Das wars dann wohl - Herr Buntspecht!

  • Hallo alle miteinander,

    seit einiger Zeit beobachte ich, dass sich immer wieder in meinem Garten ein Buntspecht blicken lässt. Nun war ich in den letzten Tagen viel auf Achse und entdecke heute früh ein "schönes" Loch in meinem alten Gravensteiner Apfelbaum! Klar, der Baum ist schon mehrere Jahrzehnte alt, hat aber immer noch sehr gut getragen, große Äpfel dran gehabt. Ich befürchte, dass ich wohl nichts tun kann, um den Baum zu retten?

    Grüße von Ohana

  • Servus Ohana,
    bei deiner eigentlichen Frage, ob der Apfelbaum durch das Spechtloch geschädigt wird und absterben würde, kann ich leider nicht beantworten. Aber hier bei mir habe ich früher einen noch gar nicht so alten Baum beobachten können, der auch ein Spechtloch hatte und trotzdem über mehrere Jahre Laub trug. Es schien ihm nichts erkennbares auszumachen. Leider wurde der Baum gefällt, obwohl ich die Arbeiter auf die brütenden Spechte aufmerksam gemacht habe.
    Falls tatsächlich ein Buntspecht in deinem Garten einzieht, hast du zumindest einen überaus feinen Beobachtungsposten.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,
    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.
    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • ;-))))) ja, Sabine, das mit dem Beobachtungsposten habe ich mir auch schon überlegt!

    Na, dann will ich mal trotzdem hoffen, dass der Baum das übersteht. Der Hauptstamm gabelt sich in einer gewissen Höhe und in einem von den beiden starken Ästen ist nun das Spechtloch.

    LG Ohana

  • Hallo Ohana,

    Buntspechte hat auch nicht jeder im Garten - Glückwunsch .
    Um den Baum würde ich mir keine Sorgen machen ,da hab ich schon welche mit viel größeren Schäden gesehen
    und die leben immer noch.
    Mal sehen ob aus dem "schönen" Loch eine Bruthöhle wird .

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • unser Specht war viel anhänglicher. Er hackte mehrere Löcher in die frisch gedämmte Fassade unseres Mehrfamilienhauses. Nun ziehen jedes Jahr zur Brutsaison die Stare ein, weil sich der Specht nicht darum kümmert.

    Gruß Martin

  • ohhh, Martin, das ist hart! Aber die Stare kacken doch immer so die Wand an!? Sorry, ist jetzt so formuliert, wie ichs gerade gedacht habe ;) Denn wir haben für die Mauersegler, die jährlich unter unserem Dachfirst nisten und sich regelmäßig mit den Spatzen, die vorher schon im Nest sind, ins Gehege kommen, einen Nistkasten gebaut und an den Holzbalken-Dachträger (keine Ahnung, ob der so heißt) angebracht. Die Mauersegler sind nicht eingezogen, sondern die Stare haben angefangen sich die Kiste wohnlich einzurichten! Ich hätts ja akzeptiert, aber nach einigen Tagen sah unsere weiße verputzte Hauswand echt geliebt aus!!! Das Problem haben wir mit den Spatzen und Mauerseglern nicht. Also haben die Stare Hausverbot erhalten.
    Im Garten gibts genug weitere Möglichkeiten.

    Gruß Ohana

  • Hallo Ohana,

    wenn ich die Starenbilder finde, zeige ich sie nochmal.

    Gruß Martin, der sie nur im Frühjahr fotografieren kann.

  • solche alten Bäume sind wie man sieht, wichtige Lebensräume für Tiere.

    Ja ,liebe Wiltrud -ich würde in der heutigen Zeit wo ganze Wälder absterben das Fällen von insbesondere alten Obstbäumen verbieten.

    Und die Sorte Gravensteiner ist auch noch dazu eine alte Apfelsorte

    Ich mag die alten Sorten und habe vom Garten des seit Jahrzehnten verkauften Eltenhauses ,Edelreiser der Sorte Brettacher
    bekommen und auf einen Apfelbaum in unserem Garten aufgepropft .
    Da kehrte ,es hat etwas gedauert ,der Geschmack der Vergangenheit zurück .

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • Ja,liebe Wiltrud,
    Im Keller gelagert ,kann man den noch im Frühjahr essen .Er ist dann noch knackig in seiner fettig anmutenden Haut.

    Hallo Werner,

    der Brettacher sagt mir leider nichts. Und der Gravensteiner ist frisch gepflückt vom Baum super saftig, erfrischend süß-säuerlich lecker im Geschmack, ABER: man kann ihn nicht lagern. Schon nach einer Woche ist er wachsig und innen mulchig. Daher war ich zur Erntezeit immer damit beschäftigt, alles was reif war auch als Konfitüre, Kompott, Apfelmus zu verarbeiten.

    Mit deiner Aussage, das Fällen von alten Obstbäumen zu verbieten, geh ich nur bedingt mit. Sicherlich könnte man auf großen Obstbaumplantagen tolerieren, auch an Alleen mit Obstbaumbestand, wenn hier und da alte Bäume nur für die Tierwelt erhalten bleiben. Aber in einem Hausgarten, wo vielleicht - wie bei mir Platz für 5 - 6 Obstbäume Platz ist - würde ich das Fällverbot nicht angemessen finden. Heute habe ich den Specht wieder klopfen gehört...

    Liebe Grüße Ohana

  • Daher war ich zur Erntezeit immer damit beschäftigt, alles was reif war auch als Konfitüre, Kompott, Apfelmus zu verarbeiten.

    Prima Ohana, auch bei uns verkommt nichts .Grüne Renekloden ,Zwetschgen stückig ,Mirabellen in 2018 geerntet .Das war eine prima Qualität.
    Nach 14 Monaten kommt die tadellos aus dem Glas .Dieses Jahr gabs es so gut wie kein Obst oder miserables.
    Auch wir haben ums Haus rum Obstbäume statt Koniferen.

    Da wär ich schon beim nächsten Punkt : Obstbäume am Haus sind ja eh schon die Ausnahme ,da gibt es immer mal die Notwenigkeit ,daß einer
    weichen muß .
    Nein ich meine in erster Linie Streuobstwiesen - wichtige Kleinode am Rande der Agrarwüsten ! Die dürfen nicht auch noch für weiteres Fressgrün platt gemacht werden .

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • Prima Ohana, auch bei uns verkommt nichts .Grüne Renekloden ,Zwetschgen stückig ,Mirabellen in 2018 geerntet .Das war eine prima Qualität.Nach 14 Monaten kommt die tadellos aus dem Glas .Dieses Jahr gabs es so gut wie kein Obst oder miserables.
    Auch wir haben ums Haus rum Obstbäume statt Koniferen.

    Da wär ich schon beim nächsten Punkt : Obstbäume am Haus sind ja eh schon die Ausnahme ,da gibt es immer mal die Notwenigkeit ,daß einer
    weichen muß .
    Nein ich meine in erster Linie Streuobstwiesen - wichtige Kleinode am Rande der Agrarwüsten ! Die dürfen nicht auch noch für weiteres Fressgrün platt gemacht werden .

    Ja, Werner, doll wars dieses Jahr nicht mit dem Obst... mit einer Ausnahme: Unsere Bauernpflaume hat so viele Früchte dran gehabt, wie noch nie.. Pflaumenkuchen, Pflaumenkonfitüre, Pflaumenchutney.... von diesem Schub haben wir noch eine Weile was ;)

    Das ist wohl wahr, die Streuobswiesen müssen erhalten bleiben. LG Ohana

  • Pflaumenkuchen, Pflaumenkonfitüre, Pflaumenchutney.... von diesem Schub haben wir noch eine Weile was

    Das hört sich doch schon mal ganz verlockend an . Ich mag selbst gemachtes aus dem eigenen Garten.
    In einem Jahr hatten wir mal 300 kg Zwetschgen von 2 Bäumen ,soviel Kuchen kann man nicht machen ,die wurden zu Zwetschgenwasser .
    Das steht schon seit 2011 noch 76 % ig im Keller und keiner trinkts.

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

  • Das Loch und die dahinter liegende Spechthöhle sind für den Baum an sich unbedeutend. Es ist eine Verletzung, die er theoretisch innerhalb etwa 10 Jahre wieder verschließen kann/könnte. Die Frage wäre viel mehr, ob der Baum nicht eh schon eine Schädigung hat, dass der Specht überhaupt ei Loch rein hacken konnte. Ich schließe mich aber meinen Vorrednern an, dass Du sicherlich noch viele Jahre Spaß an dem Baum haben wirst und er, je nach Jahresverlauf, auch noch mal mehr und mal weniger Äpfel tragen wird.

    Viele Grüße
    Klaas

    Der englische Biologe John Burton Sanderson Haldane (*05.11.1892 in Oxford, Vereinigtes Königreich 01.12.1964 in Odisha, Indien) fand sich einst in Gesellschaft einer Gruppe Theologen wieder. Auf die Frage, was man wohl über die Natur des Schöpfers aus der Untersuchung seiner Schöpfung schließen könne, soll er geantwortet haben: „Eine unangemessene Vorliebe für Käfer!“ - Und ich hätte gefragt: "Wieso unangemessen???" :79:

  • Das hört sich doch schon mal ganz verlockend an . Ich mag selbst gemachtes aus dem eigenen Garten.In einem Jahr hatten wir mal 300 kg Zwetschgen von 2 Bäumen ,soviel Kuchen kann man nicht machen ,die wurden zu Zwetschgenwasser .
    Das steht schon seit 2011 noch 76 % ig im Keller und keiner trinkts.

    naja, drei Schluck hauen ja auch ein Pferd um! :D:alright:

    meint der Martin

  • Habe ich früher auch öfter mal aus´m Keller von meinem Schwiegervater genascht

    Aha !

    Dieser mittlerweile alte und damit saugute Obstbrand lagert deshalb so lange ,weil er ursprünglich als Verdauungsschnäpschen gedacht war.
    Das ist aber ein Trugschluß ,die Verdauung wird beim "Klaren "eher blockiert.

    Auf Trinkstärke 44 % heruntergesetzt ,ist das aber schon was Gutes.

    naja, drei Schluck hauen ja auch ein Pferd um!

    aber nur ein ganz kleines ! :D

    Jeder weiss was ,zusammen wissen wir viel und insgesamt wissen wir viel zu wenig !

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