Wer macht denn sowas?

  • Hallo Peter,


    habe ich noch nie bewusst gesehen und vermutlich geht es den anderen auch so. Bin aber auf die Auflösung gespannt.


    LG Lothar

    Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben. >Konfuzius<

  • Also es sieht für mich aus wie (zum Fressen) abgeschabte Moose oder Flechten auf einem Stein.
    Aber wer schabt das mit so schönen Mustern ab, das ist ja hier die eigentliche Frage, auf die ich auch keine Antwort parat habe.

    ’’Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.‘‘
    Vincent van Gogh

  • Hallo liebe Rätselfreunde,


    pesi hats erraten. Glückwunsch fürs gute Beobachten!


    Es handelt sich um die hell geflieste Treppe am Haus, die vom Keller in den Garten führt. Der Bereich ist immer schön feucht und kühl und wenig begangen, so dass sich über Winter oder während einer längeren Regenperiode ein grüner Belag (Flechte oder Moos) bildet, der dann von Schnecken, die das Biotop auch lieben, abgeweidet wird.


    Es dürfte sich um Nacktschnecken handeln, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Man sieht, dass die Schnecken sich in Schlangenlinien bewegen, so wie wir etwa beim Fensterputzen. Rätselhaft ist mir die Asymmetrie innerhalb der Spur. Vielleicht gibt es hier im Forum Schneckenfreunde oder -experten, die Näheres wissen?


    Ich zeige heute später noch ein Übersichtsbild.


    Liebe Grüße
    Peter

  • Lieber Peter,
    habe das Rätsel heute früh entdeckt, aber auf dem Weg zum Zahnarzt, also keine Zeit. Ich hätte auch an Schnecken gedacht. Wenn ich es richtig erinnere, dann sind einige Nacktschnecken-Arten wie der Tigerschnegel Limax maximus nachtaktiv. Beim Tigerschnegel weiß ich das und habe das auch schon beobachtet. Vielleicht schaust du mal bei Dunkelheit, ob du an den abgenagten Stellen Schnecken entdecken kannst.
    Übrigens ein feines Rätsel.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Hallo liebe Naturfreunde,


    inzwischen habe ich im WWW gestöbert und Bilder ähnlich wie meins gefunden, alle mit der Info, dass es Fraßspuren von Schnecken seien. Tigerschnegel, wie Sabine vermutet, gibt es bei mir reichlich, sie könnten es sein. Es bleibt immer noch das Unwissen und die Neugier, wie solche Fraßmuster zustande kommen. Vielleicht könnte man sogar aus der Art der Muster auf die Art oder Gattung schließen? Man bräuchte eine Information mit dem Titel "Körperbau und Lebensweise der (Nackt-)Schnecken" oder so ähnlich.


    Liebe Grüße
    Peter

  • Lieber Peter,
    ich hatte nicht den Tigerschnegel als Verursacher vermutet, sondern erstmal nur festgestellt, dass dies eine nachtaktive Schneckenart ist.
    Ein Artportrait auf vertrauenswürdiger Seite:
    http://www.schnegel.at/index.html?/arten/limax_maximus.html
    schreibt allerdings auch von Ernährungsgewohnheiten, die Pilze, Flechten und Algen einbezieht.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Es bleibt immer noch das Unwissen und die Neugier, wie solche Fraßmuster zustande kommen. Vielleicht könnte man sogar aus der Art der Muster auf die Art oder Gattung schließen? Man bräuchte eine Information mit dem Titel "Körperbau und Lebensweise der (Nackt-)Schnecken" oder so ähnlich.

    Vielleicht gelingt es nochmal ein paar Fotos zu machen, welche die Schnecken auf frischer Tat ertappen. Das würde dann auch die restlichen Mutmaßungen aufklären. Dürfte wohl nicht ganz einfach werden, da man gewisse Gelegenheiten abpassen muß, die sich schlecht voraussagen lassen.

  • Lieber Peter,


    da ich sogar Nacktschnecken liebe, finde ich dein Rätsel natürlich besonders interessant und spannend.


    Offenbar haben auch diese Nacktschnecken, vielleicht ja Tigerschnegel, viele, viele Zähnchen. Angeblich ist die Weinbergschnecke das Tier mit den meisten Zähnchen auf der Welt. Ich weiß jetzt nicht mehr wie viele. Aber deinen Fraßspuren nach sieht es für mich so aus, als ob die Schnecke beim Nagen hin- und herpendelt. Einmal nagt sie nach links, dann (etwas nach unten oder oben versetzt) nach rechts. Da sieht man mal wieder: Auch ohne Großhirn ist eine Schnecke nicht doof. Ich jedenfalls esse meinen Teller nicht so effektiv leer.

    Herzliche Grüße Rosmarie


    "Sollte man nicht überhaupt begeistert sein über die Welt, in der man lebt?" (Ausspruch von Kasimir hier im Naturforum)

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