02.04.2017

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  • Liebe Freunde unserer Flattermännchen,
    heute war ein echter Glückstag für mich. Insgesamt konnte ich vier Nachtfalterarten entdecken und fotografieren.

    Die ganz große Freude gab es im Stadtpark, als ich endlich das Birken-Jungfernkind sah UND aufnehmen konnte. Ich begrüße hiermit offiziell und mit Fotonachweis die Art Nr. 326 für meinen Wohnort. Die Fotos sind wahrlich nicht hitverdächtig, ich habe einfach mit der Serienbildfunktion draufgehalten. Ein anderer Zweig hat leider einen Schatten auf den Falter geworfen.
    Birken-Jungfernkind - Archiearis parthenias






    Hätte die Kamera nicht den Falter scharfstellen können? Unterseite.


    Und Abflug...


    Am nächtlich beleuchteten Supermarkt saß ein Eulenfalter:
    Rundflügel-Kätzcheneule - Orthosia cerasi, #female
    Kopf - Flügelspitze 21 mm. Auch ein echter Freu-Fund: Nämlich die zweite Begegnung mit dieser Art überhaupt, die erste war 2010.
    Der Falter war offenbar total frisch, die Saumfranzen sind noch völlig intakt. Vor dem Saum befinden sich zwischen den Adern dunkle Punkte, die mit einer Bogenlinien (zu den Fransen zeigend) verbunden sind.






    Am Garagenhof unter der Leuchte saß auch ein totes Eulchen. Im nächsten Leben werde ich größer; so musste ich mit einem Stöckchen versuchen, den Falter aus dem dicken Spinnfaden zu befreien. Und siehe da, er fing wie wild an zu flattern. Als ich ihn endlich befreit hatte, flog er leider davon. Wie schade! Aber es gab eine fette Überrachung: Als ich daheim am PC saß, krabbelte etwas zu meinen Füßen am Boden. Die befreite Eule! Sie muss sich wohl in meiner Jacke verfangen haben.
    Variable Kätzcheneule - Orthosia incerta
    Kopf - Flügelspitze 22 mm. Und schon wieder ein Freu-Fund: Nach den beiden Begegnungen 2010 und 2012 die dritte mit dieser Art. Das Tier hat allerdings im Spinnfaden erheblich gelitten, es ist kaum noch etwas von der Zeichnung übrig. Würde hier jemand die Fotos zur Bestimmung einstellen, würde ich mir das nicht zutrauen. Aber ich konnte den Falter im Fangglas mit den gespannten Abbildungen aus dem Buch direkt vergleichen. Die weiße, stark mit der Grundfarbe kontrastierende Linie über dem Franzensaum vor dem Hinterrand (Pfeil) hat insbesondere die Variable Kätzcheneule.




    Zu guter Letzt noch ein kleineres Eulchen, Kopf - Flügelspitze 17 mm
    Heidelbeer-Wintereule - Conistra vaccinii




    Liebe Grüße

    Der Mensch muss sich in die Natur schicken;
    aber er will, dass sie sich in ihn schicken soll.
    Immanuel Kant (1724 - 1804)

    221 mal gelesen

Kommentare 2

  • Moosfreund -

    Hallo Sabine,
    Glückwunsch zum Fund des Birken-Jungfernkindes!
    Die Serienbildfunktion der Kamera ist oftmals die einzige Chance,überhaupt noch was brauchbares in den Kasten zu bringen.
    Beim Bestimmen der Kätzcheneulen bin ich kurz vorm Aufgeben,Dein Hinweis bei der Rundflügel-Kätzcheneule mit den Bogenlinien bringt mich etwas weiter,zumindest soweit,das die von mir bestimmten Rundflügel-Kätzcheneulen keine sein können! :)
    Die Heidelbeer-Wintereule müsste auch in meiner Sammlung sein,da gab`s aber auch noch Verwechslungskandidaten,glaube ich zumindest.
    Ebenso wichtig für mich der Hinweis auf die weiße Linie über dem Fransensaum bei der Variablen Kätzcheule.Ich klicke gerade zwischen meinen und Deinen Bildern hin und her,bei meinem Falter ist zwischen der weißen Linie und dem Saum noch eine Reihe schwarzer,kleiner Punkte. Er hat hell umrandete Ring-u.Nierenmakel.Die innere Hälfte der Nierenmakel ist schwärzlich gefüllt,die Größe passt.
    Werde mal weiter vergleichen!

    • Sabine Flechtmann -

      Lieber Uwe, die Merkmale hatte ich speziell auch für dich mit aufgeschrieben, da du noch unbestimmte Orthosien erwähnt hattest. Außer dem Buch "Die Nachtfalter Deutschlands " ist die Bestimmungshilfe im Lepiforum die beste aller Adressen. Wenn man dort weiß, wie man wohin kommt, dann bekommt man bei verwechselungsträchtigen Arten oft auch Merkmale genannt, die entweder in ein Falterbild eingezeichnet sind oder halt als Text.
      Bei der Heidelbeer-Wintereule gibt es die deutlich seltere Art Conistra ligula als Verwechselungsmöglichkeit. Muss zum Abendessen.