt eine ganze Weile gedauert. Ich war unterwegs und hatte nicht viel Zeit.


    Ich hatte deine Kolbenente schon fast verworfen, weil mir die Kappe zu undeutlich erschien, da stieß ich auf dieses Dokument: https://www.ala-schweiz.ch/ima…7_Glutz_von_Blotzheim.pdf


    Auf Seite 6/10 oder alternativ Seitenzahl 212 ist ein Hybrid aus männlicher Stockente und weiblicher Kolbenente abgebildet. Der kommt meinem Tier sehr nahe, auch wenn die Kappe immer noch viel deutlicher gezeichnet und der Schnabel zweifarbig ist.


    Die allermeisten Hybriden sind übrigens nicht in der Lage, sich fortzupflanzen. Wäre das anders, würden die Grenzen zwischen den Arten wohl ganz schön verschwimmen. Ein Hybrid aus Hybriden ist damit also sehr unwahrscheinlich.

    Der Svensson zeigt nur Hybride der Gattung Aythya. Und auch dort nur die, die man mit heimischen Entenarten verwechseln kann. Ich habe allerdings noch nie von Mischlingen zwischen Anas-Enten und Aythya-Enten gehört. Kann schon sein, dass es sowas gibt, aber es scheint auch eine seltene Ausnahme zu sein.

    Beste Grüße,
    Stefan


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  • Ich werde mal wieder ein wenig aktualisieren.

    In der ersten Woche im September war ich bei meinen Eltern und in der zweiten Woche bei den Eltern meiner Freundin. Überall war das Programm voll, aber ein paar Bilder habe ich mitgebracht.
    Im Rheinland:

    Bei meinen Eltern habe ich viel im Haus geholfen und daher nur wenige Tiere zu sehen bekommen. Bei ihnen hat das Hochwasser gewütet und so gab es eine Menge zu tun. Am Haus und im Garten gab es aber diese Gesellen:


    30.08.21

    Ein "Raustreifiger Dickmaulrüssler" (Otiorhynchus rugosostriatus) an der Hauswand:


    01.09.21


    Wie jedes Jahr, wenn das Gemüse überreif zu Boden fällt, das nicht rechtzeitig gepflückt wird, ist auch dieses Jahr der "Erdbeer-Glanzkäfer" (Stelidota geminata) anwesend, ein Neozoon aus Amerika.


    02.09.21


    An dem Tag war super Wetter und ich hab eine Fotorunde im Garten für ein paar mehr Bilder genutzt.

    Meine Funde waren eine Ackerhummel (Bombus pascuorum),


    ein Admiral (Vanessa atalanta)


    einige Kleine Kohlweißlinge (Pieris rapae),


    eine Gammaeule (Autographa gamma),


    diese Große Sumpfschwebfliege (Helophilus trivittatus)


    und zu guter Letzt nochmal ein Käfer, diesmal aus dem Kompost. Es ist der Glanzkäfer Epuraea ocularis ohne deutschen Namen, der an seinen Augen am Hinterrand einen "Dorn" hat.


    03.09.21


    An dem Tag zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Ich habe den Tag für einen kleinen Spaziergang zum "Übeltäter" genutzt. Dem Bach, der vor einigen Wochen massiv über die Ufer getreten ist und bei uns zu Hause vorbeigeschaut hat.

    Am Ufer standen einige Erlen und darauf war eine Versammlung im Gange.

    Die Fleckige Brutwanze (Elasmucha grisea)


    Außerdem hab ich im Wasser eines Grabens einen Ampfer-Wurzelbohrer (Triodia sylvina) entdeckt, der dort strampelte. Ich war so frei ihn gegen ein Foto herauszuholen.


    Die Pfalz war etwas ergiebiger. Sicherlich auch, weil ich dort mehr Zeit draußen verbracht habe. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag.

    Beste Grüße,
    Stefan


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  • Lieber Stefan,

    wie schön, dass wir auch von deinen täglichen Viechern wieder was zu sehen bekommen. Für mich besonders schön, da das Allermeiste neu für mich ist. Besonders gut gefällt mir die Wanzenansammlung. Bloß beim Admiral ist dir ein Fehler unterlaufen, der hat den Namen vom Pfauenauge bekommen. :33:

    Was, du hast in diesem Jahr 210 Vogelarten gesehen??? Und ich fand schon meine 89 ganz gut...

  • Liebe Susanne,


    hoppla, da war es wohl schon wieder etwas spät geworden. Den Namen hab ich angepasst. Ich freue mich sehr, dass meine Sammlung dir die Freude bereitet, die ich auch immer beim Lesen deiner Beiträge lese. Auch wenn einige meiner Arten natürlich noch andere Nutzer zeigen, während du das "Monopol" in Spanien hast. :cool:

    Ja, meine Vogelartenliste ist eigentlich sogar schon bei 212, ich habe 2 Arten vergessen. :shy: Gesehen habe ich allerdings nicht alle. Ich verlasse mich darauf, dass mein Gehör mich nicht trügt und wenn der Gesamteindruck (Lebensraum, Jahreszeit, etc.) stimmt, dann zähle ich auch nur gehörte Vögel. So habe ich zum Beispiel dieses Jahr einen Pirol gehört und auch die Gartengrasmücke konnte ich nicht sehen, dafür aber an mehreren Stellen hören.

    Und 89 Arten aus dem Stehgreif zu finden, ist super! Mehr hatte ich anfangs auch nicht. Inzwischen wohne ich zwischen Nord- und Ostseeküste in einer der besten Vogelzugrouten in Deutschland. So habe ich zum Beispiel im Sommer nachts aus dem Bett eine Wachtel übers Haus fliegen hören. Die Möglichkeit hast du wohl nicht. Dafür hast du aber Arten auf deiner Liste, die ich nicht mal bestimmen könnte, wenn ich sie sehen würde und viele Weitere, die mich vor Neid erblassen lassen.

    Noch dazu war ich im Mai/Juni in den bayrischen Alpen, wo ich dann auch noch die Alpenarten auf meine Liste setzen konnte, meine Familie und die meiner Freundin sind wieder in anderen Ecken zu Hause und überall kann man noch was Neues finden.

    Beste Grüße,
    Stefan


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