Nord/Ostsee - Letztes Kapitel: Das Land vorm Meer

  • So langsam wird es Zeit, dass ich meine Fotos aus dem Herbsturlaub bearbeite. Es ist diesmal etwas schwieriger als im Sommer Themen zu finden, und ganz so viel Zeit hab ich derzeit auch nicht, aber ich fang einfach mal an, mal sehen, wie sich dann alles hinstrukturiert...
    Kapitel 1 - Mahlzeit - widmet sich den Fotos, auf denen wir Tiere erwischt haben, die grad was leckeres gefunden haben...


    Beim ersten Bild bin ich mir gar nicht so sicher, ob es hier ums Thema Fressen geht, aber die Lachmöwen geleiten Euch gut in die Meeres-Atmosphäre...


    Es war interessant, zu beobachten, wie die Möwen hier nach Nahrung suchen, sie hüpfen aus der schwimmenden Position mit einem Kopfsprung ins Wasser und tauchen dann teilweise mit etwas im Schnabel wieder auf. Der Fangerfolg erfreut sowohl Möwe als auch Beobachterin...
    Bei der ersten Silbermöwe ist noch nicht eindeutig erkennbar, was sie da erwischt hat, umso freudiger ist es aber, wenn man die Beute ab der zweiten Silbermöwe erkennt...





    ruhig schwamm diese Möwe auf die Sandbank, auf der die Graugänse kein bisschen Interesse an dem Krebs zeigten.



    Anders ist es mitunter bei den direkten Artgenossen - wenn eine Möwe was gefischt hat, muss sie ihren Fang manchmal arg verteidigen - bei dem Ringen um die Nahrung kommt es dann auch schon mal vor, dass der Fisch zurück ins Wasser fällt und alle hungrigen Mäuler dabei leer ausgehen...



    Spannend war für uns die Beobachtung zweier Reiher, die sich im Schlick eine Scholle geangelt haben (vielleicht war es auch eine Sandscholle oder Scharbe?)
    Ich weiß nicht, wie lange wir hätten warten müssen, um mitzubekommen, wie bzw. ob er das große Vieh in Reiherschlundgröße bekommen hat.




    Schauen wir uns noch ein paar vegetarische Essensszenen an:




    Und nun geh ich selbst mal ein paar Häppchen zubereiten... als Stärkung zur Vorbereitung der nächsten Kapitel...

  • Wir haben auf der Rückfahrt in Husum halt gemacht, dort gibt es etwas abseits vom Trubel einen Fischhöker, der verkauft richtig gute Sandschollen - kannte ich vorher auch nicht - haben wir aber mitgenommen und abends verzehrt, im Gedenken an all die Schollen, die sich die Reiher an der Ostsee holen... Insofern mussten wir nicht neidisch sein... :ups:

  • Kapitel 2 - Gänse und Enten


    Für uns ein sehr vertrauter Anblick: Massenweise Weisswangengänse, die sich den Bauch vollschlagen. Was wir im Hamburger Umland allerdings nicht haben, sind die Salzwasserwiesen, die hier das Land hinterm Deich säumen und mit ihrer teilweise intensiv roten Farbe einen Gegenpol zum mannigfaltigen grau des Wattenmeeres bieten. (Mehr dazu in einem späteren Kapitel)


    Wir schauen uns mal etwas genauer die Grau- und Blässgänse an, die hier angeflogen kommen:


    Wie bei den Möwen unterscheiden sich die Arten in Bein- und Schnabelfarbe:
    Graugänse mit orangenem Schnabel und rosa Beinen, Blässgänse genau umgekehrt. Und dazu noch die schönen Bauchstreifen bei den Blässgänsen:



    Unsere Zwerggans, das Ereignis, das das Thema Gänse vordergründig in unserem Urlaub werden ließ, kennt Ihr schon aus einem früheren Beitrag. Sie darf hier aber deshalb natürlich nicht fehlen! Auf diesem Bild sieht man recht deutlich ihre orangenen Beine und den charakteristischen gelben Augenring.


    An einem Tag haben wir in der Ferne auch Ringelgänse gesehen, die Fotos sind aber nicht gut genug geworden, da sie zu weit weg waren. Der Vollständigkeit halber (und weil ich diese Gänse so besonders gerne mag!) ergänze ich ein Ringelgansbild aus einem früheren Urlaub:


    Brandgänse sind ein guter Übergang zum Thema Enten, denn bei ihnen ist ja nicht so ganz klar, ob es Enten oder Gänse sind. Beide Geschlechter mit gleichem Kleid, das spricht für Gänse, ihre nicht so große Größe und der ebenfalls nicht so lange Hals für Enten... Auf dem Bild sind dann auch noch ganz lustig die im Anflug befindlichen Pfeifenten zu sehen.


    Dies könnte ein Pfeifenten-Männchen im ersten Winterkleid sein:


    Ebenfalls im Flug erwischt haben wir die Schnatterenten, zu erkennen an dem kleinen weißen Spiegel:


    Die Eiderenten, deren Federn gern für unsere Daunendecken genommen werden (wurden?), scheinen mir fast Inspiration für Starwars-Figuren gegeben zu haben. Erstaunlich, was die Natur an Formen und Farbvarianten hervorbringt... Das Männchen auf dem zweiten Bild mausert gerade ins Schlichtkleid.



    Das Weibchen:


    Als letztes gibts noch Männchen und Weibchen Schellente:



    Und dann würde ich mit diesen Blässgänsen am liebsten wie Nils Holgersson auf und davon fliegen:

  • Hallo Batia,


    ich schließe mich der Silke an :alright::thumbup: Am lustigsten finde ich das Schaf mit dem Häppchen :D:alright:


    Gruß Martin, der auch ein paar Pfeifenten an der Elster hat.

  • Liebe Batia,
    mann, das sind ja wirklich unglaublich tolle Aufnahmen! Die Unterscheidung von Grau- und Blässgans habe ich mir sofort notiert, sehr hilfreich. Aber ich habe leider doch nur Graugänse im Graugansordner.
    Dass man auch noch die gefangenen Viecher erkennen kann, beeindruckt mich.
    Bei den schönen Aufnahmen bin ich echt gespannt, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Kapitel 3 - Himmel


    Bei all unseren Beiträgen hier im Forum betrachten wir die Natur, unter der wir Tiere, Pflanzen, Pilze und Steine verstehen, alles, was aus festem und flüssigem Material besteht. Aber was ist denn mit dem Himmel?
    Ich habe unsere Landschaftsfotos einmal "vom Himmel her" angeschaut und eine Auswahl getroffen.













  • Liebe Batia,


    deine Wolken-und Himmelaufnahmen sind sehr interessant :alright::thumbup: Aber ich will noch etwas auf der Erde bleiben :D , ehe ich unter sie gebracht werde :* und vielleicht in den besagten Himmel komme?


    Gruß Martin, der noch an einem Gehörsturz laboriert.

  • Wunderschön :)

    Und sie sägten an den Ästen, auf denen sie saßen und schrien sich ihre Erfahrungen zu, wie man besser sägen könne. Und fuhren mit Krachen in die Tiefe. Und die ihnen zusahen beim Sägen schüttelten die Köpfe und sägten kräftig weiter.
    (Bertold Brecht)

  • Es ist Zeit für das nächste
    Kapitel Vögel:


    Natürlich fährt "unsereins" auch wegen der Vögel an die Küsten... Gänse und Enten bekamen ein eigenes Kapitel, auch die Möwen werden extra behandelt. Hier zeige ich, was wir ansonsten noch gesehen und einigermaßen gut vor die Kamera bekommen haben. An der Ostsee waren wir in Gelting und Umgebung unterwegs, an der Nordsee in der Umgebung der Hamburger Hallig/ Beltringharder Koog.


    An der Ostsee fanden wir sowohl die Mittelsäger mit ihren roten Augen



    als auch Gänsesäger:
    Wer sich für die Unterscheidung der beiden interessiert, vergleiche auch einmal die Schnabelform und die "Frisuren".


    Dunkler Wasserläufer (Ostsee in Zukunft =O):


    Knutt (Nordsee in Zukunft =N):


    und Kiebitzregenpfeifer (N):
    den ich wegen seiner schwarzen Knopfaugen so besonders gern mag, und der es uns Fotografen auch insofern leicht macht, als er nach einer Reihe Trippelschritten immer regungslos stehenbleibt.


    Der Goldregenpfeifer einmal in Gesellschaft (O)
    und einmal im Flug (N)

    leitet über zu den Flugbildern:


    Die Kormorane erlebten wir beim Sonnenaufgang an der Schleimündung (O), was in zweifacher Hinsicht ein besonderes Erlebnis war: sowohl der erstklassige Sonnenaufgang als auch die Massen an Kormoranen, die vom Land kommend in Richtung Meer flogen und sich dort niederließen - vielleicht hatten sie sich ja zum Meeresfisch-Brunch verabredet...


    Bei der Lerche (O) wissen wir nicht genau, welche Art es ist, vielleicht kann da ja jemand von Euch was zu sagen:


    Immer wieder gern gesehen die putzige Landung von Kranichen (O)


    Erkennt Ihr bei diesem Flugbild, um wen es sich handelt? Oben hatten wir ihn schon in anderer Position...:


    Neben dem Kiebitz hier nun ein großer Brachvogel (N)


    und im Anschluss auf untypischem Terrain ein Alpenstrandläufer (N):


    Oft lohnt es sich, die relativ normalen Vögel, die einem so ziemlich überall begegnen können, zu fotografieren. Fasanenweibchen (N):


    Steinschmätzer (N)


    Star (N):


    Abschließen möchte ich mit den VogelHighlights des Urlaubs, der (im Rätsel schon gezeigten) Sumpfohreule


    Und den #Neu4me Ohrenlerchen, die uns bei den Salzwiesen hinterm Deich einen halben Tag lang beschäftigten:


  • Liebe Batia,
    wow, lauter Vögel, die ich noch nie zu sehen bekam oder nur sehr selten. Selbst die von dir als "normalen Vogel" bezeichnete Fasanendame habe ich bisher nur sehr selten gesehen. Wirklich ganz tolle Fotos!

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

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